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Einführung

Vor einem Menschenalter haben diese Bilder und Ihre Verse ihre Reise angetreten durchs deutsche Land und sind auch übers Meer und in die Neue Welt gekommen. Mittlerweile sind die Malerin und die Dichterin gestorben. - Berta Hummel 1946, Magrarete Seemann 1949. Aber die liebenswerten Kinder ihrer Phantasie sind so jung geblieben wie am ersten Tag und bringen ihr Leben in jedes Haus, wo Menschen mit Herz und Humor daheim sind.


Eine Fünfunfzwanzige schickte diese Zeilen in die Welt. Es ist kein Erstlingswerk. Denn eine ganze Reihe kleiner Geschwister ist ihm vorausgegangen. Wir begegnen der Kunst Berta Hummel auf Fleißbildchen und Glückwunschkarten, in illustrierten Zeitschriften und Jahrbüchern; immer es ist ein sonnhaftes, helles, warmes Begrüßen.

Wer ist nun diese Frau, die in die Schale weniger Lebensjahre schon so reich erntete? Die ganz Kind, ganz Beterin sein kann, die das erdhafte klobige Bubenleid grade so erfasst wie die Feinheit eines Mysteriums?

Das ist Berta Hummel, ein Kind Niederbayerns, das am 30. August 1934 seines Profess ablegte und nun als Schwester M. Innocentia im Kloster der Franziskannerinnen in Sießen bei Saulgau, Württhemberg, lebt. Wie ein Garten, auf dessen Früchten man Ausschau hält; wie eine Kerze, die man bitten möchte; Schenk uns noch viel, viel Innigkeit! Und doch wieder wie ein winziges helles Fensterlein, von dem man weiß: so oft du dich auftust, gibt es Sonne, gibt`s ein herzhaftes Lachen, gibt`s ein kleines Hinfegen über den Staub, der rings um uns liegt.

Berta Hummel muss eine steil aufsteigende Entwicklungskurve gegangen sein. Aber ihre Kunst, die ihr in Auge, Hand und Herz sitzt, die schier zu allen Poren herausquillt, ist doch keine plötzlich an den Baum gehängte Frucht. Sie wurzelt seit Generationen in der Familie. Der Vater der Künstlerin erzählt, dass sein Vater stets eine 1 im Zeichnen hatte und auch er sich jederzeit 1-2 erobern konnte.








Das Hummelchen

Berta Hummel oder, wie sie vielfach genannt wurde, "das Hummelchen", ist am 21.05.1909 zu Massing an der Rott in Niederbayern geboren. Sie war das dritte von sechs Geschwistern: und da sie lebendig, fast unbändig, also ein richtiges Hummelchen war, so mag zwischen den Brüdern Ady und Franzl und den Schwestern Käthl, Viki, Cenerl und Berta recht frischlebig hergegangen sein.

Vater Adolf Hummel, ein kunstfroher Kaufmann, und Mutter Victoria Hummel, die es vermochten und verstanden, ihren Kindern den richtigen Nährboden zu schaffen für ein Leben, das stark, groß, rein und gläubig sein sollte, erkannten bald die auffallend künstlerische Veranlagung des Hummelchens. Sie wissen sich heute noch lächelnd daran zu erinnern, dass jedes Fetzchen Papier herhalten musste und für Zeichnungen ausgenutzt wurde. Jede Minute, die nicht mit anderer Beschäftigung ausgefüllt war, gehörte dem Zeichnen. Mit Begeisterung wurden Ansichtskarten gemalt; zu Festtagen in der Familie gab es gemalte Blumenkörbchen aller Art. Wo Berta Hummel ein Bild in Schwarzdruck eroberte, sei es aus Zeitschriften, Kalendern oder woher immer, es musste koloriert werden.

Man konnte ihr mit einem Schächtelchen farbiger Bleistifte oder gar mit einem richtigen Farbenkasten die denkbar größte Freude machen. Wie viele mag sie schon verbraucht haben? Sie musste malen, sie musste einfach. Sie brauchte es wie Luft und Brot: sie hätte ohne Stift innerlich verkümmern müssen. Die starke flammende "Müssen" ist ja das Siegel ihrer Berufung. Und Berta Hummel fühlte sich berufen. Denn schon damals, als sie noch ganz fest in den Schuhen der 9- bis 11 Jährigen steckte, träumte sie davon, einmal eine "ganz große Künstlerin" zu werden.



Von 1916 bis 1921 besuchte Berta Hummel die Volksschule bei den armen Schulschwestern in der Heimat Massing. Schon damals hatte sie hellere Augen und ein weiteres Herz als ihre kleinen Kameradinnen. Was sie sah, nahm sie in sich hinein. Sie war durstig nach Neuem. Ihre Lehrerin, deren Schülerin sie sechs Jahre lang war, schildert sie als liebes, heiteres, zartfühlendes Kind, das aber viel Abwechslung liebte. Wie begreiflich das ist! Sie musste ja reich werden an Eindrücken! Sie sammelte; sie wurde nicht fertig mit Schauen und Sinnen, obwohl das ihrer lebendigen Hummelnatur oft widersprach. Wie stark muss das Kunstspüren schon damals in dem Kind gewesen sein, wenn es vermochte, soviel zappelige Unruhe zu bändigen! Mit dem Schauen kam der Versuch, durch die Hand wiederzugeben, mit den Fingern einzufangen, was das Auge aufgenommen hatte. Zuerst geschah es verborgen, noch heimlich scheu; als sich aber der Stift immer mehr dem Geist fügen musste, als die junge Kraft den Stoff zu meistern begann, als da und dort eine Mitschülerin in einem Kinderköpfchen sich selber erkannte, da ging ein Sturm des Staunens durch die Klasse. Das war Erlebnis für alle; das war aber auch schweres Erlebnis für Berta Hummel. Durch ihre aufstrebende Seele mag`s wie ein warmer, unaussprechlich schönes Strom gerollt sein: ich kann`s - ich zwings`s - oh, ich werde groß!
Wenn die zehnjährige Berta Hummel mit den Farbstiften an der mächtigen schwarzen Schultafel stand und unter ihren schmalen Fingern ein Baum aufwuchs, eine Wiese, Vögel und Kindergesichter, dann jubbelte die Mädelschar. "Der Ruhm der jungen Künstlerin verbreitete sich durch Kindermund; und die Kleinsten machten auf offener Straße Bestellungen und Bittgesuche: Hummel-Berta, zeichne mich auch ab!" Jeder Feldpostbrief, der an den Vater an die Front ging, trug eine Verzierung; es gab einfach keinen Hummel-Brief ohne Bildchen. Und aus dem Trau des Kindes, eine ganze große Künstlerin zu werden, wurde ein ernstes Ziel.


Erinnerung zur Deiner Taufe






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