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Hundeerziehung

Die Hundeerziehung beginnt in der Sekunde, wo Sie den Welpen übernehmen. Natürlich gibt es spezielle Punkte, wie z.B. die Sauberkeitserziehung oder die Leinenführigkeit, aber Erziehung findet im Grunde immer statt, wenn Sie sich mit dem Hund befassen - oder auch nicht.
Dabei ist es hilfreich, ein wenig über die Strukturen und die Erziehung in der Hundefamilie bzw. im Rudel zu kennen. Wenn Sie diese Strukturen zu Hause nämlich nachvollziehen, fühlt Ihr Hund sich wohl und sicher, weil er sich damit auskennt. Und Hunde, die eine solche Erziehung bekommen haben, sind angenehme Hausgenossen. Der Redaktionshund Else hat dazu eine Geschichte beizusteuern.
Dazu gibt es ein paar Kernbegriffe, u.a.

1. Rudelführer
2. Konsequenz
3 .Lob und Korrektur
4. Einfache Kommandos
5. Spielen


Rudelführer

Grundsätzlich gilt für die Hundeerziehung, daß Sie der "Alpha-Hund", der Rudelführer sind. Und Ihr Welpe ist ganz hinten in der Rangordnung. Derartige Strukturen sind ihm vertraut, sie geben ihm Sicherheit. Wichtig ist, daß Sie Ihren Platz auch wirklich einnehmen und dem Welpen klarmachen, was Sie von ihm wollen. Auch hier muß es gesagt werden: Unter Hunden gibt es keine Demokratie, und als Rudelführer sind Sie der Chef.
Es ist für Ihren Hund völlig in Ordnung, wenn Sie ihm im Rahmen der Hundeerziehung bestimmte Dinge verbieten. Er ist das von seiner Mutter gewohnt. Sie dürfen sich auch erlauben, einmal keine Lust zum Spielen zu haben und seine Aufforderungen zu ignorieren - auch das kennt er von anderen, ranghöheren Rudelmitgliedern.
Ihr Hund erwartet allerdings von Ihnen als dem Rudelführer auch klare Richtlinien. Nur dann fühlt er sich wirklich wohl und wird nicht immer wieder versuchen, selbst die Führung zu übernehmen, weil Sie ihm unfähig oder schwach erscheinen. Besonders dominante Rüden "fragen" in der Pubertät hin und wieder nach. Es ist dann sehr wichtig, solche Tiere konsequent immer wieder in ihre Schranken zu verweisen.


Lob und Korrektur

Im Grunde folgt die gesamte Hundeerziehung einem einfachen Prinzip: Das, was Ihr Hund tun soll, machen Sie ihm durch Lob so angenehm wie möglich. Das, was er nicht tun soll, machen Sie ihm durch Korrektur unangenehm.
Lob sollte also sofort und überschwenglich dann erfolgen, wenn der Hund etwas so gemacht hat, wie Sie es von ihm erwarten. Auch wenn Sie sich vielleicht albern vorkommen: Loben Sie Ihren Hund buchstäblich in den höchsten Tönen. Die Stimmlage vermittelt ihm sehr deutlich den Grad Ihrer Zufriedenheit.
Eine Korrektur auf der anderen Seite muss ebenfalls unmittelbar beim Fehlverhalten geschehen. Sie sollte nicht in Form von Schlägen o.ä. körperlichen Strafen erfolgen, sondern höchstens in Form von Körperhilfen. Auch hier reagiert Ihr Hund durchaus auf Ihre "ernste" Stimme, tadeln Sie ihn also nicht im Alltagston.
Hunde sind nicht in der Lage, Geschehnisse miteinander zu verknüpfen, die mehr als etwa 5 Sekunden auseinander liegen, es geht in der Hundeerziehung bei Lob und Korrektur wirklich um unmittelbare Reaktionen.


Hundeschule in Greven

Einfache Kommandos

Hunde können nicht wirklich verstehen, was Menschen sagen. Sie merken sich Ton und Stimme und verbinden diese mit bestimmten Handlungen oder Situationen.
Gewöhnen Sie sich also bei der Hundeerziehung an einfache, klare Kommandos, die Sie dann auch konsequent benutzen und nicht mehr verändern. Sagen Sie z.B. immer "Sitz!" und nicht irgendwann "Du sollst Dich aber jetzt setzen!" Bemühen Sie sich um Kommandos, die Ihr Hund gut auseinanderhalten kann.
Und setzen Sie diese einfachen Kommandos bei der Hundeerziehung konsequent durch. Wenn Sie ein Kommando zehnmal wiederholen, ohne daß der Hund reagiert, und dann aufgeben, dann lernt er daraus, daß seine Reaktion auch nicht unbedingt erforderlich ist. Ihre Qualitäten als Rudelführer stellen Sie damit selbst in Frage, und Ihr Hund nimmt Sie bald nicht mehr ernst.



Hunde beim erlernen des Vertrauens

Spielen

Das Spielen ist für den Welpen nicht nur die Hauptgelegenheit zur Bewegung und Kräftigung, sondern auch ein wichtiger Teil der Hundeerziehung. Wieder gilt: Sie sind der Rudelführer, der Chef. Sie bestimmen, wann Sie mit dem Welpen spielen, wo gespielt wird und womit gespielt wird.

Wann?
Wenn der Welpe Sie z.B. zum Spielen animieren will, indem er Ihnen seinen Ball bringt, dann müssen Sie darauf nicht unbedingt eingehen. Sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie sein Ansinnen ablehnen, im Gegenteil. Damit machen Sie dem Hund einmal mehr klar, wer in Ihrem Familienrudel das Sagen hat, und das ist sehr wichtig. Und wenn Sie mit dem Welpen spielen, dann bestimmen Sie auch, als Leiter der Hundeerziehung, wann das Spiel zu Ende ist. Hören Sie einfach auf, wenn Ihnen danach ist, räumen Sie das Spielzeug weg. Der Welpe wird das akzeptieren lernen und damit gleichzeitig auch Ihre ranghöhere Position anerkennen.

Wo?
Wenn Sie beschließen, daß z.B. in der Küche nicht getobt wird, dann setzen Sie sich durch. Ignorieren Sie die Aufforderungen Ihres Welpen, und wenn er lästig wird, sagen Sie ihm ein klares "Nein!". Sie dürfen das, Sie sind der Chef! Aber lassen Sie sich nicht am nächsten Tag erweichen und überreden, denn sonst fangen endlose "Diskussionen" mit Ihrem Hund über dieses Thema an. Seien Sie konsequent, wie immer in der Hundeerziehung.

Womit?
Schuhe z.B. sind nie ein gutes Spielzeug. Ihr Welpe kann nicht unterscheiden zwischen alten, die Sie sowieso nicht mehr wollen, und Ihren absoluten Lieblingsschuhen. Also sind Schuhe generell tabu. Dasselbe gilt für Kleidungsstücke, Decken, Kissen etc. Am besten ist wirklich spezielles Hundespielzeug. Räumen Sie immer wieder einen Teil davon weg, damit Sie darauf zurückgreifen können, wenn Sie den Hund zum Spielen animieren wollen. Bei allen Spielen sollten Sie darauf achten, daß Sie am Ende der Sieger bleiben, sonst untergräbt auch das Ihre Position als Chef. Also beim Tauziehen am Ende auf jeden Fall den Seilknoten nehmen und das Spielzeug ruhig wegräumen.


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