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Katzengeruch stört nicht!
Von reinen Wohnungskatzen gehen bei art- und verhaltensgerechter Haltung keine Belästigungen für andere aus. Der Vermieter kann daher die Katzenhaltung nicht verbieten. Nach Auffassung des Gerichtes gehört das Halten von Katzen auch in einer Großstadt zum Lebensbereich Wohnen und ist daher Teil der freien Lebensgestaltung des Mieters. Es ist davon auszugehen, dass Hauskatzen bei artgerechter Haltung keinen störenden Lärm verursachen, reinlich sind und keine Sachbeschädigungen verursachen. Etwaige Kratzspuren an Tapeten sind nicht irreparabel, sondern lassen sich durch eine vom Mieter durchzuführende Renovierung beseitigen. Auch nennenswerte Geruchsbelästigungen sind auszuschließen, wenn sichergestellt ist, dass sich die Katzen ausschließlich in der Wohnung aufhalten und ihnen eine ausreichend große Katzentoilette zur Verfügung gestellt wird, die regelmäßig gereinigt wird. Dabei lässt der typische Katzengeruch sich durch die Verwendung von handelsüblichen Streumitteln weitgehend überdecken.
Amtsgericht Hamburg, Az.: 40 a C 402/95



Katze in Mietwohnung erlaubt
Katzen dürfen in Mietwohnungen gehalten werden. Dies gilt auch dann, wenn laut Mietvertrag der Vermieter über die Haustierhaltung entscheiden darf. Er ist nämlich in seiner Entscheidung nicht völlig frei, sondern darf dem Mieter nur mit triftigem Grund etwas versagen, das diesem das Leben in der Wohnung erheblich angenehmer gestalten könnte. Einen solchen triftigen Grund, dem Mieter eine Katze zu versagen, konnte das Amtsgericht Hamburg nicht erkennen. Katzen hätten bei artgerechter Haltung so gut wie keinen Einfluß auf das gedeihliche Zusammenleben der Mieter im Haus und auch der Vermieter hätte keine Nachteile für sich zu befürchten. Daher müsse er dem Mieter die Haltung einer Katze genehmigen.
AG Hamburg 47 C 520/95



Tierarzt muss Einsicht gewähren
Ein Tierhalter, der sein Tier in tierärztliche Behandlung gegeben hat, hat ein Recht auf Einsicht in die tierärztlichen Dokumentationen. Hierzu gehört auch die Einsichtnahme in den tierärztlichen Befundbericht. Nicht ausreichend ist, dass der Tierarzt dem Besitzer des tierischen Patienten eine Kopie der Abrechnung einer tierärztlichen Verrechnungsstelle übersendet. Dieses Tierhalter-freundliche Urteil (Aktenzeichen 47C2176/04) fällte das Amtsgericht Gießen.



Die Katze darf bleiben
Als der Wohnungseigentümer wechselte, begannen für die Mieter und deren Katze harte Zeiten. Wegen einer Allergie seiner Ehefrau gegen Tierhaare bestand der neue Eigentümer auf dem im Mietvertrag enthaltenen Verbot jeglicher Tierhaltung in der Mietwohnung. Da die Katze auch nach einer Abmahnung weiterhin in der Wohnung blieb, kündigte der Vermieter seinen Mietern fristlos.
Zu Unrecht, wie das Landgericht München I befand. Zum einen, argumentierten die Richter, könne ein Vermieter die Haltung von Kleintieren - zu denen auch Katzen zu rechnen seien - nicht vertraglich verbieten, sie sei grundsätzlich erlaubt. Zum anderen sei die behauptete Allergie der Ehefrau als Grund für Abmahnung und Kündigung nur vorgeschoben, weil der Vermieter selbst einen Hund halte. Angesichts dessen sei es nicht als "grob missachtender bewusster Vertragsverstoss" zu werten, wenn sich die Mieter nicht von ihrer Katze trennen wollten. Im übrigen lebe die Katze in einer "abgeschlossenen Wohneinheit". Das "Risiko", ihr zu begegnen, sei für die Ehefrau des Vermieters deshalb nicht größer als das "Risiko", rein zufällig anderen Katzen über den Weg zu laufen.
(LG München, Az.: 14 S 13615/98)



Sitter unterliegt dem Eigentümer
Wer ein Tier in Pflege nimmt, muss es auf Verlangen des Eigentümers diesem zurückgeben und das auch dann, wenn die Pflege kostenlos und auf Dauer ausgelegt ist. Dies erfuhr ein Vogelfreund, der zwei Papageien in Verwahrung nahm, deren Eigentümerin die Tiere nicht länger selbst halten konnte. Das vertraglich vereinbarte Besuchsrecht für die Papageien führte dann zu so viel Streit, dass die Eigentümerin den Verwahrungsvertrag kündigte und die Tiere binnen einen Monats zurück forderte.
(AG Iserlohn, Az.: 41 C 3/99)



Hundebeißerei
In eine Hundebeißerei mischt man sich besser nicht ein. Denn wer dabei gebissen wird, ist selbst schuld, urteilte das Amtsgericht Lampertheim. Im vorliegenden Fall versuchte der Halter eines angeleinten Schäferhundes einem kleinen, frei laufenden und sehr angriffslustigen Hund von seinem Tier zu trennen. Dabei biss ihn der fremde Hund in die Hand. Der Richter sah darin einen Fall von Selbstgefährdung.
(AG Lampertheim, Az.: 3 C 529/99(08))




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