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Hund oder Mensch



Diese kurze Beschreibung sollte mit einem kleinen Augenzwinkern genossen werden.
Eigentlich hat sich Mensch den Wölfen angeschlossen und nicht umgekehrt, wegen der Nahrung.

Der Hund hat sich mit dem Menschen über die ganze Erde verbreitet.
Vor etwa 10000 Jahren wurden in Nordeuropa Wölfe in den Hausstand überführt. Durch Auslese und Weiterzucht entstanden bis heute ca. 400 verschiedene Hunderassen. Die Beschreibung des Wesens und Lebens des Haushundes (Canis lupus familiaris) mag die unübertreffliche Kennzeichnung des Tieres eröffnen, welche der Altvater der Tierkunde, Linné, in seiner eigentümlich kurzen und schlagenden Weise gegeben hat. Ich bin bemüht gewesen, dieselbe so treu wie möglich im Deutschen wiederzugeben:



Unsere kleinen Racker

"Frißt Fleisch, Aas, mehlige Pflanzenstoffe, kein Kraut, verdaut Knochen, erbricht sich nach Gras; lost auf einen Stein: Griechisch-Weiß, äußerst beizend. Trinkt leckend; wässert seitlich, in guter Gesellschaft oft hundertmal, beriecht des nächsten After; Nase feucht, wittert vorzüglich; läuft der Quere, geht auf den Zehen; schwitzt sehr wenig, in der Hitze läßt er die Zunge hängen; vor dem Schlafengehen umkreist er die Lagerstätte; hört im Schlafe ziemlich scharf, träumt.
Die Hündin ist grausam gegen eifersüchtige Freier; in der Laufzeit treibt sie es mit vielen; sie beißt dieselben; in der Begattung innig verbunden; trägt neun Wochen, wirft vier bis acht, die Männchen dem Vater, die Weibchen der Mutter ähnlich.
Treu über alles; Hausgenosse des Menschen; wedelt beim Nahen des Herrn, läßt ihn nicht schlagen; geht jener, läuft er voraus, am Kreuzweg sieht er sich um; gelehrig, erforscht er Verlorenes, macht nachts die Runde, meldet Nahende, wacht bei Gütern, wehrt das Vieh von den Feldern ab, hält Rentiere zusammen, bewacht Rinder und Schafe vor wilden Tieren, hält Löwen in Schach, treibt das Wild auf, stellt Enten, schleicht im Sprunge an das Netz, bringt das vom Jäger Erlegte, ohne zu naschen, zieht in Frankreich den Bratspieß, in Sibirien den Wagen. Bettelt bei Tische; hat er gestohlen, kneift er ängstlich den Schwanz ein; frißt gierig.
Zu Hause Herr unter den Seinigen; Feind der Bettler, greift ungereizt Unbekannte an. Mit Lecken heilt er Wunden, Gicht und Krebs. Heult zur Musik, beißt in einen vorgeworfenen Stein; bei nahem Gewitter unwohl und übelriechend. Hat seine Not mit dem Bandwurm; Verbreitung der Tollwut. Wird zuletzt blind und benagt sich selbst. Der amerikanische vergißt das Bellen. Die Mohammedaner verabscheuen ihn; Opfer der Zergliederer für Blutumlauf usw.

"Ich habe diese Beschreibung bloß weiter auszuführen. Geselligkeit ist ein Grundzug ihres Wesens und hat auf ihre Sitten den entschiedensten Einfluß. Sie fressen alles, was der Mensch ißt, tierische Nahrung ebensowohl wie pflanzliche, und beide im rohen Zustande nicht minder gern als zubereitet. Vor allem aber lieben sie Fleisch, und zwar etwas fauliges mehr noch als das frische. Wenn die Hunde überflüssige Nahrung besitzen, verscharren sie dieselbe, indem sie ein Loch in den Boden graben und dieses mit Erde zudecken. Bei Gelegenheit kehren sie zurück und graben sich den verborgenen Schatz wieder aus; aber es kommt auch vor, daß sie derartige Orte vergessen.
Der Hund kann vortrefflich laufen und schwimmen, bis zu einem gewissen Grade auch klettern. Bei eiligem Laufe ist er imstande, große Sprünge zu machen, jedoch nicht fähig, jähe Wendungen auszuführen. Alle Hunde schlafen gern und viel, aber in Absätzen, und ihr Schlaf ist sehr leise und unruhig, häufig auch von Träumen begleitet, welche sie durch Wedeln mit dem Schwanze, durch Zuckungen, Knurren und leises Bellen kundgeben. Einige lieben das Wasser außerordentlich; verwöhnte Hunde scheuen es in hohem Grade. Die Hunderassen sind untereinander in demselben Grade geistig verschieden, wie sie leiblich voneinander abweichen.

Unerschütterliche Treue und Anhänglichkeit an den Herrn, unbedingte Folgsamkeit und Ergebenheit, strenge Wachsamkeit, Sanftmut, Milde im Umgang, dienstfertiges und freundliches Betragen - dies sind die hervorragendsten Züge ihres geistigen Wesens. Kein einziger Hund vereinigt sie alle in gleich hoher Ausbildung: der eine Zug tritt mehr zurück, der andere mehr hervor. Mehr, als man annimmt, spielt dabei die Erziehung mit.
Nur gute Menschen können Hunde gut erziehen. Frauen sind im allgemeinen keine guten Hundeerzieher, und Schoßhunde deshalb auch stets verzogene, verzärtelte, launenhafte und nicht selten heimtückische Geschöpfe. Der Bauernhund ist ein roher, plumper, aber ehrlicher Gesell, der Schäferhund ein verständiger Hirt, der Jagdhund ein vortrefflicher Jäger, welcher die Kunst der Jagd selbst auf eigene Faust betreibt, der Hund eines vornehmen Nichtstuers ein üppiger Faulenzer und eigentlich weit ungezogener als der rohe, ungebildete des Bauern.
Manche eigentümlichen Sitten sind fast allen Arten gemein. So heulen und bellen sie den Mond an, ohne daß man dafür eigentlich einen Grund auffinden könnte. Sie rennen allem, was schnell an ihnen vorübereilt, nach, seien es Menschen, Tiere, rollende Wagen, Kugeln, Steine oder dergleichen, suchen es zu ergreifen und festzuhalten, selbst wenn sie recht wohl wissen, daß es ein durchaus unnützer Gegenstand für sie ist. Sie sind gegen gewisse Tiere in höchstem Grade feindlich gesinnt, ohne daß dazu ein sicherer Grund vorhanden wäre. So hassen alle Hunde die Katzen und den Igel; sie machen sich bei letzterem förmlich ein Vergnügen daraus, sich selbst zu quälen, indem sie wütend in das Stachelkleid beißen, obgleich sie wissen, daß dies erfolglos ist und ihnen höchstens blutige Nasen und Schnauzen einbringt.

Die Hündin ist zweimal im Jahre läufig, meistens im Februar und im August, und zwar währt dieser Zustand jedesmal neun bis vierzehn Tage. Um diese Zeit versammelt sie alle männlichen Hunde der Nachbarschaft um sich, selbst solche, welche einige Kilometer weit von ihr entfernt wohnen. Der männliche Hund folgt der Hündin auf Schritt und Tritt und wirbt mit allen möglichen Kunstgriffen um deren Zuneigung. Jede seiner Bewegungen ist gehobener, stolzer und eigentümlicher; er sucht sich mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln liebenswürdig zu machen.
Dahin gehören das Beschnuppern, das freundliche Anschauen, das sonderbare Aufwerfen des Kopfes, das bittende Gekläff und dergleichen. Gegen andere Hunde zeigt er sich eifersüchtig. Finden sich zwei gleich starke auf gleichem Wege, so gibt es eine tüchtige Beißerei. 63 Tage nach der Paarung wölft die Hündin an einem dunklen Orte drei bis zehn, gewöhnlich vier bis sechs Junge, welche schon mit den Vorderzähnen zur Welt kommen, jedoch 10 bis 12 Tage blind bleiben. Die Mutter liebt ihre Kinder über alles, säugt, bewahrt, beleckt, erwärmt, verteidigt sie und trägt sie nicht selten von einem Ort zum andern, indem sie dieselben sanft mit ihren Zähnen an der schlaffen Haut des Halses faßt. Gewöhnlich läßt man einer Hündin nur zwei bis drei, höchstens vier Junge von ihrem Gewölfe, um sie nicht zu sehr zu schwächen. Die kleinen Gesellen brauchen viel Nahrung, und die Alte ist kaum imstande, ihnen das Erforderliche zu liefern. Daß der Mensch als Schutzherr des Tieres eine säugende Hündin besonders gut und kräftig füttern muß, braucht wohl nicht erwähnt zu werden.

Der Hund tritt schon im zwölften Jahre in das Greisenalter ein. Dieses zeigt sich an seinem Leibe ebenso wie an seinem Betragen. Namentlich auf der Stirn und der Schnauze ergrauen die Haare, das übrige Fell verliert seine Glätte und Schönheit, das Gebiß wird stumpf oder die Zähne fallen aus; das Tier zeigt sich träge, faul und gleichgültig gegen alles, was es früher erfreute oder entrüstete; manche Hunde verlieren die Stimme fast gänzlich und werden blind. Man kennt übrigens Beispiele, daß Hunde ein Alter von 20 Jahren, ja sogar von 26 Jahren erreicht haben. Doch sind dies seltene Ausnahmen. Das untrüglichste Kennzeichen von der Gesundheit eines Hundes ist seine kalte und feuchte Nase. Wird diese trocken und heiß und trüben sich die Augen, zeigt sich Mangel an Freßlust usw, so kann man überzeugt sein, daß der Hund sich unwohl fühlt.
Schon seit den frühesten Zeiten wurde der Nutzen der Hunde gewürdigt. Alexander der Große war über den frühzeitigen Tod seines Lieblingshundes so betrübt, daß er ihm zu Ehren eine Stadt mit Tempeln bauen ließ; Homer besingt den Argus, den Hund des Ulysses, in wahrhaft rührender Weise; in römischen Schriften wird des Hundes eines Verurteilten gedacht, welcher dem in den Tiber geworfenen Leichnam seines Herrn unter traurigem Geheul schwimmend nachfolgte; Soter, der einzige Überlebende von den hündischen Wächtern, welche Korinth verteidigten, empfing auf Kosten des Staates ein silbernes Halsband mit den darauf gestochenen Worten: "Korinths Verteidiger und Erretter". Die alten Ägypter gebrauchten die Hunde zur Jagd und hielten sie, wie man aus den Abbildungen auf Denkmälern sehen kann, sehr hoch.


Wie kam der Hund zum Menschen


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