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Wir sind euer Produkt

Aus dem Tagebuch eines Streuners

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.


Warum ???
1. WOCHE:
Vor einer Woche bin ich geboren worden, welches Glück auf dieser Welt angekommen zu sein !
1. MONAT:
Meine Mama sorgt sehr gut für mich. Sie ist eine vorbildliche Mama.
2. MONAT:
Heute trennten sie mich von meiner Mama. Sie war sehr unruhig und mit ihren Augen sagte sie mir AUF WIEDERSEHEN, gleichzeitig hoffend, dass meine neue menschliche Familie sich so um mich sorgt, wie sie es machte.
4. MONAT:
Ich bin schnell gewachsen, alle widmen mir ihre Aufmerksamkeit. Es gibt mehrere Kinder im Haus, die wie „Geschwister“ für mich sind. Wir sind alle eine unruhige Bande. Sie ziehen mich an der Leine und ich zwicke sie spielend.
5. MONAT:
Heute nörgelten sie an mir herum. Mein Besitzer wurde heute böse, weil ich „Pipi“ im Haus gemacht habe, aber sie hatten mir ja nie gezeigt, wo ich es machen sollte.
Ich schlafe auch in der Waschküche....
Und konnte einfach nicht mehr zurück halten!
6. MONAT:
Ich bin ein froher Hund. Ich habe die Wärme meiner Familie, ich fühle mich so sicher und beschützt.
Ich glaube, dass meine menschliche Familie mich liebt und sie verwöhnt mich viel zu sehr.
Wenn sie essen, geben sie mir immer etwas ab. Der Hof ist für mich alleine und ich mache mir einen Spass daraus, wie meine Vorfahren, die Wölfe, mein übriggebliebenes Futter im Garten zu vergraben.
Sie bilden mich nicht aus, also muss doch alles richtig sein, was ich anstelle.
12. MONAT:
Heute bin ich 1 Jahr alt. Ich bin ein reifer Hund. Meine Meister sagen, dass ich mehr gewachsen bin als sie gedacht haben.
Sie müssen so stolz auf mich sein!
13. MONAT:
Wie schlecht ich mich heute fühle. „Mein Bruder“ nahm mir den Ball weg, obwohl ich ihnen doch nie ihre Spielzeuge wegnehme!
Deshalb nahm ich ihm meinen Ball aus der Hand. Aber meine Kiefer sind sehr stark geworden und ich verletzte ihn unabsichtlich.
Nach dem Schrecken, ketteten sie mich draußen fest an, ich konnte mich nicht einmal bis zum Sonnenstrahl bewegen.
Sie sagen, dass sie mich beobachten werden und dass ich undankbar bin.
Ich verstehe gar nicht, was passiert ist.
15. MONAT:
Es ist immer noch das Gleiche:
Ich lebe jetzt nur noch auf dem flachen Dach. Ich fühle mich sehr alleine, meine Familie liebt mich nicht mehr.
Sie vergessen manchmal, dass ich hungrig und durstig bin. Wenn es regnet habe ich kein Dach, dass mich vor dem Regen schützt und wenn die Mittagssonne knallhart auf das Dach scheint, habe ich keine schattige Ecke.
16. MONAT:
Heute holten sie mich vom Dach herunter. Ich war sicher, meine Familie vergab mir und ich freute mich so sehr, dass ich sie ansprang vor Vergnügen.
Ich konnte meinen Schwanz vor Freude gar nicht stillhalten.
Ausserdem werden sie mich mit auf einen Spaziergang im Auto mitnehmen!
Wir fuhren in Richtung der Autobahn und plötzlich hielten sie an.
Sie öffneten die Tür und ich sprang fröhlich heraus, im Glauben, dass wir unseren Tag gemeinsam im Freien verbringen würden.
Ich verstehe nicht, warum sie ohne auszusteigen die Autotür wieder schlossen und wegfuhren!
“HÖRT , WARTET .....“ oh, sie haben mich vergessen!!
Ich lief hinter dem Auto her mit all meinen Kräften. Meine Qual wuchs, als ich erkannte, dass sie verschwanden und sie hielten nicht an. Mir wurde klar:
SIE HATTEN MICH AUSGESETZT!!!
17. MONAT:
Ich habe vergeblich versucht, den Weg nach Hause zu finden. Ich setze mich hin, ich bin verloren.
Auf meinem Weg gibt es Leute mit guten Herzen, die mir meine Traurigkeit ansehen und mir etwas zu fressen geben.
Ich danke ihnen von ganzen Herzen und wollte, dass sie mich adoptieren und versprach ihnen auch für die Ewigkeit treu zu bleiben.
Aber sie sagten nur: "ARMEN HUND", er muss verloren gegangen sein und gingen weiter.
18. MONAT:
Neulich ging ich an einer Schule vorbei und ich sah viele Kinder, die mich an meine “Geschwister“ erinnerten.
Als ich mich ihnen näherte, lachte eine Gruppe von ihnen und sie warfen viele Steine nach mir und schauten, wer besser gezielt und mich getroffen hatte.
Einer jener Steine verletzte eins meiner Augen und von da an sah ich nichts mehr mit ihm.
19. MONAT:
Es ist nicht zu glauben, als ich noch ein schöner Hund war, fühlten alle mehr Mitleid für mich. Jetzt aber habe ich schon sehr viel Gewicht verloren, bin richtig dünn geworden und verlor ein Auge und die Menschen verjagen mich lieber mit Besenschlägen, wenn ich versuche etwas Schatten irgendwo für meinen müden und schwachen Körper zu finden.
20. MONAT:
Ich kann mich kaum mehr bewegen: Heute als ich versuchte, eine Strasse mit starkem Autoverkehr zu überqueren, wurde ich angefahren. Ein Autofahrer lenkte sein Auto so, dass er mich mit Absicht traf. Ich werden den zufriedenen Gesichtsausdruck des Fahrers nie vergessen!
Hätte Gott doch gewollt, dass er mich getötet hätte, aber ich renkte mir nur meine Hüfte aus.
Der Schmerz ist nicht auszuhalten, meine Hinterpfoten gehorchen mir nicht und mit grosser Schwierigkeit kroch ich zu irgendeinem Grashang am Strassenrand.
21. MONAT:
Ich liege seit 10 Tagen in der Sonne, dem Regen, der Kälte, ohne etwas zu fressen oder trinken. Ich kann mich nicht bewegen.
Der Schmerz ist unerträglich. Ich fühle mich sehr schlecht, ich liege an einer feuchten Stelle und meine Haare fallen aus.
Einige Leute gingen an mir vorbei, aber entweder sahen sie mich nicht oder aber andere sagten unter sich: “GEHE NICHT ZU NAHE HERAN“.
Ich bin fast bewusstlos. Auf einmal steht eine fremde Person neben mir. Ihre liebevolle Stimme brachte mich dazu zu reagieren.
"ARMER HUND, GUCK WIE SIE DICH AUSGESETZT HABEN", sagte sie...
Neben ihr stand ein Mann mit weissem Kittel, er begann mich abzutasten und sagte zu der freundlichen Frau: "ES TUT MIR LEID, aber ich kann diesem Hund nicht mehr helfen, es ist besser, wenn ich ihn von seinem Leid erlöse ". Unter Tränen stimmte sie mit ihm überein.
Ich schaffte es noch einmal meinen Schwanz zu bewegen und schaute sie mit unendlich dankbaren Augen an.
Ich fühlte nur kurz den erlösenden Schmerz der Injektion und fiel in ewigen Schlaf, mich dabei fragend, WARUM ICH GEBOREN WURDE, WENN MICH DOCH NIEMAND LIEBEN WOLLTE.


Was Hunde für uns tun Frisbee-Scheiben fangen

Dafür sorgen, dass eine einsame Nacht nie wirklich einsam ist

Unser Heim bewachen

Uns an wundervollen Herbsttagen nach draußen bringen

Uns zuhören wenn wir singen

Uns wie Stars behandeln wenn wir wieder nach Hause kommen

Uns an Wintertagen in den Schnee schleppen

Uns alarmieren, wenn die Post kommt

Uns helfen, länger zu leben

Uns zum Lachen bringen

Uns in allem zustimmen

Unsere Knie wärmen

Dafür sorgen, dass wir alten Tennisbälle noch gebrauchen können

Signalisieren, wenn ein Gewitter aufzieht

Die Hauptrolle in unseren Videos spielen

Schlitten ziehen

Unseren Blutdruck senken

Prüfen, wie schnell wir rennen können

Uns auch bei Regen an die frische Luft bringen

Unseren Kindern Verantwortung beibringen

Uns die Bedeutung von bedingungsloser Liebe lehren
Denkt mal darüber nach, ihr Tierquäler, was ein Hund für den Menschen tut.

Sie können sich nicht richtig hinlegen

Ihr liebt die treuen Hunde nicht

Ihr liebt die treuen Hunde nicht

Ihr liebt die treuen Hunde nicht
weil Eure Herzen fremd geblieben,
was aus der Hundeseele spricht -
und wie ein Hund vermag zu lieben.

Das Tier seht Ihr im Hunde nur -
geschaffen, willig Euch zu dienen,
Euch ist der Schöpfer der Natur -
in seinem Wesen nie erschienen.

Kommt nur ins Elend erst einmal
von allen, die Ihr liebt, verlassen,
und fühlet der Enttäuschung Qual -
dann lernt Ihr Hundetreue fassen.



Ein Hund nach Liebe suchen!

Aufschrei

Aufschrei der Tränenlosen

Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurd ich nur geboren,
wollte Freund, Gefährte sein
warum läßt du mich allein?
Partner Mensch, ich sage : NEIN!

Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
Dir und andren Freude geben.
So verlorst Du Dein Gesicht,
dein Gewissen sei Gericht
für all meine Not und Pein.
Partner Mensch, ich sage : NEIN!

Geschundnes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochne Beine, keine Streu,
nirgends eine Tierraststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt Du sein,
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie,
nirgends Gras und Sonnenschein
und kein Platz für´s zweite Bein.
Auch wir Tiere im Labor,
stimmen ein in diesen Chor.
Wie unbarmherzig kannst Du sein.
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Ein Beutel Miezekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen
wollte man uns so entsorgen?
Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unser an?
Hört uns niemand ängstlich schrein?
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Eng ist`s in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch zu klein und viel zu dick:
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb' ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir furchtbar bange
vor Viren und Elektrozange.
So viele kleiner Ferkel schrein:
Partner Mensch, ich sage: NEIN!

Versetze dich in unsere Lage,
diese Schmerzen, diese Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt nur dies auf unsrer Welt?

Ob bei einem Tausch der Rollen
wir euch wirklich retten sollen?
Mensch laß diesen Rat dir geben:
Übe Ehrfurcht vor dem Leben!
Du bist verloren, wenn wir schrein:
NEIN! NEIN! NEIN!



Was tut ein Hund nicht alles?


Der Hund ist Wächter

Gäbe es keinen Hirtenhund, könntest du keine Schafe aufziehen
Und wenn es keinen Wachhund gäbe, bliebe dein Haus ungeschützt.
Die Eigenschaften von acht Menschen sind in einem Hund vereint:
Er schützt dich und kämpft für dich wie ein Krieger
Er ist selbst bei geringer Kost glücklich wie ein Priester
Er gehorcht deinem Wink wie ein knecht
Er ist mit der Finsternis vertraut wie ein Dieb
Er vertreibt des Nachts mit seinem Bellen die Dämonen wie ein Geisterbeschwörer
Er läuft schamlos dem anderen Geschlecht hinterher wie eine Dirne
Er streckt im Schlaf die Zunge heraus wie ein Kind
Er träumt laut und bewegt sich dabei fast wie ein Nachtwandler
Deshalb darfst du deinen Hund niemals anders behandeln als einen geliebten Menschen.


Findlingshund

Wer hat dich geboren, mit Fledermausohren,
mit pfiffigem Köpfchen, mit Augen wie Knöpfchen
mit magerem Ränzchen, geringeltem Schwänzchen,
beseelt und lebendig, getreu und verständig -

Wer hat dich besessen, verstoßen, vergessen?
Eine Sammlung von Rassen, ich kann dich nicht lassen
du Bastard, du kleiner, ab heut' wirst du meiner.
Ob Reichtum, ob Not, wir teilen das Brot.



Das 1x1 des Hundes

Weltgewissen

Das Weltgewissen

Es klagt das Weltgewissen
die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren,
was habt ihr mit dem Tier getan?

Das euch in Liebe nahte,
das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte,
nicht achtend der Gefahr!

Nun sind sie ausgeliefert
der größten Qual und Pein,
und sollten unsre Brüder
in allen Nöten sein!

Ihr aber seid so herzlos
und hört ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr´s nicht ändert,
dereinst vor das jüngste Gericht!

Ihr seid schon jetzt gerichtet
durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen,
wird keins der Tiere ruhn.(Schade)

Gar groß ist die Bedrängnis,
unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!(Stein)

Dass es in Liebe schlage,
für alles, was da lebt,
und ihr die volle Würde
den Tieren wiedergebt!

Denn eure eigne "Würde"
sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren
den Schöpfer selber ehrt!



Hundewelpe



Brief eines Hundewelpen


An Herrchen und Frauchen !

Heute bin ich gestorben.

Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war überfüllt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack.
Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau,
die mich über die Brücke zum Regenbogen geschickt hat, abgenommen.
Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt,
wird ein anderer Welpe bekommen.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte ?
Ich wußte nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden.
Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen, Hundespielzeug zu kaufen.

Meine Nase in das, was ich gemacht hatte, zu tunken,
machte mir nur ein schlechtes Gewissen, daß ich mich überhaupt lösen mußte.
Es gibt Bücher und Ausbilder, die euch erklärt hätten, wie ihr mir beibringt, zur Tür zu gehen.
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ich kein Flöhe in euer Heim gebracht hätte?
Ohne Anti-Floh-Behandlung konnte ich sie nicht loswerden,
auch wenn ihr mich für Tage im Hof gelassen habt.

Wäre ich noch zu Hause, wenn ich nicht gebellt hätte?
Ich habe nur gesagt: "Ich habe Angst, ich bin einsam, ich bin hier, ich bin hier!
Ich möchte euer bester Freund sein"
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ihr euch die Zeit genommen hättet,
euch um mich zu kümmern und wenn Ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen?
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich euch glücklich gemacht hätte?
Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?

Nach der ersten Woche habt Ihr keine Zeit mehr für mich gefunden,
aber ich habe all die Zeit damit verbracht, auf eure Liebe zu warten.

Heute bin ich gestorben.



Klage eines verlassenen Hundes
Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein,
dass man mich plötzllich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein

Sie schienen doch so froh als ich eintraf als Hundekind
So vieles hatt' man mit mir vor, denn ich wuchs geschwind

Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiler sein
das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein

Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag
und spielen und spazieren gehn, wenn ich nur bleiben mag.

Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe...
Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe.

Die Kinder gehn nicht mehr mit mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht"
Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht.

Denn alles, was ich hab, ist Treue - Ach, wüsst' ich doch, wofür?
Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...

Liebes Herrchen

Liebes Herrchen!
Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!!! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra! Wir fuhren mit dem Wagen, und Du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte. Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in allen Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens! Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einen Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen! Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hat. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen

Geliebtes Herrchen, ich will, daß Du weißt, daß ich mich trotz meines Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn
ICH HATTE DICH LIEB!!!

Sie brauchen unsere Hilfe

Der beginnende Urlaub

Ode an einen Schweinehund
Taschen und Koffer sind schon gepackt, alle Mann ins Auto - zack, zack, zack!
Herrchen nimmt die Leine, sein Blick fällt auf mich- hurra! Ich darf mit, wie glücklich bin ich!
Nach kurzer Fahrt macht das Auto halt, Herrchen geht mit mir in den Wald.
Ah - Stöckchen werfen - das kenne ich schon, ab geht die Post, ich rase davon.

Der Stock fliegt hoch, der Stock fliegt weit - ich renne eine Ewigkeit!
Jetzt hab` ich ihn und packe das Stück! Im Schweinsgalopp geht`s dann zurück.
Den Stock im Maul, ich freu mich gar sehr! Am Platz angekommen, doch der ist leer -
ich bin sehr verwundert, versteh` gar nichts mehr.

Herrchen, wo bist Du? - Humor hab` ich viel, vielleicht ist das ein neues Spiel?
Mit der Nase am Boden lauf ich auf und ab, manchmal ganz langsam, manchmal im Trab.
Verzweifelt versuche ich Dich zu finden! Ich spüre, wie meine Kräfte schwinden.

Ich habe Hunger und will nur noch heim! Herrchen, warum läßt Du mich allein?!
Erschöpft und müde leg` ich mich hin - da packt mich die Hand, ich konnte nicht flieh`n.
Sie steckt mich in einen Käfig `rein... Ah - gleich kommt Herrchen und holt mich heim.
Schlafen, schlafen... ich seh` Dich im Traum verschwommen, aber Du bist nicht gekommen!

Dann bringt man mich in einen Raum! Hilfe! Wo bin ich - aus ist der Traum!
Ich sehe mich um - öd`, kalt und leer und das Gefühl: “mir hilft keiner mehr”!
In meiner Nase ein übler Geruch! Er fällt über mich her wie ein Leichentuch,
dieser Geruch - irgendwie marod' - ìch glaube, so riecht der Tod!

Ein letzter Gedanke geht mir im Kopf herum:
Herrchen, mein Herrchen: warum, warum?
Ich wollte Dein Freund sein, der Beste, den`s gibt!
Herrchen, ich habe Dich immer geliebt!!!!

Tierlos



Hilflos

stehe ich ich vor ihnen
in all den vielen Zwingern.
Durch die Gitterstäbe
schaue ich sie an.

Hoffnungslos

Hunde, gestrandet im Tierheim.
Abfall menschlichen Konsums.
Als Welpen (vielleicht) geliebt
und umsorgt, doch später oftmals.....

Wertlos

Würdelos in Zwingern oder an Ketten verwahrt
Gedankenlos allein gelassen.
Lieblos ihrer Krankheit überlassen.
Interesselos vernachlässigt.
Verantwortungslos abgegeben, ausgesetzt

Pausenlos

nach Liebe bettelnd
und gleichzeitig Angst vor der Hand, die sie streicheln will.
Vielfach die Bewegungen antriebslos
der Blick mutlos, die Augen leblos.

Was ist nur mit den Menschen los?



Rassismus

Rassismus mal ganz anders...

Ich kenne DICH dein ganzes Leben lang,
seit dem Moment, an dem DU geboren wurdest.

Ich habe DICH großgezogen,
dir das meiste von dem, was du heute kannst, beigebracht.

Jetzt wollen SIE uns trennen!

Ich habe mal gelesen, daß niemand für seine Religion,
Rassenzugehörigkeit oder politischen Ansichten verurteilt werden darf,
doch für DICH gilt das nicht!

DU wirst bestraft für das, was deine Eltern waren

DICH und deinesgleichen wollen SIE töten,
auslöschen und einfach verschwinden lassen.

SIE haben Angst vor DIR, ohne zu wissen,
ob diese Angst berechtigt ist.

Auf der Straße begegnen SIE DIR mit Mißtrauen,
Ablehnung und Hass.

SIE kennen DICH nicht, wissen nicht ,wie DU bist.
SIE sehen nur die Fakten, nicht das Individuum.

SIE, das sind die Politiker, die breite Masse der Bevölkerung, von den Medien aufgehetzt.

DU, das ist ein kleiner weißer Bullterriermischling!

Glaubt Ihr, dass dieser Hund von Natur aus, gefähr

Eine Handvoll Glück

Alleingelassen

So alleine, kleiner Welpe,
auf der Blumenwiese hier?
Mit erstaunten großen Augen
schaust du fragend auf zu mir.

Hier entlang wollt' ich nicht gehen -
Hat dich jemand hier vergessen,
dich mit Absicht hergetragen?
Wie lang bist du wohl hier gesessen?

Die Sonne wird bald untergeh'n-
komm, komm mit nach Haus zu mir,
denn du mußt sehr hungrig sein,
und zu trinken geb' ich dir.

Alle Kleinen brauchen Liebe,
ganz bestimmt ein kleiner Hund.
Und daß ich dich finden konnte,
war für diesen Weg der Grund!

Eine Handvoll Glück

Klirrendes, Glitzerndes, Elektronisches, Ferngesteuertes -
alle Jahre wieder unter dem Weihnachtsbaum.
Und, oh welche Freud', ein Hund!
Ein Haustier als Wohnstubenzier - Was Kleines. Was Warmes.
Strahlende Augen, lockiges Köpfchen
Eine Handvoll Glück auf vier munteren Beinchen,
geborgen im buntbestickten Deckchen - hier hat er ein Paradies!
Probier die Schokolade, noch mal Limonade...
Vielleicht ein Bierchen? Das süße Tierchen frisst alles, auch die, Tort'.
Mit dem hat man kein Malheur, es pariert aufs Wort,
hat ein feines Gehör. Nanu - was ist hier los?
Ein Pfützchen, ein Häufchen groß. Der neue Teppich ist nass!
Das geht zu weit, so geht s nicht mehr!
Das Viecherl, das dreckige, gehört nicht hierher.
Er hatte es gut, sogar ein eigenes Klo, läuft aber stets anderswo.
Das Ganze war für die Katz! Hinaus mit dem lästigen Fratz,
samt buntbesticktem Deckchen und seinem Klosettchen,
hinaus auf den Balkon, dort hat er es gut, hat frische Luft, die braucht jeder Hund.
Unweit vom Balkon, am Straßenrand,
zur Seite geschoben, im Schnee man ihn fand.
Was Kleines, was Kaltes - Gebrochene Augen.
Zerschundenes Köpfchen.
Eine Handvoll Glück mit vier steifen Beinchen,
geborgen im Tod - der war sein Paradies!



Die Bitte des Kettenhundes an Gott

Die Bitte des Kettenhundes an Gott
Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund,
steh' nun vor Dir, mein Hals ist wund.
Fast eingewachsen ist der Ring,
mit dem ich an der Kette hing.

Hab' Ohrenschmerzen,
bin fast blind
von Regen, Schnee und kaltem Wind,

von Rheuma steif sind meine Knochen,
bin fast auf meinem Bauch gekrochen
aus Angst vor meinem strengen Herrn;
denn mich zu streicheln, lag ihm fern,

hätt' gern gegeben alle Liebe,
erhalten hab' ich oft nur Hiebe,
nur so - weil grad im Weg ich stand,
und hätt' so gern geleckt die Hand

für nur ein wenig Zärtlichkeit,
ein wenig Lob, wär' gern bereit
mein armes Leben hinzugeben
könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben

und lesen dann in seinem Blick
ein wenig Liebe - doch dies Glück
beschieden hier war es mir nie,
war immer nur ein armes "Vieh".

Bin noch nicht alt nach Menschenjahren
und hab schon so viel Leid erfahren!
Doch steht einmal mein Herr vor Dir,
dann bitt' ich Dich - versprich es mir! -
ich fleh' darum nicht ohne Grund,
schick ihn zurück als Kettenhund !


Wollt Ihr Menschen so leben, warum tut ihr das den

Geschichte eines armen Hundes


Es war einmal ein Hund.
Doch weil ihn niemand mochte
am Tage und beim Dochte,
so kam er auf den Hund.
Er strich vorbei am Hang
und strolchte durch die Wälder
und fraß die Maus der Felder
und hockte Tag für Tag
an der verschlossenen Tür
und hoffte, daß wer käme
und ihm zum Ofen nähme.
Ach, keiner trat herfür.
So blieb er voller Scham
und still verhüllter Sorgen,
bis ihn an einem Morgen
der Herrgott zu sich nahm.
Auf einer Wolke ruht
er nun zu Vaters Füßen:
Ich laß' die Brüder grüßen
mir geht es endlich gut.


Hunde-Engel

Am Straßenrand


Kleiner Hund, ich sah dich niemals spielen,nur liegen,
am Straßenrand -tot...
Viele Tage
stellte ich mir die Frage:
Woher bist du gekommen?
Wohin hattest du gehen wollen?
Du kamst nie an
Wurdest du jemals geliebt?
Hast du jemandem gehört?
Wurdest du jemals gestreichelt?
Hat dich jemand vermisst?-
Ich glaube nicht.
Am Straßenrand du lagst,
nicht mal ein Grab
dir jemand gab...
Nur ein kleiner Hund,
ein toter Hund am Straßenrand...
Ich werde an dich denken!
Versprochen!

Verstoßen

Verstoßen! Ich begreif' das nicht -
wie konnte das geschehen?
Und denk' ich noch so lange nach,
ich werd' es nie versteh'n.
Die Welt ist doch so schrecklich groß
und ich so winzig klein -
wieso soll denn gerad' für mich
kein Platz zu finden sein?

Dein Hund wartet

Mensch, hier sitzt dein Hund und wartet,
zu ängstlich und zu hoffnungsvoll, einfach zu gehn,
seit Tagen sitzt er einfach nur an der Straße,
er wartet auf dich und kann nicht verstehn
-
wieso du ihn einfach verlassen hast.
Er dachte, hier hältst du nur an auf ein Spiel ,
das war vor Tagen, und dann gingst du fort.
Voll Vertrauen, ganz sicher, daß du zurückkommst,
leidet er seither an diesem einsamen Ort
-
an dem du ihn einfach warten läßt.
Und so legt er sich nieder und schließt seine Augen,
als er schwach wird vor Hunger, die Kehle wund.
Dir, Mensch, hätt' ich gewünscht, zu erleben,
wie er schließlich starb, dein wartender Hund
-
den du einfach vergessen hast.



Mensch, mein Freund

Dein Hunger
schnürt mir die Kehle zu.

Deine schwere Kette
beugt auch meinen Nacken nieder.

Die Kugel in Deinem Kopf
zerreißt mein ganzes Denken.

Das Gift in Deinem Körper
lässt auch mein Blut erstarren.

Deine gebrochene Pfote
bricht mir das Herz.

Dein erlöschender Blick
durchdringt die verlogene Blindheit.

Dein letzter Seufzer: Aufschrei mit tausendfachem Echo – MITLEID...
„Mensch, mein Freund“ – Dein letzter Hauch.



Negativ Text

Leben hinter Gitter





Tierheim (Hinter einem Eisengitter)

Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
er weint so bitter....
habt ihr mich denn ganz vergessen,
ihr Menschen, die mich einst besessen?
Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen,
ihr habt mich hier... allein gelassen?
Draußen kommt die finstre Nacht,
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen,
nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen Stehen,
von dem Warten, von dem Sehen
und vom Weinen, von dem Jammern,
such' ich in der kalten Kammer
einen Platz, um auszuruh'n.
Um mich her sind and're Hunde,
jeder ist für sich allein.
Ängstlich heulen sie an Wände,
gegen harten, kalten Stein.
Blanker Stein, auf dem ich liege,
feucht von meinem Seelenschmerz
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...
Lange konnte ich nicht glauben,
daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt und hab gegrollt.
Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt.
Wochen...sind daraus geworden...!
von Euch - keiner zurückgekehrt!
Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm,
sonst hättet ihr das nicht getan!
Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele, Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber,
aber keiner holt mich ab.
Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt -
geh'n sie heim und ich bleib hier!
Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu
wer mich anschaut...?
kommt nicht wieder,
egal, ob ich noch wedeln tu'...
Lange Zeit ist schon vergangen...
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwann hab ich vergessen
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!
Hilflos
stehe ich ich vor ihnen
in all den vielen Zwingern.
Durch die Gitterstäbe
schaue ich sie an.


Hoffnungslos
Hunde, gestrandet im Tierheim.
Abfall menschlichen Konsums.
Als Welpen (vielleicht) geliebt
und umsorgt, doch später oftmals.....



Wertlos
Würdelos in Zwingern oder an Ketten verwahrt
Gedankenlos allein gelassen.
Lieblos ihrer Krankheit überlassen.
Interesselos vernachlässigt.
Verantwortungslos abgegeben, ausgesetzt



Pausenlos
nach Liebe bettelnd
und gleichzeitig Angst vor der Hand, die sie streicheln will.
Vielfach die Bewegungen antriebslos
der Blick mutlos, die Augen leblos.
Was ist nur mit den Menschen los?


Verlassen

Mein Aug ist trüb, mein Herz ist schwer
und ich vermiß mein Frauchen sehr.
Noch gestern ging sie mit mir aus,
dann aber ganz allein nach Haus.
Ich wollt ja nach ihr rennen,
nur hab ich es nicht können!
Da ist der Gurt an meinem Bein,
soll das ein neues Spielchen sein?
Am Baum hat sie mich festgemacht
- was hat sie sich dabei gedacht?
Weiß sie nicht, wie ich leide?
Wir sind doch Freunde, wir beide!
Wie froh sind wir umhergetollt,
und ich hab sie zurückgeholt,
die Stöckchen, sicher, leicht und schnell,
sie kraulte lobend mir das Fell.
Mein Bellen und ihr Lachen
Das konnte glücklich machen!
Und wenn sie einmal traurig war,
ich strich ihr tröstend über´s Haar
und hatte stets ein off´nes Ohr,
wärmte ihre Seele, wenn sie fror.
Meint ihr, ich habe keine,
weil ich nicht lache oder weine?
Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell,
ach hört denn niemand mein Gebell?
Und auch mein Magen knurrt so sehr,
wenn bloß der dumme Gurt nicht wär.
Ich spür, wie mir die Kraft entschwindet,
ich sterbe, wenn mich keiner findet!
O Frauchen, bitte sag mir an,
was hab ich Böses Dir getan
dass du mir auferlegst dies Joch
Ich aber lieb dich immer noch,
auch wenn ich mich zu Tode quäle,
mit meiner ganzen Hundeseele!


Liebes verfluchtes Gitter


Wohl tausendmal schon habe ich die eisernen Stäbe mit meinen Pfoten niederreißen wollen, und auch meine Zähne habe ich daran probiert. Aber härter als der härteste Knochen, glatter als der glätteste Stein gibst Du nicht nach, Du verfluchtesGitter.
Ich höre Stimmen - hohe, tiefe, ich rieche Deinen seufzenden Atem, ich suche Deine Augen, Du Aufrechtgehender, um Dir zu sagen - bitte, ich bitte Dich, ich bettele Dich an! Nein, ich will keinen Knochen, kein Stück Barmherzigkeitswurst, ich habe keinen Hunger. Ich habe SEHNSUCHT - nach Luft, Wiese, einer Decke in einer warmen Ecke, nach einer Hand, in die ich meine Schnauze stecken kann.
Nimm mich mit!! Ich bitte Dich, gib mir ein Stückchen Glück von dem zurück, das ich verloren habe. Ich weiß nur nicht, warum ich es verloren habe. Ich begreife es nicht mit meinem kleinen Hundehirn. Ich begreife es einfach nicht!!!
Von Tag zu Tag wird mein Blick müder. Die Kreise meiner Gedanken werden kleiner, so klein, dass sie jetzt schon recht gut in meine Zelle passen. Ich laufe im Kreis und denke im Kreis. Das Gitter ist mir schon vertraut, beinahe habe ich es lieb. Ja, ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter, weil ich wenigstens meine Hoffnungen durch Dich durchblicken kann.
Ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter, weil ab und zu ein menschlicher Arm zu mir reinreicht und manchmal sich ein Blick zu mir hereinverirrt, der mir sagt: " Warte nur ab. Es kommt auch für dich einmal ein schöner Tag! Bestimmt,bestimmt!!"
Um Mitternacht, wenn anderswo Geisterstunde ist, dann reden wir "Häftlinge" miteinander, von Zelle zu Zelle, von Gitter zu Gitter. Wir erzählen uns, warum wir ausgestoßen worden sind, vor die Tür gesetzt, vertrieben, vergessen, wir armen Hunde im Massenstall. Das ist die Stunde, in der ich Dir direkt dankbar bin, Du liebes verfluchtes Gitter. Dann liebe ich Dich wirklich, ehrlich, aufrichtig; denn dann bist Du nicht das Ende meiner Welt, sondern schützt mich vor der Welt der Menschen.


Gedicht eines Hofhundes



Abends wird mir furchtbar kalt,
denn der Winter kommt nun bald.
Ich habe 14 Jahre lang nie das Haus gesehen, nur die Bank.
Die Bank im Kuhstall ist mein Korb,
kalt und zugig immerfort.
Ich bin ein Hofhund und wache hier,
doch ich kann es jetzt nicht mehr.
So träge bin ich jetzt geworden,
jeder Knochen tut mir weh.

Ach, wär' ich doch am warmen Ofen und dürft' ich nur mein Herrchen sehn.
Mit letzter Kraft geh ich zur Bank und lege mich hinunter,
hinauf kann ich schon lang nicht mehr, mein Bett ist lang darunter.
Ich durfte nie im Hause sein,
schlief friedlich nun im Kuhstall ein.

Herr, was wirst Du tun mit Deinem neuen Hund,
wenn jetzt der Winter kommt?
Ins Haus darf er nicht mit hinein,
das ist ja ungesund.
Er wird genau wie ich einst war,
im Stalle sein und frieren,-
Frag mich ganz ernst, hast Du ein Herz?
Mitleid mit deinen Tieren?
Wie kann ein Mensch denn so was tun, und dabei friedlich schlafen?
Er liebt Dich so, Dein neuer Hund,
man sollte Dich bestrafen!

Zwinger, Stall usw. sollten verboten werden. Der Hund ist ein Rudeltier.
Mensch überlege doch mal, wenn man dich in einen Stall einsperrt.
Du wärst der erste, der nach deine Familie rufen würdest. Bitte lass die armen Tieren, ihren sozialen Drang ausleben. Seit gut zu ihn, denn er ist es, der in jeder Situation, ohne Überlegung, zu dir halten würde.




Bonzo´s schönster Tag
Bonzo lebte seit 14 Jahren als Wachhund auf einem Bauernhof.
Das Bauernhaus hatte er nie von innen gesehen, nur den Stall, dort wohnte er.
Einen großen Futtersack stellte die Bäuerin neben seine Schlafbank, er konnte sich daraus bedienen, wann immer er es wollte.
Wasser zum Trinken gab es immer reichlich, denn ein kleiner Bach floß direkt am Hof vorbei.
Der Bauer hatte die Schlafbank für Bonzo gebaut damit er nicht auf dem kalten Beton liegen musste, denn Stroh gab es nicht im Stall.
Doch jetzt ist Bonzo schon sehr alt und sehr gebrechlich. Seine müden Knochen tun ihm furchtbar weh und auf die Bank kann er längst nicht mehr.
Darunter ist es immer sehr kalt, denn der Bauer hat ihm keine Decke gegeben. Er weiß ja nicht wie Bonzo leidet. Heute hat es geschneit, und es ist der heilige Abend.
Im Haus brennen wunderschöne Lichter, hier im Stall hingegen ist es so wie immer. Bonzo möchte heute nicht hier sein, es geht ihm schlecht und er spürt sein Ende nahen. Traurig blickt er sich um, wo sollte er denn nur hin um in Frieden schlafen zu können. Er trottet zur großen Haustür und fängt bitterlich an zu weinen. Ach wenn sie mich doch wenigstens heute ins Haus lassen würden. An jedem anderen Tag wäre er deswegen ausgeschimpft worden, aber nicht heute, denn heute ist ja Heiligabend. Die Bäuerin öffnet die Tür und reicht ihm ein großes Stück Wurst.
Zum ersten Mal in seinem Leben!!!!
Dann schickt sie ihn zurück auf seinen Platz.
Doch Bonzo ist verzweifelt und sehr einsam, er verlässt den Hof.
Das erste Mal in seinem Leben.
Oft muß er Pause machen, die Luft zum Atmen wird ihm knapp, und die Beine schmerzen furchtbar, aber er schafft es .
Mit letzter Kraft schleppt er sich an die kleine grüne Tür einer alten Holzhütte.
Er sieht die schönen Lichter und fängt wieder laut zu weinen an. Ein alter kranker Mann öffnet ihm die Tür.
Sie sehen sich in die Augen und die Sterne beginnen zu funkeln.
Vor ihm steht der einzige Mensch der Bonzo je gestreichelt hatte, der Knecht der vor Jahren den Hof verließ.
Bonzo darf jetzt an den Ofen, ach wie warm ist es doch hier, das erste Mal seit langer Zeit das ich wirklich nicht mehr frier`.
Einsam und alleine mußten der Knecht und Bonzo sein, glücklich und gemeinsam schliefen Beide friedlich ein.


Abschaffung des Menschen

Die Konferenz der Hunde

Münsterland,
am gestrigen Samstag ging in Münsterland, einer Kleinstadt im Landkreis Laternenpfahl die erste Konferenz der Hunde zuende. Diese Konferenz wurde von einigen Hunden einberufen, nachdem sich gravierende Auffälligkeiten der Menschen häuften und man um die Sicherheit der Welpen bangte. Die Konferenz wurde von einigen Demonstrationen begleitet, auf denen Transparente zu lesen waren wie: "Mehr Futter!" oder auch "Ich will auch bei Regen spazieren gehen!".
Randale gab es nur von der militanten Gruppe "Hunde sind Wölfe", diese wurden aber durch beherzten Polizeieinsatz unterbunden.
Als erster Redner wuffte Hasso von der Gänseblume, Vorsitzender der pazifistischen Pitbullvereinigung "Pittis haben auch ein Herz!" In seinem bewegenden Gebell appellierte Hasso, daß nicht alle Menschen gefährlich seien und das daher ein Zuchtverbot vollkommener Nonsens sei. Außerdem kenne er persönlich auch liebe Menschen, und genauso gebe es Menschen, die sich aufopferungsvoll um Hunde kümmern würden. Zwischenrufe gab es nur von der Scottish Terrier Fraktion "Schottenrock", die dem Menschen unglaubliche Verschwendung vorwarfen.
Der zweite Redner, Rudi Rottweiler, machte in seiner Wufftelei klar, das es nicht angehen könne, das wehrlose Welpen von Menschen ohne Grund getreten und mißhandelt werden dürfen. Das Publikum war entsetzt, als Rudi eine Diavorführung mit schrecklichen Bildern mißhandelter Hunde vorführte Verstärkt wurde das Grauen durch die tränenreiche und aufrührende Schilderung von Groogy Greyhound über das Schicksal seiner Rasse.
Die Rede von Yasmin Yorki machte den anwesenden Vierbeinern deutlich, das auch das zuckersüße Leben der Kleinsthunde kein Honigschlecken ist. Aber, so machte Yasmin klar - auch sie habe schon gehört, es soll Leute geben, die sich um ihre Hunde kümmern, aufopfern und sogar selbst Initiative gegen tierquälende Menschen ergreifen. "Ja, es gibt noch Hundlichkeit unter manchen Menschen, und daher bin auch ich gegen ein generelles Zuchtverbot von Menschen!"
Das Publikum raunte, als der Ehrengast Amarok das Podium betrat. Amarok machte eine weite Reise aus der Eiswüste Grönlands, um von den lieben Menschen aus seiner Heimat zu erzählen. Der Applaus wollte nicht enden, als Amarok zusammen mit dem zweiten Ehrengast Besejala, einem aus Afrika gekommenen Basenji, einen spannenden Einblick in ihre so unterschiedliche Heimat gaben.
Der fünfte Hund war Dieter. Da Dieter ein schweres Hüftleiden hat, durfte der deutsche Schäferhund vom Publikum aus wuffen, Treppen sind ihm ein Greul. Dieter machte klar, das Menschen kein nennenswertes Interesse am Hund haben, sondern lediglich aus materialistischen und kommerziellem Interesse handeln. Von Edlem sei im Menschen nichts zu erkennen, und er könne durchaus auf Menschen verzichten.
Belustigt nahmen die teilnehmenden Hunde die etwas längere Suche von Bruno Bobtail hin, der zuerst mal wieder nicht die Treppe zum Podium fand. Oben angekommen, schaute Bruno zuerst in die falsche Richtung, bis er peinlich berührt sich doch noch richtig ans Pult hocke und seine Rede anwuffte. Er wisse nicht soviel von Menschen, außer das sie ziemlich laut sind und einen immer ohne Vorwarnung berühren. Er sei zwar nicht schreckhaft, aber dennoch.. Er würde gern mal Menschen sehen, bevor man sie durch ein Zuchtverbot ausrotten wölle...
Nun wurden in der Konferenz höchste Fähigkeiten verlangt, es sprach doch Gregor von der holpernden Pfingstwiese, seines Standes Golden Retriever. Gregor leidet unter einem unsäglichen Näseln, da er ein paar Probleme mit einem Verbindungsgang zwischen Auge und Nase besitzt. Gregor machte deutlich, das Menschen nur durch schlechte Erziehung so aggressiv würden und plädierte für einen Menschenführerschein, so das Halter gefährlicher Menschen einen Sachkundenachweis erbringen müssten. Gregors Vorschlag erhielt tosenden Beifall...
Den Abschluß machte dann Martina Malinois, die nur bemerkte, das Menschenarme _nicht_ unbedingt so schlecht schmecken. Über diesen Witz amüsiert, machten sich die Hunde an eine Abstimmung:
von 365 Hunden stimmten
200 für keine
125 für eine teilweise
78 für eine völlige Abschaffung der Menschen
der Rest enthielt sich, bzw Bruno sucht noch seinen Stimmzettel..


TSCHÜSS BABY


Keine einsamen, kalten Nächte, und nicht mehr hören, dass ich böse bin.
Kein knurrender Bauch von den Mahlzeiten, die ich nie hatte.
Kein versengender Sonnenschein bei einer trockenen Wasserschüssel.
Keine sich über Geräusche beschwerenden Nachbarn, wenn ich weine.
Nicht mehr zu hören:Sei ruhig, Geh runter, oder Raus hier!
Nicht mehr dieses ablehnende Gefühl, nur Frieden liegt in der Luft.
Sterbehilfe ist ein Segen, trotzdem es einige nicht sehen können.
Warum wurde ich überhaupt geboren, wenn wir niemals existieren sollten?
Der letzte Tag meines Lebens war der beste, den ich jemals hatte.
Irgendjemand hielt mich sehr dicht bei sich, ich konnte sehen, dass sie sehr traurig war.
Ich küßte das Gesicht der Lady, und sie umarmte mich, als sie weinte.
Ich wedelte mit der Rute, um mich bei ihr zu bedanken,
dann schloss ich meine Augen und starb.



Verlassen
Mein Aug ist trüb, mein Herz ist schwer und ich vermiß mein Frauchen sehr.
Noch gestern ging sie mit mir aus, dann aber ganz allein nach Haus.
Ich wollt ja nach ihr rennen, nur hab ich es nicht können!
Da ist der Gurt an meinem Bein, soll das ein neues Spielchen sein?
Am Baum hat sie mich festgemacht - was hat sie sich dabei gedacht?
Weiß sie nicht, wie ich leide?
Wir sind doch Freunde, wir beide!
Wie froh sind wir umhergetollt,
und ich hab sie zurückgeholt,
die Stöckchen, sicher, leicht und schnell,
sie kraulte lobend mir das Fell.
Mein Bellen und ihr Lachen
Das konnte glücklich machen!
Und wenn sie einmal traurig war,
ich strich ihr tröstend über´s Haar
und hatte stets ein off´nes Ohr,
wärmte ihre Seele, wenn sie fror.
Meint ihr, ich habe keine,
weil ich nicht lache oder weine?
Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell,
ach hört denn niemand mein Gebell?
Und auch mein Magen knurrt so sehr,
wenn bloß der dumme Gurt nicht wär.
Ich spür, wie mir die Kraft entschwindet,
ich sterbe, wenn mich keiner findet!
O Frauchen, bitte sag mir an,
was hab ich Böses Dir getan
dass du mir auferlegst dies Joch
Ich aber lieb dich immer noch,
auch wenn ich mich zu Tode quäle,
mit meiner ganzen Hundeseele!


Der Engel, der alle Hunde beschützt



Nun gib mir endlich einen Grund
dich einzuschläfern blöder Hund...
Bin Wesentester, muss es wissen.
Wie viel hast du schon gebissen?

Als Kampfhund bist du einst geboren,
das sieht man deutlich an den Ohren.
Bist aggresiv, gemein und wild
-so stand es gestern in der "BILD".

Ich brech dir mit den Stock die Knochen
das bringt dich sicherlich zum Kochen.
Hör auf zu wedeln, will´s nicht seh´n
du musst mir an die Kehle geh´n.

Hör auf zu winseln, will´s nicht hören
mich kannst du damit nicht betören.
Vielleicht, das kann gut möglich sein,
fällt dein Besitzer darauf rein.

Doch ich, ich weiss es einfach besser,
du bist und bleibst ein Menschenfresser.
Den treuen Blick den kannst du lassen,
ich muss und will und werd´ dich hassen.

Ich sorg, dass du und all die andern,
ganz flugs in den Container wandern.
Du knurrst und beisst und wehrst dich nicht
wie es als Kampfhund deine Pflicht ?
Nun wehr dich endlich blöder Hund
kann dich nicht töten ohne Grund.


Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein - und lasst di

Ich kann leider nichts sagen,
bin NUR ein Hund und werd gequält seit Tagen.
Wenn ich nur schreiben könnt, schrieb ich ein Gedicht
und hätt dabei Tränen im Gesicht.
Man sagt ich wär ein Kampfhund, dass ich gefährlich bin,
öffnet Eure Augen,- schaut genauer hin!
Bin ich nicht nur ein Werkzeug, von Menschen scharf gemacht,
von diesen skrupellosen, die nicht nachgedacht?
Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so ein Hund wohl keiner brauch.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss.
Bin ich doch nur das Werkzeug Euer,
gemacht von Euch zum Ungeheuer.
Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,

geb ich Euch Menschen einen Rat, - ich bin ein Hund, ein Kamerad!
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist
und weíss - dass manch ein Mensch nicht besser ist.

Kann immer noch nicht sprechen, bin immer noch ein Hund,
werd immer noch gequält, ich kenne nicht den Grund.
Ich schreibe hier an euch, es geht mir nicht sehr gut,
ich habe meine Tränen ersetzt durch Hass und Wut.
Ein Hund, den skrupellose Menschen hetzen, geprägt von Hass und Wut,
wird sicherlich verletzen, er täte keinem gut.
Dann ist er wieder da, der scharfe böse Hund,
dann könnt ihr wieder töten, dann habt ihr einen Grund.
Ich begreif euch Menschen nicht,
woher kommt der Drang zum töten? - Und warum trifft er mich?

Was ihr mir dann versetzt, ist nur ein kleiner Stich,
nun habe ich sie doch, - die Tränen im Gesicht.
Meine Augen werden schwerer, sie schließen sich dann ganz,
in meinem Hundekörper beginnt der Todestanz.
Jetzt bin ich tot, mein Körper wird ganz kalt,
macht ihr denn zumindest vor meinem Grabstein halt?

Da steht gemeißelt es ganz klein:
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein - und lasst die Hunde Hunde sein!



Gedichte zum Nachdenken Teil 2


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