Entweder ist man Menschenfreund oder Tierfreund?
Mensch, warum?
Links
Ich wollte nur Zuneigung
Hunde und Menschen
Abschied
Für den einen
Hunde unsere besten Freunde
Treue
Traurige Gedichte Teil 1
Traurige Gedichte Teil 2
Kampfhund
Hunde & Menschen
Hund, unsere besten Freunde
Fröhliche Gedichte
Gedichte für Arbeitshunde
Treuer Hund
Geschichten 1
Abschied
Abschied von den einen
Schwarzer Engel ohne Flügel
Wie konntest du nur
Die traurige Geschichte von Lea
Haro
Eine Geschichte aus Lappland
Warum Tiere nicht so lange leben
Ein Gespräch zwischen Hund und Mensch
Eine Hundegeschichte
Er war nur ein kleiner Hund
Hund mit Mann
Max
Mein Hund im Schnee
Mr. B. sucht seinen Hund
Plädoyer
Susie, Elfie und Hunde überhaupt
Der glückliche Till
Freiheit
Armer Bullterrier
Gerechte Strafe
Rettung an Sylvester
Nikos Weihnachtsmann
Yudhistira und der Hund
Flocki oder ein seltsamer Tag
Traurige Gedichte
Gedichte für den einen
Hundegedichte
Nachdenkliches
Lustiges
Von Hund zu Mensch und umgekehrt
Weise Tier-Sprüche
Hundezitate
Wir sind euer Produkt

Er braucht Menschen, die zu ihn halten



Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz. Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder.


Abfall der menschlichen Gesellschaft




Ich sah die Hunde in ihren Zwingern im Tierheim,
Abfall der menschlichen Gesellschaft.
Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung,
Furcht und Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.
Und ich war böse.
"Gott", sagte ich "das ist schrecklich! Warum tust Du nicht etwas?"
Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise:
"Ich habe etwas getan - ich habe Dich geschaffen."




Alleingelassen

So alleine, kleiner Welpe,
auf der Blumenwiese hier?
Mit erstaunten großen Augen
schaust du fragend auf zu mir.
Hier entlang wollt' ich nicht gehen -
Hat dich jemand hier vergessen,
dich mit Absicht hergetragen?
Wie lang bist du wohl hier gesessen?
Die Sonne wird bald untergeh'n-
komm, komm mit nach Haus zu mir,
denn du mußt sehr hungrig sein,
und zu trinken geb' ich dir.
Alle Kleinen brauchen Liebe,
ganz bestimmt ein kleiner Hund.
Und daß ich dich finden konnte,
war für diesen Weg der Grund!


Emmi und Winnie Pooh

Eine Handvoll Glück



Klirrendes, Glitzerndes, Elektronisches, Ferngesteuertes -
alle Jahre wieder unter dem Weihnachtsbaum.
Und, oh welche Freud', ein Hund!

Ein Haustier als Wohnstubenzier - Was Kleines. Was Warmes.
Strahlende Augen, lockiges Köpfchen
Eine Handvoll Glück auf vier munteren Beinchen,
geborgen im buntbestickten Deckchen - hier hat er ein Paradies!

Probier die Schokolade, noch mal Limonade...
Vielleicht ein Bierchen? Das süße Tierchen frisst alles, auch die, Tort'.
Mit dem hat man kein Malheur, es pariert aufs Wort,
hat ein feines Gehör.

Nanu - was ist hier los?
Ein Pfützchen, ein Häufchen groß. Der neue Teppich ist nass!
Das geht zu weit, so geht s nicht mehr!
Das Viecherl, das dreckige, gehört nicht hierher.
Er hatte es gut, sogar ein eigenes Klo, läuft aber stets anderswo.

Das Ganze war für die Katz! Hinaus mit dem lästigen Fratz,
samt buntbesticktem Deckchen und seinem Klosettchen,
hinaus auf den Balkon, dort hat er es gut, hat frische Luft, die braucht jeder Hund.

Unweit vom Balkon, am Straßenrand,
zur Seite geschoben, im Schnee man ihn fand.
Was Kleines, was Kaltes - Gebrochene Augen.
Zerschundenes Köpfchen.
Eine Handvoll Glück mit vier steifen Beinchen,
geborgen im Tod - der war sein Paradies!




10 Bitten eines Hundes an den Menschen

Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.
Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
Setz' Vertrauen in mich - ich lebe davon.
Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein. Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde - ich habe nur Dich.
Sprich mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so höre ich doch in deiner Stimme, was du meinst.
Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.
Bedenke, ehe Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel in Deiner Hand zerquetschen könnten, daß ich es aber nie tun werde..
Ehe Du mich bei der Arbeit "unwillig" schiltst, "bockig" oder "faul", bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ich ein verbrauchtes Herz.
Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.
Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sag nie: "Ich kann sowas nicht sehen" oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir!



Fremder Mann



Schweigend steh ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!

Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch' ich nicht!
Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!

Doch wenn er käm', holt' mich nach Haus,
wie anders säh' die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär' wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?

Geh' endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
daß alles hätte ich gegeben,
für deinen Bruder - selbst mein Leben!

Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch' ich nicht.
Geh weiter - oder wag' den Schritt,
hab' Erbarmen - nimm mich mit!"



Gebet des Hundes

Oh Gott, der Du über alle Kreaturen regierst,
gib, dass ich einen Herrn finde, der mich liebt,
so, wie ich ihn liebe und verehre und jederzeit
mein Leben für ihn hergeben würde.

Mach, oh Gott, dass er gerecht zu mir ist,
da Du mich ihm anvertraut hast.
Gib, dass er geduldig mit mir ist, so, wie ich geduldig
stundenlang auf sein Heimkommen warte.

Bewahre ihm, oh Herr, die Jugend meines Herzen und
die Reinheit meiner Gedanken.
Zeige ihm, was Treue ist, wie ich sie ihm vorlebe.

Gib meinem Herrn Gesundheit und Freude an der Natur,
damit er recht oft mit mir über Felder wandert.
Oh Gott, der Du über alle Kreaturen regierst, ich bitte Dich,
lass den Menschen immer Mensch sein, so,
wie ich immer Hund sein möchte!


Geschichte eines armen Hundes



Es war einmal ein Hund.
Doch weil ihn niemand mochte
am Tage und beim Dochte,
so kam er auf den Hund.

Er strich vorbei am Hang
und strolchte durch die Wälder
und fraß die Maus der Felder
und hockte Tag für Tag
an der verschlossenen Tür
und hoffte, daß wer käme
und ihm zum Ofen nähme.

Ach, keiner trat herfür.
So blieb er voller Scham
und still verhüllter Sorgen,
bis ihn an einem Morgen
der Herrgott zu sich nahm.

Auf einer Wolke ruht
er nun zu Vaters Füßen:
Ich laß' die Brüder grüßen
mir geht es endlich gut.



Grundrechte des Hundes

1. Wir haben das Recht, vollwertige Mitglieder der Familie zu sein.

Wir gedeihen durch soziales Miteinander, Lob und Liebe...

2.Wir haben das Recht auf Beschäftigung.
Wir brauchen neue Spiele, Spielzeug, Erfahrungen und neue Gerüche, um uns wohlzufühlen...

3.Wir haben das Recht auf regelmäßiges Training.
Bekommen wir es nicht, werden wir überdreht, träge oder einfach fett...

4.Wir haben das Recht, Spaß zu haben.
Wir haben Freude daran, uns ab und zu wie Clowns zu benehmen, und unser Verhalten wird nicht immer vorhersehbar sein...

5.Wir haben das Recht auf die Kontrolle unserer Gesundheit.
Bringt uns nicht erst zu unserem Tierarzt, wenn wir offensichtlich leiden ...

6.Wir haben das Recht auf eine artgerechte Fütterung.
Wir sind von euch abhängig, weil wir wie manche Menschen nicht wissen, was gut für uns ist...

7.Wir haben das Recht, nicht deshalb abgelehnt zu werden, weil wir euren Erwartungen als Ausstellungssieger, Wachhund, Jäger oder Babysitter nicht entsprechen konnten...

8.Wir haben das Recht auf eine gute Erziehung.
Sonst würde Verwirrung und Konfrontation unser Verhältnis zu euch stören und wir könnten für uns und andere gefährlich werden...

9.Wir haben das Recht auf Anleitung und Korrektur, mit Verständnis und Einfühlungsvermögen, nicht durch Mißbrauch...

10.Wir haben das Recht, in Würde zu leben und in Würde zu sterben, wenn die Zeit dazu gekommen ist...



Hundebriefe an Gott




Lieber Gott,
wie kommt's, das Leute an Blumen riechen, aber nie sich gegenseitig beschnüffeln? Wo sind denn ihre Prioritäten?
Lieber Gott,
wenn wir in den Himmel kommen, können wir auf Deinem Sofa sitzen? Oder ist's die selbe alte Leier?
Lieber Gott,
entschuldige bitte, aber warum werden Autos nach dem Jaguar, dem Puma, dem Mustang, dem Colt, dem Manta und dem Rabbit (Golf in USA) benannt und nicht nach einem Hund? Wie oft siehst du denn einen Puma im Auto spazieren fahren? Wir Hunde lieben es, spazieren zu fahren! Ich seh 's ja ein, das nicht jeder Hund seine eigene Automarke haben kann, aber es wäre doch bestimmt ganz einfach den Chrysler Eagle in Chrysler Beagle umzutaufen!
Lieber Gott,
wenn ein Hund sich im Wald die Kehle aus dem Hals bellt und kein Mensch hört ihn, ist er dann noch immer ein schlimmer Hund?
Lieber Gott,
wenn der Freund meines (Pflege) Frauchen's auf Besuch kommt riecht er immer nach Moschus! Worin hat der sich denn gewälzt?
Lieber Gott,
stimmt es, das im Himmel die Esstische mit Lauframpen gemacht sind?
Lieber Gott,
wie viele Kilometer Radwege gibt es? Und wie viele Kilometer Hundewege gibt es?
Lieber Gott,
warum füttern Menschen das Wild und erschießen es nachher?
Lieber Gott,
warum dürfen Menschen jagen und wir Hunde nicht?
Lieber Gott,
ist es gut oder schlecht, wenn wir als Menschen wiedergeboren werden?
Lieber Gott,
mehr Fleischklöße und weniger Spaghetti, bitteschön.
Lieber Gott,
wenn wir am Himmelstor angelangt sind, müssen wir dann Pfote geben, um reinzukommen?
Lieber Gott,
wir Hunde verstehen Wortkommandos, Handsignale, Pfeifen, Tuten, Klickers, Quietscher, Duftnoten, elektromagnetische Energie und Frisbee- Flugrichtungen. Was verstehen denn die Menschen?
Lieber Gott,
gibt es Hundeleben auf anderen Planeten, oder sind wir allein? Ich habe den Mond und die Sterne nun schon lange Zeit angeheult, aber die einzige Antwort, die ich je bekommen habe, war der Beagle von gegenüber.
Lieber Gott,
gibt's im Himmel Postboten? Wenn ja, muss ich mich dann entschuldigen?
Lieber Gott,
ich habe schon immer im Tierheim gewohnt und habe eigentlich alles, was ich brauche. Aber viele Katzen hier haben Namen und ich habe keinen. Könntest du mir bitte einen geben? Es würde meiner Selbstachtung wirklich gut tun.
Lieber Gott,
ist es wahr, das wir nicht in Restaurants dürfen, weil wir uns nicht entscheiden können, was wir NICHT bestellen wollen? Oder ist es wegen der Teppiche?
Lieber Gott,
wenn meine Familie zu Abend isst, sprechen sie immer ein Tischgebet. Sie tun das aber nie für mein Futter. Ich habe daher immer stark mit meiner Rute gewedelt, wenn sie meine Schüssel füllen. Hast Du es bemerkt?
Lieber Gott,
der neue Terrier, der bei uns eingezogen ist, hat gerade auf den Perserteppich gepinkelt und ich habe das Gefühl, das ich für schuldig befunden werde, weil sie sicher denken, das ich auf diesen blöden Hund eifersüchtig bin. Wie soll ich sie denn von meiner Unschuld überzeugen, nachdem sie doch keinen Geruchssinn haben? Verkauft die Tierhandlung Lügendetektoren?


Hundewunsch

Wünschst du dir einmal ein Hündchen,
denk' gut vorher drüber nach!
Du sollst immer für es da sein,
jeden Tag und manches Jahr.
Es gibt nicht nur frohe Stunden,
manchmal fordert´s auch Verzicht.
Jeden Tag möcht's deine Liebe,
sieh's doch mal aus seiner Sicht.
Es will sich Dir anvertrauen,
dich beschützen bei Gefahr.
Will sein ganzes Herz dir geben
und dies viele, lange Jahr'.
Leider bist du nicht so stetig,
hast geändert deinen Sinn.
Schiebst den Kleinen ab ins Tierheim
kein Gedanke wandert hin.
Hast dem Tier das Herz gebrochen,
es versteht die Welt nicht mehr,
war´s doch immer brav und artig
doch du kommst nie wieder her.
Traurig denkt´s an schön're Stunden
als du spieltest noch mit ihm.
Doch du hast ihn längst vergessen
zu andern Dingen zieht's dich hin.
Darum mache Dir Gedanken!
Hol' nicht leichtfertig ein Tier!
Nur wenn du willst zu ihm halten,
denn es hält ja auch zu dir.


Ich traure um Euch




Ich trauere um euch
Ich, der kleine Schäferhund
traure um all die wehrlosen Hunde

Ich traure um Euch,
die Ihr vergessen irgendwo sterben müsst,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die verlassen und abgeschoben werden,
ich traure um Euch

Ich traure um euch,
die ihr aus menschlicher Dummheit
vernachlässigt wurdet,

Ich traure um Euch,
die durch Menschenhand getötet wurden,
aus Hass, Eitelkeit oder Rohheit,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die Ihr für menschliche Zwecke
missbraucht und gefoltert wurdet,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die ihr Leben für den geliebten Menschen gelassen haben,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die Heimatlosen, Ausgestoßenen, Namenlosen,
ich traure um Euch

Ich hoffe mit Euch,
dass Ihr eine bessere Welt antrefft,
dort wo Ihr nun seid,
ich hoffe mit Euch

Ich hoffe für mich
Dass ich dereinst Zugang erhalte zu dieser Welt
und euch dort wieder sehe,
am Regenbogen.
Dies hoffe ich!


Ich wollte einen Hund

Ich bat um Stärke, um ihn perfekt zu erziehen.
Ich wurde aber schwach und verwöhnte ihn mit Häppchen.
Ich wollte einen Hund der gehorcht, so daß ich stolz sein könnte.
Ich bekam einen widerspenstigen, der mich demütigte.
Ich wollte Gehorsam, um überlegen zu sein.
Es wurde ein Clown, der mich zum Lachen brachte.
Ich hoffte auf einen Begleiter gegen meine Einsamkeit.
Ich bekam den besten Freund, der mir das Gefühl der Liebe gab.
Ich bekam nichts, was ich wollte, aber alles, was ich brauchte!



Kastriert


"Ich liebe meinen Hund ganz doll,
doch hab' ich echt die Nase voll,
von seinem ständig "Stiften geh'n".

Ich sollt' ihn eigentlich versteh'n.
Denn wenn die Mädels läufig sind,
bringt ihre Düfte mit der Wind.
Und wenn sie ihre Marken setzen,
seh' ich ihn von dannen hetzen.

Hechelnd und sabbernd und schielenderweise,
da kriegt mein Freund eine echte Meise.
Sieht er einen anderen Hund,
ach herrje, dann geht es rund.

Mir sträubt sich meine blonde Mähne,
ganz grimmig fletscht er seine Zähne,
ihn nichts mehr an der Leine hält,
es wird ganz bösartig gebellt.

Mein Blutdruck misst gute Zweihundert,
mein lieber Mann sich täglich wundert.
"Was hast du bloß, reg' dich nicht auf,
das nimmst du doch mit Links in kauf.

Bei mir stellt er sich nicht so an!"
Logisch, daß er das sagen kann.
Er geht ganz selten mit ihm raus,
und wenn, dreht er schnell um, nach Haus'!

Ich sag' :"Der Hund, er muß parieren,
sonst lasse ich ihn bald kastrieren."
Mein Mann kriegt eine weiße Nase
und schnappt nach Luft, der arme Hase.

Und sprach: "Das kannst du doch nicht machen,
wie kommst du bloß auf solche Sachen?"
"Ach Schatz, ich will dich nicht verkohlen,
der Tierarzt hat es mir empfohlen."

Er mault: "Der Doktor läuft nicht rund,
der war doch selbst noch nie ein Hund.
Und dann noch ohne 'Eier' - Neinnein !
Ach bitte, Liebling, laß' es sein!"

Der Hund blickt sein Herrchen sooo treuherzig an,
als ob der "Kerl" alles verstehen kann.
Schmeißt sich auf den Rücken und läßt sich kraulen,
das Herrchen, es wird noch weiter maulen.

Besieht sich genau des Hundes Geschlecht
und sprach furchtbar traurig:" Noch ist alles echt !"
Ich war plötzlich hin- und hergerissen
und lenkte noch ein: " Er wird nichts vermissen..."

Mein armer Mann, der war völlig verstört
und hat mir nicht mehr zugehört.
Ich hab' die Idee erst mal fallengelassen,
ich möchte ja nicht, daß die beiden mich hassen.

Gegen den Bluthochdruck nehm' ich Tabletten -
doch die 'Eier' sind irgendwann weg, woll'n wir wetten ??"





Liebes verfluchtes Gitter




Wohl tausendmal schon habe ich die eisernen Stäbe mit meinen Pfoten niederreißen wollen, und auch meine Zähne habe ich daran probiert. Aber härter als der härteste Knochen, glatter als der glätteste Stein gibst Du nicht nach, Du verfluchtes Gitter.

Ich höre Stimmen - hohe, tiefe, ich rieche Deinen seufzenden Atem, ich suche Deine Augen, Du Aufrechtgehender, um Dir zu sagen - bitte, ich bitte Dich, ich bettele Dich an! Nein, ich will keinen Knochen, kein Stück Barmherzigkeitswurst, ich habe keinen Hunger. Ich habe SEHNSUCHT - nach Luft, Wiese, einer Decke in einer warmen Ecke, nach einer Hand, in die ich meine Schnauze stecken kann.

Nimm mich mit!! Ich bitte Dich, gib mir ein Stückchen Glück von dem zurück, das ich verloren habe. Ich weiß nur nicht, warum ich es verloren habe. Ich begreife es nicht mit meinem kleinen Hundehirn. Ich begreife es einfach nicht!!!

Von Tag zu Tag wird mein Blick müder. Die Kreise meiner Gedanken werden kleiner, so klein, dass sie jetzt schon recht gut in meine Zelle passen. Ich laufe im Kreis und denke im Kreis. Das Gitter ist mir schon vertraut, beinahe habe ich es lieb. Ja, ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter, weil ich wenigstens meine Hoffnungen durch Dich durchblicken kann.

Ich liebe Dich, Du verfluchtes Gitter, weil ab und zu ein menschlicher Arm zu mir reinreicht und manchmal sich ein Blick zu mir hereinverirrt, der mir sagt: " Warte nur ab. Es kommt auch für dich einmal ein schöner Tag! Bestimmt, bestimmt!!"

Um Mitternacht, wenn anderswo Geisterstunde ist, dann reden wir "Häftlinge" miteinander, von Zelle zu Zelle, von Gitter zu Gitter. Wir erzählen uns, warum wir ausgestoßen worden sind, vor die Tür gesetzt, vertrieben, vergessen, wir armen Hunde im Massenstall.

Das ist die Stunde, in der ich Dir direkt dankbar bin, Du liebes verfluchtes Gitter. Dann liebe ich Dich wirklich, ehrlich, aufrichtig; denn dann bist Du nicht das Ende meiner Welt, sondern schützt mich vor der Welt der Menschen.



Mein kleiner weisser Hund und ich,
wir gehn durch alle Türen.
Wir suchen dich. Wir suchen mich.
Wir weinen und wir frieren.
Der Regen kreiselt gross im See,
wirft Ringe in der Runde.
Ich weiss nicht, wo ich geh und steh
mit meinem kleinen Hunde.
Die Welt ist weit. Und weit bist du.
Wo enden Weg und Reise?
Ich hör' dem grossen Regen zu -
mein kleiner Hund bellt leise.

Ich find dich nicht. Ich find mich nicht.
Mit dir ging ich verloren.
Mein Hund blickt trüb, und mein Gesicht
presst sich an seine Ohren.


Mein zweiter Hund

Manchmal such' ich nach Spuren
von einem kleinen Hund,
den du nie kennenlerntest.
In deinem Blick such' ich nach dem Freund,
der mich sein Leben lang liebte
und jedes Wort verstand.
Dir gegenüber ist das nicht fair;
denn du bist kein Ersatz für ihn,
du bist es, du selbst!
Du machtest es mir leichter, daß ich ihn verlor,
vertriebst den Schmerz und
brachtest mir mein Lachen zurück!
Ja, mein kleiner Welpe,
es ist dein Blick, der die Erinnerung an ihn
in mein Herz zurückruft,
doch deshalb wirst du nicht weniger geliebt -
du bist wie er und doch so anders,
und deshalb mir vielfach wert!



Sie betreten unsere Welt



Sie betreten unsere Welt, naß, wackelig und warm
und kennen das Leben nicht, das sie erwartet.
Sie kämpfen um Atem, Futter und Wachstum,
um der Liebling eines stolzen und liebenden Menschen zu werden.
Die Glücklichen finden eine Familie, die ihnen Liebe schenkt;
Die Kranken verlassen uns mit einem Seufzen.
Die Ungewollten werden ausgesetzt, naß und zitternd,
ohne einen liebenden Besitzer, der ihr Jaulen hört.
Hier ein paar Gedanken zum Entstehen dieses Welpen:

Wieviel wirst Du für ihn tun und sorgen ?

Bist Du bereit, diese Seele zu lieben, zu ehren und zu pflegen ?
Bis zu seinem letzten Tag ?

Wenn Du diese süßen Welpen züchtest, um die Linie zu verbessern, wirst Du ihnen beistehen, auch wenn sie krank sind ?
Wenn sie verkauft sind und dann nicht mehr gewollt und zu Dir zurückgebracht werden, bist Du bereit, sie hereinzulassen ?
Sei liebevoll, fürsorglich und verantwortungsvoll genug, um ihnen ein Zuhause und Dein Herz wieder zu schenken.

Denn du bist es, der sie auf ihre Reise geschickt hat,
Ja, Du bist es, der ihnen den Anfang gegeben hat.
Bitte gib ihnen ein Ende, wie der Anfang, den sie hatten,
und denke daran, tief in ihrem Inneren stecken liebende Seelen.

Ja, gib ihnen ihr Ende, wie Du ihnen ihren Anfang gegeben hast,
gefüllt mit LIEBE, BEWUNDERUNG und STOLZ.




Das Wandern...

Ein bisschen Action möcht ich wieder mal haben -
nicht immer auf den gleichen Wegen herum traben.
Bitte, bitte lass uns heute wandern gehen -
ich möcht so gern meine Hundefreunde sehen !!
Celina, Boris, Maik und viele mehr -
ich freue mich sooo sehr !!

Oh, der Rucksack wird mit feinen Leckereien vollgestopft -
neugierig schau ich zu und meine Schnauze tropft.
Jetzt werden die Wanderschuhe imprägniert -
und Sonnencreme ins Gesicht geschmiert . . .
Dank Wandern macht das Leben Spass -
und niemand bleibt allein daheim und blass.

So bleiben Hund und Mensch in Schwung -
bei Sonne, Wind, Wetter und mal Kuhdung.
Es gibt viel zu schnuppern, ist so interessant -
wir zeigen unsere Freude, sind ganz gewandt.
Ab und zu gibt's ein paar Gutzi -
da bin ich gern ein Schnuggiputzi.

Liebe Menschen und tolle Hunde -
das findet man in unserer Runde.
Alle sind gut gelaunt und aufgestellt -
so dass mal ein Hund vor Eifer bellt.
Noch Tage träum' ich von der schönen Tour -
auch mein Mensch braucht nun keine Kur.

"Hundewandern" oder "Wandern mit Hund" -
das macht unser Leben kunterbunt




Was der alte Hund sich gewünscht hätte





Wenn ihr eines Tages seid alt geworden,
wollt Ihr euch dann fühlen gebraucht und geborgen?
Wie schön wär' es dann, von Liebe umgeben
sein Dasein in Würde und Glück zu leben.
Seid ihr dann ergraut,
seid krank und gebrechlich,
braucht ihr Wärme fürs Herz,
weil Ihr dann zerbrechlich.
Und hätt' ich empfangen aus irgend jemandes Hand
für meinen Hals ein neues Band,
um wie ein Versprechen es mir zu geben,
dann hätt' ich erkannt, es ist wertvoll, mein Leben!
Darum bitt' ich euch Menschen, schliesst auf eure Herzen,
habt Mut zu beenden unsere Qualen und Schmerzen.
Wischt meine Worte nicht gleich wieder fort.
Auf dass mein Tod eine Brücke euch sei
in die Herzen meiner Kameraden ....



Wenn du kannst

Wenn Du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst,
ohne gereizt zu sein,

Wenn du immer fröhlich sein kannst,
Schmerzen und Pein ignorieren,

wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst
und dafür dankbar bist,

wenn du verstehen kannst, dass diejenigen, die sich um dich kümmern,
zu beschäftigt sind um Zeit für dich zu haben,

wenn du übersehen kannst, wie die, die du liebst,
es an dir auslassen, wenn etwas schief geht
- auch wenn es nicht deine Schuld ist,

wenn du das begrenzte Wissen, die schlechte Erziehung
deines Freundes ignorieren kannst, ohne ihn zu korrigieren,

wenn du dazu fähig bist, die Armen nicht schlechter zu behandeln als die Reichen,
wenn du der Welt gegenübertreten kannst - ohne Lügen und Betrug,

wenn du tief im Herzen wirklich ehrlich sagen kannst,
dass du keine Vorurteile hast gegen Glauben, Hautfarbe, Religionen oder Politik.

wenn Du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben,
Dann - mein Freund - bist du fast so gut wie dein HUND!


Wie fotografiert man einen Welpen?


1. Nehmen Sie einen neuen Film aus der Schachtel und laden Sie Ihre Kamera.
2. Nehmen Sie die Filmschachtel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie sie
in den Abfalleimer.
3. Nehmen Sie den Welpen aus dem Abfalleimer und bürsten Sie ihm den
Kaffeesatz aus der Schnauze.
4. Wählen Sie einen passenden Hintergrund für das Foto.
5. Montieren Sie die Kamera und machen Sie sie aufnahmebereit.
6. Suchen Sie Ihren Welpen und nehmen Sie ihm den schmutzigen Socken aus dem
Maul.
7. Platzieren Sie den Welpen auf dem vorbereiteten Platz und gehen Sie zur
Kamera.
8. Vergessen Sie den Platz und kriechen Sie Ihrem Welpen auf allen Vieren
nach.
9. Stellen Sie die Kamera mit einer Hand wieder ein und locken Sie Ihren
Welpen mit einem Leckerchen.
10. Holen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom
Nasenabdruck.
11. Nehmen Sie den Blitzwürfel aus dem Maul des Welpen und werfen Sie ihn
weg (den Blitzwürfel natürlich!)
12. Sperren Sie die Katze hinaus und behandeln Sie die Kratzer auf der Nase
des Welpen mit etwas Gel.
13. Stellen Sie den Aschenbecher und die Zeitschriften zurück auf den
Couchtisch.
14. Versuchen Sie, Ihrem Welpen einen interessanten Ausdruck zu entlocken,
indem Sie ein Quietschpüppchen über Ihren Kopf halten.
15. Rücken Sie Ihre Brille wieder zurecht und holen Sie Ihre Kamera unter
dem Sofa hervor.
16. Springen Sie rechtzeitig auf, nehmen Sie Ihren Welpen am Nacken und
sagen Sie zu ihm: "Nein - das machst du draußen!"
17. Rufen Sie Ihren Ehepartner, um Ihnen beim Aufräumen zu helfen.
18. Mixen Sie sich einen doppelten Martini.
19. Setzen Sie sich in einen bequemen Lehnstuhl und nehmen Sie sich vor,
gleich morgen früh mit dem Welpen "Sitz" und "Platz" zu üben!


Eines Abends


... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger
ein Licht leuchten sehen, und Du meinst zu wissen,
woher es kommt ...

... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger
eine Sternschnuppe versinken sehen und Du meinst zu wissen,
wer sie Dir geschickt hat ...

... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger
den Mond versinken sehen, und Du meinst zu wissen,
wer immer noch an Dich denkt ...

... eines Abends wirst Du über Deinem Zwinger
kein Licht mehr leuchten sehen, denn der Mensch,
an den Du immer noch denkst, hat längst angefangen,
Dich zu vergessen ...


Gedichte zum Nachdenken Teil 2


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