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An Dich, mein Mensch!

Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin´s, den ihr alle so süss gefunden habt!
Ich bin´s, der kleine Fellknäuel, den ihr damals,
klein und putzig, ins Herz geschlossen habt!
Ich bin´s der niemanden etwas zu Leide tun würde!
Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin´s Dein Hund, der Dich für immer begleitet hätte,
und der Dir, Mensch, die Treue geschworen hat!
Ich bin´s doch, Dein bester Freund.
Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin jetzt groß und kräftig, habe einen seltsame Nase,
schneeweißes Fell und kleine traurige Augen.
Ich bin´s, der beschimpft und gejagt wird!
Ich bin´s, der für die Fehler der Menschen verantwortlich gemacht wird!
Ich bin´s doch, dein Hund.
Ich wollte ja mit den anderen Hunden spielen,
aber DU, MENSCH, hast es mir verboten.
Ich wäre so gerne spazieren gegangen,
aber DU, MENSCH, hattest nie die Zeit dazu.
Ich mochte die Kinder so gern,
aber DU, MENSCH, hast ihnen verboten, mit mir zu spielen.
Ich wollte mir die Welt ansehen,
aber DU, MENSCH, dachtest, es sei nicht nötig.
Ich bin´s, Mensch, der jetzt im Tierheim sitzt und auf sein Schicksal wartet.
Ich bin´s, Mensch, der nicht mit anderen Hunden klarkommt.
Ich bin´s, Mensch, der Angst vor Kindern hat.
Ich bin´s, Mensch, der sich in fremden Umgebungen fürchtet.

MENSCH, was hast DU mir angetan?





Anklage

Wieso zählt mein Leben soviel weniger
als das Deine?
Wir beide leben doch.
Mein Leben ist auf einmal wertlos?
Wieso sagtest Du mir, du würdest mich lieben?
Nur leere Worte aus Deinem Mund?
Ohne Wahrheit?
Ist Liebe nicht anders?
Als wir uns kennen lernten,
sagtest Du:
"Für immer soll es sein, das Band das uns verknüpft".
Ist denn "immer" schon vorbei?
Ist "immer" nur eine Laune?
Ist "immer" schon vorbei?
Als Du mich zu Dir holtest,
sagtest Du da nicht:
"Nie mehr ohne Dich".
Und jetzt war gestern "nie" !
Jetzt blick' ich allein zurück,
einsam, ängstlich.
Hatten eine lange schöne Zeit gemeinsam.
Aber alles im Gestern, kein Morgen mehr.
Mit der Zeit,
ich bin älter geworden,
ich und Du.
Aber ich bin immer noch ich.
Zu alt für Dich?
Das versteh' ich nicht.
Unsere Zeit war schön,
teilten Freud und Leid.
Du suchst jetzt nach etwas jüngerem.
Aber Du hast doch mich,
warum ist das Alter so wichtig für Dich,
und nicht für mich?
Gestern,
alles, was wir hatten,
vorbei für immer.
Heute bin ich wertlos.
Morgen mein letzter Tag.
Du hast es entschieden,
Tod als Erlösung.
Ich wollte noch soviel erleben,
gemeinsam mit Dir.
Meine Zukunft hast Du weggewischt.
über mein Leben entschieden.
Warum ?
Ein ganzes Leben zusammen,
es war perfekt.
Dir meine ganze Liebe geschenkt.
Meine Liebe zu Dir,
die stirbt mit mir:
Deine Tat.
Wieso verurteilst Du mich zum Tode?
Ich hab' doch nichts getan.
Wollte nur leben.
Leben mit Dir.............


Brief aus dem Tierparadies



"Mein Herrchen, ich bin es, Bonnie, dein Hündchen, der Dir diesen Brief schreibt. Ich bin im Paradies der Tiere. Als wir in den Urlaub fuhren, hieltest Du an und sagtest: "Steig aus Bonnie, steig aus". Ich sprang aus dem Wagen und Du machtest die Tür zu und fuhrst fort.
Erst dachte ich, Du wolltest mir nur Angst machen, aber als ich Dein Auto in der Ferne verschwinden sah, da wurde mir klar: Du hast mich ausgesetzt. Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit. Ich lief Dir nach, aber ich konnte Dich nicht mehr einholen. Ich lief und lief - ohne zu wissen wohin und dabei wurde ich von einem Auto angefahren und in einen Graben geschleudert - ich konnte mich nicht mehr bewegen.
Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen, und in meiner Not habe ich Dich um Hilfe gerufen, aber Du warst schon weit weg. Deinem Urlaubsziel entgegen. Nach langen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich. Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig.
Sag mir, warum hast du das getan? Hast Du mich so wenig lieb gehabt? Wir sind sehr viele, die von ihren Familien ausgesetzt wurden, alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der Dich und mich erschaffen hat, möge Dir verzeihen.

Dein Bonnie, der Dich so lieb hatte"



Bonzos Gedicht

Abends wird mir furchtbar kalt,
denn der Winter kommt nun bald.
Ich habe 14 Jahre lang nie das Haus gesehen, nur die Bank.
Die Bank im Kuhstall ist mein Korb,
kalt und zugig immerfort.
Ich bin ein Hofhund und wache hier,
doch ich kann es jetzt nicht mehr.
So träge bin ich jetzt geworden,
jeder Knochen tut mir weh.
Ach, wär' ich doch am warmen Ofen und dürft' ich nur mein Herrchen sehn.
Mit letzter Kraft geh ich zur Bank und lege mich hinunter,
hinauf kann ich schon lang nicht mehr, mein Bett ist lang darunter.
Ich durfte nie im Hause sein,
schlief friedlich nun im Kuhstall ein.
Herr, was wirst Du tun mit Deinem neuen Hund,
wenn jetzt der Winter kommt?
Ins Haus darf er nicht mit hinein,
das ist ja ungesund.
Er wird genau wie ich einst war,
im Stalle sein und frieren,-
Frag mich ganz ernst, hast Du ein Herz?
Mitleid mit deinen Tieren?
Wie kann ein Mensch denn so was tun,
und dabei friedlich schlafen?
Er liebt Dich so, Dein neuer Hund,
man sollte Dich bestrafen!


Darf ich mal fragen?


Ich gehör', glaub ich, zu diesen Rassen
die jetzt fast alle so hassen
Getan hab` ich nichts
ohne Rolle dies ist
Deutschland ist mein Heimatland
ist das denn keinem bekannt?
Denn ich bin hier geboren
das hab' ich mir nicht auserkoren
Ich wurde einfach im Stich gelassen
und kann es noch gar nicht fassen
Ein Schild um den Hals
wo drauf steht wie ich heiß`
damit der, der mich findet
dieses auch weiß
Einfach gegangen und angebunden
mein Herz ist nun voller Wunden
Andere wurden von Ihrer Familie genommen
wenn ich dran denk', wird mir beklommen
Lernt uns doch einmal richtig kennen
vielleicht würd' Ihr uns dann nicht mehr so bös' benennen
Ich glaub', ich träum`
kommen da Menschen, um uns zu retten?
Am liebsten würd' ich wetten
und wenn Sie es dann nicht schaffen und ich verlier'
dann ich Euch Politiker "gratulier`"
Mein Mitgefühl mit den nächsten Rassen
die geopfert werden von Euren Hassen
Werd` später im Himmel all die anderen von uns treffen
hoffen, wir werden können dies vergessen
Denn unvorstellbar, was Du uns tust
Du bist und bleibst für uns das höchste Gut
Von einem Menschen geliebt zu werden
ist für uns doch das Höchste auf Erden
Darf ich mal fragen:
muss ich jetzt STERBEN?






Das Weltgewissen


Es klagt das Weltgewissen
die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren,
was habt ihr mit dem Tier getan?
Das euch in Liebe nahte,
das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte,
nicht achtend der Gefahr!
Nun sind sie ausgeliefert
der größten Qual und Pein,
und sollten unsre Brüder
in allen Nöten sein!
Ihr aber seid so herzlos
und hört ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr´s nicht ändert,
dereinst vor das Gericht!
Ihr seid schon jetzt gerichtet
durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen,
wird keins der Tiere ruhn.
Gar groß ist die Bedrängnis,
unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!
Dass es in Liebe schlage,
für alles, was da lebt,
und ihr die volle Würde
den Tieren wiedergebt!
Denn eure eigne "Würde"
sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren
den Schöpfer selber ehrt!




Wir müssen mehr für unsere Tiere tun

10 Jahre schon

Ich bin allein, es ist schon Nacht
und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh'.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört –
und wüßt' mein Herr auch, was mir fehlt
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal
leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück,
und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.


Wir sind zwischen Himmel und Erde verbunden

Die Bitte des Kettenhundes an Gott



Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund,
steh' nun vor Dir, mein Hals ist wund.
Fast eingewachsen ist der Ring,
mit dem ich an der Kette hing.
Hab' Ohrenschmerzen,
bin fast blind
von Regen, Schnee und kaltem Wind,
von Rheuma steif sind meine Knochen,
bin fast auf meinem Bauch gekrochen
aus Angst vor meinem strengen Herrn;
denn mich zu streicheln, lag ihm fern,
hätt' gern gegeben alle Liebe,
erhalten hab' ich oft nur Hiebe,
nur so - weil grad im Weg ich stand,
und hätt' so gern geleckt die Hand
für nur ein wenig Zärtlichkeit,
ein wenig Lob, wär' gern bereit
mein armes Leben hinzugeben
könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben
und lesen dann in seinem Blick
ein wenig Liebe - doch dies Glück
beschieden hier war es mir nie,
war immer nur ein armes "Vieh".
Bin noch nicht alt nach Menschenjahren
und hab schon so viel Leid erfahren!




Dein Hund wartet

Mensch, hier sitzt dein Hund und wartet,
zu ängstlich und zu hoffnungsvoll, einfach zu gehn,
seit Tagen sitzt er einfach nur an der Straße,
er wartet auf dich und kann nicht verstehn
-
wieso du ihn einfach verlassen hast.
Er dachte, hier hältst du nur an auf ein Spiel ,
das war vor Tagen, und dann gingst du fort.
Voll Vertrauen, ganz sicher, daß du zurückkommst,
leidet er seither an diesem einsamen Ort
-
an dem du ihn einfach warten läßt.
Und so legt er sich nieder und schließt seine Augen,
als er schwach wird vor Hunger, die Kehle wund.
Dir, Mensch, hätt' ich gewünscht, zu erleben,
wie er schließlich starb, dein wartender Hund
-
den du einfach vergessen hast.


Wollt Ihr Menschen so leben, warum tut ihr das den

Klage eines verlassenen Hundes









Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein,
dass man mich plötzllich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein
Sie schienen doch so froh als ich eintraf als Hundekind
So vieles hatt' man mit mir vor, denn ich wuchs geschwind
Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiler sein
das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein
Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag
und spielen und spazierengehn, wenn ich nur bleiben mag.
Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe...
Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe.
Die Kinder gehn nicht mehr mit mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht"
Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht.
Denn alles, was ich hab, ist Treue - Ach, wüsst' ich doch, wofür?
Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...



Liebes Herrchen

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!!! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen, und Du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in allen Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens! Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einen Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen! Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hat. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen
Geliebtes Herrchen, ich will, daß Du weißt, daß ich mich trotz meines Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn

ICH HATTE DICH LIEB!!!


Mensch, mein Freund


Dein Hunger
schnürt mir die Kehle zu.

Deine schwere Kette
beugt auch meinen Nacken nieder.

Die Kugel in Deinem Kopf
zerreißt mein ganzes Denken.

Das Gift in Deinem Körper
lässt auch mein Blut erstarren.

Deine gebrochene Pfote
bricht mir das Herz.

Dein erlöschender Blick
durchdringt die verlogene Blindheit.

Dein letzter Seufzer: Aufschrei mit tausendfachem Echo – MITLEID...
„Mensch, mein Freund“ – Dein letzter Hauch.


So allein

Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein
dass man mich plötzllich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein
Sie schienen doch so froh, als ich eintraf als Hundekind,
So vieles hatt' man mit mir vor, dieweil ich wuchs geschwind
Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiler sein
das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein
Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag
und spielen und spazierengehn, wenn ich nur bleiben mag.
Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe...
Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe.
Die Kinder gehn nicht mehr mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht"
Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht.
Denn alles, was ich hab, ist Treue - ach, wüsst' ich doch, wofür?
Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...


Glaubt Ihr, dass dieser Hund von Natur aus, gefähr

Verlassen

Mein Aug ist trüb, mein Herz ist schwer
und ich vermiß mein Frauchen sehr.
Noch gestern ging sie mit mir aus,
dann aber ganz allein nach Haus.

Ich wollt ja nach ihr rennen,
nur hab ich es nicht können!
Da ist der Gurt an meinem Bein,
soll das ein neues Spielchen sein?

Am Baum hat sie mich festgemacht
- was hat sie sich dabei gedacht?
Weiß sie nicht, wie ich leide?
Wir sind doch Freunde, wir beide!

Wie froh sind wir umhergetollt,
und ich hab sie zurückgeholt,
die Stöckchen, sicher, leicht und schnell,
sie kraulte lobend mir das Fell.

Mein Bellen und ihr Lachen
Das konnte glücklich machen!
Und wenn sie einmal traurig war,
ich strich ihr tröstend über´s Haar
und hatte stets ein off´nes Ohr,
wärmte ihre Seele, wenn sie fror.

Meint ihr, ich habe keine,
weil ich nicht lache oder weine?
Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell,
ach hört denn niemand mein Gebell?

Und auch mein Magen knurrt so sehr,
wenn bloß der dumme Gurt nicht wär.
Ich spür, wie mir die Kraft entschwindet,
ich sterbe, wenn mich keiner findet!

O Frauchen, bitte sag mir an,
was hab ich Böses Dir getan
dass du mir auferlegst dies Joch
Ich aber lieb dich immer noch,
auch wenn ich mich zu Tode quäle,
mit meiner ganzen Hundeseele!


Schaut Euch das Elend an

Warum

Du hast in meine Augen gesehen,
da war es schon um dich geschehen,
Du hast mich mit nach Hause genommen,
ich bin ganz neugierig mitgekommen.
Du hast mich stolz spazieren geführt,
die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt,
und dich eine Weile glücklich gefühlt.
Dann hab ich auf den Teppich gemacht,
da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann mußt du fort, ich weiß nicht wohin,
ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.
Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
dann hab' ich vor Frust die Möbel zerkaut,
das war dir zuviel, und du wurdest laut.
Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
und ich habe deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus,
Du hast mir Futter und Wasser gegeben
und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
hattest die Nase voll von uns Hunden.
Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.
Dann hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
an einen neuen, besseren Ort.
Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich?
Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.
Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
du hast mir mein ganzes Leben genommen.
Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.
Dein Herz ist kalt, wird niemals warm.
Bei all dem Spielzeug bist du - arm...


Hundeleben

Was für ein Hundeleben,
haben wir Vierbeiner,
apportieren, Pfötchen geben,
beneiden tut uns Keiner.

Was für ein Hundeleben,
neu tagein – tagaus,
nie nur Nase heben,
sonst droht der Garaus.

Was für ein Hundeleben,
liegt in kalter Nacht,
Schlafen an der Kette,
hat nie Spaß gemacht.

Was für ein Hundeleben,
wehe wir werden träge,
oder sind nicht willens,
dann hagelt es Schläge.

Was für ein Hundeleben,
überall stört Kot,
Bellen wird verboten,
fürchterliche Not.

Was für ein Hundeleben,
weshalb wir noch so heißen,
wie weiter überleben,
tabu - Waden beißen- .

Was für ein Hundeleben,
im realen Sein,
können keine Liebe mehr geben,
schläfert man uns ein.

Gedichte zum Nachdenken Teil 1


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