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Hier leben Hunde

Wenn Du nicht mit Pfoten und wedelten Ruten begrüßt werden willst dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Wenn Du das Gefühl von kalten Nasen und nassen Zungen nicht magst, dann komm nicht herein, den hier leben Hunde.

Wenn du nicht über herumliegendes Spielzeug steigen willst,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Wenn Du denkst, dass ein Haus nach Parfum riechen sollte,
dann komm nicht herein, denn hier leben Hunde.

Aber wenn Dir das alles nichts ausmacht, dann komm herein und
Du wirst automatisch geliebt werden, denn hier leben Hunde.



Ich vermisse Dich Freund

Du, mein Hund, bist tot und ich bin still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.

Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist eine große Last, die ich in mir trag.

Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.

Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn Deine Art war einfach unvergesslich.

Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.

Ich erzählte Dir all meine Sorgen
und fühlte mich bei Dir geborgen.

Ich hatte Dir so viel zu sagen
an manchen schlechten Tagen.

Du warst für mich ein Lichtblick in dieser Welt
und nicht aufzuwiegen mit viel Geld.

Du warst mir immer sehr treu,
worüber ich mich auch heute noch freu.

Nun hast Du mich verlassen und ich bin noch hier,
ach wärst Du doch noch bei mir, mein treues Tier.

Du, mein bester Freund, bist nun für mich verloren
und stehst schon im Tierparadies vor den Toren.

Die letzten Tage hast Du sehr gelitten
und ich hörte Deine stillen Todesbitten.

Doch auch wenn der Tod letztendlich das beste für Dich war
komme ich mit Deinem Tod einfach nicht klar.

Ich habe getrauert über Deinen Verlust
und bin gefallen in einen tiefen Frust.

Ich werde Dich nie wieder toben sehen,
wie soll ich das nur jemals verstehen.

Ich hätte nie gedacht, dass Deine Zeit kommt so schnell schon,
aber Deine Krankheit trug Dich mir davon.

Du musstest einfach zu früh gehen,
aber das hätte ich auch ein paar Jahre später so gesehen.



Cecil und die 7 Räuber

Cecil hat schon in jungen Jahren einen ausgeprägten Jagdsinn entwickelt. Er hat den Briefträger bei jedem seiner Besuche in die Flucht geschlagen und natürlich auch alle Vierbeiner - egal ob Hund oder Katz!

Sein liebster Platz war oben die letzte Treppenstufe, die wir immer zu laufen hatten, um zur Straße zu gelangen. Da lag er dann auf Lauer, auf einer Ebene mit dem Gehweg und allem, was sich darauf befand. Was machte es für einen Spaß, wenn man hübsche Frauenbeine aufgeschreckt davon hüpfen sah, als er plötzlich mit einem großen Satz und lautstarkem Bellen die Schönsten im Ort schier zur Verzweiflung brachte. Oder erst die radfahrenden Kinder aus der Nachbarschaft. Zu ihnen hatte er ein nicht ungetrübtes Verhältnis, wollten die doch partout nicht glauben, daß er trotz seiner reduzierten Größe ein richtiger scharfer Hund war. Also mußte hier eine andere Taktik angewandt werden! Erst schön brav warten, bis die Kinder ganz dicht am Zaun waren, um ihn wieder mal wie schon so oft zu hänseln, und dann mit einem Satz nach oben schnellen, die schneeweißen Zähne fletschend und gar mächtig grimmig aussehend, die Kinder bellend in die Flucht schlagen! Danach war wieder Ruhe eingekehrt und Cecil konnte sich mit einem zufriedenen lauten Grunzen wieder in die waagerechte Stellung begeben und eine kurze Siesta halten, bis zum nächsten Besucher.

Und so wurde es dämmrig und die Nacht senkte sich langsam herein. Cecil frohlockte, hatte Herrchen doch offensichtlich vergessen, daß er sich noch zu so später Stunde draußen herumtrieb. Zu sehen gab es zwar nun nicht mehr viel, aber wozu haben Skye Terrier denn schließlich ihre ausgeprägte empfindliche Nase. Und so stieg Cecil doch wieder der ekelhaft unangenehme Geruch, um nicht zu sagen Gestank der zotteligen Katze vom Nachbar gegenüber in die Nase. Jeden Abend schlich die sich doch aus dem Haus um irgendeiner lotterhaften Tätigkeit nachzukommen. Das konnte ihm ja noch egal sein, aber warum mußte sie immer aufreizenderweise in nur ganz knapper Entfernung an Cecils Liegestatt vorbeistolzieren? Eines Tages wird er sie sich mal schnappen und ein äußerst ernstes Wort mit ihr bellen müssen. Wenn sie bloß nicht so stinken würde...

Heute lag aber noch etwas in der Luft! Etwas Fremdartiges! Schon geraume Zeit hatte Cecil den Geruch in der Nase, den nur Menschen ausströmen, wenn sie etwas schlechtes im Schilde führen. Vor kurzem ist ein dunkles Auto vor Nachbars Grundstück vorgefahren. Zwei Gestalten sind ausgestiegen und über das kleine Gartentürchen gestiegen, um auf das Grundstück zu gelangen. Interessiert beobachtete er sie. Wartet nur, bis ihr wieder rauskommt! Cecils große schwarze Ohren waren jetzt ganz konzentriert nach vorne gestellt, damit ihm ja auch nicht die geringste Kleinigkeit entging. Er registrierte selbst die kleinste Bewegung der beiden Ganoven. Sie mußten gewusst haben, daß niemand zu Hause war.

Nachbars bekommen ja oft Besuch und so waren fremde Leute auf dem Grundstück für Cecil nichts außergewöhnliches. Aber, ehrlich gesagt, übers Gartentürchen hatte noch niemand klettern müssen.

Also gut, dachte Cecil und erhob sich von seinem Lieblingsplatz, um näher an den Zaun des Nachbarn zu gelangen. Eine ganze kleine Weile beobachtete er das Treiben der beiden Typen. Sie bemühten sich, keine unnötigen Geräusche zu machen und unterhielten sich nur im Flüsterton. Cecil war dies relativ egal – er hätte sowieso nichts verstanden – sehr wohl konnte er aber riechen!, über was sie sich unterhielten. Menschen strömen nämlich einen besonderen Duft oder besser gesagt, Gestank aus, wenn sie etwas Böses tun oder denken oder auch wenn sie Angst haben, und dafür haben Hunde eine besonders feine Antenne. Und die Beiden, die jetzt an der Haustür angelangt waren, strömten genau diese Mischung aus Angst und Aggression aus – für Cecil der eindeutige Beweis dafür, daß er etwas unternehmen müßte.


Herrchen saß vor dem Fernseher – der würde sicher wieder sauer werden, wenn er ihn jetzt stören würde. Frauchen ist zu sensibel für so eine Ganovenjagd – die kann dann sicher wieder die ganze Nacht kein Auge mehr schließen. "Gut, dann versuche ich es halt alleine!" Ob Cecil wirklich so dachte, ließ sich im nachhinein nicht mehr genau feststellen. Er verweigert bis heute beharrlich die Aussage. Aber ganz bestimmt war es so.

Er war jetzt dicht am Zaun angelangt, einem 60cm hohen Jägerzaun. Den überspringt Cecil nur bei ganz besonderen Anlässen, z.B. wenn die Nachbarin vom Einkaufen zurückkommt. Für Cecil hat sie immer einen Leckerbissen dabei. Wie sagt Herrchen immer so schön: die zwischenmenschlichen Beziehungen erhalten die Freundschaft. Und auch ein Hund – zumindest ein Skye – ist schließlich ein Mensch...

Cecils Argwohn wurde immer stärker. Jetzt kratzten die Gauner mit irgendeinem Gegenstand an der Tür herum, so als ob sie den Schlüssel nicht ins Schloss bekommen. Das wiederum kannte Cecil von Herrchen, der auch manchmal - meistens nachts, wenn es schon dunkel ist – den Schlüssel nicht in das Schlüsselloch bringt. Aber diesmal war es doch etwas anderes. Herrchen riecht dann nämlich immer etwas merkwürdig nach diesem Schaumwasser, das es in Flaschen und auch aus Fässern gibt. Aber dies taten die beiden Halunken nicht. Scheinbar hatten sie wirklich keinen passenden Schlüssel, denn der eine fluchte leise vor sich hin. Sie gaben es auch jetzt auf und liefen hinüber zu dem kleinen Küchenfenster. Sie hatten es wirklich nicht leicht! Die Nachbarin pflegte in einem kleinen Balkonkasten vor diesem Fenster einige Kakteen. Und auch kleine Kakteen haben bekanntlich Stacheln. Dummerweise sieht man ihnen diese Heimtücke in der Dunkelheit nicht an. Zumindest sahen es die beiden Einbrecher nicht. Mit einem leisen, aber nicht minder schmerzhaften Aufschrei, lies er den Kasten, den er gerade aus den Haltern gehoben hatte, auf den Boden fallen. Die Kakteen hatten zugeschlagen! Es dauerte einen Augenblick bis die abgebrochenen Stacheln wenigstens halbwegs wieder aus den Fingern und Handflächen gezogen waren. Währenddessen hatte unser anderer Held mit einem Gegenstand an der Scheibe gekratzt. Cecil konnte nicht wissen, daß dies ein Glasschneider war, aber er hörte mit zunehmendem Unbehagen den hohen, knirschenden Ton, den das Messer auf der Scheibe hinterließ. Und der war für ihn das Startzeichen, selbst aktiv in das Geschehen einzugreifen.

In den vielen Übungsstunden mit dem Briefträger hatte Cecil gelernt, daß der Überraschungseffekt immer dann am größten ist, wenn die Attacke plötzlich und ohne große Vorbereitung kommt, dafür aber umso heftiger. Er ließ ein laut vernehmbares, tiefes Grollen seiner Kehle entrinnen, als Vorbereitung für den Hauptangriff. Dann schnellte er seine 17kg aus dem Stand über den Jägerzaun. Auf der anderen Seite riss er zunächst einige Blumentöpfe, die ihm im Weg standen, um, so daß es richtig schepperte. Aber auch ein Skye hat schließlich kein eingebautes Nachtsichtgerät. Laut und wütend bellend hetzte er dann durch einige Blumenrabatte und zwischen Büschen hindurch zu dem Haus, wo die Einbrecher mittlerweile wie versteinert standen. "Verdammter Sch... Köter!" (zensiert! d. Red.), schrie der eine noch heraus. Einen kleinen Augenblick dachte Cecil, daß sich noch ein anderer Hund auf dem Grundstück aufhielt. Oder sollte der Kerl etwa ihn gemeint haben. Wer Cecil als 'Köter' beschimpft, hat wahrlich nichts zu lachen (Ausnahme: Herrchen – der darf das)! Lange Zeit konnte er nicht überlegen, denn er hatte soeben die Bösewichte erreicht. Einer von ihnen gab Fersengeld, aber das war Cecil egal. Er konzentrierte sich auf den, der sich schon die Hände mit den Kakteen ramponiert hatte. Mit dem Rücken an der Hauswand stand er und versuchte, seine empfindlichen Körperteile vor Cecils wütenden Angriffen zu schützen. Dies gelang ihm nur unvollständig, denn wie sich erst viel später herausstellen sollte.

In der Zwischenzeit war Herrchen, der von dem lauten Bellen alarmiert wurde, aus dem Haus gestürzt. "Was, zum Teufel, geht da drüben vor sich?", schrie er über den Zaun, aber verständlicherweise hatte Cecil gerade keine Zeit für eine Antwort. Er war nämlich gerade dabei, seine ganze aufgestaute Wut am Schuh des Einbrechers auszutoben, der dieser ihm reaktionsschnell und ohne lange zu überlegen zum Fraße vorgeworfen hatte. Dadurch blieb ihm die Zeit, sich mit einigen großen Schritten und einem mächtigen Satz über das Gartentürchen in Sicherheit zu bringen.

Herrchen, wohlbesonnen wie immer, brauchte natürlich eine Ewigkeit, bis er endlich angelaufen kam, um sich das Malheur anzusehen. Wenigstens hatte er eine Taschenlampe mitgebracht. Nach kurzer sorgfältiger Untersuchung rief er rüber zum Haus: "Frau, ruf‘ die Polizei an!" Worauf diese ihn erst mal an das wichtige im Leben erinnern mußte: "Was ist mit Cecil?" Braves Frauchen! Nachdem ihr Herrchen versichert hatte, daß Cecil der Schuh noch nicht im Hals stecken geblieben war, telefonierte sie auch artig mit der Polizei und schilderte den Einbruchversuch. Es war halb elf Uhr in der Nacht und die Polizei muß natürlich auch Prioritäten bei ihren Einsätzen festlegen. Wir, bzw. unsere Nachbarin hatte Glück, daß wir ganz oben auf die Einsatzliste kamen. Am nächsten Morgen um zehn Uhr kam schon ein Streifenwagen und nahm den Vorfall auf. Nicht so, wie im Fernsehen mit Fingerabdrücken aufnehmen und Spurensuche und so... nein, ganz anders!

Zunächst prüften die beiden Polizisten sorgfältig, daß alle Türen noch verschlossen sind – ebenso die Fenster. Auf Herrchens Einwand wegen der Fingerabdrücke wurde er aufgeklärt, daß hierfür die Kriminalpolizei zuständig sei – und diese beiden Polizisten waren ja schließlich nicht von der Kripo. Außerdem würden 90% der Einbrüche sowieso nicht aufgeklärt werden können. Als sie dann aber den Schuh, bzw. das, was Cecil davon übrig gelassen hatte, sahen, hagelte es bittere Vorwürfe: "Wie können Sie es zulassen, daß ein Beweisstück zerstört wurde?" Die beiden Polizisten waren sauer, als er darauf erwiderte, daß er Cecil den Schuh absichtlich beließ, da er keinesfalls die Aufklärungsquote beeinflussen wollte!


Die Polizisten hatten dann doch noch ihr Erfolgserlebnis! Sie hatten das unglaubliche Glück und fanden oben bei der Gartentür die Geldbörse des anderen Gauners und darin war tatsächlich eine Scheckkarte. Es ist natürlich völlig abwegig zu glauben, daß die Banken wissentlich Geldgeschäfte mit Gaunern abwickeln.

Sichtlich zufrieden bemerkten die Polizisten: "Die haben wir bald!" Herrchen hat dann die beiden erst mal aufgeklärt und ihnen erzählt, wer denn tatsächlich den Einbruch verhindert hat, in dem er furchtlos die Schurken angriff: Cecil – ein Skye Terrier. Unter dieser Rasse konnten sie sich keinen Begriff machen: "Wohl wieder eine neue Kampfhunderasse!?", fragte der eine Polizist, wobei Herrchen ihm fast an die Kehle ging. Er besann sich aber dann doch eines Besseren und sagte sich, daß sachliche Argumente immer noch die größte Überzeugungskraft haben. "Ich zeige Ihnen mal die ‚Kampfmaschine‘", worauf er Cecil aus dem Haus holte.

Nun hatte Herrchen nicht bedacht, daß Cecil die Geschehnisse vom Vortag noch allzu gut in Erinnerung hatte. Er hatte seine liebe Mühe, ihn davon abzuhalten, über den Zaun zu springen und die beiden Polizisten zu attackieren. Diese trauten ihren Augen kaum, hatten sie doch noch nie ein solches kurzbeiniges, langhaariges, schwarzes Individuum gesehen. Herrchen ließ ein energisches "Platz!" dem vorher gebrüllten "Aus!" folgen, und – wie ein Wunder – Cecil hörte auf zu bellen und legte sich tatsächlich am Zaun nieder, die beiden Polizisten nicht aus den Augen lassend. Nun kam natürlich Herrchens große Stunde. Er hielt den beiden einen Vortrag darüber, daß die Skyes ursprünglich von der schottischen Hebriden-Insel Skye abstammen und urtypische Terrier seien mit festem Charakter und die auch – früher jedenfalls einmal – für die Jagd Verwendung fanden. Es ist nicht überliefert, ob dies alles die beiden Polizisten interessierte. Sie sagten dann lediglich noch, daß Herrchen unter Umständen eine Anzeige von den Gaunern erwarten könne, weil der Hund sie tätlich angegriffen hätte. Herrchen grummelte einige nicht druckreife Flüche in sich hinein und verabschiedete sich von den Polizisten.

Vierzehn Tage später erhielt er nochmals Besuch von ihnen. Breit grinsend stiegen sie aus dem Wagen. "Na, du Höllenhund!", sagten sie zu Cecil, der sich wieder hinter der Gartentür aufbaute und laut bellend die Benutzung der Türklingel unnötig machte.

Neugierig kamen Herrchen und Frauchen aus dem Haus und begrüßten die zwei Polizisten. Cecil hatte sich auch wieder beruhigt. Komischerweise schlugen sie die Einladung aus, das Grundstück zu betreten, um ins Haus zu gehen. "Wir haben nicht viel Zeit", sagten sie und blickten dabei auf Cecil, der sie, nach oben aufblickend, argwöhnisch beäugte. "Tatsächlich!", sagte der eine Polizist, "man sieht das Weiße im Auge!". Herrchen und Frauchen und auch Cecil verstanden nicht, was der Polizist damit meinte und es bedurfte einer Aufklärung:

Es gab eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Aussage der beiden Schurken, die bereits am nächsten Tag festgenommen werden konnten, und der Polizisten, was die Größe und die Rasse des Hundes betraf, der den Einbruch vereitelte. Die beiden Polizisten wurden deshalb noch einmal zu ihren Kollegen ins Präsidium bestellt. Die Gauner hatten übereinstimmend ausgesagt, daß sie von einem dunklen, Schäferhund-ähnlichen Tier angegriffen wurden, von dem sie nur die Riesenaugen mit einem großen weißen Rand um die Pupillen zu sehen bekamen. ‚Das Weiße in den Augen‘ hätte in der Nacht richtig geleuchtet. Aber der Größe nach und der Art und Weise wie der Hund plötzlich über den Zaun sprang und sie angriff, mußte es sich um einen Schäferhund oder ähnliches gehandelt haben. Ganz kleinlaut wurden die Gangster, als sie die Wahrheit erfuhren über die tatsächliche Größe und Rasse von Cecil. Sie konnten es kaum glauben. Aber von einer durchaus möglichen Anzeige sahen sie ab, wohl aus Angst, sich noch mehr dem Spott der Polizisten auszusetzen.

Herrchen mußte dann noch Cecils Impfpass heraus holen, um zu beweisen, daß die vorgeschriebenen Tollwutschutzimpfungen durchgeführt waren. Der von ihm angegriffene Gauner hatte einige tiefe Kratzer im linken Schienbein und zwei Löcher im Fuß, die ihm Cecil zufügte, als er ihm half, den Schuh auszuziehen.


Jedes Mal, wenn Herrchen und Frauchen nun das Haus alleine lassen und Cecil die Bewachung übernimmt, wird er eindringlich von Herrchen ermahnt, nicht in fremder Leute Füße zu beißen. Cecil blickt ihn dann mit seinen großen dunkelbraunen Augen an, bei denen man das Weiße sehen kann und denkt sich seinen Teil..

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