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Die Bitte des Kettenhundes an Gott

Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund,
steh' nun vor Dir, mein Hals ist wund.
Fast eingewachsen ist der Ring,
mit dem ich an der Kette hing.
Hab' Ohrenschmerzen,
bin fast blind
von Regen, Schnee und kaltem Wind,
von Rheuma steif sind meine Knochen,
bin fast auf meinem Bauch gekrochen
aus Angst vor meinem strengen Herrn;
denn mich zu streicheln, lag ihm fern,
hätt' gern gegeben alle Liebe,
erhalten hab' ich oft nur Hiebe,
nur so - weil grad im Weg ich stand,
und hätt' so gern geleckt die Hand
für nur ein wenig Zärtlichkeit,
ein wenig Lob, wär' gern bereit
mein armes Leben hinzugeben
könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben
und lesen dann in seinem Blick
ein wenig Liebe - doch dies Glück
beschieden hier war es mir nie,
war immer nur ein armes "Vieh".
Bin noch nicht alt nach Menschenjahren
und hab schon so viel Leid erfahren!
Doch steht einmal mein Herr vor Dir,
dann bitt' ich Dich - versprich es mir! -
ich fleh' darum nicht ohne Grund,
schick ihn zurück als Kettenhund !


Dein Hund wartet

Mensch, hier sitzt dein Hund und wartet,
zu ängstlich und zu hoffnungsvoll, einfach zu gehn,
seit Tagen sitzt er einfach nur an der Straße,
er wartet auf dich und kann nicht verstehn
-
wieso du ihn einfach verlassen hast.
Er dachte, hier hältst du nur an auf ein Spiel ,
das war vor Tagen, und dann gingst du fort.
Voll Vertrauen, ganz sicher, daß du zurückkommst,
leidet er seither an diesem einsamen Ort
-
an dem du ihn einfach warten läßt.
Und so legt er sich nieder und schließt seine Augen,
als er schwach wird vor Hunger, die Kehle wund.
Dir, Mensch, hätt' ich gewünscht, zu erleben,
wie er schließlich starb, dein wartender Hund
-
den du einfach vergessen hast.


Du sagst, du liebst mich

War das Liebe?
War das Pflicht?
Oder bringe ich Dich jetzt aus dem Gleichgewicht?

Du bist noch da, aber ich bin jetzt frei
und meine Zeit der Gitterstäbe ist nun vorbei.

Gewartet auf Dich, mein Freund, jahrelang,
so wurde ich alt, schwach und sehr krank.

Am Anfang war Deine Hand für mich noch da,
doch Jahr für Jahr wurde sie für mich schon fast unsichtbar.

Ich habe jahrelang auf Dich gewartet, gebangt und geträumt,
noch bis zum Schluss hab ich gehofft, Du wirst mein Freund.
Ich hatte Dir Chancen lang eingeräumt,
aber leider hab ich nur von all dem geträumt.

Unterdessen waren meine Freunde
Hunger, Durst und Einsamkeit
allgegenwärtig, zu jeder Zeit.

Wir waren wirklich nicht innig vereint,
deswegen weiss ich, daß Deine Seele um mich nicht weint.

Ich war nur für Dich eine tragbare Last,
die Du zum Glück jetzt nicht mehr hast.

Aber hast du schon mal ehrlich nachgedacht?
Nicht nur Du hast ein Leben, auch ich hab eins gehabt.

Du sagst, Du Liebst mich!
Mein Freund, das Wort
"Liebe"
war das nicht anders gemeint?
Ich weiss das Dein Herz um meinen Tod nicht weint.
Trotz allem bin ich nicht gern von Dir gegangen,
Ich Liebe Dich
und würde gern noch mal mit Dir neu anfangen.
In Ewigkeit, dein Hund.

Gewidmet allen Zwingerhunden, die den ganzen Tag mit Warten verbringen müssen, bis der sie endlich Tod erlöst.


Ein verlorenes Leben

Zum Leben wurde ich einst geboren,
dem Tode bin ich nun erkoren.
Sitz hier allein, mein Leben lang,
nur Langeweile, tagelang.
Der Zwinger ist sehr klein und eng,
lang nicht geputzt, es riecht sehr streng.
Bin alt, mein Fell ist nicht mehr weich und schön,
lästig bin ich, muß nun gehen.
Sie haben mich hierher gebracht
dereinst, im Schutze einer Nacht.
"Tierheim" stand dort an der Tür,
Für jedes unerwünschte Tier?
Ich sehn' mich sehr nach einer Hand
doch niemand hier Erbarmen fand
mit einer Kreatur wie mir.
Der Tierarzt kommt, so sagen sie,
"erlöst" dann dieses Hundevieh.
Ich fürchte mich vor der ewigen Nacht
hätt' manchem Freude gern gebracht.
So sterb ich nun,
das Gift wirkt schnell
und hoffe: es wird wieder hell
dereinst in einer bessren Welt




Gedanken eines Hundes

Ich bin den weiten Weg gegangen, nun bin ich am Endort angelangt.
Es riecht nach Kot, Urin und Blut.
Ich bin krank, doch keinen kümmert's, ich bin durstig und hungrig, doch keinen kümmert's, ich finde keine Ruhe, weil auch meine Brüder und Schwestern vor Angst, Hunger und Durst heulen, doch keinen kümmert's.
Wir haben alle den Endort erreicht, und täglich werden es mehr. In ein paar Tagen werden sie kommen, dann finde ich meinen Frieden - diese Hoffnung verdrängt langsam meine Angst.
In diesem unseren Lande werden die Lebenden die Toten noch beneiden!
Ein guter und immer treusorgender Mensch hat mein Leben zerstört, er hat meine unendliche Ergebenheit und Liebe verraten. Er hat mich weggegeben, weil er wohl verzweifelt war.


Geh endlich weiter, fremder Mann

Schweigend steh ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht!
Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!
Doch wenn er käm´, holt´ mich nach Haus,
wie anders säh´ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär´ wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?
Geh´ endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für deinen Bruder - selbst mein Leben!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht.
Geh weiter - oder wag´ den Schritt,
hab´ Erbarmen - nimm mich mit!"


Brief eines Hundewelpen

An Herrchen und Frauchen !
Heute bin ich gestorben.
Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war überfüllt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack.
Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau,
die mich über die Brücke zum Regenbogen geschickt hat, abgenommen.
Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt,
wird ein anderer Welpe bekommen.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre,
wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte ?
Ich wußte nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden.
Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen, Hundespielzeug zu kaufen.
Meine Nase in das, was ich gemacht hatte, zu tunken,
machte mir nur ein schlechtes Gewissen, daß ich mich überhaupt lösen mußte.
Es gibt Bücher und Ausbilder, die euch erklärt hätten, wie ihr mir beibringt, zur Tür zu gehen.
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ich kein Flöhe in euer Heim gebracht hätte?
Ohne Anti-Floh-Behandlung konnte ich sie nicht loswerden,
auch wenn ihr mich für Tage im Hof gelassen habt.
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich nicht gebellt hätte?
Ich habe nur gesagt: "Ich habe Angst, ich bin einsam, ich bin hier, ich bin hier!
Ich möchte euer bester Freund sein"
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ihr euch die Zeit genommen hättet,
euch um mich zu kümmern und wenn Ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen?
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich euch glücklich gemacht hätte?
Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?
Nach der ersten Woche habt Ihr keine Zeit mehr für mich gefunden,
aber ich habe all die Zeit damit verbracht, auf eure Liebe zu warten.
Heute bin ich gestorben.


Klage eines verlassenen Hundes

Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein,
dass man mich plötzllich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein
Sie schienen doch so froh als ich eintraf als Hundekind
So vieles hatt' man mit mir vor, denn ich wuchs geschwind
Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiler sein
das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein
Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag
und spielen und spazierengehn, wenn ich nur bleiben mag.
Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe...
Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe.
Die Kinder gehn nicht mehr mit mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht"
Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht.
Denn alles, was ich hab, ist Treue - Ach, wüsst' ich doch, wofür?
Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...


Liebes Herrchen

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!!! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen, und Du hast am Straßenrand angehalten, die Tür ging auf, und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in allen Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens! Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einen Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen! Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hat. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen
Geliebtes Herrchen, ich will, daß Du weißt, daß ich mich trotz meines Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn

ICH HATTE DICH LIEB!!!




Mensch, mein Freund

Dein Hunger
schnürt mir die Kehle zu.

Deine schwere Kette
beugt auch meinen Nacken nieder.

Die Kugel in Deinem Kopf
zerreißt mein ganzes Denken.

Das Gift in Deinem Körper
lässt auch mein Blut erstarren.

Deine gebrochene Pfote
bricht mir das Herz.

Dein erlöschender Blick
durchdringt die verlogene Blindheit.

Dein letzter Seufzer: Aufschrei mit tausendfachem Echo – MITLEID...
„Mensch, mein Freund“ – Dein letzter Hauch.


"Nur ein..."

Nur ein", das ist ein traurig' Wort,
voll Hochmut und voll Eitelkeit,
"nur ein", das scheucht die Liebe fort,
"nur ein", wie ist die Demut weit....
Ach, "nur ein" Käfer, und es tritt
dein Fuß das kleine Leben tot,
war "nur ein" Spinnlein, das da litt,
und "nur" des kleinen Spatzen Not.
Ach, "nur ein" Mäuslein, "nur ein" Tier
mit "nur ein" ist es abgetan,
wie geht es aber Seele, dir,
trittst du den Himmelsweg einst an?
Wie wäre es, spräch' einst im Tod
der Herr ob Leben, Sonn' und Wind,
spräch' er zu dir, der große Gott:
"Es ist ja ,nur ein' Menschenkind?"




Ode an einen Schweinehund

Taschen und Koffer sind schon gepackt, alle Mann ins Auto - zack, zack, zack!
Herrchen nimmt die Leine, sein Blick fällt auf mich- hurra! Ich darf mit, wie glücklich bin ich!
Nach kurzer Fahrt macht das Auto halt, Herrchen geht mit mir in den Wald.
Ah - Stöckchen werfen - das kenne ich schon, ab geht die Post, ich rase davon.
Der Stock fliegt hoch, der Stock fliegt weit - ich renne eine Ewigkeit!
Jetzt hab` ich ihn und packe das Stück! Im Schweinsgalopp geht`s dann zurück.
Den Stock im Maul, ich freu mich gar sehr! Am Platz angekommen, doch der ist leer -
ich bin sehr verwundert, versteh` gar nichts mehr.
Herrchen, wo bist Du? - Humor hab' ich viel, vielleicht ist das ein neues Spiel?
Mit der Nase am Boden lauf ich auf und ab, manchmal ganz langsam, manchmal im Trab.
Verzweifelt versuche ich Dich zu finden! Ich spüre, wie meine Kräfte schwinden.
Ich habe Hunger und will nur noch heim! Herrchen, warum läßt Du mich allein?!
Erschöpft und müde leg` ich mich hin - da packt mich die Hand, ich konnte nicht flieh'n.
Sie steckt mich in einen Käfig `rein... Ah - gleich kommt Herrchen und holt mich heim.
Schlafen, schlafen... ich seh` Dich im Traum verschwommen, aber Du bist nicht gekommen!
Dann bringt man mich in einen Raum! Hilfe! Wo bin ich - aus ist der Traum!
Ich sehe mich um - öd`, kalt und leer und das Gefühl: “mir hilft keiner mehr”!
In meiner Nase ein übler Geruch! Er fällt über mich her wie ein Leichentuch,
dieser Geruch - irgendwie marod' - ìch glaube, so riecht der Tod!
Ein letzter Gedanke geht mir im Kopf herum:
Herrchen, mein Herrchen: warum, warum?
Ich wollte Dein Freund sein, der Beste, den's gibt!
Herrchen, ich habe Dich immer geliebt!!!!


So allein

Ich wünsch', jemand erklärte mir, was kann es denn wohl sein
dass man mich plötzllich ausgesetzt mit Hunger, Durst und Pein
Sie schienen doch so froh, als ich eintraf als Hundekind,
So vieles hatt' man mit mir vor, dieweil ich wuchs geschwind
Das Herrchen sagte, ich soll Freund ihm und Begleiler sein
das Frauchen sagte, sie sei nun nicht mehr voll Furcht allein
Die Kinder wollten füttern mich und bürsten jeden Tag
und spielen und spazierengehn, wenn ich nur bleiben mag.
Doch jetzt - der Herr hat keine Zeit und Frauchen sagt, ich schuppe...
Sie duldet mich nicht mehr im Haus, nicht mal zur Mittagssuppe.
Die Kinder gehn nicht mehr mir, sie sagen stets: "Jetzt nicht"
Ich würd' sie ja so gerne bitten - wie? - das weiß ich nicht.
Denn alles, was ich hab, ist Treue - ach, wüsst' ich doch, wofür?
Warum sie, die mich erst geliebt, jetzt jagen vor die Tür ...


Tierheim

Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
er weint so bitter....
habt ihr mich denn ganz vergessen,
ihr Menschen, die mich einst besessen?
Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen,
ihr habt mich hier... allein gelassen?
Draußen kommt die finstre Nacht,
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen,
nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen Stehen,
von dem Warten, von dem Sehen
und vom Weinen, von dem Jammern,
such' ich in der kalten Kammer
einen Platz, um auszuruh'n.
Um mich her sind and're Hunde,
jeder ist für sich allein.
Ängstlich heulen sie an Wände,
gegen harten, kalten Stein.
Blanker Stein, auf dem ich liege,
feucht von meinem Seelenschmerz
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...
Lange konnte ich nicht glauben,
daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt und hab gegrollt.
Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt.
Wochen...sind daraus geworden...!
von Euch - keiner zurückgekehrt!
Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm,
sonst hättet ihr das nicht getan!
Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele, Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber,
aber keiner holt mich ab.
Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt -
geh'n sie heim und ich bleib hier!
Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu
wer mich anschaut...?
kommt nicht wieder,
egal, ob ich noch wedeln tu'...
Lange Zeit ist schon vergangen...
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwann hab ich vergessen
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!
Gewidmet allen Hunden und Katzen, die jemals ein Tierheim von innen sahen


Tierlos

Hilflos
stehe ich ich vor ihnen
in all den vielen Zwingern.
Durch die Gitterstäbe
schaue ich sie an.

Hoffnungslos
Hunde, gestrandet im Tierheim.
Abfall menschlichen Konsums.
Als Welpen (vielleicht) geliebt
und umsorgt, doch später oftmals.....

Wertlos
Würdelos in Zwingern oder an Ketten verwahrt
Gedankenlos allein gelassen.
Lieblos ihrer Krankheit überlassen.
Interesselos vernachlässigt.
Verantwortungslos abgegeben, ausgesetzt

Pausenlos
nach Liebe bettelnd
und gleichzeitig Angst vor der Hand, die sie streicheln will.
Vielfach die Bewegungen antriebslos
der Blick mutlos, die Augen leblos.
Was ist nur mit den Menschen los?


Verlassen

Mein Aug ist trüb, mein Herz ist schwer
und ich vermiß mein Frauchen sehr.
Noch gestern ging sie mit mir aus,
dann aber ganz allein nach Haus.
Ich wollt ja nach ihr rennen,
nur hab ich es nicht können!
Da ist der Gurt an meinem Bein,
soll das ein neues Spielchen sein?
Am Baum hat sie mich festgemacht
- was hat sie sich dabei gedacht?
Weiß sie nicht, wie ich leide?
Wir sind doch Freunde, wir beide!
Wie froh sind wir umhergetollt,
und ich hab sie zurückgeholt,
die Stöckchen, sicher, leicht und schnell,
sie kraulte lobend mir das Fell.
Mein Bellen und ihr Lachen
Das konnte glücklich machen!
Und wenn sie einmal traurig war,
ich strich ihr tröstend über´s Haar
und hatte stets ein off´nes Ohr,
wärmte ihre Seele, wenn sie fror.
Meint ihr, ich habe keine,
weil ich nicht lache oder weine?
Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell,
ach hört denn niemand mein Gebell?
Und auch mein Magen knurrt so sehr,
wenn bloß der dumme Gurt nicht wär.
Ich spür, wie mir die Kraft entschwindet,
ich sterbe, wenn mich keiner findet!
O Frauchen, bitte sag mir an,
was hab ich Böses Dir getan
dass du mir auferlegst dies Joch
Ich aber lieb dich immer noch,
auch wenn ich mich zu Tode quäle,
mit meiner ganzen Hundeseele!




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