Emmi ist sehr krank
Emmi ist Zuckerkrank
Zimttabletten
Aloe Vera
Blinde Hunde
Emmi`s Lebensreise wurde abrupt beendet

Emmi kann nicht mehr gut sehen

Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen das Emmi sehr schlecht sehen kann und erst reagierte, wenn ich gerufen hatte. Wenn ich ein Stück vorging, hat sie mich nicht mehr erkannt.
Heute mußte ich zum Arzt um wieder Blut abnehmen zulassen und erzählte meine Beobachtung, der Arzt untersuchte sofort und hat auch gleich festgestellt, dass Emmi bereits Zuckerkristalle hat und irgendwann dann mal erblinden wird. Aber das werde ich mit Emmi durchziehen, denn mit einen blinden Hund habe ich schon Erfahrung. Hunde können erstaunlich gut damit umgehen, man muss nur alles so stehen lassen, sonst ecken sie alles an.

Das heutige Blutergebnis: Ist besser geworden, ich hoffe es wird noch besser!


Herzlich willkommen

Seit dem 16.10.2003 haben wir ein neues Rudelmitglied.

Meine andere Hündin
Manchmal such' ich nach Spuren
von meiner Hündin,
den du nie kennenlerntest.
In deinem Blick such' ich nach der Freundin,
die mich ihr Leben lang liebte
und jedes Wort verstand.
Dir gegenüber ist das nicht fair;
denn du bist kein Ersatz für ihr,
du bist es, du selbst!
Du machtest es mir leichter, daß ich sie verlor,
vertriebst den Schmerz und
brachtest mir mein Lachen zurück!
Ja, meine kleine Hündin,
es ist dein Blick, der die Erinnerung an ihr
in mein Herz zurückruft,
doch deshalb wirst du nicht weniger geliebt -
du bist wie sie und doch so anders,
und deshalb mir vielfach wert!

Herzlich Willkommen Emmi

Neugierde siegt

Nein, meinen Engel Tina habe ich noch nicht vergessen, dass werde ich auch nicht, ich habe selbst heute, ihren 5 Wochen Todestag noch schmerzlich geweint. Denn mir ist klar, sowas wie sie bekomme ich nie wieder. Ich habe meinen Engel versprochen, eine arme Seele zu helfen, die meine Hilfe am nötigsten braucht und Emmi braucht meine Hilfe.
Emmi haben wir aus dem Tierheim Dülmen-Lette geholt, wo sie ein 1/2 Jahr verbracht hatte. Emmi, wurde nach Angaben des Tierheim`s ca. am 1.06.1999 geboren, wo sie ihre ersten 3 1/2 Jahre als Kettenhund eines Bauern ihr Leben fristen mußte.


15 Monate ward ihr beide zusammen glücklich.

Ein guter Freund

Ein guter Freund
Treue Augen schaun dich an
hätten gerne ein Zuhause
und sind interessiert daran
an großer Liebe ohne Pause.

G
ehst du ins Tierheim wirst du sehen
du findest einen Freund ganz leicht
wird immer auf der Matte stehen
dir Liebe geben unerreicht.

Emmi und Winnie Pooh

Engel-Hunde

Engel-Hunde, so nennt mein neues Frauchen ihre verstorbenen Lieblinge. Manchmal abends, wenn alles ganz still ist, erzählt sie mir leise vom Regenbogenland, dort gibt es ganz grüne Wiesen zum Umhertollen, grosse Seen mit ganz klarem Wasser zum Schwimmen, superleckere tolle Hunde-Kekse in lustigen Formen, die man in unbegrenzter Menge essen darf, ganz viele Spielgefährten, von denen keiner stänkert, es gibt im Regenbogenland keine Krankheiten, keine Schmerzen und abends hat jedes Tier seine eigene Wolke als Körbchen.
Eine Wolke für sich alleine, das muss doch toll sein, nicht?! In der Wolke träumt Hund dann von seiner Familie und wacht über sie. Hunde, die auf der Erde kein schönes Zuhause hatten, können sich von dort eine neue Familie aussuchen, über die sie wachen wollen. Schlechte Träume gibt es im Regenbogenland nicht, nur schöne, voller Erinnerung, voller Hoffnung und Zuversicht!
Mein persönlicher (Schutz-)Engel-Hund dort oben ist Tina... Frauchen sagt immer, Tina hat mich direkt in ihr Herz geführt, weil sie nicht wollte, dass meine Leute ohne Hund sind. Ich finde, es ist eine tröstliche Vorstellung, dass es eine Verbindung zwischen der Erde und dem Regenbogenland gibt, was meint Ihr?
Frauchen hat ja nun auch schon vier Mal mit erleben müssen, wie es ist, einen vierbeinigen Freund zu verlieren und ihr tröstet die Vorstellung, dass es ihnen dort oben gut geht und sie dann im Regenbogenland irgendwann einmal wiedersehe, aber natürlich erst in ca. 80.000 Jahren.
Dann möchte ich auch gerne ein Engel-Hund werden, nein, noch besser die erste Engel-Hund-Prinzessin dort oben....und dann suche ich auch ganz bestimmt auch ein Hund aus, die ich zu meinen (Adoptiv)-Eltern 'bringe'.
Die sind nämlich Gott sei Dank wahre Fans von Hunden, insbesondere nehmen sie sich gequälten Hunden an und auch wenn sie nach jedem Abschied sagen 'Nie wieder', sorgen unsere Engel-Hunde aus dem Regenbogenland doch immer wieder dafür, dass das freie Plätzchen bei uns wieder ganz schnell neu vergeben wird.
Schließlich ist es das einzige, dass wir zu vererben haben***wau***wuff!!! Es macht doch keinen Sinn, vor lauter Kummer und Schmerz über den verstorbenen Engel, sein Herz vor einem neuen Freund, der so sehnsüchtig auf ein neues Zuhause wartet, zu verschließen. Es gibt so viele Tiere, die im Tierheim ganz verzweifelt auf eine Familie warten, genau wie ich, und für Tina haben sie alles getan, operieren lassen, gepflegt und, und, und...und ich weiss, mein Frauchen hat Tina kein bisschen vergessen, im Gegenteil, erinnere ich sie doch immer an sie, auch wenn ich ja nun mal ganz anders aussehe und ganz anders bin...
Darum hat es mich auch ganz besonders gefreut,dass mein Frauchen mich ausgesucht hat und ihr Herz mir geöffnet hat, und ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass ich so eine tolle Familie bekommen habe und obendrein die Tina als ihren persönlichen Engel-(Schutz-)Hund haben kann.
Also neues Rudelmitglied Emmi, benimm' Dich, sonst wird Dir Tina in Deinen Träumen gehörig den Marsch blasen.
Ich spreche aus Erfahrung, denn Tina hat mir schon im Schlaf erzählt, wie ich meine Familie am besten um die Pfote wickeln kann; sie hat mir auch die schönsten Plätze in der Wohnung gezeigt, sozusagen ein kleines Engels-Hund-Coaching. Hat mir schon geholfen, mich in meinem neuen Zuhause zurecht zu finden!
Ich möchte allen Menschen, die in der letzten Zeit ihre geliebte Fellnase verloren haben, ein ganz dickes feuchtes Sabber-Trostküßchen senden...vielleicht stellt Ihr Euch das Regenbogenland auch so plastisch vor wie wir das tun, und es tröstet Euch ein bisschen (Frauchen jedenfall).



Emmi erobert Frauchen

Der zweite Tag mit Frauchen

Emmi erobert Frauchen



Coesfeld



Die Bitte eines Kettenhundes an Gott

Emmi wurde vom Tierschutzverein Coesfeld von diesen, nicht einsehenden Bauern, befreit denn Emmi war unterernährt, verlaust und sonst auch in keinen guten Zustand.

Hier meine Antwort an alle verantwortungslosen Bauern mit der Bitte, dieses an den gewissenlosen und gefühlsosen Bauern weiterzuleiten:

Die Bitte eines Kettenhundes an Gott

Herr, ich bin nur ein armer Kettenhund,
steh' nun vor Dir, mein Hals ist wund.
Fast eingewachsen ist der Ring,
mit dem ich an der Kette hing.

Hab' Ohrenschmerzen,
bin fast blind
von Regen, Schnee und kaltem Wind,

von Rheuma steif sind meine Knochen,
bin fast auf meinem Bauch gekrochen
aus Angst vor meinem strengen Herrn;
denn mich zu streicheln, lag ihm fern,

hätt' gern gegeben alle Liebe,
erhalten hab' ich oft nur Hiebe,
nur so - weil grad im Weg ich stand,
und hätt' so gern geleckt die Hand

für nur ein wenig Zärtlichkeit,
ein wenig Lob, wär' gern bereit
mein armes Leben hinzugeben
könnt' ich mein Aug' zu ihm erheben

und lesen dann in seinem Blick
ein wenig Liebe - doch dies Glück
beschieden hier war es mir nie,
war immer nur ein armes "Vieh".

Bin noch nicht alt nach Menschenjahren
und hab schon so viel Leid erfahren!
Doch steht einmal mein "alter" Herr vor Dir,
dann bitt' ich Dich - versprich es mir! -
ich fleh' darum nicht ohne Grund,
schick ihn zurück als Kettenhund !

Mit keinen freundlichen Gruß an meinen Vorbesitzer, diesen Krippel (Schlechter Mensch) Bei meinen jetziges Frauchen bin ich gleichberechtigter Partner. Mir geht es jetzt gut.

Deine ehemalige Kettenhündin Emmi

Dies gilt für alle Bauern, die Tiere behandeln, als hätten sie keine Seele, ganz zu schweigen von Gefühle.


Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.



Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.



Emmi, bei der täglichen Arbeit

Emmi geht heute gerne zur Schule



Die Erziehung beginnt

Der Tierschutzverein Coesfeld übergab Emmi in das Tierheim Dülmen-Lette, wo sie wieder aufgepeppelt wurde, aber trotzdem ein halbes Jahr verbringen mußte. Ich hatte meine Tina versprochen, jemand zu holen, der wirklich meine Hilfe brauchte, keinen Welpen.


Emmi ist eine stolze Hündin, aber leider mit sehr wenig Selbstbewusstsein. Ich hoffe, dass Emmi eines Tages, so wie unsere Tina, selbstbewusst sein wird, denn ich will sie nicht besitzen, sondern sie soll als gleichberechtigtes Rudelmitglied hier wohnen.




Emmi und Snoopy

Das Bett kann auch schön sein!

Der Versuch war nicht strafbar



Emmi ist eine begeisterte Spaziergängerin

Emmi hat natürlich, nach 3 1/2 Jahren Kettenhund und ein halbes Jahr Tierheim, keine Erziehung genossen, sie ist nicht stubenrein, aber sie ist eine liebe Hündin, die sehr schnell lernt.
Zuerst mußte ich ihr beibringen, dass man nicht über Tisch und Stühle geht, um etwas zu Essen zu bekommen.
Jetzt sitzt sie neben dem Tisch und wartet ob sie was bekommt und den Snoopy wird nur hin und wieder was weggenommen. Der Napf wird schon längst nicht mehr mit einen Bissen leer gemacht, es bleibt sogar noch was übrig, denn sie hat sehr schnell gelernt, dass in Napf kann man immer noch essen, viel wichtiger ist, was tagsüber abfällt.
Emmi ist sehr gerne bei meiner Enkelin Jamie-Lee, denn die hat immer gute Sachen zu essen und ab und zu gibt sie den Hunden das und fragt Oma nach was neues. Den Hunden ist es lieb.

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.



Kann ich Emmi`s Charakter gerecht werden?

Die zweite Maßreglung ist, aber die wird wohl länger dauern, ist, Emmi stubenrein zu bekommen. Ich gehe alle zwei Stunden mit Emmi raus (neben ihren normalen Auslauf) und lobe sie, wenn sie ihr Geschäft gemacht hat. Macht sie in der Wohnung kommt die Zeitung im Spiel, davor hat Emmi respekt. Hin und wieder zeigt mir Emmi dann, dass sie raus will.
Das etwas größere Paket ist, die Erziehung von Emmi, denn
sie ist wie ein Welpe was alles noch erlernen muß.
Aus diesem Grund gehe ich ab morgen mit Emmi in der Hundeschule (VTZ-Greven). Hier werden wir beide lernen uns gegenseitig zu verstehen. Emmi wird lernen meine Komandos zu verstehen und ich hoffe sie wird eines Tages auch ohne Leine, wie Tina, mit mir spazieren gehen und so gehorchen, wenn ich rufe.
Ich werde lerne, ihre Körpersprache zu verstehen, denn Hunde lügen nicht.
Aber mit eins bin ich sicher, Emmi wird mal ein guter Vorzeigehund werden, die auch ihre Empfindungen einbeziehen darf und auch zeigen darf, wie wir Menschen es auch tun.


Emmi und Snoopy

Emmi fühlt sich noch fremd bei uns



Nach soviel Arbeit muss auch Pause sein



Das Tagebuch

Tagebuch von Emmi:
21.10.2003: Heute hat sich Emmi das erstemal bemerkbar gemacht, dass sie Gassi will.
Inzwischen spielt sie auch mit Plüschtieren und Emmi spielt zum erstenmal mit ihr Essen. Ein Zeichen das sie nun genug bekommt und ihr Napf bleibt auch unberührt stehen, denn heute morgen gab es Quark mit Sahne zu essen. Nur noch Knochen werden verteidigt. Aber das bekommen wir auch noch hin.

Heute (21.10.2003) habe ich mit meinen Frauchen die ersten Übungen in der Hundeschule als i-Männchen absolviert. Mein Lehrer fand, dass ich sehr schnell lerne.

Liebes Tierheim Dülmen-Lette
Mehr Info über mich, in Kürze auf dieser Seite, ich habe das richtige Frauchen gefunden.

Liebe Grüße an alle meine Leute, die es mit mir gut meinten (Tierheim-Team). Vielen Dank, dass ihr mich gerettet habt und in meinen schwersten Stunden für mich da ward.

Viele liebe Wauwau aus Saerbeck

Ich hoffe das alle meine tierischen Freunde sehr schnell in guten Händen kommen, so wie ich.


Euere Emmi


www.tierschutzverein-duelmen.de

Heute haben wir den 25.02.04

Emmi hat schon viel gelernt, der Hundeschullehrer ist richtig stolz auf meine Emmi, wie schnell sie lernt.
In der Hundeschule hat sie schon soziales Verhalten gelernt und spielt wie verrückt mit den anderen Hunden, nur wenn ich mit ihr spazieren gehe, meint sie noch andere Hunde anmachen zu können, aber das bekommen wir auch noch hin.
Emmi geht sehr gerne jetzt in die Schule, am Anfang mußte ich sie auf das Gelände schieben, nun kommt sie gar nicht schnell genug darauf.
Wand, Brücke, Laufsteg, Reifen und Wippe davor hat Emmi keine Angst mehr. Jetzt muß man sich auf Gehorsam konzentrieren, denn vertrauen hat Emmi aufgebaut nur mit den den Gehorsam hat sie große Bohnen in den Ohren. Aber sie hört natürlich, wenn sie wegläuft auf das Kommando: Komm her, Sitz, Platz Fuß. Ist doch schon ein Erfolg, aber manchmal schaltet Emmi auf Durchzug! Werden wir auch noch machen. Bis dann mal, wenn es wieder gutes zu berichten gibt und ich der Hundeschule VTZ-Greven dankbar bin, dass sie aus einen Kettenhund, eine schmusebedürtfigen Familienhündin gemacht haben. Ach ja, fast vergessen, unsere Emmi ist echt Kinderlieb, vor allen wenn Jamie-Lee was leckeres hat. Aber Emmi weiß auch, dass sie in ihre Ecke Ruhe hat und unser kleiner Wirbelwind Jamie Lee sie dort nicht belässtigt. Frauchen und Oma hat sich bei beiden durchgesetzt.



Sennenhunde

Ob Berner, Großer Schweizer, Entlebucher oder Appenzeller, jedes des "Schweizer - Alpen Quartett" hat einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Eins jedoch gilt für alle vier: Ihr friedfertiges, freundliches Wesen macht sie zu idealen Familienhunden. Stubenhocker sind Sennenhunde allerdings nicht. Sie suchen beständig nach einer Aufgabe, wollen beschäftigt und gefordert sein.
Ich werde nur den Appenzeller vorstellen, alle vier Schweizer Sennenhund-Rassen, den Entlebucher als kleinsten Familienmitglied, den eindrucksvollen Großen Schweizer, den gutmutigen Berner vorzustellen würde auch den Rahmen sprengen, es gibt gute Fachliteratur über diese Sennenhunde. Ich habe durch Zufall einen Appenzellermiß bekommen, der aber alle Eigenschaften dieses Hundes hat. Ich gebe Info über Aussehen, größe und Gewicht, Fell und Farbe, Wesen, Haltung, Pflege und rassetypische Eigenheiten.



Die Geschichte der Schweizer Sennenhunde

Den Schweizer Sennenhunde auf der Spur

Um den vier Schweizer Sennenhundrassen Berner, Appenzeller, Entlebucher und Großer Schweizer auf die Spur zu kommen, müssen wir die Uhr fast hundert Jahre zurückdrehen und auch in den entlegenen Alpentälern der Schweiz auf die Suche gehen. So wie der Geologe Albert Heim.
Man kann den Züricher Professor mit Fug und Recht als Vater der Sennenhunde bezeichnen. Ohne ihn würde es heute möglicherweise keine Reinzucht der vier anerkannten Rassen geben.
Der große Verdienst des Professors ist es, daß er in den "bunten Hunden" der Alpenbauern, hirten und Metzger das wertvolle Erbgut alter, wesensfester und arbeitswilliger Hundeschläge entdeckte und dank des hohen Ansehens, dass er als Wissentschaftler genoß, seine Überzeugungen und Rassevorstellungen auch durchzusetzen vermochte.

Bis zur Jahrhundertwende ist selbst in der Schweiz von einer gezielten Zucht mit Schweizer Sennenhunden nicht die Rede. Wenig verwunderlich, denn nur die Begüterten konnten sich Hunde zum Vergnügen anschaffen und waren bereit und in der Lage, sich zum Beispiel einen ausgebildeten Jagdhund etwas kosten zu lassen. Bauern, Handwerker und Händler hielten zwar seit altersher Hunde. Die gehörten aber einfach zum Inventar von Haus und Hof und machten sich als Wach-, Hüte- und Zughunde nützlich. Niemand wäre jedoch auf die Idee gekommen, für ein solches Tier auch nur einen Rappen zu bezahlen. Gleichwohl wußte man um die Vorzüge bestimmter Wesens- und Körperbaumerkmale, achtete bei Verpaarungen auf wünschenswerte Erbanlagen der Elterntiere und kümmerte sich - zwangsläufig ohne die tierpsychologisches Erkenntnisse von heute - um sinnvolle Erziehung und Ausbildung der Hunde. Das Maß aller Dinge waren Eignung und Verwendbarkeit fürs Treiben der Kühe, als zuverlässiger Wächter des Anwesens oder als bärenstarker Zughund vor das Lastenwägelchen gespannt. Unnütze Fresser duldete niemand.

Vom Bauernhund zumModehund
Heim, Schertenleih, Silber, Strebel heißen die Männer der frühen Stunde. Sie forschten unermüdlich über viele Jahre in allen Kantonene der Schweiz nach geeigneten Zuchthunden, die ihren Vorstellungen von den neuen Rassen entsprachen, steckten die Zuchtziele ab und organisierten erste Sennenhund-Ausstellungen.
Fairerweise muß man in diesem Zusammenhang auch den Metzgermeister Heinrich Schumacher aus Bern nennen. Er ist der Begründer der modernenBernhardinerzucht. Zwar zählt der Bernhardiner nicht zu den aktuellen Sennenhund-Rassen, seine nahe Verwandtschaft zum großen Schweizer bleibt jedoch unbestritten.
Heute gibt es weltweit über 400 Hunderassen. Zu den schönsten zählen unter Hundeliebhabern unbestritten die Sennenhunde. (Für mich gibt es noch Münsterländer und Border Collie).
Allen vier Sennenhund-Rassen voran der Berner. Die Aura des stattlich Hundes mit den lebhaften dunkelbraunen Augen, dem glänzend-schwarzen Rückenfell, dem leuchteten Rotbraun und der breiten, blütenweißen Brust schmückt natürlich auch seinen Besitzer. Deshalb avancierte besonders der Berner zum Modehund. Leider muß der Sennenhund nicht selten als dekorative Bereicherung mancher Villen und Landhäuser herhalten. Nichts Widersinnigeres kann man ihm antun. Denn unter seinem extravaganten Aüßeren verbirgt sich von Herkunft und Wesen ein wahrer "Workaholic" ein Hund, der nichts mehr liebt, als durch Arbeit und Aufgabe gefordert zu werden.
Seine alpenländische Verwandtschaft, Großer Schweizer, Appenzeller und Entlebucher, sieht`s keinen deut anders. Alle vier Sennenhundrassen sind nicht zu Stubenhockern und Sofakissen geboren. Sie suchen beständig nach Beschäftigung und Herausforderung. Das sollte jeder, der mit einem Schweizer Sennehund liebäugelt, vorab verinnerlicht haben. Wer dieses Haltungskriterium vernachlässigt, zieht sich nur zu schnell einen unausgeglichenen Querulanten und notorischen Tunichtgut heran.
Nicht vergessen, Sennenhunde brauchen Arbeit.

Die Sennenhunde im Vergleich
Eines ist völlig klar: Das Alpen-Quartett mag von Herkunft und äußerem Erscheinungsbild eine Menge gemeinsam haben, dank überlegter und behutsamer Zuchht hat such jeder der vier heute jedoch zu einer eigenen, absolut unverwechselbaren Persönlichkeit entwickelt. Für alle neue Sennenhund-Freunde die Chance, sich unter den vier Rassen für den ganz persönlichen Begleiter zu entscheiden.

Der große Schweizer verdankt sein Rassendasein allein dem kundigen Auge Professor Heims, dem als Richter auf einer Ausstellung mit Bernern ein wunderschönes und stattliches, aber kurzhaariges Exemplar präsentiert wurde. Im Kreis der langhaarigen Berner Sennenhunde hatte der imposante Kern nichts verloren. Das sah Albert Heim sofort. Er erinnert siche sich aber auch an die kräftigen Metzgerhunde, die er nich vor wenigen Jahren an verschiedene Orten in der Schweiz beobachtet hatte und taufte den außergewöhnlichen Ausstellungshund schlicht "Großer Schweizer". Man schrieb das Jahr 1908. Es sit das Geburtsjahr des großen Schweizer Sennenhundes. Von Charakter und Aussehen ist die gemeinsame Vergangenheit von Großem Schweizer und Berhardiner absolut unverkennbar, vor allem, wenn man auf alten Fotos oder Zeichnungen die ursprünglicheren St. Bernhardshunde betrachtet. Deren heute nicht mehr rassetypische längere Schnauze und der flachere Schädel erinnern frappierend an den großen Metzger- oder Sennenhund. Auf anderen Abbildungen von langhaarigen Bernhardineren mit dunkler Decke wiederum wird ihre Nähe zum Berner deutlich.
Appenzeller und Entlebucher sind verwandtschaftlich von Berner und vom Großen Schweizer weiter entfernt als der Bernhardiner. Das der jedoch schon immer als eigenständige Rasse geführt wurde, hat einen simplen und prosaischen Grund: Er hatte nichts gemein mit den Vieh- und Wachhunden der Bauern und
" kleinen Leuten", sondern galt bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts als begehrtes Luxusgeschöpf. Dessen Besitz war lediglich betuchten Kreisen vorbehalten, vor allem wenn es sich um eines der wenigen wirklich rassereinen Tiere handelte. Geregelter Tätigkeit nachgehen wie der gewöhnliche Sennenhund mußte ein St. Bernhardshund natürlich nicht.

Der Appenzeller dagegen war und ist der Gebrauchshund schlechthin. Lebhaft, außergewöhnlich ausdauernd, ein hervorragender Treibhund und Wächter, dabei genügsam und lernbegierig, wie meine Emmi.
Auffallendes Kennzeichen des knapp mittelgroßen, kurzhaarigen Sennenhundes: sein Posthörnchen, die seitlich getragene Ringelrute. In den Jugendjahren der Rasse, als die Abgrenzung zum nah verwandten Entlebucher fließend war, trug der "Bläß" wie Appenzeller auch heute noch genannt werden, seine Rute oft ganz normal. Beim modernen Appenzeller ist der Kringel Standard und verschafft ihm zusammen mit dem pfiffig-freundlichen Gesichtsausdruck einen unverkennbaren Sympathie-Bonus.

Der Entlebucher steht in der Gebrauchstüchtigkeit dem Appenzeller in nichts nach, obwohl es manchmal schwer fällt, der kleinsten der vier Sennenhundrassen dies zuzutrauen - zu unrecht, wie auch Kenner der Rasse immer wieder betonen. Dieses selbstbewußte, quirlige und starkbemuskelte Kraftpaket ist ein "ganzer Kerl" Es darf vermutet werden, daß die relativ problemlos zu haltende Rasse ihre Zukunft noch vor sich hat. Vereinzelt wurden und werden die Hunde heute noch in der Schweiz imMilitär- und Katastrophendienst eingesetzt.

Der Berner steht den anderen Sennenhund-Rassen an Vielseitigkeit und Familientauglichkeit in nichts nach. Sein ursprüngliches Arbeitsfeld als Wach-, Treib- und Zughund auf den Bauernhöfen bestimmt auch heute noch Wesen und Charakter. Zum leicht lenkbaren Arbeitshund kommt heute die perfekte Eignung als Partner de Familie hinzu. Der Berner Sennenhund ist als verläßlicher Kinderfreund und -beschützer, als Hüter der ganzen Familie und als angenehmer Begleithund absolut erste Wahl.


Appenzeller



Heute (02.03.2004) hat mein Frauchen rausgefunden das ich überhaupt kein Terrier bin, mein Hundelehrer meinte Appenzeller/Spitz, da hatte der Arzt vom Tierheim Dülem überhaupt keine Ahnung.
Merkmale der Rasse und Frauchen hat mich wiederkannt:


APPENZELLER


Die Appenzeller dienen den Gebirgsbauern in der Schweiz als Hütehunde. Sie sind im Gebirge trittsicher und beschützen die ihnen anvertrauten Ziegenherden. Durch seine Lebhaftigkeit braucht er viel Raum zum bewegen. An Unterordungs- und Schutzhundprüfungen nimmt er mit viel Freude und erfolgreich teil. Im Rettungsdienst bei Lawinenunfällen oder anderen Katastrophen kann er seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Sie sind intelligent, sehr wachsam, mutig und leicht zu führen.
Land: Schweiz
Höhe: 48-58 cm
Gewicht: 28-35 kg
Haarkleid: Kurz, glatt
Farbe: Schwarz/lohfarben mit weißen Abzeichnungen

Frauchen hat ja immer gesagt ich bin intelligent und wachsam.

So Leute seht mal nachfolgend was ich für ein tüchtiger Hund ich bin:


Der Appenzeller Sennenhund

Der Appenzeller Sennenhund gehört zu den vier Schweizer Sennenhundrassen:
Appenzeller, Berner Sennenhund, Entlebucher Sennenhund und Großer Schweizer Sennenhund. Die als übereinstimmen des Merkmal in ihrer Fellfarbe Dreifarbigkeit (schwarz, weiß, rot-braun) haben.

Die Herkunft des Appenzeller Sennhundes

Alle vier Schweizer Sennenhundrassen haben als Mutterland die Schweiz. Ob sie nun, wie in alten Schriften zu finden, von den Molossern abstammen, die vor mehr als 2000 Jahren durch die römischen Heere über die Alpen, in die Schweiz gebracht wurden, oder aber wie man heute eher annimmt, von großen, schweren Hunden abstammen, die schon immer im Alpenraum gehalten wurden, ist aber sicher für die Rassen heute nicht von wesentlicher Bedeutung.

1. Hypothese:

Der Appenzeller Sennenhund ist aus Ahnen asiatischen Ursprungs über die Molosser des Römerreichs durch Kreuzung mit hier bereits vorhandenen Hirtenhunden hervorgegangen.

Der Appenzeller Sennenhund wäre demnach also ein Abkömmling asiatischer Doggen, als deren Stammvater der schwarze Tibetwolf (Canis niger) angenommen wird. Da doggenartige Hunde in prähistorischer Zeit noch nicht in unserem Land vertreten waren, ist besonders der Weg interessant, auf dem diese Hunde bis zu uns gekommen sind. Noch vor Christi Geburt brachten die Griechen und Phönizier viele Doggen aus Persien, Assyrien und dem Himalaja-Gebiet in ihre Heimat. Auf dem Handelsweg gelangten diese Hunde dann ins Römerreich und in den Westen Europas, wo sie heute noch in Spanien als Mastin, in Gallien als Bordeauxdogge, in Britannien als Mastiff und in Dänemark als Dänische Dogge vorzufinden sind.

Die römischen Schriftsteller nannten alle grossen Hunde "Molosser" und unterschieden einen leichteren und einen schwereren Schlag. Der leichtere diente als Hirtenhund zum Schutze der Herden, und der schwerere Schlag wurde als Wächter von Haus und Hof sowie als Kriegs- und Kampfhund eingesetzt. Mit den römischen Heeren kamen diese Hunde nach Helvetien, wo sie sich mit den bereits heimischen Hunden des Voralpenlandes verbastardisierten. Allgemein werden der Appenzeller und der Entlebucher Sennenhund als Abkömmling der leichteren Molosser-Form betrachtet, während der Berner und der Grosse Schweizer Sennenhund eher von der schwereren abstammen.

2. Hypothese:

Der Appenzeller Sennenhund stammt von Ahnen ab, die schon seit eh und je in unserem Lande heimisch waren und sich erst relativ spät zu den verschiedenen Lokalrassen entwickelten.

Die Vertreter dieser Hypothese sind der Meinung, dass sich der Doggentypus an verschiedenen Stellen zu verschiedenen Zeiten wiederholt habe, und sie erblicken im Sennenhund deshalb eine uralte Schweizer Rasse der "Wolfshunde und Inostranzewi-Gruppe". Sie gehen also davon aus, dass die Sennenhunde nicht in die Schweiz eingeführt wurden, sondern eine im Lande selbst entstandene, autochthone Rasse seien. Belegt wird diese Ansicht mit der körperlichen und physischen Ähnlichkeit des alten, ursprünglich über ganz Europa verbreiteten Metzgerhundes mit unseren Schweizer Sennenhunden, woraus gefolgert wird, dass diese eine lokale Rassevariation des Metzgerhundes oder Mastins sind.

Fest steht jedoch folgendes:

1853 wird im Tierleben der Alpenwelt erstmals ein Appenzeller Sennenhund als ein: " hellbellender, kurzhaariger, mittel großer, vielfarbiger Sennenhund" beschrieben, der: " strichweise in ganz regelmäßigem, spitzartigen Schlag, teils zur Hut der Hütte, teils zum Zusammentreiben der Herde, vorzufinden ist".

1896 wurde der Appenzeller Sennenhund als eigenständige Rasse bezeichnet

Der erste Rassestandard wurde unter Mitwirkung des großen Förderers,des Forstmeisters Max Sieber, der Ende des letzten Jahrhunderts anläßlich der von der Ost-Schweiz ausgerichteten Viehschauen auf den Appenzeller aufmerksam wurde - festgelegt. Die Rasse wurde mit acht ausgewählten Hunden an der ersten internationalen Hundeausstellung in Winterthur/Schweiz vorgestellt. Dank der Anregung von Prof Dr.Albert Heim,der sich sehr engagiert der Schweizer Sennenhunde und damit auch des Appenzellers annahm, wurde 1906 der Schweizer Appenzeller-Sennenhunde-Club mit dem Zweck gegründet, die Rasse in ihrer Natürlichkeit zu erhalten und zu fördern. Mit der obligatorischen Eintragung aller geborenen Welpen in das Appenzeller Hundestammbuch" begann die gezielte Reinzucht.
Das ursprüngliche Zuchtgebiet war das Appenzellerland. Heute wird die Rasse über die ganze Schweiz verteilt und über die Landesgrenzen hinaus in vielen Ländern gezüchtet. Die Rasse Appenzeller Sennenhund ist durch ihren eigenen Rassestandard festgelegt und grenzt sich, wie auch die anderen Sennenhundrassen,
klar von einander ab. Obschon der Appenzeller Sennenhund bis heute viele Liebhaber gefunden hat, ist die Zuchtbasis immer noch relativ klein. Ist diese Rasse nicht gar vom Aussterben bedroht?
Die Schweizer Stiftung Pro Specie Rara hat zusammen mit dem Schweizerischen Club für Appenzeller Sennenhunde ein Erhaltungsprogramm ausgearbeitet ,,Appenzeller Sennenhunde auf Appenzeller Höfen" lautet das Motto des Projekts zur Förderung des reinrassigen Appenzellers. Ziel ist es, diese natürliche Sennenhundrassen unverfälscht zu erhalten und vor unsinnigen Züchtungen zu bewahren. Erreicht werden soll das besonders in seinem ursprünglichen Stammgebiet, den beiden Appenzeller Halbkantonen und der sanktgallischen Nachbarschaft.

Sein Arbeitsfeld

Der Appenzeller Bauer züchtete nur mit kerngesundem "Material". Was nicht den ganzen Tag bei jeder Witterung schaffen, laufen, rennen, treiben, bellen und nachts auch noch hell wachsam sein konnte, wurde eliminiert, ausgemerzt.

Diese Worte eines Kynologen sagen viel aus über die hohen Anforderungen, die an Appenzeller Sennenhunde gestellt werden. In seinem ursprünglichen Arbeitsfeld - dem Bauernhof - wird er nach wie vor als Viehtreiber und Hof-(Wach-)Hund gehalten.

Er hat die verschiedensten Aufgaben: Er hilft beim Ein- und Ausstallen des Viehs, insbesondere von Rindern, Schweinen und oft auch von Geflügel. Er leistet wertvolle Dienste beim Ein- und Austreiben des Viehs von der und zur Weide und beim Hüten, womit er dem Landwirt im Tal sie dem Senn auf der Alp die Arbeit wesentlich erleichtert. Ein "Appenzeller" vollführt seine Treibarbeit in der Regel bellend.

Vom Geschick des Appenzeller Sennenhundes wird viel berichtet. Es ist gut möglich, dass ein guter Treiber zwei ineinander geratene Herden aufgrund des spezifischen Herdengeruchs innert kurzem zu trennen vermag. Auch dass ein "Appenzeller" auf der Landstrasse eine Herde von 20 Zuchtstieren und eine Herde von 100 und mehr Stück bemeistere, ist absolut nicht übertrieben.

Der Schweizerische Verein für Katastrophenhunde hat bei Katastrophen im Ausland bereits sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht, und der "Appenzeller" wird immer mehr auch als Begleit-, Schutz-, Lawinen- und Fährtenhund verwendet.

Zucht und Verbreitung

Der schwarz-weiß-rot/braune Hund im Volksmund wegen der weißen Blässe auf Nase und Stirn liebevoll Bläss genannt, ist vom Aussterben bedroht. Gerade noch 20 rassereine Hündinnen und 15 Rüden bellen im Appenzeller Land. Etwa 200 Rassetiere sind es in der ganzen Schweiz. Starke Appenzeller Sennenhund-Populationen gibt es noch bei uns in Deutschland und den Niederlanden.

Seit Beginn der Reinzucht stiegen in der Schweiz die Wurfmeldezahlen bis heute auf ca. 15-20 Würfe und ca. 150 Welpen pro Jahr an. Eine gewisse Kontinuität ist in den letzten Jahren erkennbar. In Deutschland wurde zum ersten Mal 1925 durch die Begründerin des Schweizer Sennenhund-Vereins, Nanni Behrens ,ein Wurf Appenzeller Sennenhunde gezüchtet. Kontinuität trat bei uns in der Zucht der Appenzeller jedoch erst mehr als 50 Jahre später ein. In den letzten Jahren liegen die Wurfeintragungen bei etwa 15 Würfen und ca.60 bis 90 Welpen. 1995 wurden in der Schweiz nur noch 115 reinrassige Appenzeller Welpen geboren, von denen 24 Welpen, zumeist wegen Inzuchtfehlern, nicht aufgezogen wurden.

Das Tierschutzgesetz der Schweiz gestattet es auch heute noch, Welpen, z.B. mit Zeichnungsfehlern oder Knickruten, zu töten. Die dortigen Zuchtwartinnen/Zuchtwarte überlassen es jetzt oft den Züchtern, da es sich mittlerweile um eine Kann-Bestimmung handelt. Die meisten Welpen wurden westlich von Zürich geboren. In ganz Appenzell-Ausserhoden gibt es keine Züchter mehr, in Innerrhoden nur noch eine Handvoll. Bereits einmal schon drohte diese Rasse auszusterben, was aber dank des Engagement einiger Männer, wie ja schon erwähnt u.a. Prof. Dr. Heim, vereitelt werden konnte.Heute,2004 steht die Schweiz und wir in Deutschland sind auch nicht weit davon entfernt, wieder vor diesem Problem. Damals war, im Gegensatz zu heute, das Interesse der Bauern an dem heimischen Hund allerdings sehr groß. Interessierte Kreise begannen u.a. mit einem Beitrag des Kantons St.Gallen von 400 Schweizer Franken, aus dem im Appenzellerland und im Toggenburg verbreiteten Haus-und Hütehund, die heute als typisch geltenden Merkmale herauszuzüchten: den mittel großen, gedrungenen Körper, das Stockhaar, die symmetrische Dreifarbigkeit, die dunklen, mandelförmigen Augen, die den schalkhaften und humorvollen Blick bewirken und natürlich das Markenzeichen, das weder "Ringelschwanz ~ noch "Schweineschwänzchen" , sondern Posthornrute genannt sein will.

Inzwischen hat sich die Viehhaltung auf den Appenzeller Höfen verändert. Stallhaltung und elektrische Viehhüter haben dem fleißigen Hund die Arbeit abgenommen. Die Appenzeller Bauern haben nicht mehr den Stolz, wonach zu schönem Vieh auch ein schöner Hund gehört, so Marcus Arbens, Geschäftsführer der Stiftung Pro Specie Rara.

Die Schweizer Bauern kümmern sich nicht mehr um ihren traditionellen Hund, weil es keine Subventionen gibt ,,,so sagt Sabina Dörig-Herzig, Vorstandsmitglied des Schweizerischen Clubs für Appenzeller Sennenhunde. Im Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland(SSV) gibt es mittlerweile für alle vier Sennenhundrassen Arbeitskreise. Der Arbeitskreis Appenzeller Sennenhunde hat es sich zu einem besonderen Anliegen gemacht, die Zusammenarbeit, vor allem mit dem Schweizer Club, zu intensivieren und mit ihren Möglichkeiten die gemeinsamen Anliegen zu unterstützen.

Über die Schweiz, Deutschland und den Niederlanden hinaus findet der Appenzeller immer mehr Liebhaber und Freunde. In Belgien, Frankreich, Österreich, Tschechien, Italien, Finnland, oder gar in den USA finden sich mittlerweile etliche Rassevertreter, wobei die Welpenzahlen weltweit bei ca.300 bis 400 liegen dürften.

Zur Zucht werden nur Hunde verwendet, die dem Rassestandard entsprechen. Dieser wird vom Mutterland nach den FCI-Bestimmungen festgelegt. Die einzelnen Rassehundezuchtvereine verlangen über das HD- (Hüftgelenksdysplasie)-Röntgen hinaus - Zuchttauglichkeitsprüfüngen oder auch Ankörungen genannt. Es darf bei uns nur mit HD -Freien, bis max.HD-Leichten Tieren gezüchtet werden. Die u.a. vom Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland entwickelte Zuchtwertschätzung hat sich hierbei als sehr erfolg- und hilfreich erwiesen.


Wesen und Charakter

Im FCI-Standard Nr.45 ist u.a. festgelegt, daß der Appenzeller Sennenhund lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos ist, leicht mißtrauisch gegenüber Fremden, ein unbestechlicher Wächter, freudig und lernfähig.

Diese Merkmale wurden durch kontinuierliche Selektion erreicht.

Davon ausgehend, daß der Appenzeller Senn nur einen kerngesunden Hund gebrauchen konnte, der den ganzen Tag und bei jeder Witterung Vieh treiben und hüten rennen und gleichsam hellwach den Hof(meist sehr abgelegen)bewachen und weite Strecken zurücklegen mußte, konnte eine Selektion nur auf hervorragende Tiere erfolgen. Diese Lebens- und Arbeitsweise läßt den logischen Schluß zu daß dem Bläss große Freiräume eingeräumt wurden, aber - und das kennzeichnet diese Rasse nun im besonderes, zwischen ihm und seinem Menschen (auch heute noch ist es häufig der Senn),ein besonderes Verhältnis entstand entstehen mußte.

Besonders glücklich und zufrieden ist der Appenzeller Hund, wenn er mit Aufgaben betraut und beschäftigt wird, ständig seine Menschen in seiner Nähe hat und, besser gesagt, diese es sich zur Selbstverständlichkeit machen, ihren Bläss als Begleiter in allen Lebenslagen bei sich und um sich zu haben.

In der heutigen Zeit, wo der Appenzeller Sennenhund immer seltener als reiner Vieh- und Treibhund (daher auch die Bezeichnung Trieberli) gehalten wird, sondern vielmehr ein wunderbarer Familien- und Begleithund in unseren Breiten geworden ist, ist es um so wichtiger seinen natürlichen Anlagen gerecht zu werden, um nicht den mißtrauischen, oder gar aggressiven Hund zu bekommen.
Eine Isolation, wie Zwinger- oder Kettenhaltung steigert sein angeborenes Mißtrauen Fremden gegenüber derart, daß es ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem aggressiven Hund machen wird. Hier geben die auf den einsamen Schweizer Höfen gehaltenen Hunde schlechtes Beispiel. Kaum oder gar kein Kontakt zu Fremden und Artgenossen machen oft aus ihm die in der Schweiz so verschrienen giftigen und bissigen Appenzeller.

Jeder weiß heute, daß zuviel und über ein gesundes Maß an Mißtrauen und Ängsten hinausgehendes Verhalten, nicht nur bei unseren Hunden, Streß erzeugt und die Folge daraus ist, daß sich die Lebensqualität verringert. Wer bitte schön will das für seinen Hund? Sie lieber Leser doch wohl nicht! Wer also nicht bereit ist, den Forderungen, die ein Appenzeller Sennenhund an seinen Menschen stellt, nachzukommen, ihm besonders in seinem ersten Lebensjahr eine artgerechte, freundliche aber ganz konsequente Erziehung angedeihen lassen kann, seinem Temperament und seinen natürlichen Anlagen gerecht zu werden, ihm alle Möglichkeiten bietet, die besonders für diese Rasse von Bedeutung sind, sollte vom Kauf eines Appenzeller-Welpen absehen.

Für den aber, der sich schon vor dem Kauf eines Welpen mit Züchtern des Schweizer Sennehund-Vereins in Verbindung setzt, eruiert, wo es geeignete Welpengruppen und Hundeschulen oder Vereine gibt, die auf die besonderen Bedürfnisse und Anlagen dieser Rasse eingehen, in ihrem Angebot, auch Agility und Fährtenarbeit haben und wissen, daß der Appenzeller nicht zu den Gebrauchshunderassen zählt, hat seine Schritte schon in die richtige Richtung gelenkt. Durch Schutzhundarbeit würde das genetisch disponierte Mißtrauen Fremden gegenüber nur negativ verstärkt und könnte ganz schnell in übersteigertes Angriffsverhalten und Aggressivität umschlagen, In Zukunft wird die Verwendung des Bläss sicher nicht mehr im überwiegend gemeinsamen Arbeitsbereich des Bauern liegen, sondern es darf als sicher prognostiziert werden, daß die Zukunft des Appenzeller Sennenhundes im Hundesportbereich zu finden sein wird. Die jüngsten Erfolge, besonders im Agilitybereich sprechen eine deutliche Sprache. Hervorzuheben ist, daß fast ausschließlich alle Appenzeller Hunde von Frauen im sportlichen Bereich geführt werden. Haben Sie auch wirklich ausreichend Zeit für Ihren Vierbeiner? Lieben Sie ausgedehnte Spaziergänge mit viel Abwechslung für sich und Ihren Hund? Genießen Sie es, wenn Ihr Hund auch im Urlaub Ihr Begleiter ist? Und, ist Ihnen wirklich und wahrhaftig klar, daß nur Sie der Kopfhund oder Rudelführer sein können? Steht Ihre Familie voll und ganz hinter Ihrem Entschluß und genau wie Sie die aufrichtige Bereitschaft Ihren Hund als vollwertiges Familienmitglied in Ihrem Rudel zu integrieren?

Können Sie diese Fragen spontan und ohne Einschränkung bejahen, dann ist der Bläss der Hund, der mit Ihnen durch Dick und Dünn gehen wird. Er wird Ihnen seine Anhänglichkeit für jedwede Zuwendung durch noch größere Anhänglichkeit zeigen.

Wird ein Appenzeller Welpe Rasse- und artgerecht aufgezogen, ist seine Kinderliebe geradezu sprichwörtlich. Häufig findet man eine besonders enge Bindung zu Frauen. Es ist anzunehmen, daß diese durch die Aufzuchtphase, die meistens ja den Frauen obliegt, hervorgerufen wird.

Pflege und Futter

Tägliches Bürsten ist durch das pflegeleichte Stockhaar nicht unbedingt erforderlich. Allerdings sollte zur Gewöhnung schon sehr früh mit einer weichen Bürste spielerisch über den Hundekörper gestreichelt werden. Zur Belohnung gibt's dafür dann natürlich ein Leckerchen. Etwa am Ende des ersten Lebensjahres findet der erste Haarwechsel statt. Da ist das tägliche Bürsten, vorzugsweise mit einem Stockhaarstriegel, nötig. Hündinnen haaren in der Regel etwa 6 bis 8 Wochen vor der Läufigkeit. Selbst nach ausgedehnten Matschwetter-Spaziergängen braucht man kaum mehr als ein Handtuch, um seinen Hund wieder sauber zu haben.

Da uns die Futterindustrie heutzutage mit ihrem Angebot überschüttet, ist es ratsam, sich auf die Futterhinweise seines Züchters, oder Tierarztes zu verlassen. Diese werden Sie sicher sehr gewissenhaft beraten.

Achten Sie auf jeden Fall auf ein im Protein- und Fettgehalt niedrig dosiertes Futter, daß sowohl als Trocken- oder Dosenfutter gefüttert werden kann. Auch hier gilt die Regel, weniger ist oft mehr; besonders bei dieser schnellwüchsigen Rasse wirkt sich eine falsche Fütterung häufig ungünstig auf das Wachstum, besonders der Gelenke aus. Ihr Hund sollte gut proportioniert und kräftig sein, aber nicht fett und schwabbelig aussehen.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD
Dreifarbiger, mittelgrosser, fast quadratisch gebauter Hund, in allen Teilen harmonisch ausgeglichen, muskulös, mit pfiffigem Gesichtsausdruck.
WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE
Widerristhöhe zu Körperlänge = 9 : 10, eher gedrungen als lang. Fanglänge zum Oberkopf = 4 : 5.
VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN)
Lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos. Leicht misstrauisch gegenüber Fremden; unbestechlicher Wächter; freudig, lernfähig.

KOPF
Harmonisches Grössenverhältnis zum Körper, leicht keilförmig.
Oberkopf: Ziemlich flach, am breitesten zwischen den Ohren, zum Fang hin sich gleichmässig verjüngend. Hinterhauptbeinhöcker sehr wenig ausgeprägt. Stirnfurche mässig ausgebildet. Stirnabsatz (Stop) wenig ausgeprägt. Backen kaum ausgeprägt.
Fang: Mittelkräftig, gleichmässig sich verjüngend, mit kräftigem Unterkiefer. Nasenrücken gerade.
Nase: Beim schwarzen Hund: schwarz; beim havannabraunen Hund: braun (möglichst dunkel).


Lefzen: Trocken und anliegend, beim schwarzen Hund schwarz, beim havannabraunen Hund braun (möglichst dunkel) pigmentiert.
Gebiss: Kräftiges, vollständiges und regelmässiges Scherengebiss; Zangengebiss toleriert. Ein fehlender oder doppelter PM 1 (Prämolar 1) und das Fehlen der M3 (Molaren 3) toleriert.
Auge: Ziemlich klein, mandelförmig, nicht vorstehend, etwas schräg gegen die Nase gestellt. Ausdruck lebhaft. Farbe: beim schwarzen Hund dunkelbraun, braun; beim havannabraunen Hund helleres braun, aber so dunkel wie möglich.
Augenlider: gut anliegend, beim schwarzen Hund schwarz, beim havannabraunen Hund braun (möglichst dunkel) pigmentiert.
Ohren: Ziemlich hoch und breit angesetzt, hängend, in Ruhestellung flach und an den Backen anliegend getragen; dreieckig, an der Spitze leicht abgerundet. Bei Aufmerksamkeit am Ansatz angehoben und nach vorne gedreht, so dass von vorne und oben gesehen, der Kopf mit den Ohren ein auffälliges Dreieck bildet.
HALS
Mittellang, kräftig, trocken.
KÖRPER
Kräftig, kompakt.
Rücken: Mässig lang, fest und gerade.
Kruppe: Kurz, in Fortsetzung der Rückenlinie gerade verlaufend.
Brust: Breit, tief, bis zu den Ellenbogen reichend, mit deutlicher Vorbrust. Brustbein genügend weit nach hinten reichend. Rippenkorb von rundovalem Querschnitt.
Lendenpartie: Kurz und gut bemuskelt.
Bauch: Nur wenig aufgezogen.
Rute: Hoch angesetzt, kräftig, von mittlerer Länge, dicht behaart, Haare an der Unterseite etwas länger. In der Bewegung eng über die Kruppe gerollt, seitlich oder in der Mitte getragen.
GLIEDMASSEN
Kräftiger Knochenbau.
VORDERHAND
Allgemeines:
Gut bemuskelt, Stellung von vorne gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.
Schulter: Schulterblatt lang und schräg liegend.
Oberarm: Gleich lang oder nur wenig kürzer als Schulterblatt. Winkel zum Schulterblatt nicht zu stumpf. Ellenbogen gut anliegend.
Unterarm: Gerade, trocken.
Vordermittelfuss: Von vorne gesehen in geradliniger Fortsetzung des Unterarms; von der Seite gesehen ganz leicht abgewinkelt.
Pfoten: Kurz, gewölbt und geschlossen.
HINTERHAND
Allgemeines:
Gut bemuskelt, Stellung von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.
Oberschenkel: Ziemlich lang, zum Unterschenkel hin einen offenen Winkel bildend, in Harmonie mit der Winkelung der Vorderhand.
Unterschenkel: Etwa gleich lang oder nur wenig kürzer als der Oberschenkel. Winkel zum Oberschenkel nicht zu stumpf. Trocken und gut bemuskelt.
Sprunggelenk: Relativ hoch angesetzt.
Hintermittelfuss: Senkrecht und parallel gestellt, weder ein- noch ausgedreht. Afterkrallen müssen entfernt sein.
Pfoten: Kurz, gewölbt und geschlossen.
GANGWERK
Kräftiger Schub, weiter Vortritt. Im Trab, von vorne und von hinten gesehen, geradlinige Gliedmassenführung.
HAARKLEID
Stockhaar, fest und anliegend.
Beschaffenheit des Haares: Deckhaar dicht und glänzend. Unterwolle dicht, schwarz, braun oder grau; Durchscheinen der Unterwolle unerwünscht. Leicht gewelltes Haar nur auf Widerrist und Rücken toleriert, aber unerwünscht.
FARBE UND ZEICHNUNG
Grundfarbe schwarz oder havannabraun, mit symmetrischen rostbraunen und weissen Abzeichen. Kleine rostbraune Abzeichen (Flecken) über den Augen. Rostbraune Abzeichen an den Backen, an der Brust (links und rechts, im Bereich des Schulteroberarm Gelenkes) und an den Läufen, wobei das Rostbraun stets zwischen schwarz bzw. havannabraun und weiss liegen muss. Weisse Abzeichen: gut sichtbare weisse Blesse, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken zieht und die Schnauze ganz oder teilweise umfassen kann. Weiss vom Kinn über Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust. Weiss an allen vier Pfoten. Weiss an der Rutenspitze. Weisser Nackenfleck oder halber Halsring toleriert. Durchgehender dünner weisser Halsring zwar toleriert, aber nicht erwünscht.
GRÖSSE
Widerristhöhe: Rüde: 52-56 cm, Toleranz 50 - 58 cm. Hündin: 50 -54 cm, Toleranz 48 -56 cm.
FEHLER
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen. Dessen Bewertung muss im Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen und mit berücksichtigen, inwieweit Wesentliches beeinträchtigt ist. Mangelndes Geschlechtsgepräge
Unter- und Übergrösse (bezüglich Toleranzangaben)
Sehr langes oder unharmonisches Gebäude
Sehr schwerer oder sehr leichter Kopf
Runder Oberkopf
Zu stark ausgeprägter Stop
Zu lange, zu kurze, dünne, spitze Schnauze; Ramsnase
Zu stark ausgebildete Lefzen
Fehlen von mehr als einem PM1 (Prämolar 1)
Vor- und Rückbiss
Zu stark vortretende Backen
Runde, hervorstehende oder zu helle Augen
Entropium, Ektropium
Zu kleine, zu grosse, abstehende, zu hoch- resp. zu tief angesetzte Ohren
Senkrücken, Karpfenrücken, überbaute Kruppe
Aufgezogener Bauch
Flacher oder zu tonnenförmiger Brustkorb, fehlende Vorbrust, zu kurzes Brustbein
Weiche Vorderfuss Wurzelgelenke
Länglich ovale Pfoten (Hasenpfoten), gespreizte Zehen
Ausgedrehte Ellenbogen
Ungenügende Winkelung der Vorder- und / oder der Hinterhand
Kuhhessigkeit
Sichelrute
Unkorrekter Bewegungsablauf, z.B. kurztrittig stelzend, bodeneng, überkreuzend usw. Zeichnungsfehler
Schwarze Tupfen im Weiss, unterbrochene Blesse, durchgehender breiter weisser Halsring, unterteiltes Weiss an der Brust, deutlich über die Vorderfusswurzel reichendes Weiss (Stiefel), fehlendes Weiss an den Pfoten und an der Rutenspitze.
Wesensschwäche, Temperamentlosigkeit, Aggressivität.
VON DER BEWERTUNG AUSSCHLIESSENDE FEHLER
Blaues Auge, Birkauge
Eindeutige Hängerute, Knickrute
Andere Haarart als Stockhaar
Fehlende Dreifarbigkeit
Andersfarbig als schwarz, resp. havannabraun.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.



Richtige Annäherung an einen Appenzeller Sennenhund

Um einen Appenzeller Sennenhund kennen zulernen, müssen wir dem Hund die Möglichkeit bieten, uns kennen zulernen. Wir müssen warten können, bis er den Kontakt mit uns sucht. Auf keinen Fall dürfen wir uns ihm aufdrängen, nicht mit Worten, nicht mit Liebkosungen oder Leckerbissen. Auch dürfen wir das Tier nicht unterordnen und es uns damit gefügig machen. Wenn wir dem Appenzeller Zeit lassen, ihn überall schnuppern lassen und erst wenn er nach Zärtlichkeiten verlangt, indem er uns mit der Nase anstupst, ihm diese geben, so wird es nicht lange dauern bis er uns akzeptiert.

Man fasst den Appenzeller nie von oben herab an, sondern beginnt ihn unter dem Kinn zu kraulen. Wenn die Hand von oben kommt, ist es für den Treibhund so als ob ihn ein Hufschlag von einer Kuh treffen würde. Er weicht sofort aus und sein Misstrauen ist geschürt. Die Augen dürfen nie mit der Hand verdeckt werden, er will den Fremden beobachten und sehen können.



Der Appenzeller

Er bindet sich eng an seine Bezugsperson und geht für Herrchen oder Frauchen, hier Frauchen, durchs Feuer.
Fremden gegenüber zeigt sie allerdings deutlich Zurückhaltung. In seinem Arbeitseifer ist der Appenzeller kaum zu bremsen. Ein unbestechlicher, eigenständig handelnder Hund mit verblüffender Auffassungsgabe. Unverkennbar durch seine lustige Ringelrute.
Ein typischer Charakterzug der Sennenhunde ist das selbständige Handeln. Diese Fäigkeit muß ein perfekter Hütehund auch mitbringen, damit er zum verläßlichen Partner bei der Arbeit wird. Er erfaßt die Situation meist sehr viel schneller als jeder Hirte und handelt entsprechend. Dabei ersetzt ein guter Appenzeller leicht zwei oder drei Hütejungen.
Wer folglich einen vierbeinigen Begleiter sucht, der hündisch-ergeben den Worten und Gesten seines Herrn/Frauchen harrt, liegt bei den Sennenhunden falsch. Bei all der großen Liebe zu ihrer Familie, Duckmäuser und bloße Befehlsempfänger sind Sennenhunde beileibe nicht. Eher verläßliche und verständnisvolle Partner. Die Erziehung sollte entsprechend sein: saft ohne Dressurgehabe und laute Töne, aber unbedingt konsequent und beharrend.

Wach und Schutzinstinke
Sie gehören eindeutig zum erebten Hüteprogramm. Sennenhunde sind die hingebungsvollsten Wächter, die man sich vorstellen kann. Vor allem unter dem Schutz der beiden großen Rassen Berner und großer Schweizer wächst ein Kleinkind vollkommen sicher auf. Die Bewachung und notfalls Verteidigung von Haus und Grundstück übernehmen Sennenhunde ungefragt. Gezielten Objektschutz kann man ihnen darüber hinaus jederzeit auftragen.
Nutzen Sie dies, wenn Ihr Liebling nur ungern alleine zu Hause bleibt und das während Ihrer Abwesenheit durch lautstarke Unmutskundgebungen oder gelinden Vandalismus auch demonstriert. Der Ruhigstellungs-Trick: Vor dem Verlassen der Wohnung übergibt man den Hund einen Gegenstand zur Bewachung - vorzugsweise Dinge, die ihn an seinen Herrn oder Frauchen erinnern, wie zum Beispiel die Aktentasche oder eine alte Hose. Als stolzer Wächter mit Sonderauftrag findet er jetzt in aller Regel gar nicht erst die Zeit, frevlerischen Gelüsten nachzugeben.

Auch Multitalente brauchen Erziehung

Das Wissen um die ererbten Allroundeigenschaften der Sennenhunde verleitet zur Annahme, dass die Welpen bereits "ausgebildet" zur Welt kommen. Dies ist eine falsche und nicht ungefährliche Ansicht, weil sie dazu verführen kann, dem Junghund die notwendige Erziehung vorzuenthalten. Bei entsprechender Ausbildung ist ein ein Sennenhund ein unglaubliches Multitalent und auch als Gebrauchshund überall einsetzbar: Vom Sanitäts- und Lawinenhund bis zum Schutz- und Blindenführhund.


Kleines ABC für Sennenhunde Freunde

Im Zusammenhang mit den Sennenhund-Rassen sollten Sie einige Fachbegriffe kennen.

Apportieren: Das Bringen von Gegenstände, nach Anweisung oder ganz freiwillig, ist besonders bei Entlebucher und Appenzeller ausgeprägt. Neben Treiben und Hüten ist das Apportieren ein deutlicher Ausdruck der unbändigen Arbeitslust aller Sennenhund.

Brand: Als Brand bezeichnet man die roten oder rostbraunen Fellpartien eines Hundes. Nicht zuletzt das leuchtende Rot an Kopf, Brustseiten und Beinen macht die Sennenhunde unverwechselbar.

Charakter: Trotz individueller Untrschiede gibt es bei Hunden rassetypische Wesenszüge. Ebenso wie Körperbau, Fellstruktur, Fellzeichnung, und -farbe ist der Charakter Resultat von Domestikation und gezielter Zuchtwahl. Bei den Sennenhundrassen fallen besonders die Fähigkeit zu selbständigem Handeln, ihr ausgeprägter Wille zur Partnerschaft mit Mensch und Tier, der Wunsch nach fester Einbindung in ein Familiengefüge, aber auch die hohe Sensibilität ins Auge.

Dreifarbigkeit: Charakteristisches Merkmal der vier Schweizer Sennenhunde ist das dreifarbige Fell mit dunkler Decke, Weiß an Kopf, Brust und Fußspitzen sowie rotbraunem - Brand. Durch den gewünscht symmetrischen Zeichnungsverlauf und die kräftigen Farben wirkt das Sennenhundfell sehr attraktiv.

Hüftgelenksdysplasie: Hüftprobleme kenn man leider von allen Schweizer Sennenhunde. Die Hüftgelenksdysplasie (HD) führt zur Verformung bzw. Degeneration des Gelenks. Eine vererbbare Erkrankung vor allem bei größeren Hunderassen.

Körung: Ausschließlich Rassehunde, die (an)gekört wurden, erhalten eine Zulassung zur Zucht. Bei der Ankörung weren Aussehen und Wesen beurteilt. So stellt der Zuchtverband sicher, dass nur typgemäße Hunde ihr Erbgut weitergeben.

Ringel- und Stummelrute:

Beim Appenzeller ist die Seitlich getragene Ringelrute, dass Posthörnchen, ein unverkennbares Rassekennzeichen. Die Rute des Entlebuchers ist überwiegend Resultat des Kupierens, ist Gott sei Dank seit 1998 verboten, vereinzelt kommen Welpen auch stummschwänzig zur Welt.

Stockhaar:
Bis aufs lange Haarkleid des Berners ist für Sennenhundrassen das Stockhaarfell typisch. Es zeichnet sich durch dichte Unterwolle und mittellanges Deckhaar aus, ist kälte- und nässeabweisend und dabei absolut pflegeleicht.

Treiben und Hüten: Der Hüte-Instinkt gilt als augenfälliger Wesenszug der Sennenhunde. Das Erbe ihrer gezielt auf Treib- und Hüteeigenschaften ausgewählten Bauernhund-Vorfahren ist bei allen vier Rassen sehr lebendig.

Ziehen: Im speziellen Zuggeschirr vor dem Hundewagen vollbringen der Berner und der Große Schweizer erhebliche Zugleistungen. Heute noch werden in ländlichen Gegenden der Schweiz Milch und andere Bauernhofprodukte per Hundegespann transportiert.


Sennenhunde brauchen Arbeit

Ein wesentliches Charaktermerkmal der Sennenhunde ist ihr unermüdlicher Arbeitswille. Leider sind die meisten Sennenhunde als Familienhunde in Bezug auf Arbeitseinsatz oft unterfordert. Sie kümmern dann oder können sich zu unsausgeglichenen Quertreibern entwickeln. Hier einige Anregungen für ein sinnvolles Beschäftigungsprogramm.

Pflicht tägliche Spaziergänge

Auch wenn Sie einen großen Garten Ihr eigen nennen, es genügt nicht, dem Hund dort mehrere Stunden am Tag Auslauf zu gewähren. Ihr Sennenhund braucht tägliche Spaziergänge. Ihr Hund erlebt die Welt mit der Nase. Die Welt des Hundes ist eine Riechwelt. Wichtiges Organ des Hundes ist seine Nase. Um sich ein Bild von seiner Umgebung zu machen, braucht ein hund Abwechslung, engen Kontakt zum Menschen und zur Artgenossen. Bei einer Hundebegegnung zählt vor allem, ob man sich riechen kann. Zuerst beschnuppert man sich Nase an Nase, dann wendet sich jeder dem Hinterteil des anderen zu und beriecht des Analgesicht. Unter dem Schwanz liegen Drüsen, die ganz persönliche Daten übermitteln. Von klein auf muß jeder Hund die Chance zu solchen Kontakten haben, um, den freidfertigen Umgang mit Artgenossen zu üben.

Wie oft und wie lange spazierengen?

Gehen Sie mit ihren Hund mindesten einmal pro Tag für eine Stunde spazieren. Was dem Hund guttut, ist auch ihrer Gesundheit förderlich. Das werden Sie sehr schnell feststellen.

Dem Hund Aufgaben stellen

In einem Garten oder auf freien Feld können Sie Ihren Sennenhund fordern:
Apportieren: Es gehört zu den Lieblingsaktivitäten aller vier Schweizer Sennenhunde. Werfen Sie dabei ein Stück Holz oder ein Spielzeug aus Vollgummi weit weg und geben Sie dem Hund den befehl "Bring". Richten Sie es so ein, dass der Hund über ein Hindernis, zum Beispiel einen liegenden Baumstamm, springen muß, wenn er das Holz holt.

Fährten lesen: Für ihr Leben gern gehen Sennenhunde auf Spurensuche. Für dieses Spiel sind zwei Personen nötig. Einer hält den hund an der Leine, während die andere Person vorläuft und sich in etwa 3 Metrn Entfernung hinter einen Baumstamm, Busch oder Gebäude versteckt. Mit dem kommando "Such" kann die Fährtenlese beginnen. Damit das Spiel anfangs nicht zu schwer wird, sollte man den Weg mit einigen Leckerbissen "spicken", damit der Hund die Spur leichter verfolgen kann. Hat er die versteckte Person aufgespürt, wird er ausgiebig belohnt und gestreichelt. Übrigens können Sie Ihren Sennenhund in einem Hundeverein auch zum Fährtenhund ausbilden lassen.

Vor ein Wägelchen spannen: Zugdienste sind erklärte Leidenschaft des Bernes und des großen Schweizers. Es gibt spezielle Hundewägelchen oder einen simplen Leiterwagen, vor den Sie Ihren Hund spannen können. Im Wagen kann ein Kind sitzen, dass sicher eine helle Freude an solche Spazierfahrt hat. Führen Sie jedoch den hund beim Wagenfahren.

Wachauftrag: Das Bewachen liegt dem Sennenhunden im Blut. Ob Einkaufstasche, Fahrrad oder Auto - ein Wächter kann sehr nützlich sein. Zur Grundübung kommt der Hund an eine lange Leine und wird zum Platz neben einem vertrauten Gegenstand aufgefordert, eine Jacke, einem Schuh oder dem Apportierholz. Geben Sie ihm den Befehl "Paß auf". Ein Helfer versucht nun, den bewachten Gegenstand unauffällig wegzunehmen. Will der Hund sein Objekt verteidigen und gibt er gleichzeitig Laut, wird er ausgiebig gelobt. Diese Übung können Sie ruhig mehrfach wiederholen.


Der Appenzeller im Portrait

Der Appenzeller war früher der Treibhund schlechthin. Sein ungestümes Temperament kann nur gebändigt werden, wenn man ihn entsprechende Aufgaben zuteilt.

Aussehen: Der knapp mittelgroße Hund hat einen muskulösen Körper. Charakterisch ist sein kurzes Ringelschwänzchen, das sogenannte Posthörnchen.

Größe und Gewicht: Seine Schul´terhöhe liegt zwischen 48 und 58 cm, sein Gewicht bei 28 - 35 Kg.

Fell und Farbe: Der Appenzeller hat mittellanges Deckhaar mit dichter Unterwolle (Stockhaar) Die Grundfarbe darf Schwarz oder Havanabraun sein. Über den Augen, an den Beinen, auf der Brust und an den Backen ist das Haarkleid kräftig braunrot, an Kopf, Kehle, Brust. möglichst auch an den Pfoten und der Rutenspitze befinden sich weiße Abzeichen. Ein weißer halbseituger oder dünner durchgehender Halsring wird im Standard toleriert.

Wesen: Stärker als seine Verwandten zeigt er Fremden gegenüber Zurückhaltung, zum Teil auch offenes Mißtrauen. Für Herrchen oder Frauchen geht er aber durchs Feur. Fremde meldet er mit seiner relativ hellen Stimme - die des Rüden liegt meist höher als die der Hündin - unerbittlich und ausdauernd, bis sein Besitzer ihn Einhalt gebietet. Der Appenzeller ist unglaublich flink und von Arbeitseifer kaum zu bremsen. Er ist unbestechlich, hat einen ererbten Drang zum eigenständigen Handeln und eine verblüffende Auffassungsgabe.

Handeln: Der Appenzeller muß immer etwas zu tun haben, sonst ist sein Temperament kaum zu bändigen. Fordern Sie ihn als Begleiter beim joggen, auf Wanderungen, beim Radfahren oder bei Bergtouren. Er liebt ausgelassene Spiele. Der Appenzeller braucht eine konsequnete und gewissenhafte Erziehung und die dauerhafte, stabile Rudelbeziehung. Dort, wo etwa der Entlebucher Sennehund Haltungs- oder Ausbildungsfehler seines Bezitzers verzeiht, demontriert ein Appenzeller schnell, wer der eigentliche Boß ist. Dann kann sein starker Wachtrieb sogar bis zur Bissigkeit verselbständigen.
Die Spur des Wilds nimmt er wahr, kümmert sich aber in der Regel kaum darum. Lieber hütet er die Familie während des Spaziergangs. Der Appenzeller nutzt gern jede Gelegenheit, um im See oder Fluß ein Vollbad zu nehmen.

Pflege: Es genügt, wenn sein Fel, täglich mit dem Flohkamm gekämmt und mit einer Naturhaarbürste abgebürstet wird.

Rassetypische Krankheiten: Appenzeller sind robust, wenig krankheitsanfällig und langlebig.

Sennenhunde sind Familienhunde

Die vier Schweizer Rassen zeichnen sich durch einige typische Wesensmerkmale aus, die sie zur Haltung in der Familie ganz besonders prädestinieren.

Sennenhunde haben ein friedfertiges Wesen. Fremden Besuchern gegenüber haben sie eine natürliche Distanz, zeigen aber so gut wie nie Aggression.

Ein guterzogener Sennenhund ist als verläßlicher, mitdenkender Partner der ganzen Familie ideal.

Sennenhunde lieben Kinder. Vorsicht jedoch bei Solo-Spaziergängen von Sennenhun und Kind: Dem ausgeprägten Beschützer-Instinkt des Hundes sind Kinderkräfte am anderen Leinenende meist nicht gewachsen.

Sennenhunde jagen nicht. Es passiert zwar, daß ein Entlebucher fünzig Meter hinter dem Kaninchen herläuft. Aber damit hat es sich auch.

Friedliche Koexistenz wird großgeschrieben. Toleranz gegenüber anderen Tieren gehört ins Pflichtheft eines Hütehundes. Die Schweizer Sennenhunde müssen zum friedfertigen Umgang mit Heim- und Haustieren nicht erst erzogen werden, es sei denn, Sie haben ein Kettenhund, so wie ich, aus dem Tierheim geholt und wollen ihn eine Chance geben. Glauben Sie mir, jede finanzierte Mark ist dieser Hund wert. Mal ehrlich, sind Sie gleich heimisch, wenn Sie umziehen? Geben Sie diesen wunderbaren Hund und auch andere Hunde aus Heimen eine Chance sich an der neue Umgebund und neuen Familie zu gewöhnen. Sennenhunde brauchen dafür Wochen, aber um so anhänglicher sind sie.

Die Bindung an Haus und Hof ist bei allen vier Rassen so starkm daß Streuner Seltenheitswert haben.

Was Sennenhunde nicht mögen

Sennenhunde lieben zwar ein leichtes Fitneßtraining, für Rekord-Sprints uns Ausdauerläufe sind sie jedoch weniger geschaffen. Ebenso ungeeignet ist der Berner oder Appenzeller für eine Familie, die nur unregelmäßig zusammenkommt. Sennenhunde schätzen nichts mehr, als "ihre" Menschen in der Nähe zu wissen. Streit gibt es in den besten Familien. Wer sich jedoch ständig in den Haaren liegt, belastet gerade einen Sennenhund psychisch sehr.



Endlich fühle ich mich heimisch

Ich habe schon einiges gelernt. Ich bin stubenrein und gehorche, nicht immer, aber immer öfter, "Auf Platz, Sitz, Fuss". Ich mußte auch schon über Brücken laufen und nichts machen, wenn mir Hunde begegneten. Da gibt es einen, der mag mich nicht, der wollte mich gleich beißen als Begrüßung. Es so ein Rottweiler-Mix. Aber ansonsten komme ich eigentlich klar mit Hunde, wenn sie nicht gerade neben einen Fahrrad laufen. Frauchen sagte, dass Tina das auch so gemacht hat, ohne Fahrrad die besten Freunde, ansonsten wurde gerauft. Ich komme noch nicht mit jeden aus und lerne es in der Hundeschule, dass ich nicht zu befürchten habe, wenn Frauchen bei mir ist und der Lehrer sagt, ich muß Vertrauen zu meinen Frauchen haben und das kann man nur ganz langsam aufbauen und sie soll mir ein T-Shirt anziehen, wegen den Schutz "in der Höhle", wie bei den Wölfen. Damit würde ich mir sicherer fühlen.
Gestern, den 4.11.2003 bin ich kastriert worden, damit nicht noch ein Maleur passiert und durfte deswegen einen ganzen Tag nicht essen und die Schule fiel auch aus. Morgen muss ich wieder zu Kontrolle, aber mir geht es ganz gut.

Dienstag möchte mich das Tierheim Dülmen besuchen und sehen wie ich mich entwickelt habe.

Jede Woche kommt Scooby und da wird erst mal so richtig gespielt. Wir dürfen dann durch die ganze Wohnung toben, aber meistens geht Frauchen mit uns im Garten. Danach bin ich vielleicht müde, Frauchen läßt mich dann schlafen und ich träume dann sehr laut.



Das mache ich nicht

Jetzt bin ich glücklich mit Dir

"Mit Dir werde ich jeden Tag ein bischen glücklicher".


Zu lieben ist Segen - geliebt zu werden - Glück

Gute Laune ist die Würze aller Wahrheit.

Meine liebe Emmi,

Deine Liebe und Treue sind für mich das Schönste auf der Welt, denn der Hund ist das einzigste Wesen auf Erden, das den Mensch mehr liebt als sich selbst und dafür danke ich meinen Hunden, das ihr mir alles gibt was ihr habt.


Ich bin die Frau im Haus, wenn keiner da ist

Dienstag den 11.11.2003
Emmi geht heute wieder zur Schule um mit der Erziehung weiter zu machen, denn manchmal stellt sie sich taub. Soziales Verhalten gegenüber andere Hunde muss noch mehr gelernt werden, denn manchmal flippt sie aus, wenn sie andere Hunde sieht.
Seit ein paar Tagen hat sie ein neues Spielzeug entdeckt und zwar von meine Enkelin die Orgel, sie drückt auf die Knöpfe um zu hören was daraus kommt, gefällt ihr ein Lied nicht, wird auf einen anderen Knopf gedrückt. Sie ist sehr musikalisch.

Nun sind schon einige Wochen vergangen und ich habe einiges gelernt, ich bekomme auch immer mehr vertrauen zu meinen Frauchen. Manchmal ist mein Frauchen noch traurig, wenn sie an Tina denkt, jetzt besonders zu Weihnachtzeit, denkt sie ganz intensiv an Tina und weint auch manchmal, dass müssen wir noch üben, dass mein Frauchen nicht mehr weint. Z.Zt. sind Ferien in der Schule, aber bald fängt das lernen wieder an.

Ich habe zum ersten mal, mit meiner neuen Familie, Weihnachten gefeiert. Frauchen hat alles geschmückt und Geschenke eingepackt, sogar für mich waren Spielsachen dabei, die ich erst aus dem Geschenkpapier befreien mußte. Das Christkind hat mir einen Kauknochen, ein Plüschtier und eine Geflügelwurst geschenkt. Frauchen sagte, ich wäre wohl lieb gewesen, sonst hätte das Christkind nichts vorbei gebracht, aber an die anderen Hunden hat das Christkind gedacht und auch viele Sachen geschenkt. Jamie Lee muss wohl ganz lieb gewesen sein, denn das Wohnzimmer war voll von Geschenken von Christkind, da gefällt mir eine Puppe, die kann sprechen wie Jamie Lee oder wie Frauchen, die hätte ich ganz gerne, aber Frauchen sagt, die gehört Jamie Lee und ich solle mit meinen Sachen spielen, na ja, irgendwann klappt es wohl, dann habe ich die Puppe erobert, die wie Frauchen spricht und dann liegt die auf meine Decke und Frauchen erzählt mir dann etwas von Winnie Pooh und seine Freunde, das ist immer sehr spannend, was der Winnie Pooh unternimmt.



Meine Landhuendin

Kröten! Monster aus der Strasse



Das passiert eigentlich jedes Jahr, immer zur Krötenwanderung. Ich freu' mich auch jedesmal drauf:

Emmi`s Kampf mit Monsterkröten!

Da sitzen sie abends im Dunkeln, diese handtellergroßen runzeligen und völlig hormongesteuerten Kröten auf ihrem unergründlichen Weg. Nun muß man einfach mal Emmi`s Grundgedanken wissen: (Dieser gilt für alles!) "Was krabbelt, läuft oder rennt, lebt! Was lebt, ist prinzipiell auch essbar! Ich habe immer Hunger!"
Emmi interessiert es dabei ziemlich wenig, ob das nun ein Reh, eine Maus, ein Mammut oder sonstwas ist - es ist prinzipiell eßbar und damit gut und interessant!
Aber diese Kröten!
Sie krabbeln! Das ist schon mal gut und veranlaßt Emmi, das Maul zu öffnen (in der Erwartung, endlich mal was in den Magen zu bekommen). Emmi setzt ihr geöffnetes Maul an die Kröte - Igitt! Die schmeckt ja scheußlich. Emmi läßt sofort ab und schleckt sich den schlechten Geschmack aus dem Maul. Zwischenzeitlich hüpft die Kröte weiter, was bei Emmi wieder zu einem: "Sie krabbeln! Das ist schon mal gut." Denken führt und sie wieder die Kröte ins Maul nehmen läßt. Wieder ein Igitt und Emmi läßt entgeistert ab. Dieses Schauspiel verfressener Unbelehrbarkeit weckt natürlich auch Snoopy aus seiner "Ich kuck mir diese Welt so gerne an" - Trance, und er wendet sich der Kröte zu. Nun - Snoopy sieht nicht in allem was fressbares, aber durchaus interessantes. Er stupst die Kröte an, die wieder hüpft, was bei Emmi wieder den "Fressen" - Reflex auslöst - mit inzwischen bekannten Folgen. Ich glaube nicht, das Kröten ein sonderlich großes Denkvermögen haben, klar ist aber, das die betroffene Kröte langsam am Sinn der Welt zweifelt. Zwei Hunde im Kampf mit ihr, und dazu noch unbelehrbar... nene.

so mindestens eine Kröte mit Nervenzusammenbruch kennen zu lernen.

Meine Landhuendin



Das dreckigste Tier auf Erden
sollte einst das Wildschwein werden.
Doch ups, das ging daneben,
denn mein Hündin begann zu leben.

Schlammige Pfoten, schmutziges Fell,
die Fliesen sind dunkel - sie waren mal hell.
Die Kleidung stets ganz originell,
beklebt mit Hundi's Winterfell.
Das Sofa hübsch mit Haar gemustert,
war es doch einst uni und duster.
Nach dem Spaziergang - ei der Daus,
sieht sie wie ein Ferkel aus.
Und aus dem Fell des Matsches Rest
klebt nun auf dem Teppich fest.
Der Dreck bestimmt mein ganzes Leben -
was würd' ich für ein bisschen Sauberkeit geben !

Doch wenn sie dann zum Schmusen kommt,
mag ich ihr wieder ganz prompt.
Trotz Dreck und Staub im Haus
mag ich meine Matschemaus !

Treue Seele

Mein Huendin ist eine treue Seele,
verläßlich und ein Kameradin,
Er hört aufs Wort und die Befehle
befolgt er draußen und privat. (Immer besser)
Ihr Stammbaum wächst in einer Gasse,
kein Wort von ihm steht auf Papier.
Sie stammt aus einer Mischlingsrasse,
ein aufgewecktes, schlaues Tier.
Von Kindern läßt sie sich gern streicheln.
Und sie beschnuppert ihre Welt.
Wenn miese Menschen ihnr umschmeicheln,
wird sie erst wütend, bis sie bellt.
Im Tierheim hat sie einst gewohnt.
So bin ich auf den Hund gekommen.
(Das hat sich aber auch gelohnt!)


Emmi

Alte Hündin
Einsame Hündin
sitzt im Tierheim,
alte Haut
Keiner will Dich
keiner mag Dich
Dein Gebell klingt hart und laut
Menschen kommen
Menschen gehen
an Dir vorbei
tagaus
tagein
aus Wochen
werden Monate
und du bist immer noch
allein...
der Schmerz sitzt tief
das Herz bricht entzwei
und wieder gehen Menschen
an Dir vorbei
Doch dann geschieht es
eine Frau bleibt stehen...
sie schaut in Deine Seele
was wird geschehen???
Dein Herz pocht voll Angst
und auch voll Glück
denn sie läßt Dich nicht hier zurück
Sie nimmt Dich mit und macht
Deine Seele gesund aus Dir wird wieder ein glücklicher Hund
Dein Bellen klingt immer noch
laut und hart doch zu Frauchen
bist Du ganz zart
Sie sorgt für Dich
und schützt Dein Leben
Du würdest es sofort für sie geben
nun bist Du wieder
stark und gesund
wachsam und tapfer-
mein Appenzeller-Sennenhund-Mix


Für unsere Emmi

Du bist mein Stückchen Himmelreich
Du weißt, ich hab Dich gerne.
Wir gehen morgens, abends aus
Und schauen in die Sterne.
Du bist mein Wächter und mein Freund,
Bestandteil aller Tage.
Und was an anderen versäumt,
Ist bei uns keine Frage.
Wir radeln, laufen, spielen viel,
geh n im Regen auch spazieren,
ich jag Dich, fang Dich, Du hältst still,
willst auch mich nicht verlieren.
Dein Blick, er klebt an meinem Mund,
bist immer in der Nähe,
willst hören, was ich tue kund,
und sagst mir: ich verstehe.
Doch Tadel hörst Du auch von mir,
nur kurz, doch streng und leise,
verhältst Dich dann als „armes Tier“
das ist so Deine Weise.
Ich hoffe für uns alle beide
Und alle Hunde dieser Welt,
daß man uns um das beneide,
was Hund und Herrn zusammenhält.
Und bis ans Ende Deiner Tage
will ich Dir sein ein guter Freund.
Das ist , ich denke, keine Frage,
das was sich jeder Hund erträumt.




Warten auf Frauchen

Ich arme kleine Hündin,
mein Frauchen ist nicht da!
Und das ist auch der Grund,
daß ich jetzt traurig bin, o ja.
Ach, wäre doch mein Frauchen
sofort jetzt wieder hier,
wau wau, da wäre ich glücklich
und auch ein braves Tier,
nun sitze, liege, steh' ich und
schaue auf die Tür
wo sie vor langem 'rausging,
ne Ewigkeit ist's her.
Ach ja, mein liebes Frauchen,
was gäb' ich jetzt dafür...
Doch da, ich höre Schritte,
ein Schlüssel an der Tür,
mein Frauchen, juchu, Frauchen,
mein Frauchen ist jetzt hier!
Ja, das ist eine Freude,
ich renne hin und her
und mache "wau wau"
juchu, das fällt mir gar nicht schwer,
mein Schwanz ist voll in Action,
er wedelt heftig, ja!
denn nun ist die Belohnung
für meine Bravheit da,
das Frauchen holt die Tüte, mit Schweineohren drin
und gibt mir ein ganz schönes,
weil ich die beste Hündin bin!


Hundefreundschaft (An Frauchen)

Treue ist mir selbstverständlich,
immer bin ich für dich da.
Gleich, wie du mich auch behandelst -
immer will ich sein dir nah.
Hab' ein Herz voll großer Liebe
und auch immer für dich Zeit,
würde alles für dich geben,
bin zur Wache stets bereit.
Täglich kuschel' ich mit dir,
mag das Streicheln deiner Hände.
Doch dann gehst du fort von mir,
und ich seh' nur an die Wände.
Endlich kommst du dann nach Haus,
und ich muß nicht länger warten.
„Komm, wir beide geh'n jetzt raus
wollen spielen in dem Garten.“
Stets bin ich für dich nur da,
stets gehört mein Leben dir -
ob bei Nacht oder am Tage.
Hältst du auch so treu zu mir?

Antwort: Immer werde ich für Dich da sein liebe Emmi, egal was kommt, wir beiden werden durch dick und dünn gehen.



Ich muss mich von Urlaub erholen

Die Hundeschule

Man muss sich viel merken



Ich werde immer besser

Tagebuch vom 14.03.2004

So Leute, dass ich eine lernbegierende Hündin bin, habe ich schon erwähnt.
Frauchen ist richtig stolz auf mich und hat gesagt, sie hätte nie gedacht, dass ich so schnell lerne. Mache ich nur um mein Frauchen zu gefallen, ich als Appenzeller Sennehund Abstammung, lass mich natürlich in Wirklichlichkeit nicht erziehen, aber ins Tierheim gehe ich nicht mehr und Frauchen verlangt ja nicht viel. Ich bekomme dafür sehr viel Zuneigung und Frauchen lobt mich auch, wenn ich alles gut gemacht habe. Leckerli bekomme ich nicht, da sagt Frauchen, erstens machen die dick und wir machen gerade eine Diät und zweitens möchte sie nicht Tütenweise Leckerli mitnehmen, damit ich ihre Befehle befolge.
Im WDR " Tiere suchen ein Zuhause", da haben die eine Hundeschule vorgestellt und mein Frauchen schaut sich dies an und fing ganz laut an zu lachen, da hat doch jemand eine ganze Hand Leckerli voran geworfen und zum Hund gesagt, "Lauf". Umlegt mal, wenn wir Hunde so unterwegs sind und wir jagen gerade mal so hinter was her und Euere Leute müssen erst rufen " Hier hats du leckerli, komm her", könnt ihr euch das Bild vorstellen, wir Blöd das aussieht und es bringt nichts, denn wir sind dann unterwegs, aber mit Kommando, wissen wir doch, dass wir gemeint sind. Mein Frauchen sagt nur, "Komm her" und ich gehorche. Wenn wir beide unterwegs sind, habe ich überhaupt keinen Namen, dass heißt, Frauchen nennt mich Komm her, Fuss, Platz, Sitz usw.
Leute sucht euch deswegen, eine Hundeschule aus, die ganz ohne Leckerli und Folterwerkzeuge arbeiten, die anderen kann man vergessen.
Gestern waren wir natürlich auch wieder in meiner Hundeschule und mein Lehrer hat mich vom i-Männchen zum Abiturentin höher gestellt. Mein Lehrer hat auch nicht gedacht, dass ich dass so schnell lerne, als ehemaliger Kettenhund, aber was so ein Appenzeller Sennehund Abstammung ist, die haben es sehr schnell raus und ich fühle mich wohl bei meinen Frauchen. Mein Lehrer hat gestern mir eine Eins gegeben und ich konnt endlich gehobenen Köpfchen dahin gehen, ich habe alle anwesenden Hunde gesagt, seht ihr, so schnell kann man lernen, wenn ma mit uns Hunde Geduld hat und uns nicht überfordert. Ich bin jetzt ein anständiger Familienhund, der zwar noch viel lernen muss, aber sehr anhänglich ist und verschmusst, ich muss schlieklich 4 Jahre nachholen.
Mein Frauchen bat mich noch, aus aktuellen Anlass zu sagen, holt euch doch auch einen Hund aus dem Tierheim, die sind sehr dankbar, es gibt ja nicht nur Mischlinge dort auch Rassehunde. Frauchen wollte mich, weil ich das härteste Schicksal hinter mir hatte und ich endlich die Sonnenseite meines Hundedasein erleben solle. Ach bin ich froh, dass Frauchen mich, trotz wo ich gar nicht gebellt habe, nur in einer Ecke lag, mich gesehen hat und sie bringt mir bei, dass nicht alle Menschen schlecht zu Tiere sind.
Ach ja noch was, wir Hunde brauchen natürlich auch eine Eingewöhnungszeit, gibt uns Zeit an unsere neue Familie zu gewöhnen und bringt uns nicht nach 1 Woche wieder ins Tierheim. Ihr braucht doch auch Zeit um Euch einzugewöhnen.

Nachdem Frauchen sich für mich entschieden hat, hat sie mir genau eine Woche Zeit gelassen für meine Eingewöhnung, dann mußte ich zur Schule. Nach anfänglicher Angst gehe ich jetzt sogar gerne hin. Ich habe schon sehr viel gelernt, ich kann "Sitz, Platz, Lauf, Fuß, jagen darf ich auch nicht mehr, was zu Essen aufnehmen ist verpöhnt, ich muß über Wände und Stege gehen. Durch einen Rad muß ich auch springen, am Anfang dachte ich, der ist viel zu klein für mich, da ich ja viel größer bin, so Doggengröße, aber es klappte. Auf einer Wippe, ist jetzt sogar mein Lieblingsgerät, muß ich gehen und Frauchen zeigt mir, dass ich zu Ihr Vertrauen haben kann. Ich lass Frauchen für mich entscheiden, manchmal fällt mir das nicht leicht, so wenn andere Hunde kommen, aber es geht immer besser. Frauchen lobt mich dann, aber glaubt ja nicht, dass ich dafür ein Leckerli bekommen, nur ein Lächeln. Letzte Woche mußten wie einkaufen gehen, da es natürlich viel zu schnüffeln gab, fiel mir das unsagbar schwer "Fuß" zu gehen und Frauchen mußte mich dann immer auf der anderer seite nehmen, wenn uns Leute entgegen kamen, aber das hat sie prima hingekriegt, nur dann beim einkaufen, sollte ich alleine bleiben, denkt Euch ich sollte mein Frauchen in das große Geschäft alleine gehen lassen, aber da habe ich nicht mitgespielt, ich bin auf keinen Fall sitzen geblieben, aber ich konnte nicht weit gehen, da Frauchen mich festbinden mußte, na ja muß ich noch üben, ich lerne ja erst seit seit Ende Oktober und der Lehrer ist richtig stolz auf mich, wie ich mich entwickelt habe. Ich bin so heimlich der Vorführhund, da ich ja nichts kannte von dieser Menschenwelt.


Heute durften Frauchen und ich zeigen, was wir für ein eingespieltes Team sind. Heute war in VTZ-Greven "Tag der offene Türen", habe mein Frauchen nicht blamiert, klappte alles wie an Schnürrchen. Wißt Ihr wie mich das Team von VTZ nennen, Schauspielerin. Eine Frechheit. Nur weil ich so gerne spiele und dann alles gebe und voll Power habe, aber beim lernen will ich das natürlich nicht und tue so, als wäre ich ausgelaugt und gehe in Zeitlupe. Die wollen doch was von mir, oder wie seht Ihr das? Aber heute konnte Frauchen auf mich stolz sein. Habe keinen fremden Hund angemachte, ich habe alles getan, was mir Frauchen als Befehle gab, sie brauchte sich nicht wiederholen und gerade esse mein wohlverdientes Hähnchenschnitzel, Schweinefleisch sagt Frauchen ist nicht so gesund, weil es mehr gewürzt ist, soll mir Recht sein.


Nächste Monat fahre ich auch in meinen wohlverdienten Urlaub zum Bodensee. Mein erster Urlaub, ich weiß zwar nicht was das ist, aber es muß gut sein, denn alle schwärmen davon. Na ja wenn ich wieder komme, werde ich Euch erzählen ob es gut oder schlecht ist, dieses Wort Urlaub.


Ach ja, Frauchen hat ein Enkelkind, die ist sehr Tierlieb und gibt mir immer heimlich zu essen. Frauchen hat sich immer gewundert, warum dann ich immer zu nehme, wenn Jamie Lee da ist. Aber wir beiden verstehen uns TOP, wir gehen zusammen spielen und auch spazieren. Dann wirft Jamie Lee mir immer einen Ball und ich muß den Ball holen und ihn ihr wieder bringen. macht viel Spaß und Frauchen sagt, so nehme das zuviel gegessene auch wieder ab.

Diese Woche habe ich eine ganz böse Bindehautentzündung bekommen und ich mußte mir gefallen lassen, dass der Arzt mir hinten zwei Spritzen gab. Von hinten mag ich überhaupt nicht, aber Frauchen war ja dabei und mir gut zugeredet, so das ich beruhigter wurde, hat mir auch geholfen, nur diese Augentropfen, die mir Frauchen geben muss, ist katastrophal. Ich spiele dann mit Frauchen und sie muß mich fangen und dann komme ich da nicht daran vorbei und ich muss mir das gefallen lassen mit den Augentropfen.
Bis dann mal, wenn es wieder neues über mich gibt.


Emmi hat Winnie Pooh erobert



Herzlichen Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Emmi.

Emmi hatte gestern, am 01.06.2004 Geburtstag und wird 5 Jahre alt. Der Geburtstag wurde ausgiebig gefeiert, mit langen Sparziergängen, schmusen, und natürlich, mit einen besonderen Happen. Sie durfte ganz alleine ein Eisbein vertilgen, dass hat sie natürlich genossen. Heute ist nur noch ein kleines Stück Knochen da, dass sie ausgiebig ableckt und mich ganz bittend anblickt. Aber dies soll eine Ausnahme bleiben.





Emmi war in Urlaub

In meinen ersten Urlaub, ich wußte ja nicht, was Urlaub ist, durfte ich mit Frauchen Berge steigen. Frauchen ist mit mir extra in der Schweiz gefahren um mir zu zeigen was ein Appenzeller alles kann. Hat mir aber nicht interessiert, wenn die so blöd sind die Milchkannen für die Bergbauern zu schleppen, ist es ihr Problem, ich habe es besser. Ich habe viel unternommen und als ich endlich zu Hause war mußte ich mich erst mal erholen vom Urlaub. Die hätten mir aber auch sagen können, dass Urlaub gleich Arbeit ist.
Frauchen hat aber gesagt das ich mich prima benommen habe, darauf war ich ganz stolz, denn schließlich haben wir in Hotel übernachtet.


Ich muss mich von Urlaub erholen

Tagebuch vom 16.09.2004

Ich war zwischendurch natürlich auch zur Schule und mußte wieder viel lernen. Meine Lehrerin ist von mir begeistert, weil ich ja nicht über die Wand gehen wollte, wenn Frauchen Hopp sagt und letzten Dienstag war es soweit, meine Lehrerin war natürlich der Meinung ich würde dafür wieder eine Stunde brauchen, aber diesmal habe ich es sofort gemacht, sie hat nicht schlecht geschaut. Ich mache sowieso das Gegenteil was man von mir erwartet.
Frauchen war natürlich Stolz auf mich, ich werde mir überleben, ob ich es nun immer mache.

Letzten Samstag den 11.09.2004 ist unser Kater Tom gestorben, Frauchen war natürlich sehr traurig, da sie sich von ihn nicht verabschieden konnte, weil sie unterwegs war, aber sein Herrchen hat ihn bis zum Schluß gestreichelt und hat ihn über der Regenbogenbrücke geholfen.

Der Tom ist natürlich in unsere Tiergruft gekommen und Frauchen hat alles hübsch wieder hergerichtet, weil auch Tina am 14.09. ihren ersten Todestag hat, Frauchen ist wieder in Tränen ausgebrochen, ich habe versucht sie zu trösten. Nun bekommt auch der Kater einen schönen Grabstein mit einen kleinen Vogel, denn der Tom war richtig fromm als Kater und hat keinen Vogel etwas getan. Frauchen sagte: Engel verdienen Engel und deshalb bekommt Tom auch einen Engel.

Ich habe mich gemausert und gehorche immer besser, ich bin so gut, dass selbst die Lehrerin die letzte Stunde absagen konnte.
Ich bin immer wieder ein Vorführhund für die Schule, da ich so gut alles lerne. Na ja manchmal bin ich auch Stur und Frauchen braucht dann viel Überredungskunst, aber alle wissen, dass ich eine gute Schauspielerin bin. Gelernt ist gelernt.

Bis demnächst.


Ich habe inzwischen (12.02.2005) natürlich viel gelernt und musste auch Scooby akzeptieren, ich wollte eigentlich alleine bleiben, damit ich Frauchen nicht teilen muss. Habe mich aber noch einmal erbarmt und habe den armen Scooby ein neues Zuhause gegeben. Hat sich natürlich überall eingeschleimt, vorallen bei Frauchen. Aber Frauchen teilt ihre Liebe gerecht auf.
Nun haben wir auch noch Nachwuchs bekommen, wie sagt meine Freundin Jamie-Lee: "Klein-Piep" und das brüten geht lustig weiter. Bin gespannt wieviel es werden. Scooby will sie am liebsten fressen, aber Frauchen sagt: "Familienmitglieder werden nicht gefressen", Pech gehabt, Scooby.

Dann haben wir auch noch Hühner bekommen, die uns zugeflogen sind, lustig nicht? Frauchen hat sofort Futter besorgt und nun bekommen wir sie nicht mehr los und Frauchen meint: Wir haben ja bald Ostern und da brauchen wir Eier. Typisch, alle Tiere helfen.

Meine Hundeschule ist von Greven nach Altenberge umgezogen, wo Frauchen immer schmutzige Schuhe bekommt und hat mich mal gleich angemeldet zum Begleithundprüfung. In Frühjahr werde ich zum Wildfreigehege gehen und muss natürlich die Tiere zufrieden lassen. Ob das klappt? Frauchen verlangt aber wirklich viel! Bin gespannt was ich lernen muss, damit ich brav bin und andere Tiere, wie Meerschweinchen, Hühner, Hängebauchschwanz usw. zufrieden zu lassen.
Werde Euch dann berichten, welche Katastophe auf Frauchen zukam, aber ich bin ja lernbegierig.



Hat alles bestens geklappt, habe alle Tiere zufrieden gelassen, selbst die Hühner. Mein Frauchen war sehr stolz auf mich und nun darf ich überall mit.

Neues Rudelmitglied Emmi


Emmi ist ein
diplomierter Schmuse- und Wachhund.



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