Emmi ist sehr krank
Emmi ist Zuckerkrank
Zimttabletten
Aloe Vera
Blinde Hunde
Emmi`s Lebensreise wurde abrupt beendet



Mein Leben ist nicht mehr so wie es war
seit ich dir zuletzt in deine wundervollen Augen sah

Viel zu früh mußest du mich verlassen
ich kann es bis heute noch immer nicht fassen

Wie lange ist es schon her als ich zuletzt deinen Namen rief
Doch der Schmerz ist unendlich der Kummer sitzt tief

Du hast mein Herz mit Sonne und Wärme erfüllt
hast mit mir Freude und Kummer gefühlt

Deine Seele war voll Vertrauen und unendlicher Liebe
Nun ist davon nur die Erinnerung geblieben

Und wirst du mir doch für immer und ewig fehlen
Die Erinnerung kann mir nichts und niemand mehr nehmen

Es war ein Stück Himmel dass es dich gibt
So wie du hat mich wohl kaum jemand geliebt

Und werd ich eines Tages auf meine letzte Reise gehen
Dann hoffe ich dich endlich wieder zu sehen

Ich danke dir für die schöne Zeit hier auf Erden Und denke bitte daran ich glaube dass wir uns wiedersehen werden


ZUR EHRE EINER WUNDERVOLLEN BEGLEITERIN

Es ist niemals einfach Abschied zu nehmen,
wenn sie mit ihren Augen zu uns sprechen.
Wenn ihre Körper müde sind, schwach und alt
und die Liebe die wir teilten zu reinem Gold wird.

Das Maß unserer Freundschaft wird auf die Probe gestellt,
wenn die Vorstellung vorüber ist und es Zeit ist auszuruhen.
Ihre Augen fragen uns etwas aus tiefstem Herzen
"bitte befreie mich von meinen Schmerzen"-
Deine schwerste Aufgabe.

Da sind Erinnerungen voller Freude, hüte sie alle wie ein Schatz,
eine Schleife gewinnen oder einem Ball hinterherjagen.
So geh`nur jetzt,ich gebe Dich frei,
damit Du laufen und spielen kannst,
an einem Ort wo immer die Sonne scheint,
Tag für Tag.

Der Herr, dem Du jetzt dienst ist gütig und gerecht,
er wird Dich lieben und leiten bis ich bei Dir bin.


Wahre Freundschaft

Du warst bei mir in meinen Träumen
die Blätter fallen von den Bäumen
Für kurze Zeit berührte uns das wahre Licht
hell erleuchtet war's und klar die Sicht
Ich fühlte deine Liebe, Wärme und das wahre Glück
vieleicht das Paradies, gar nur ein kleine Stück
Du gabst mir mehr, als ich je vermochte, so stark, was uns verband
ich hielt Dich fest in meinen Armen, als Du, dein Licht entschwand
Unerwartet schnell und doch auf leisen Sohlen
uns'rer Sehnsuchts Traum ward uns gestohlen
Der Schmerz durchströmt mich voller Macht
wie die Lawine, die zu Tale kracht
Getrenntes Band, wie durch die Schere
gesellt zum Schmerz sich noch die Leere
So fühl' ich mich nun wie ein kleines Kind
Einsamkeit und Schmerz ist wie ein kalter Wind
Traurig glitzernd glänzen nun die Tränen
die Hoffnung fällt wie Blätter von den Bäumen
Mir bleibt nur dein Bild und die Erinnerung
auf meinen Wegen durch die Dämmerung
Wenn ich dran denk', wie's war, als ich dich hielt in meinen Armen
ein letzter Blick von Dir, oh mein Gedanke, hab doch mit mir Erbarmen
Ich fühl deine Wärme immer noch um mich herum
und immer wieder frag' ich mich, warum
und all die Tränen, die doch keiner sieht
ich begreife nicht, was hier geschieht
Du warst bei mir in meinen Träumen
die Blätter fallen von den Bäumen
Wie beim gefällten Baum im Morgenrot
ist er, den ich so liebte, nunmehr tot
Auch wenn ich manschmal Falsches tat, oder auch mal zornig war
ich liebe und vermisse dich, Du warst einfach wunderbar
In meinen Träumen rennst Du wie der Wind
du warst schon wie mein eig'nes Kind
Du bist bei mir in meinen schönsten Träumen
dort sitzen wir beisammen bei den großen Bäumen
Für kurze Zeit berührt uns dann das wahre Licht
wahre Freundschaft, hell und klar die Sicht


Ich trauere, aber andere freuen sich

Denk Dir ein Bild, weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine Segel und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: Nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: Es kommt.
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen geliebten Freund trauern, freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wiederzusehen.




In Memoriam


Die letzte Strophe Deines Liedes
war verklungen,
als er Deinen Namen rief
In uns jedoch wird`s
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief...




"Ich bin nicht tot
Ich tausche nur die Räume
Ich lebe in Euch
und gehe durch Eure Träume "



DIE GASKAMMER

Ich war nicht immer blind,
war einst ein süßes Hundekind
wurde bestimmt einmal geliebt
doch was mir dann am Ende blieb?
Nun war ich alt, kein Baby mehr
und plötzlich wolltest DU mich nicht mehr
Wo war mein Mensch?
Wo bin ich hier?
Diese Fragen stell ich mir.
DU sagst ich bin nun alt und blind
die Knochen auch nicht mehr geschwindt
und schiebst mich in die Tötung ab
ist es wirklich das
was ich nach all den Jahren verdient hab?
Ich hatte Glück und kam da raus
für viele Kumpel gilt das nicht
sie sehn nie mehr das Sonnenlicht
wenn DIESE Tür sich erstmal schliesst,
das Gas dann durch die Lungen fliesst
kein schneller Tod das sag ich DIR
warst DU denn eigentlich mal hier?
DIE GASKAMMER
schau sie dir mal von innen an
die Kratzspuren an der Tür man deutlich sehen kann.
Wut und Verzweiflung kommt in mir hoch
ist DAS doch vieler Kumpel Tod.
DU machst das Leben dir nun leicht,
weil eine Last ja von dir weicht.
Die Last, die vielleicht gerade jetzt
zum letzten Gang zur Gaskammer ansetzt.
DU siehst das Elend nicht
und Dein Gewissen plagt DICH nicht
doch eines sei für dich gewiss
auch DU wirst alt, vielleicht zur Last
für die, die einst mal zu dir standen...

geschrieben für meine kleine, liebe, blinde Emmi, die unser Leben so sehr bereichert hat!





Der Kettenhund

Mit seinem sanften Blick schaut er mich an,
Seine Augen sind immer aufmerksam.
In diesen Augen steht vieles geschrieben,
von Angst, Einsamkeit und Hieben.
Vieles, was andere nicht verstehen,
Kann ich in seinen Augen sehen.
Sein Kopf hängt müde herunter,
und wird wahrscheinlich nie mehr munter.
Er hat die Hoffnung längst aufgegeben,
und somit auch sein ganzes Leben.
Sein Körper ist von Narben übersät,
denn als ich ihn entdeckte war’s fast schon zu spät.
Ohne Wasser und ohne Futter lag er im Freien,
ob es regnete, hagelte oder begann zu schneien.
Das Dasein eines armen Kettenhundes führte dieser Hund,
Tag für Tag, Stund für Stund.
Wärme, Liebe und Geborgenheit lernte er nie kennen,
Er konnte nie auf einer grünen Wiese herumrennen.
Freiheit war für ihn ein Fremdwort,
eine schwere Eisenkette band ihn immer an denselben Ort.

Glücklicherweise habe ich ihn dann entdeckt,
Ganz verwahrlost und verdreckt.
Nun führt er ein gutes Leben,
Ich versuche ihm alles, was er braucht, zu geben.

Einen sauberen Schlafplatz, Aufmerksamkeit und genug zu Fressen,

Aber es ist klar, er kann all die Jahre nicht einfach vergessen.
Viel zu viel wurde hier schon von uns Menschen zerstört,
Niemand hat jemals auf ihn gehört.
Viele haben ihn gesehen, waren entsetzt und fragten: „Warum?“
Aber gekümmert hat sich niemand darum.
Alle meinten nur: „Ich kann ja sowieso nichts machen!“
Und konnten ein paar Minuten später wieder lachen.

Ich ließ das aber nicht so auf mir ruh'n,
denn ich wusste: Ich k a n n etwas tun!
Es kostete viel Mühe und Kraft,
Schlussendlich habe ich es jedoch geschafft.
Natürlich habe ich mich riesig gefreut,
und es bis jetzt keine Sekunde bereut.

Leider verbringen viel zu viele Hunde ein so elendes Leben,
und noch mehr Menschen stehen tatenlos daneben.
Sie denken: Dafür gibt es schließlich den Tierschutzverein,
der kann jedoch auch nicht überall gleichzeitig sein!

Für meine geliebte Emmi, die auch so ein schlechtes Leben, bei einen brutalen Bauer, erlebte. Frauchen hatte es nie bereut, dich zu holen, in ein Heim vollerl Liebe. Emmi dankte es mir, sie wich nie von meiner Seite.

Ach Emmi, meine kleine Kettenhündin, ich vermisse dich.


Ich muss mich von Urlaub erholen

Abschiedsbrief für einen wahren Freund


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