Neues Abenteuer mit Winnie Pooh



Eine Geschichte mit unsere Prinzessin

Tief im Hundert-Morgen-Wald bekann ein Tag wie jeder andere. Die Sonne lachte vom Himmel herab, im Wald war es ruhig, und der Honig quoll aus den Bienenkörben. Ja es war ein Tag wie jeder andere.... bis auf eine winzige Kleinigkeit: Ein Besucher war in den Hundert-Morgen-Walld gekommen!
Zwischen den Bäumen waren eigenartige, Furcht erregende, unheimlich große Fußspuren zu erkennen.

Ein seltsames Geräusch weckte Pooh auf!

Und nicht nur Pooh, sondern auch Ferkel.

Tigger und unsere Kleine (als Ruh) hatten es ebenfalls gehört.
Unsere Prinzessin sprang zum Fenster.
"Mama! Was war das für ein Geräusch?"

Kanga nahm Jamie-Lee auf dem Arm.
"Was für ein Geräusch denn, mein Schatz?"

"Schön war nicht gerade das Wort, das Pooh im Sinn hatte, als er an unsere Kleine`s Fenster vorbeirannte. Für ihn hatte sich das Geräusch eher "gruselig" angehört.
"Guten Morgen Pooh!", rief unsere Prinzessin (Ruh). "Was ist passsiert? Wo lauft ihr denn alle hin?" "Zu Rabbits Haus", antwortete Ferkel. "Er weiß sicher, was wir tun sollen. Das hoffe ich jedenfalls."
"Hast du eine Ahnung, was da vor sich geht?", fragte Kanga unsere Kleine (Ruh).


Unsere Kleine lief schnell hinter ihren Freunden her, um genau das herauszufinden. Als sie die anderen endlich eingeholt hatte, standen sie schon vor Rabbits Haustür.

"EINER NACH DEM ANDEREN!", schrie Rabbit, als alle gleichzeitig zu reden begannen.
Tigger fing an. "Also, ich habe gerade geschlafen und tiggerische Träume geträumt. Und plötzlich fing alles an zu beben - und dann hörte es wieder auf!"

"Was auch immer es war", sagte Pooh, " ich habe deswegen jedenfalls meinen ganzen Honig aufgegessen."

Dann war unsere Kleine an der Reihe. "Ich lag im Bett und habe geschlafen, und dann habe ich dieses schöne Trompeten gehört und bin aufgewacht."

"Tja, offensichtlich haben wir es hier mit einem Geheimnis der besonders geheimnisvollen Art zu tun", verkündigte Rabbit.

Während Rabbit von geheimnissvollen Geheinissen sprach, flog ein Schmetterling an usere Prinzessin vorbei. Unsere Kleine hüpfte fröhlich hinter ihm her, bis sie auf eine seltsame Vertiefung in der Erde stieß.
"He, kommt mal alle her und seht, was ich gefunden habe!"

I-aah kam gerade vorbei, als seine Freunde den Boden neben unsere Kleine anstarrten. "Das ist ein Krater", sagte er. "Der Himmel muß eingestürzt sein. Ich wusste schon immer, dass das passieren würde."

Unsere Prinzessin war jedoch anderer Meinung. "Das sieht wie ein Fußabdruck aus!
Tigger lachte in sich hinein. " Ach, das ist doch Quatschfug."
Pooh dachte angestengt nach, aber das half auch nichts. Er musste einfach fragen. "Rabbit, was für ein Lebewesen würde denn zu einem so - ähm - großen Fuß gehören?"

Rabbit brachte es kaum fertig, es auszusprechen. "Da gibt es nur eine Möglichkeit", teilte er seinen Freunden mit. "Ein Heffalump,"

Unsere Kleine hatte dieses Wort noch nie zuvor gehört. "Was ist ein Heffalump?", fragte sie: Die anderen versuchten es ihm zu beschreiben. Es hat Krallen! Glutrote Augen! Am Schwanz hat es einen Stachel! Auf seinen Rücken wachsen Flügeldinger!" Auf einmal tönte ein Trompeten durch den Wald, genau so eins, wie unsere Kleine es an diesem Morgen gehört hatte. Alle zitterten vor Angst. Leise führte Rabbit sie zu einem weit entfernten Gebiet am äußersten Ende des Hundert-Morgen-Waldes.

"Sie leben gleich dort drüben", flüsterte Rabbit. "im Heffalump Gehölz."



Das brachte unsere Kleine auf eine tolle Idee. "Das schnappen wir uns"!, sagt sie .
"Ein Heffalump einfangen?!", sagte Rabbit. " Unmöglich. das hat bisher noch keiner geschafft!"
Unsere Prinzessin war ganz aufgeregt. "Dann sind wir eben die Ersten, die das tun! Das wäre doch lustig! Ein richtiges Abenteuer!"
"Hmm." Rabbit überleht kurz. "Also jetzt, wo ich so darüber nachdenke.... Das wäre wirklich etwas Einmaliges. Die erst Heffalumpjagd in der Geschichte. Eine hervorragende Idee. Ich bin froh, dass mir das eingefallen ist."
Er forderte die anderen auf, ihre Ausrüstung zu holen.
Unsere Prinzessin sprang aufgeregt hin und her. Ein richtige Entdeckungsreise!
Rabbit hatte allerdings vergessen zu erwähnen, welche Art von Ausrüstung man brauchte, um ein Heffalump zu fangen. Deshalb hatte jeder einfach das mitgebracht, was er für besonders geeignet hielt. Pooh hatte einen Topf Honig dabei, Ferkel einen Spiegel, I-aah ein großes Lineal und Tigger - nun ja, Tigger brachte alles mit, was er nur tragen konnte. Es war jedoch nichts von dem dabei, was Rabbit im Sinn gehabt hatte.
Hat irgend jemand vielleicht auch etwas Nützliches mitgebracht?", fragte Rabbit.

"Ich habe ein Seil mitgebracht!" hielt es hoch.
"Ach ja!, sagte Rabbit. "Ein Seil. Genau daran hatte ich gedacht."
An einem Fass zeigte er den anderen rasch, wie man ein Heffalump mit einem Seil einfängt. Er sagte: "Zielt auf das Fass und sprecht mit fester Stimme: Im Namen des Hundert-Morgen-Waldes, ich nehme dich gefangen."
Alle versuchten es, aber nur Ruh traf mit seinem Seil das Fass. Pooh, Tigger, I-aah und Ferkel fingen etwas anderes....
"Ich hab es geschafft, ich hab es geschafft! Ich werde eine ganze Herde Heffalumps fangen!", rief unsere Prinzessin glücklich. "Kommt schon! Wir gehen gleich los und schnappen sie uns!"
Rabbit räusperte sich. "Nicht so schnell. Das ist zu gefährlich. Du bist einfach noch zu klein. Du könntest dir wehtun."
"Du meinst..... ich darf nicht mitkommen?", wollte unsere Kleine wissen.
"Es tut mir leid", sagte Rabbit.
Unsere Kleine hörte ihre Mutter rufen. Während sie sich traurig auf den Heimweg machte, hörte sie noch, wie Rabbit den anderen mitteilte:
"Also gut, wir treffen uns morgen früh wieder hier und gehen dann auf die Suche."

An diesem Morgen übte unsere Kleine mit ihrem Seil Lassowerfen.
"Ich kann genauso gut Heffalumps fangen wie die anderen", brummt sie. " Da bin ich mir sicher!"
"Ach, darum die ganze Aufregung
?", fragte Kanga. " Wegen Heffalumps?"
"Ja!" unsere Prinzessin ging zu ihrer Mutter hinüber: "Die haben sechs Köpfe voll mit großen scharfen Zähnen und einen riesengroßen Schwanz mit Stacheln; mit dem können sie ein ganzes Haus auf einmal zerquetschen!"

Du meine Güte", rief Kanga. " Und Rabbit und Tigger sind sich ganz sicher, dass Heffalumps so furchtbare Geschöpfe sind?"
Unsere Kleine nickte: " Und die anderen eins fangen, nur ich nicht. Das ist unfair. "Unsere Kleine kletterte auf den Schoß ihrer Mutter. " Ich bin schon groß genug, um ein Heffalump zu fangen, stimmt`s Mama?"
"Du wirst wirklich furchtbar schnell groß, mein Schatz", sagte Kanga. "Meinst du, ich könnte bis morgen früh erwachsen sein? Dann könnte ich mit auf die Heffalumpsjagd!"
Kanga lächelte. Sie wusste, dass das Erwachsenwerden seine Zeit braucht. Am besten, du fängst jetzt erst mal mit einer Nacht voll Schlaf an, dann bist du morgen schon einen Tag erwachsener!"
Sie brachte unsere Kleine ins Bett und überließ ihn ihrer Träumen von der Heffalumpjagd.


Früh am nächsten Morgen traf unsere Kleine eine Entscheidung. Wenn sie die anderen nicht auf ihre Heffalumpjagd mitnahmen, würde sie eben alleine gehen. Unsere Prinzessin nahm sein Seil, packte ihr Mittagessen in eine Tasche und schlich aus dem Haus. Sie fand die Heffalumpspuren sofort wieder und betrachtete sie aufmerksam.
"Dann werd ich jetzt mal losgehen!", sagte sie sich und brach zum Heffalump-Gehölz auf.

Puuh, Ferkel, I-aah und Tigger
bereiteten sich ebenfalls auf ihren Ausflug vor.
"Ah, ein perfekter Morgen für die Heffalumpjagd", sagte Rabbit. Er führte seine Truppe bis an den Rand des sicheren Waldes.
"Seht ihr? Das ist das Heffalump-Gehölz", erklärte Rabbit. " Die Heimat des gefürchteten Heffalumps.
"Oje,. "Ferkel zitterte. "Ich finde, da drüben sieht es ganz und gar nicht so freundlich aus wiee hier bei uns. " Er verstekcte sich hinter Puuh.

"Unsinn!" Rabbit sprang über den Zaun. "Ihr braucht keine Angst zu haben." "Da! Siehst du?", sagte Tigger zu Ferkel. " Niemand hat Rabbit aufgefressen. Bis jetzt." Die Freunde folgten Rabbit einer nach dem anderen.

"Denkt bitte alle daran", sagte Rabbit, " das Wichtigste ist, dass wir immer zusammenbleiben. In einer GRuppe ist man sicherer, wisst ihr."

Tigger hielt das für einen ausgezeichnete Idee. Er sprang hinter Rabbit her, der den Weg nach links genommen hatte. Puuh wartete auf Ferkel. Dann gingen die beiden nach rechts. Ferkel legte vorsichtshalber eine Spur mit rosaroten Bonbons, damit sie auch wieder zurückfinden konnten. Unglücklicherweise hatte Puuh den Sinn der Bonbons nicht verstanden und aß sie einfach auf.

I-aah hatte gerade erst den Zaun erreicht und steckte nun fest.
"Lasst euch von mir nicht aufhalten, murmelte er traurig, während die andren sich immer weiter entfernten.


Auch unsere Kleine hatte mittlerweile das Heffalump-Gehölz betreten. Er machte eine kleine Pause an der alten Mühle. Ihr Seil war ins Wasser gefallen, und es war ihr gerade gelungen, es zu retten, als sie hörte, wie hinter ihr ein langer Rüssel geräuschvoll die Luft einsog. Jamie - Lee`s Mittagessen lag dort. Und plötzlich schnappte sich der Rüssel einen Keks! Bald darauf war auch der Rest von Jamie - Lee`s Mittagessen verschwunden.

"Wer ist da?", rief unsere Kleine. Sie folgte der Krümelspur bis zur Mühle. Dann holte sie tief Luft. stieß die Tür auf und schlich hinein. In der finsteren Mühle berührte ihr plötzlich ein Rüssel. "Du bist dran!", rief eine Stimme. "Aaah!", kreischte Jamie - Lee. Alles, was sie sehen konnte, war ein dunkler Schatten mit einem langen Rüssel.

"Jetzt musst du mich fangem!" Die dunkle Gestalt lachte. Unsere Kleine suchte fieberhaft nach einem Ausweg. "Äh, ich muss jetzt gehen." Sie rannte zur Tür. Die Gestalt versperrte ihr den Weg.

"Aber du musst micht doch jetzt fangen", sagte sie. Willst du denn gar nicht spielen?"

"Ich kann nicht", sagte unsere Kleine. "Weil ich ein Heffalump fangen muss." Die Gestalt quietschte vor Vergnügen und stupste unsere Kleine an, sodass die beiden aus der Mühle hinaus in das helle Sonnenlicht purzelten. "Du kannst mich fangen! Ich bin ein Heffalump!"

Unsere Kleine starrte das Heffalump an. Er sah überhaupt nicht so aus, wie es Rabbit es beschrieben hatte. "Wenn du ein Heffalump bist", sagte Jamie - Lee, "wo sind denn dann deine Hörner und der Stachelschwanz?"

"Weiß ich nicht", sagte das Heffalump. "Toll! Ein Stachelschwanz - den hätte ich gern!"

Unsere Kleine dachte nach. "Bist du denn sicher, dass du ein Heffalump bist?"
Das Heffalump nickte. "Meine Mama sagt, ich bin eins."

Das reichte unsere Kleine aus. Sie warf ein Seil. "Im Namen des Hundert-Morgen-Waldes, ich nehme dich gefangen."

Als sich das Seil um seinen Hals legte, jubbelte das Heffalump Jamie - Lee sogar zu.!
"Ja! Du hast es geschafft!", rief es. Dann lief das Heffalump mit dem Seil um den Hals davon, um Schmetterlinge zu jagen.

Unsere Kleine schnappte nach dem Ende des Seils.
"Halt!", rief sie.

"In Ordnung." Das Heffalump blieb stehen. "Was sollen wir jetzt spielen?"
"Wir können nichts spielen", erklärte ihr unsere Kleine. Du musst mit mir kommen." Sie wollte das Heffalump mitnehmen, um es ihren Freunden zu zeigen. Das Heffalumt kaute geräuschvoll ein paar Beeren. " Warum denn?", fragte es schmatzend.
"Weil ich dich gefangen habe und ... weil ich schon groß bin", verkündigte unsere Kleine.

Echt?! Du bist erwachsen? Dann hast du auch schon einen eigenen Ruf?" Das Heffalump versuchte zu trompeten, aber es klang eher wie ein leises Pfeifen. "Ich habe meinen noch nicht gefunden. Meine Mama sagt, ich finde ihn schon, wenn ich groß bin."
In diesem Augenblick hörte unsere Kleine dasselbe Trompeten, das ihr am Morgen zuvor geweckt hatte.
Das Heffalump blickte in die Richtung, aus der seine Mutter gerufen hatte. Er wollte nicht nach HAuse gehen, denn es hatte gerade so viel Spaß mit seiner neue Freundin. Also trottete es neben unsere Kleine her.
"Ich kenne noch ein anderes Spiel. Das heißt das Namensspiel." "Haben Heffalumps denn Namen", fragte unsere Kleine. "Natürlich. Mein Name ist Heffrich Trampler Brompeter Heffalump der Vierte. Aber alle nennen mich Lumpi. Wie heißt du denn?"

"????."



Während unsere Kleine und Lumpi sich singend auf den Weg zum Hundert-Morgen-Wald machten, saßen Puuh und Ferkel zusammengekauert im Heffalump-Gehölz. Sie wünschten sich mehr als alles andere, dass die Heffalumps weit weg wären.

Dann holte Puuh tief Luft. "Sei tapfer, Ferkel! Das ist unsere Chance, unseren Wald zu retten - und meinen Honig!"

Puuh warf sein Seil, Ferkel schwenkte sein Netz. Einstimmig riefen sie: "Im Namen des Hundert-Morgen-Waldes, ich nehme dich gefangen!"

Puuh lächelte freudig, als sein Seil an etwas Gestreiftem hängen blieb.
Ferkel betrachtete sein Heffalump näher. "Puuh? Ist dir schon mal aufgefallen, dass Heffalumps fast genauso wie Kaninchen aussehen."


Unsere Kleine und Lumpi sangen fröhlich vor sich hin, bis die beiden den Zaun in der Nähe des Hundert-Morgen-Waldes erreicht hatten.
"Ich glaube, ich gehe jetzt lieber nach Hause", teilte er unsere Kleine mit. " Ich darf nämlich nicht in diesen Teil vom Wald gehen. Da leben unheimliche Geschöpfe."

unsere Kleine lachte. "Aber ich lebe dort. Da gibt es überhaupt nichts unheimliches."

"Doch, gibt es wohl", beharrte Lumpi. " Da gibt`s so ein gestreiftes Ding, das immer springt und ,hoo-hoo-HOO`brüllt. Und dann springt er einen an!" "Ach, das ist doch nur Tigger. Der ist klasse!" Unsere Kleine kletterte auf den Zaun.
"Und dann wohnt da noch dieses kleine rosa Monster, das die ganze Zeit quiekt und zittert", fuhr Lumpi fort. "Das schnappt dich, wenn du nicht aufpasst!"

"OH nein, nein, nein", sagte unsere Kleine. " Da liegst du bei Ferkel aber völlig falsch. Er kann keiner Fliege etwas zu leide tun."

Lumpi bewegte sich nach wie vor nicht vom Fleck. "Dann gibt`s noch dieses laute Ding. Es hat lange Ohren und schreit alle an."

"Ja, sagte unsere Kleine
. "Bei Rabbit muss ich dir wohl Recht geben. Aber wenn du ihn erst mal kennst, ist er schon in Ordnung."

"Ich will ihn aber gar nicht kennen lernen", sagte Lumpi mit leiser Stimme. "Muss ich denn?"

"He, du hast ja wirklich Angst, oder?" Unsere Kleine sprang wieder hinunter und setzte sich neben ihren neuen Freund. "Meine Freunde sind überhaupt nicht gruselig", sagte sie. "Wer hat dir denn bloß so einen Unsinn erzählt?"

"Keine Ahnung", sagte Lumpi. Das weiß doch jeder."

"Hah! Genau dasselbe haben Rabbit und Tigger über Heffalumps gesagt."
Unsere Kleine schaute hinüber in den Hundert-Morgen-Wald, den sie si lieb gewonnen hatte und in dem sie sich so sicher fühlte. Wie konnte man sich davor bloß fürchten? Sie kletterte durch den Zaun und blickte zurück zu Lumpi. "Hier gibt es überhaupt nichts, wovor du Angst haben musst."

"Versprochen?", fragte Lumpi.

"Versprochen", sagte unsere Kleine und half Lumpi durch den Zaun zu klettern.


Im Heffalump-Gehölz war Rabbit gerade damit beschäftigt, alle anzuschreien, genauso, wie Lumpi es beschrieben hatte.
"Wir sind nicht zum Spaß hier! Das Heffalump ist schließlich zum Greifen nah!"
Damit kam Rabbit der Wahrheit näher, als er ahnte: Ein echtes Heffalump trompetete ganz in der Nähe!
Puuh, Ferkel, Rabbit und Tigger sprangen ein einen Baumstamm. Sie schoben Ferkels Kopf hinaus, damit er ihnen Bericht erstatten konnte.
Ferkel sah, wie sich die Büsche bewegten. "Es kommt!" quiekte er. "Es kommt!" Die Freunde streckten aus jedem Ende des Baumstamms ein Paar Beine und machten sich aus dem Staub. Sie schauten nicht einmal zurück, sodass sie auch nicht sehen konnten, das es I-aah war, der aus dem Gebüsch trat.
!Ich wage nicht zu fragen, was da wohl los ist", murmelte I-aah, während der Baumstamm auf wackligen Beinen davonrannte.


unsere Kleine war erstaunt über die Stille im Hundert-Morgen-Wald. Lumpi und sie machten zuerst bei Puuhs Haus Halt.

"Es scheint niemand zu Hause zu sein", vermutete unsere Kleine. Lumpis Magen knurrte. "Entschuldige. Normalerweise macht mir meine mama um diese Zeit immer etwas zu essen."

Und bevor unsere Kleine ihn aufhalten konnte, fiel Lumpi über Puuhs Honig her!

"Na ja, ich denke, das wird ihm nichts ausmachen", sagte unsere Kleine.
Aber wir sollten lieber gehen, bevor wir am Ende noch was kaputmachen."

Sie schlichen auf Zehenspitzen hinaus, doch dann schlugen sie versehentlich Puuhs Haustür zu stark zu, und jede Menge Honigtöpfe zersprangen auf dem Fußboden.
"Auweia", sagten unsere Kleine und Lumpi.

Schnell gingen sie weiter zu Rabbits Haus. Jamie - Lee schaute sich um. "Sie müssen wohl noch auf der Heffalumpjagd sein."

Lumpi aber hörte ihr gar nicht zu. Er hatte eine süße saftige Wassermelone gefunden, die er nun laut schmatzend verspeiste.
Unsere Kleine versuchte nicht daran zu denken, was Rabbit dazu sagen würde.

"Ich denke, das wird ihm nichts ausmachen," versuchte er sich einzureden und nahm sich ebenfalls ein Stück. Bald darauf rasten lumpi und sie durch Rabbits ordentlich angelegte Beete, spielten Fangen und alle möglichen anderen Spiele, für die sich ordentliche Gärten überhaupt nicht eignen. Schließlich war Rabbits Garten ein einziger Obst und Gemüse-Brei.


"Auweia", sagten unsere Kleine und Lumpi.
"Das wird meiner Mama aber gar nicht gefallen, Schmuddel-unsere Kleine", sagte Lumpi.

"Meiner auch nicht, Schlumpi-Lumpi", erwiderte unsere Kleine. "Wir sollten uns lieber mal sauber machen."
Unsere Kleine führte Lumpi zum Bach und zeigte ihm, wie man einen Riesenplatscher macht. Lumpi zeigte unsere Kleine dafür, wie man Wasser spritzt und verhalf seiner Freundin zu einer schönen kühlen Dusche.

Unsere Kleine und Lumpi beschlossen, mit den Wolken um die Wette zu rennen. Lumpi hielt unsere Kleine sein Seil hin, damit sie ihn führen konnte, aber unsere Kleine wollte es nicht nehmen - schließlich war Lumpi jetzt ja ihre Freund geworden.

"Du bist kein Gefangener mehr", sagte unsere Kleine. Sie band das Seil los und warf es fort.

Lumpi lachte, und die beiden liefen unter lauten Jubelschreien los.


Während unsere Kleine und Lumpidavonjagten, rasten Puuh, Ferkel, Tigger und Rabbit nach Hause.
"Nun ja", keuchte Rabbit. alles in allem war es eine durchaus erfolgreiche Heffalumpjagd."

Puuh dachte über diese Worte nach. Irgendetwas daran verwirrte ihn.
"Bist du da ganz sicher, Rabbit?", fragte er.
"Ja, natürlich!", erwiderte Rabbit. "Schau dich doch bloß mal um. Siehst du hier vielleicht irgendwelche Heffalumps?"

Genau in diesem Augenblick bemerkten sie die Fußspuren .....



Sie folgten den Spuren bis zu Puuhs Haus. Zerbrochene Töpfe und klebriger Honig bedeckten den ganzen Fußboden.
"Oh nein!", rief Puuh. "Rabbit, ich glaube, die Jagd war doch nicht so erfolgreich."
Tigger war gleich zu Rabbits Garten weitergesprungen. Dort herrschte ein noch schlimmeres Durcheinander, als Tigger jemals angerichtet hatte.
Einen Augenblick lang konnte Rabbit nur wie ersteinert vor sich hin starren.
Dann fand er seine Stimme wieder. "Die Heffalumps sind hier!"
Tigger, Puuh und Ferkel rannten in panischer Angst im Kreis herun, bis Rabbit sie anhielt.
"Ich habe eine Idee!", sagte er. "Wir brauchen Fallen. Und zwar überall!"

Keiner wusste genau, wie eine Heffalump-Falle aussehen sollte. Also verwendeten sie einfach alles: einen Käfig, eine Matratze, einen Flaaschenzuf, Töpfe und Pfannen, eine Fallgrube und - natürlich - Honig als Köder. Sie hämmerten und sägten und sprangen eifrig hin und her, bis sie schließlich vor den fertigen Fallen standen.
"Sehr nur!", sagte Tigger. "Eine super-duper-extra-fantastiggerische hyperfamose Heffa-Falle!"
"Das Heffalump, das diese Falle überwindet, möchte ich mal sehen", stimmte Rabbit zu.
"Jetzt müssen wir nur noch den Angriff abwarten."



Lumpi und unsere Kleine spielten immer noch miteinander, als sie aus der Ferne Lumpis Mutter rufen hörten.
"Oh nein!", sagte unsere Kleine. "Deine Mutter haben wir ganz vergessen!"
Lumpis Mutter trompetete noch einmal.
"Jetzt muss ich aber wirklich gehen"m sagte Lumpi. "Das klingt, als ob sie sich Sorgen macht."
"Los komm!", sagte Jamie - Lee. "Ich helfe dir dabei, sie zu finden."

Lumpi hatte Recht. Seine Mama machte sich tatsächlich Sorgen um ihn. Sie hatte seine Fußspuren bei der Mühle entdeckt, konnte ihren Sohn aber nirgendwo finden. Und während Mama Heffalump nach Lumpi suchte, begann Kanga nach unsere Kleine zu suchen.



Unsere Kleinerief laut nach Lumpis Mutter, aber sie schienen sich immer von ihr zu entfernen, statt ihr näher zu kommen. Was das Ganze noch schlimmer machte, war, dass Lumpi mit jedem Schritt trauriger und müder wurde.
"Mach dir keine Sorgen, Lumpi", sagte unsere Kleine. "Wir finden sie bestimmt bald." Lumpi setzte sich hin, um sich auszuruhen.
"Wir haben sie aber schon eine ganze Weile nicht mehr gehört."
Unsere Kleine überlegte, womit sie ihren Freund wohl aufmuntern könnte. "Wenn es mir nicht si gut geht, singt meine Mama mir immer etwas vor."
Unsere Kleine begann, ihr Lieblingslied zu singen. ALs sie damit fertig war, fühlte sich unsere Kleine fast genauso traurig wie Lumpi. Jetzt vermisste auch sie ihre Mama!


"Ich will zu meiner Mama", jammerte Lumpi.
"Ich auch", sagte unsere Kleine kläglich. Dann setzte sie sich auf. Das war die Lösung!
"Meine Mama! Sie weiß bestimmt, was wir tun müssen! Komm mit, Lumpi, wir gehen zurück und holen sie. Meine Mama bringt alles wieder in Ordnung."

Lumpi stand auf und kehrte mit unsere Kleine zum Hundert-Morgen-Wald zurück.

Kanga ging z den anderen Häusern im Hundert-Morgen-Wald. Sie war so damit beschäftigt, nach unsere Kleine Ausschau zu halten, dass sie die Heffalump-Fallen gar nicht bemerkte.... bis sie in einer gefangen wurde.

Ein Alarm ertönte, und Tigger stürzte aus seinem Versteck! Dann erdeckte er Kanga.
"Falscher Alarm!", rief er den anderen zu. "Es ist nur Kanga!"
Puuh, Ferkel und Rabit kamen aus ihren Verstecken hervor.

"Wir haben Fallen gebaut, um das Heffalump zu fangen", erzählte Ferkel ihr. Kanga wat jedoch nicht wegen der Heffalumps beunruhigt. "Hat irgend jemand von euch unsere Kleine gesehen? Sie hätte längst zu Hause sein müssen.


Um diese Zeit war Jamie-Lee fast schon zu Hause. Nicht allzu weit entfernt konnte sie ihre Freunde sehen - und ihre Mama!
"He, guck mal, da ist sie, Lumpi!" Sie winkte und rief: "Mama!" unsere Kleine!", antwortete Kanga glücklich.
Unsere Kleine führte Lumpi zu den anderen, um ihn Kanga und ihre Freunden vorzustellen. "Das ist Lumpi", verkündigte unsere Kleine. "Er ist ein Heffalump."
"Eine Sekunde lang rührte sich niemand von der Stelle. Dann begannen alle außer Kanga wild mit den Armen zu fuchteln und zu schreien.
"Es hat Jamie-Lee in seiner Gewalt!", kreischte Rabbit.
Haltet es auf!", brüllte Tigger.
Plötzlich klirrte eine der Heffalump-Fallen und schnappte nach Lumpi.
Der bekam große Angst und rannte davon.

"Lumpi! Warte!" unsere Kleine lief seinem verängstigten Freund hinterher. Doch als unsere Kleine Lumpi einholte, saß der in einer Falle gefangen.

"Du hast
gesagt, sie sind gar nicht schrecklich", schluchzte Lumpi. "Du hast es versprochen."
"Oh Lumpi", sagte unsere Kleine. "Es tut mir so Leid."
Unsere Kleine versuchte, den Käfig anzuheben und die Gitterstäbe zu zerbrechen. Aber nichts von dem, was sie tat, half ihrem Freund. Sie hörte, wie Rabbit und die anderen nach ihr riefen. Sie durfte nicht zulassen, dass sie Lumpi fanden. Als sie nach oben sah, fiel ihr ein großer Knoten auf, der den Käfig zusammenhielt. Ob sie ihn noch rechtzeitig erreichen konnte?
Jamie-Lee sprang auf den Käfig. Sie zerrte so lange an dem Knoten, bis er sich löste. Der Käfig fiel auseinander, und Lump war frei! Lumpi halt unsere Kleine wieder herunter.
"Komm jetzt!" unsere Kleine umarmte ihren Freund. "Ich bring dich nach Hause.


Genau in diesem Augenblick entdeckten die anderen unsere Kleine. "Das Heffalump hat sie erwischt!", sagte Puuh.
"Lass auf der Stelle meine kleine Freundin Jamie-Lee los, du heffeliges Lumpenvieh!", rief Tigger.
Rabit, Puuh, Ferkel und Tigger schwangen ihre Lassos, um unsere Kleine zu retten.
Kanga versuchte sie aufzuhalten, aber schon senkten sie vier Lassos auf Lumpi herab.
"Im Namen des Hundert-Morgen-Waldes", rief das Rettungskommando, wir nehmen dichgefangen!"


Tigger und die anderen führten einen rgelrechten Siegestanz auf. "Wir haben es! Hurra!", riefen sie.
"Nein!", schrie unsere Kleine
Ihre Freunde hörten verwundert auf.
"Lasst ihn los", forderte Jamie-Lee sie auf. Ihr macht ihm Angst!
Wir haben uns geirrt! Heffalumps sind gar nicht groß und gruselig! Lumpi ist mein Freund." unsere Kleine streichelte Lumpi. "Er ist doch noch ein Kind, genau wie ich."
Unsere Kleine merkte, dass ihre Freunde sie nicht verstanden hatten. Sie musste sie überzeugen.

"Manchmal fürchtet er sich" sagte unsere Kleine zu Ferkel. "Und er mag Honig", erklärte sie Puuh. "Und er lernt jetzt sogar zu springen", erzählte sie Tigger. Einer nach dem anderen ließen Ferkel, Puuh und Tigger ihre Seile los. Bald war nur noch Rabbits Seil übrig.
"Du musst ihn wieder freilassen!", sagte Jamie-Lee. "Du musst einfach!"


Rabbit dachte darüber nach. Schließlich ließ auch er sein Seil fallen. Lumpi ging langsam rückwärts um unsere Kleine unheilichen Freunden zu entkommen. Doch hinter ihm lauerte ein steiler Abhang. Wenn er nicht aufpasste, würde er gleich hinunterrrstürzen!
"Lumpi!" unsere Kleine packte eines der Seile um ihrem Freund zu helfen. Sie konnte Lumpi zwar aufhalten, aber dafür stürzte sie selber nach unten! Sie landete in einem tiefen Loch voller abgestorbener Bäumen." Unsere Kleine ihre Freunde und Kanga versuchten ihr zu helfen, aber sie konnten die Baumstämme nicht von der Stelle bewegen.
"Halte durch!", rief Lumpi, " Ich habe eine Idee!"

Lumpi rannte bis zum Waldrand und hob seinen Rüssel. "TRÖÖÖT! TRÖÖÖT!" Lumpi hatte seinen Ruf gefunden! Aus der Tiefe des Waldes antwortete Lumpi ein anderer Ruf. !Mami!", rief Lumpi. "Hab keine Angst! Meine Mami kommt!"

"Mami?", flüsterte Rabbit, zu Tode erschrocken bei dem Gedanken, einem noch größeren Heffalump zu begegnen. Rabbit und Tigger wollten flüchten, aber Kanga hielt sie auf. Schließlich war auch sie eine Mutter, und sie wusste, wie Frau Heffalump sich fühlen musste. Rabbit und Tigger drängetn sich kleinlaut hinter Kanga zusammen. Als das Tönen lauter wurde, gesellten sich auch Ferkel und Puuh zu ihnen.
Mama Heffalump stürmte auf die Lichtung. Und sie sah mächtig wütend aus.
"Heffrich Trampler Brompeter Heffalump der Vierte! Wo warst du bloß?" Dann drückte sie ihren Sohn ganz fest an sich.
"Oh mein kleiner Liebling, ich war schon ganz krank vor Sorge." Lumpi befreite sich aus ihrer Umarmung.
"Mir geht`s gut, Mami, aber meine Freundin Jamie-Lee steckt in Schwierigkeiten. Kanst du sie retten?"


Mama Heffalump warf einen Blick nach unten, wo unsere Kleine in der Patsche saß.
"Unsere Kleine", rief sie. "Kannst du mich hören, Engelchen? Du brauchst keine Angst zu haben. Ich bin Lumpis Mami. Lass mich nur machen.
Vorsichtig räumte Mama Heffalump die schweren Baumstämme beiseite. Rabbit und die anderen beobachten das anze voller Staunen. Keine ihrer Fallen hätte diees Heffalump aufhalten können!
"So, das hätten wir" sagte Mama Heffalump. Sie hob unsere Kleine mit ihrem Rüssel auf und überreichte ihr behutsam Kanga.
Kanga drückte unsere Kleine fest an sich. "Oh, unsere Kleine! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!"
Lumpi schmiegte sich ebenfalls an seiner Mutter. "Du hast es geschafft!"
"Oh, Lumpi", sagte Mama Heffalump, " du hast deinen Ruf gefunden."

Tigger und Rabbit trauten ihren Augen kaum. "Sieh dir blo9ß mal an!", sagte Tigger. " Heffalumps haben gar keine Stachelschwänze.
"Oh, Rabbit", sagte Puuh, "deshalb war das Heffalump in unserem Wald. Sie hat nur nach ihrem Kind gesucht."
Rabbit räusperte sich. Er musste etwas Wichtiges sagen.
"Ahm, kleines Heffalump", begann Rabbit. "Ich . das heißt, wir ..."
Aber aus irgendeinem Grund konnte Rabbit diesmal keine großartige Ansprache halten. Deshalb sagte er einfach nur: "Kannst du uns verzeihen?
Wir haben uns wirklich sehr schlecht benommen."

Lumpi nahm Rabbits Entschuldigung sofort an.


Nun, wo das Abenteuer vorüber war, war es für die Heffalumps Zeit, nach Hause zu gehen. Aber Lumpi und Jamie-Lee waren noch nicht so weit. "Können wir nicht bitte, bitte noch ein bischen aufbleiben?", fragte Jamie-Lee Kanga.
"Bitte", bettelte Lumpi bei Mama Heffalump.
Die beiden Mütter sahen einander an und lachten. Sie brachten es einfach nicht übers Herz, den neuen Freunden zu verbieten, nich ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen.
"Ich schätze ein paar Minuten können nicht schaden", sagte Kanga mit einem Augenzwinkern, als Ruh und Lumpi davonrannten, um weiterzuspielen.


Während Puuh und seine Freunde den beiden zuschauten, wurde ihnen klar, wie wunderbar es war, dass die Heffalumps nun ihre Freunde waren.
"Wisst ihr, eigentlich waren nicht wir es, die an diesem Tag ein Heffalump gefangen haben", erinnerte Puuh später: "Es waren doch ehehr so, dass Lumpi uns eingefangen hat."
Und so wurde aus einem gewöhnlichen Tag im Hundert-Morgen-Wald etwas ganz besonderes, denn das war der Tag, an dem Lumpi und unsere Kleine Freunde wurden und auf Freunde konnte man sich immer verlassen.


Ein Lump ist doch der beste Freund



Meine schönsten Geschichten mit Winnie Pooh Teil 2


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