Wiegenlied



Alles still in süßer Ruh,
drum, mein Kind, so schlaf auch du!
Draußen säuselt nur der Wind:
Su susu! Schlaf ein, mein Kind!

Schließ du deine Äugelein,
lass sie wie zwei Knospen sein!
Morgen, wenn die Sonn erglüht,
sind wie die Blum erblüht.

Und die Blümlein schau ich an,
und die Äuglein küss ich dann,
und der Mutter Herz vergisst,
dass es draußen Frühling ist.


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Schlaf, Kindlein, schlaf
Christkindlein hat ein Schaf,
ist selbst das liebe Gotteslamm,
das für uns all zu Tode kam.
Schlaf, Kindklein, schlaf.



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Die Blümelein, sie schlafen
schon längst im Mondenschein,
sie nicken mit den Köpfchen
auf ihren Stängelein..
Es rüttelt sich der Blütenbaum,
er säuselt wie im Traum:
Schlafe, schlafe,
schlaf ein, mein Kindelein.


Die Vögelein, sie sangen
so süß im Sonnenschein,
sie sind zur Ruh gegangen
in ihre Nestchen klein.
Das Heimchen in dem Ährengrund,
es tut allein sich kund.
Schlafe, schlafe, schlaf ein, mein Kindelein.

Sandmännchen kommt geschlichen
und guckt durchs Fensterlein,
ob irgendwo ein Liebchen
nicht mag zu Bette sein,
und wo er noch ein Kindchen fand,
streut er ins Aug' im Sand.
Schlafe, schlafe,
schlaf ein, mein Kindelein.




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Schlaf, Kindchen, schlaf,
Dein Vater hütet die Schaf.
Deine Mutter schüttelts Bäumelein,
da fällt herab ein Träumelein.
Schlaf, Kindchen, schlaf.

Schlaf, Kindchen, schlaf!
Am Himmel zieh'n die Schaf.
Die Sterne sind die Lämmerlein,
der Mond, der ist das Schäferlein.
Schlaf, Kindchen, schlaf!

Schlaf, Kindchen, schlaf!
So schenk' ich dir ein Schaf
mit einer goldnen Schelle fein,
das soll dein Spielgeselle sein.
Schlaf, Kindchen, schlaf!


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Guten Abend, gut` Nacht

Guten Abend, gut´ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlüpf unter die Deck´:
Morgen früh,
wenn Gott will,
wirst Du wieder geweckt.
Morgen früh,
wenn Gott will,
wirst Du wieder geweckt.
Guten Abend, gut´ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeiden im Traum,
dir Christkindlein´s Baum:
Schlaf´ nun selig und süß,
schau im Traum ´s Paradies.



Schnarchelmädchen

Aus dem Hause kräht der Hahn:
Gickerigick, der Tag bricht an!
Gleich wirds munter unterm Dah,
Schwalb und Sperling werden wach.
Und nund klopfts im Augenblick
an das Fenster: "Pickperiwick!"
Denn da liegt im Kabinett
Schnarchelmädchen noch im Bett.
Schnarcht die liebe lange Nacht
schon seit gerstern Abend acht.
Schnarcht bis mitten in den Tag,
wenn ihn niemand wecken mag.
Schnarchelmädchen, ei der Daus,
hurtig aus den Federn raus.
Erst ein Bein, dann noch ein Bein,
flink nun in die Stub herein!
Pitschepatsch! Nun kommt der Schwamm,
erst der Schwamm und dann der Kamm.
Schwämmchen macht Guckäuglein klar,
Kämmchen macht schön glatt das Haar.
Eins und zwei und drei im Nu
in das Kleid, Strümpf und Schuh.
Schnell jetzt noch das Jäckchen an,
und da steht das Mädchen da!
Nun, ihr Vögel unterm Dach;
Schnarchelmädchen ist schon wach.
Und du Gockel auf dem Haus:
Schnarchelmädchen ist schon raus
aus dem warem Federnest,
guck, da steht sie stramm und fest!
Und nun hört im Augenblick
auf mit euerem Pckperiwick
und mit eurem Gickerigick,
macht woanders jetzt Musik.


Leider darf ich keine Originalbilder einstellen.

Die Brücke der Freundschaft



Die Brück, die über den seichten Fluss Hundert-Morgen-Wald führte, war gerade gestrichen worden. Das konnt man auf zwei auffälligen Schildern an jedem Ende der Brücke lesen: VORSICHT! FRISCH GESTRICHEN!
Dummerweise hatte der BRückenanstreicher die Freunde dadurch getrennt: I-ahh befand sich auf der einen. Puuh und der Rest seiner Freunde auf der anderen Seite der Brücke!
Keine Sorge, I.ahh!", rief Puuh. "Die Farbe wird bald trocken sein. Doch jedes Mal, wenn Puuh an das Holz der Brückte fasste, hatte er Farbe an den Pfoten.
I-ahh seufzte. So etwas musste immer ihm passieren!
Traurig blickten sich die Freunde über den Fluss hinweg an. Es sah so aus, als würde die Farbe sehr lange zum Trocknen brauchen.
I-ahh ließ den Kopf hängen, betrachtete sein Spiegelbild im Wasser und seufzte: "Immer, ich!"
Plötzlich vernahmen sie ein bekanntes Geräusch, das immer näher kam.
DI-DI-BOMBS! DI-DI-BOMBS1 DI-DI-BOMBS!
Hallo-hoo!", grommelte Tigger. "Tigger: "Hoo-hoo-hoo! Was treibt ihr denn da schönes?"
Wir.... wir wollen mit I-ahh spielen, aber die Brücke...."
Ferkel konnte seinen Satz nicht zu Ende sagen, da
Tigger bereits auf die Brücke gebompst.
"Upsa!", rief Tigger. Er bompste ans Ufer zurück und schüttelte die Farbe von seinen Pfoten. "Tiggers hassen frische Farbe!"
Dann richtete sich Tigger stolz auf. "Ich komme schon rüber zu I-ahh", sagte er. "Passt mal auf, wie ich da rüberbompse!"
Puuh unf Ferkel wollten ihn zurückhalten, aber Tigger hörte nicht. Er nahm Anlauf und - DI-BOMPS! - landete er mitten im Fluss!
"Jauuu!", rief er, schüttelte sich kräftig und verpasste Puuh und Ferkel eine kalte Dusche.
Aber Tigger ließ sich nicht entmutigen. Er versuchte es immer wieder. Jedes Mal, wenn er im Wasser landete, erhielten Puuh und Ferkel eine neue Dusche verpasst.
Ferkel wischte sich das Wasser aus dem Gesicht und Puuh wrang sein Hemd aus. "Jetzt, wo wir alle schon nass sind, können wir doch zu I-aah hinüber waten", schlug Ferkel vor.
Das war eine prima Idee! Puuh und Ferkel nahmen sich an der Hand und wateten durch den seichten Fluss zu I-aah.
Ich habe gar nicht nass werden!", freute sich I-ahh, als die Freunde sein Ufer erreichten. In diesem Moment kam Tigger angebompst, weil er auch dabei sein wollte, und bespritzte I-ahh von Oben bis unten mit Wasser. "Das war vorauszusehen!", meinte Ia-ahh, als er in einer Pfütze stand.
Kurz darauf erschien Rabbit. Er starrte auf die nassen Gestalten und tippte dann die Brücke mit einem Finger an. "Ah, schön trocken!", sagte er und nahm das FRISCH GESTRICHEN-Schild ab. Dann marschierte er über die Brücke und nahm das andere Schild auch ab.
"Nun", meinte Iaah, als Rabbit wieder im Hundert-Morgen-Wald verschwunden war, "da die Brücke trocken ist und wir alle nass sind.... will jemand baden gehen?"


Der Honigkuchen



An einemkühlen Tag im Herbst wollte Rabbit einen leckeren Honigkuchen backen. "Das wird der beste Kuchen aller Zeiten", erklärte er Puuh, Ferkel und Tigger. Die drei konnten sich die süße Leckerei direkt vorstellen - saftig und schwer und ganz frisch aus dem Backofen!
Wir helfen dor dabei, Rabbit", bot Puuh an, denn er hoffte, dass er den Rührlöffel abschlecken durfte.
"Nein, nein, nein!", lehnte Rabbit ab und stellt seine Küchengeräte auf den Tisch. "Das soll der beste Kuchen aller Zeiten werden und viele Bäker verderben den Kuchen!"
"Ach, komm, Langohr!", drängelte Tigger. "Wir ruinieren deien Kuchen schon nicht!"
"Wir machen auch nur, was du sagst", meinte Ferkel. "Ehrenwort!"

Schließlich gab Rabbit nach. "Na gut", sagte er. "Aber ihr macht genau das, was ich sage - und nur, wenn ich es sage!"
Er zeigte Ferkel, wie man die Eier vorsichtig aufschlug, ohne dass Schalen in die Schüssler gelangten. Tigger fettete die Backform mit seinem Schwarz ein - so würde der Kuchen nicht ankleben - Puuh rührte den Teig, bis er schön weich war.
"Mal schauen, ob ich etwas vergessen habe", sagte Rabbit und blätterte in seinem Kochbuch. "Ach ja! Backpulver! Von dem Backpulver geht der Teig schön auf." Sorgfältig maß er das Backpulver ab und rührte es in den Teig.
Puuh, Ferkel und Tigger dachten sich: Ein Honigkuchen ist wunderbar, aber ein noch größerer wäre natürlich besser. Puuh wartete, bis Rabbit sich zu dem Backofen hinunter bückte, und gab noch mehr Backpulver ab den Teig. Während Rabbit die Schüssel abwusch, gab Ferkel mehr Backpulver an den Teig. Und als Rabbit das Kochbuch zurück an seinen Platz stellte, gab Tigger noch mehr Backpulver ab den Teig.
"So! Jetzt muss er backen!", erklärte Rabbit und machte die Klappe des Backofen zu.
Die drei Freunde konnten es gar nicht erwwarten. Rabbit würde staunen, dass der Kuchen mit ihrer Hilfe noch besser - und GRÖSSER - geweorden war. Nach einer Weile sah Rabbit nach dem Kuchen. "Ach du meine Güte!", hörten sie ihn aus der Küche rufen. Schnell eilten sie zu ihm um sein erstauntes Gesicht zu sehen.
Rabbit machte ein erstauntes, aber kein glückliches Gesicht. Der Kuchen war GEWALTIG und wurde mit jeder Minute größer. Er erstreckte sich von einer Wand zu anderen und vom Boden bis zur Decke. Rabbits ganze Küche war mit Kuchen angefüllt.
"Was habt ihr gemacht!", rief Rabbit und brachte sein Geschirr in Sicherheit, bevor es vom Regal gedrückt wurde. "Seht bloß die Küche an. Alles voller Kuchen!" "Können wir dir helfen?", fragte Ferkel freundlich. "Nein!", rief Rabbit. "Es hat schon gereicht!" "Ich habe eine tiggermäßige Idee, wie wir deinem Kuchen Herr werden können!" Tigger blinzelte seinen Freunden zu.
Zwei Stunden später war kein Kuchen mehr da, bis auf ein Stück so groß wie die BAckform, und in den Bäuchen von Puuh, Tigger und Ferkel rumorte es nicht mehr. "Köööstlich!", sagte Puuh und leckte sich die Lippen. Alle, auch Rabbit, fanden dass das der beste Kuchen aller Zeiten war!


Das schönste Geschenk



Klein-Ruh malte ein großes Zeichen auf den Wandkalender, damit er nicht vergaß, welcher wichtige Tag in einer Woche war.
"Bald ist Muttertag", erzählte er Puuh, und ich möchte meiner Mutter das allerschönste Geschenk machen." "Ich schlage vor.... einen großen Topf Honig", meinte Puuh und strich sich über seinen runden Bauch.
Klein-Ruh dachte scharf nach. "Ich weiß nicht", sagte er. " Wir haben schon eine Menge Töpfe voll Honig."
"Honig kann man nie genug haben", erklärte Puuh und dachte an seinen eigenen Honigvorräte.
"Danke, Puuh", sagte Klein-Ruh. " Ich frage mal Tigger, Eule, Rabbit und I-ahh, was sie meinen." Eilig hüpfte er davon um sie aufzusuchen.
"Hallo Eule!", rief er zu dem Baumhaus hinauf, in dem sein weiser, alter Freund wohnte.
"Wer hat gerufen?", fragte Eule. Er klappte das Buch zu, in dem er las, und ging zur Tür. "Ach, du bist es", stellte er fest und blickte auf Klein-Ruh hinunter.
"Welches ist das allerschönste Geschenk?", fragte Klein-Ruh.
"Ein gutes Buch", antwortete Eule. "Das ist für mich das allerschönste Geschenk."
"Zu dumm!", seufzte Klein-Ruh. "Mama hat schon eine Menge Bücher für mich zum Vorlesen. "Er lief weiter zu Rabbit, der in seinem Gemüsegarten arbeitete. "Pass auf, wo du hintrittst", rief er, als Klein-Ruh durch seine ordentlichen und gepflegten Mohrrübenbeete sprang. "Ein Gemüsegarten ist doch kein Spielplatz!"
Klein-Ruh sah Rabbit zu, wie er Unkraut zupfte und die Beete harkte. "Glaubst du, meiner Mutter würde Gartenarbeit Spaß machen? Ich will ihr nämlich das allerschönste Geschenk zum Muttertag machen."
"Eine Harke ist ein praktisches Geschenk", meinte Rabbit und hielt seine Harke in die Höhe. "Ich könnte eine neue gebrauchen." "Eine HArke zum Muttertag? So ein Quatsch!", ertönte da eine Stimme aus dem Sonnenblumenfeld. Tigger kam angebompst, stieß gegen Rabbit und warf ihn zu Boden.
"Weißt du, welches das allerschönste Geschenkist?", fragte er Klein-Ruh. Ein Pogo-Hüpfstock. Mit dem kannst du so hoch bompsen wie ich."
Aber einen Hüpfstock habe ich von Mama geschenkt gekriegt", meinte Klein-Ruh und machte sich wieder auf den Weg.
Kurz darauf traf er I-ahh, der sich im Schatten eines Baumes ausruhte. "Welches ist das allerschönste Geschenk, I-ahh.
"Keine Ahnung", antwortete I-ahh. "Was mich betrift, ich liebe es, den ganzen Tag lang nichts zu tun."
Der Muttertag kam und Klein-Ruh wusste immer noch nicht, welches das allerschönste Geschenk sein könnte. Da legte Puuh seinen kleinen Freund den Arm um die Schulter. "Überleg nicht viel", sagte er. "Solange es von Herzen kommt, wird sich deine Mutter über jedes Geschenk freuen."
"Das ist es!", rief Klein-Ruh und er lief nach Hause um seiner Mutter das Geschenk zu überreichen. Er sprang in Kangas Arme, drückte sie fest und küsste sie ab.
"Oh, klein Ruh!2, sagte Kanga und knuddelte ihren Sohn. "Das ist wirklich das allerschönste Geschenk zum Muttertag!"

Ich seh die andern all

Ich seh die andern all
die bringen ihre Gaben.
Du musst auf jeden Fall
von mir etwas besonders haben.
Hier hab ichs auch schon bereit:
Streck aus die Arme weit!
Jetzt werf ich dirs hinaein!
Mich selbst! Ich bin ja dein.





Rabbits Familientreffen



Rabbit war ein sehr geschäftiger Geselle, aber heute war geschäftiger denn je. Als Puuh in seiner Tür stand, huschte Rabbit um ihn herum, einen Besen in der einen Hand, einen Wischlappen in der anderen, und putzte, putzte, putzte....
"Oh, hallo Puuh!", sagte Rabbit ganz in Gedanken. "Was führt dich zu mir?"
"Ich hätte gerne gewußt, ob du nicht irgendwo im Haus einen Happs Honig hast", fragte Puuh höflich. Es grummelt so....."
"..... in deinem Magen", beendete Rabbit den Satz. "In der Speisekammer. Schau mal in die Speisekammer."
Puuh tat es und als er die zehn Höniggläser sah, doe oredentlich nebeneinander auf dem Regal standen, war ihm klar, dass Rabbit Gesellschaft haben würde. Nach einem Blick auf Rabbits Wandkalender wusste er mehr. Der morgige Tag war eingekringelt und daneben stand mit der Hand geschrieben: Rabbits Familientreffen.
Ein Familientreffen? Toll!, dachte Puuh.
Puuh verabschiedete sich schnell und eilte heim. Ich würde gerne Rabbits Familie kennen lernen, dachte er weiter, Hin und wieder hatte Puuh eine sehr gute Idee. "Ich werde mich als ein Verwandter ausgeben", beschloss er, "dann bich ich den Rabbits ganz nahe."
Puuh war von seiner Idee begeistert. Zu Hause setzte er sich gleich hin und nähte sich ein Hasenkostüm. Er probierte es gerade an, als Ferkel ihn besuchen kam.
"Oh! Hallo, Puuh", rief Ferkel. "Was machst du da?" Puuh erklärte ihm seinen Plan und Ferkel rief: "Wunderbar! Ich liebe Kostümfeste! Meinst du, Rabbit hat etwas dagegen, wenn ich auch komme?" Ohne eine Antwort abzuwarten lief er hei´m, um sich als Häschen zu verkleiden.
Am nächsten Tag maschierte eine seltsame Rabbitgruppe durch den Hundert-Morgen-Wald. Ferkel war auf dem Heimweg Tigger und I-ahh begegnet und sie wollten alle Rabbits Verwandtschaft kennen lernen.
Und so bemühten sie sich mit ihren Ohren, Schnurrhaaren und buschigen Schwänzen wie Häschen auszusehen.
Ein niedergeschlagener Rabbit öffnete ihnen die Tür. In der Hand hielt er einen Brief. "Von meinen Vettern", sagte er traurig. "Sie haben vorgestern Babyhäschen bekommen und können nicht kommen."
Rabbit ließ die Schultern hängen, als er den Brief zusammenfaltete. Alle Arbeit umsonst! Doch dann bemerkte er die seltsame Kostüme seiner Freunde.
"Sieh an! Sieh an!", sagte er und begann zu grinsen. "Es sieht so aus, als würden wir heute doch eine Rabbitparty feiern!"
Er bat seine Freunde einzutreten und dabei stellte er fest, dass er und seine Freunde auch eine große Familie waren.


Der Schluckauf



Eines Morgens beim Aufwachen fühlte sich Tigger sehr seltsam. Seine Zehen prickelten, seine NAse zuckte, und mit einem lauten SCHLUCKUCK! bompste er aus dem Bett.
"Ich muss die Luft anhalten", sagte er und mit jedem SCHLUCKUCK! bompste er höher und höher. " Oder einen Schluck Wasser trinken." "Er tat beides, doch der Schluckauf ging nicht weg.
"Ich brauche SCHLUCKUCK!-Hilfe!", sagte er, bompste aus der Tür und den Weg entlang zu Rabbits Garten. "Ich habe ein SCHLUCKUCK!-Problem!", rief er und Bompste mitten durch Rabbits schönes Gemüse. "Du zertrampelst meine Mohrrüben!", rief Rabbit. "Du zertrittst meinen Kürbis!"
Da kann ich SCHLUCKUCK nichts dafür!", erklärte Tigger.
Hast du es schom nit Ohrenwackeln und Augenzwinkern probiert?", fragte Rabbit.
Tigger versuchte es, aber es half nichts. Deshalb bompste er davon um woanders ein Gegenmittel zu erhalten.
"Hallo-hoo, SCHLUCKUCK! Eule!", rief er und bompste bei seinem klugen Freund zur Tür herein. "Du bist doch so gescheit. Weißt du ein Mittel gegen SCHLUCKUCK!?" DEu musst das Alphabet aufsagen. Erst rückwärts, dann vorwärts", riet Eule.
Tigger versuchte es sofort: " Z, Y, X, SCHLUCKUCK!! A, B, C." Er bompste gegen Eules Bücherregal und alle Bücher fielen zu Boden. "Entschuldige Eule!", SCHLUCKUCKte er, als er sich davonmachte um Puuh zu suchen.
"Ich weiß ein Gegenmittel, da hilft immer", sagte Puuh und machte es ihm vor. " Du stellst dich auf ein Bein, reibst deinen Bauch mit der Pfote und isst mit der anderen leckeren Honig."
SCHLUCKUCK! SCHLUCKUCK!
SCHLUCKUCK! Das macht es noch schlimmer!", klagte Tigger. Er bompste wild herum. Puuhs Honigtöpfe fielen von dem Vorratsregal herunter und auf den Boden.
"Das ist ein ernster Fall", sagte Eule, als er und Rabbit mit ansahen, was Tigger in Puhhs Haus anstellte. "Wir müssen Tigger unbedingt kurieren!"
Wie hat es angefangen?", fragte Eule. "Überleg mal."
Ich habe geschlafen und eine Feder aus meinem Kopfkissen hat mich an der Nase gekitzelt", antwortete Tigger. "Und dann machte ich plötzlich SCHLUCKUCK!"
"Hmmm", meinte Eule. "Da kommt mir eine Idee. "Er tuschelte mit Rabbit und Puuh. "Wir müssen seinen Schluckauf auf die Art stoppen, wie er ihn bekommen hat." Rabbit und Puuh nickten. Sie wussten, was sie zu tun hatten.
"He! SCHLUCKUCK! Was geht hier vor?", fragte Tigger, als Eule, Rabbit und Puuh auf ihn zu traten. Sie kitzelten ihn am Bauch, bis er kicherte und giggelte.
"Aufhören!" Tigger lachte. "Das kitzelt!" Als sie aufhörten ihn zu kitzeln, hatte auch etwas Anderes aufgehört.
Mein Schluckauf. Er ist weg! Ich bin geheilt!" "Bravooo!", riefen seine Freunde.
"SCHLUCKUCK!" Die Freunde starrten ihn an. "Ich habe nur Spaß gemacht!" Er lachte und bompste glücklich wieder nach Hause.


Puuhs tolle Idee



An einem warmen Sommerabend beoachteten Puuh und Ferkel, wie Glühwürmchen im Hundert-Morgen-Wald umherflogen. Plötzlich richtete sich Puuh auf und starrte zu dem Honigbaum.
"Ich überlege gerade etwas....", murmelte Puuh. "Hast du wieder eine von deinen Ideen?", fragte Ferkel. Puuh nickte. "Ferkel", flüssterte er, siehst du die Glühwürmchen da drüben bei dem Honigbaum? Wenn ich eins von ihnen wäre, dann könnte ich ganz leise die Honigbienen besuchen. Sie würden sich gar nicht um mich kümmern. Und wenn ich ein kleines bisschen hungrig werde, dann würden sie einem harmlosen Glühwürmchen doch bestimmt einen Happs Honig abgeben."
Bevor Ferkel etwas sagen konnte, war Puuh schon in sein Haus gelaufen. Er kam mit einer Taschenlampe und ein Stück Seil zurück.
"Du bindest mir mit dem Seil die Taschenlampe auf den Rücken", sagte Puuh ganz aufgeregt, "und ich flattere und summe wie ein Glühwürmchen. Die Bienen werden nichts merken."
Ferkel tat, was Puuh ihm aufgetragen hatte, und Puuh kletterte den Honigbaum hinauf. Er war schon ein Stück vorangekommen, da fing die Taschenlampe an zu rutschen. Sie rutschte an seinem Rücken herunter und fiel fast zu Boden. Puuh hielt an. Die Tascheenlampe hing so schief, dass ihr Schein direkt in Kangas Haus hineinleuchtete.
"Ach, du meine Güte!", rief Kanga und kam herausgerannt. "War das ein Blitz? Ich muss sofort alle Fenster schließen, bevor es reinregnet!"
Ferkel schüttelte den Kopf und zeigte auf Puuh. Kanga und Klein-Ruh schauten zu, wie Puuh mit der Lampe wild herumfuchtelte, als er versuchte sie wieder an ihren Platz zu bugsieren.
Das Licht weckte Eule nebenan. Er warschelte nach draußen, blinzelte mit den Augen und räusperte sich.
"Nanu" Nanu!", sagte er. "Bricht der Tag schon an?" Dann starrte er in die Dunkelheit und seine Augen erkannten puuh. "Was geht hier vor?", fragte er. "Das werdet ihr gleich sehen!", rief Puuh seinen Freunden zu.
Schließlich erreichte Puuh den Bienenstock. "ich krieche hinein!", flüsterte er Ferkel, Eule, Kanga und Klein-Ruh zu, die sich unten versammelt hatten. Aber die Taschenlampe stieß gegen einen knorrigen Ast und leuchtete direkt in den Bienenstock hinein. Hunderte von Bienen wurden wach.
Die Bienen ließen sich keinen Augenblick lang täuschen, auch nicht, als Puuh zu summen begann und die Lampe an- und ausknipste. Sie waren müde und mürrisch, als sie aus ihrem Stock schwärmten und Puuh den Baum hinunterjagten. Puuh kletterte so schnell er konnte auf die Erde zurück.
"Sei nicht enttäuschte, Puuh", sagte Ferkel und nahm Puuh bei der Hand. " Die Idee war gar nicht mal so schlecht."
In dem Moment kam Klein-Ruh angehüpft. Er trug ein großes Glas Honig unter dem Arm. "Mama!, rief er Kanga zu. "Kann ich das Glas haben zum Glühwürmchen fangen?" Kanga lachte. "Aber Klein-Ruh! Es ist doch voll mit Honig!"
Da machte Puuh einen sehr guten Vorschlag: "Wenn ich die helfe das Glas leer zu machen, dann kannst du Glühwürmchen hineintun."
Es war wieder still geworden in Hundert-Morgen-Wald, als Puuh sich die letzten Honigtropfen von seiner Pfote leckte. Das leere Honigglas strahlte hell mit den vielen Glühwürmchen darin, die Klein-Ruh gefangen hatte.
"Es sit Zeit fürs Bett, Klein-Ruh!", rief Kanga. Puuh half Klein-Ruh das Glas zu öffnen und die Freunde sahen zu, wie die Glühwürmchen in die NAcht davonflogen.
"Danke!", rief ihnen Puuh leise hinterher. "Ich wusste, dass ich mit eurer Hilfe zu Honig kommen würde!"




Ferkel und das Buuhwuselmonster



Es war eine dunkle und stürmische Nacht", las Eule vor und Puuh, Tigger, Rabbit und Ferkel drängten sich näher an ih. So eine wie h-h-heute?", fragte Ferkel und hielt sich die Ohren zu, als draußen vor Eules Baumhaus der Donner krachte.
"Es ist bloß eine Geschichte", beruhigte ihn Puuh. "Genau, sie ist nicht wirklich", pflichtete ihm Tigger bei.
Kann ich jetzt weiterlesen?". fragte Eule und trommelte mit seinen Flügelspitzen auf der Lehne seines Schaukelstuhls.
"Ja, bitte lies weiter", schniefte Ferkel.
"Aus der Dunkelheit leuchtet das einzige Auge des
Buuhwuselmonster schwefelgelb auf...." "Oh, nein!" rief Ferkel kroch unter einen Stuhl. Erneut krachte der Donner. Ferkel schlüpfte unter den Teppich. "Das Monster stieg die Leiter zum Baumhaus hinauf, bis es an der Tür war", fuhr Eule fort. "Dann schlug es mit seiner kräftigen Pranke die Tür auf!""Was geschah dann, Eule?", fragte Puuh. "I-i-ich will es nicht wissen!", sagte Ferkel zitternd und bibbernd.
"Du hast doch nicht etwa Angst?2, fragte Tigger. Er linste unter den Teppich und rief: "Buuuh!"
Ferkel sprang auf und versteckte sich hinters Eules Schaukelstuhl.
"Ich habe keine Angst", sagte Ferkel und versuchte Tapfer zu sein.
"Natürlich hast du Angst", behauptete Rabbit. "Du hast vor deinem eigenen Schatten Angst."
"Hab ich nicht!", protestierte Ferkel.
Die Diskussion wurde von einem lauten Klopfen an Eules Tür unterbrochen. Die fünf Freunde schauten einander an. "Denkt ihr das selber wie ich?" Puuh schluckte. "Nö!", entgegnete Tigger. "So was passiert nur in Geschichten. "Plötzlich schwang die Tür auf und eine schattenhafte Gestalt erschien im Eingang. Sie starrte sie aus seinem schrecklichen schwefelgelben Auge an.
"Lauft um euer Leben!", schrie Rabbit. "Es ist das Buuhwuselmonster!"
"Hilfe! Hilfe!", kreischte Tigger.
O mei! O mei!", rief Eule.
Wir sind verloren!", jammerte Puuh und zog sein rotes Hemd über den Kopf.
Ferkel war starr vor Schreck, aber er musste seine Freunde retten. Er entdeckte einen Besen in der Ecke, ergriff ihn und streckte ihn dem Monster entgegen.
"Da! Nimm das!", rief er tapfer.
Das Buuhwuselmonster schrak zurück. "He, Ferkel! Lass das!2, sagte es.
Komisch, dachte Ferkel. Die Monsterstimme kenne ich doch. Ferkel nahmden Besen herunter und ließ das Buuhwuselmonster in das Licht von Eules Haus treten. Es war Christopher Robin!
"Ich wollte nachsehen, ob bei euch alles in Ordnung ist bei diesem Gewitter", sagte er und knipste das gelbe Licht seiner Taschenlampe aus.
"Wir dachten, du wärst das Buuhwuselmonster", sagte Puuh.
"Dummer alter Bär!", schalt ihn Christopher Robin.
"Und Ferkel hat uns alle gerettet!", verkündete Tigger stolz. "Gut gemacht, mein Freund!"
Du warst wirklich tapfer", stimmte ihn Eule zu. "Ja, du bist uns zu Hilfe gekommen!", lobte Rabbit.
"Nicht der Rede wert!" sagte Ferkel und wurde dabei rot. Aber er schudderte vor Stolz, als seine Freunde riefen: "Ferkel, unser Held, er lebe hoch!"


Puuh und der Topf voll Gold



Eines Tages begann es im Hundert-Morgen-Wald heftig zu regnen und es wollte nicht aufhören. Der Regen war wie ein Besucher, der plötzlich gekommen war und nicht mehr gehen wollte. Es regnete Tag und Nacht und alle waren deprimiert. Sogar Puuh verlor seine gute Laune. Tagelang saß er allein zu Hause und hatte nur seine Honigtöpfe als Gesellschaft. Und mit jedem Regentag wurde sein Honigregal leerer. Schließlich sprach er mit dem Regen.
"Es ist wirklich schön, dass es dich gibt, aber solange du da bist, kann die Sonne nicht scheinen und wir vermissen doch so ihre Gesellschaft.
Vielleicht hatte der Regen Mitleid mit Puuh, vielleicht wollte der Regen auch wieder nach Hause. Auf jeden Fall hielt er seine Tropfen zurück und machte der Sonne Platz zum Scheinen. Als der abziehende Regen der aufziehende Sonne begegnete, entstand dabei ein Regenbogen.
Puuh wußte, was das bedeutete. Er lief zu Feerkel, der erfreut war ihn wiederzusehen. "Ferkel! Am Ende des Regenbogens befindet sich ein Topf voll Gold..... so golden wie goldener Honig! Komm und hilf mir suchen!" Sogleich machten die beiden Freunde sich auf den Weg zu dem Regenbogen und gelangten an einen Fluss.
"Der ist zu tief", sagte Ferkel. "Da kommen wir nie rüber!2 "Das ist jetzt aber ganz schlimm!", meinte Puuh tief betrübt. Hallo-hoo!2, rief da eine Stimme vom anderen Ufer des Flusses.
"Tiggr!", rief Puuh zurück." Wie bist du da rübergekommen?"
"Ich bin gebompst!", antwortete Tigger und bompste zu Puuh. "Kannst du uns auch rüberbompsen?", fragte Puuh.
"Na klar!", sagte Tigger, nahm die beiden auf die Schulter und bompste mit ihnen über den Fluss. "Wo wollt ihr denn hin?"
"Zu dem Top voll Honig am Emde des Regenbogens", erklärte Ferkel.
"Ein Abenteur also!" Tigger machte große Augen. "Kann ich mitkommen!"
Zu dritt marschierten die Freunde auf den Regenbogen zu, bis sie zu einem feuchten Sumpf kamen. Puuh setzte sich hin und überlegte. Da kam Eule des Weges.
"Was habt ihr drei denn Schönes vor?", fragte er.
"Wir wollen zu dem Topf voll Honig am Ende des Regenbogens", erklärte Tigger.
"Du meinst wohl, Topf voll Gold", verbesserte Eule. "Genau!", sagte Tigger. "Ein Topf voll glänzendem Honiggold.
"Kannst du und dorthin bringen", fragte Ferkel. "Nun, ich kann euch den Weh zeigen", bot sich Eule an. Er stieg in die Luft und rief zu seinen Freunden am Boden: "Folgt mir!", Puuh. Tigger und Ferkel gingen den Weg, den Eule ihnen sagte, und bald waren sie am Ende des Regenbogens angekommen. Aber da war nichts, was wie ein Topf aussah.
Na ja, es gibt zwar kein Gold am Ende des Regenbogens", sagte Ferkel pfiffig, " aber ich habe einen wertvollen Schatz entdeckt."
Weil Puuh ein Bär mit recht wenig Verstand war, kapierte er nicht gleich. Dann aber, als er sich und seine Freunde im goldenen Licht der Sonne sah, begriff er, was Ferkel gemeint hatte.
Freunde fürs Leben waren viel, viel wertvoller als der größte Topf voll Gold!


I-ahhs Abenteuer



Heute ist ein bäriger Tag! Grad so ein Tag, wie ich ihn mag!", sang Puuh vergnügt, als er mit Christopher Robin durch den Hundert-Morgen-Wald schlenderte. Die Sonne schien, die Vögel sangen und Puuh trug einen Topf voll Honig im Arm.
"Ein Tag so richtig für eine Entdeckung", meinte Christopher Robin, als sie I-ahh trafen. Schöner Tag heute, nicht wahr, I-ahh?"
"Wie gestern auch", antwortete Iahh, "und wie vorgestern und vorvorgestern. So lala eben."
"So lala?", fragte Christopher Robin. "Du irrst dich. Heute ist nicht so lala. Wenn du genau schaust, siehst du das Abenteuer direkt vor deiner Nase." I-ahh schielte auf seine Nase. "Sieht aus wie eine gewöhnliche Nase", meinte er. "Gar nicht wie ein Abenteuer."
"Dann musst du woanders schauen", sagte Puuh und deutete zum Wald hinüber.
"Lasst uns ein bisschen herunstromern", schlug Christopher Robin vor. " Vorsicht und auf Zehenspitzen liefen sie durch das hohe Gras und die Büsche, damit sie die wilden Tieren nicht aufschreckten, die dort lebten. I-ahh war ein paar Schritte voraus, als er Puuh rufen hörte.
"Hilfe! I-ahh! Hilfe!"
"Puuh ist im Treibsand stecken geblieben!2, rief Christopher Robin.
I-ahh riss eine Liane ab und schleppte sie zu Puuh. "Halte dich daran fest!", sagte er. "Ich ziehe dich heraus!"
Dann wicklete er das andere Ende der Liane um einen Baumstumpf. Gleich würde Puuh frei sein.
Plötzlich ertönte ein lautes Brüllen aus dem Gebüsch.
"Lauf, I-ahh", rief Puuh. "Kümer dich nicht um mich! Es ist ein schrecklicher Tiger!"
Der Tiger sprang I-ahh an und warf ihn zu Boden. I-ahh machte die Augen ganz fest zu. Der Tiger brüllte ihm laut in seine langen Ohren: "Wie geht es dir denn so?"
I-ahh machte die Augen wieder auf und da saß - Nase an Nase - Tigger auf ihm. Tigger... kein richtiger Tiger. I-ahh blinzelte und blickte sich um. Vor lauter Staunen konnte er Tiggers Frage nicht beantworten.
Puuh lag in einer klebrigen Honigpfütze und nicht im Treibsand und er selbst hatte keine Ranke, sondern Christopher Robins Springseil im Maul.
"Der Tag ist aber gar nicht so lala", stellte Puuh fest und leckte sich den Honig von der Hand.
"Na, I-ahh", meinte Christopher Robin, " mit ein bisschen Fantasie findest du immer ein Abenteur direkt vor der Nase!"
Doch I-ahh hörte gar nicht zu. Er überlegte bereits, was der morgige Tag und der übermorgige und der überübermorgige Tag bringen würde.


Puuhs Garten



Als Puuh eines Morgens im Frühling vor die Tür trat, stellte er fest dass es um sein Haus herum recht schmuddelig aussah. Der Schnee war geschmolzen und hatte dicke Schlammpfützen hinterlassen. Pfützen waren gut zum Reinspringen, aber weniger gut zum sich in der Sonne Ausstrecken. Aber genau das hatte Puuh heute vor.
"Omeiomei!", wollte Puuh gerade sagen, aber er kam nicht dazu. Er hatte sich die Worte schon im Kopf zurechtgelegt, da erschien Rabbit.
"Warum schaust du mürrisch drein?", fragte Rabbit. "Kann ich etwas für dich tun?"
Puuh zeigte Rabbit den Schlamm und den Dreck überall, aber Rabbit sah das ganz anders.
"Ein Garten!", rief er und lief nach Hause um Gartenwerkzeuge zu holen.
Ein Garten?, überlegte Puuh. Ein Garten mit Obstbäumen und ganz vielen Bienen und eine Wiese zum in der Sonne liegen und Honig zu schlecken!
Herrlich! Puuh konnte sich seinen Garten richtig vorstellen.
Rabbit kam zurück mit einer Schubkarre, zwei Hacken, drei Rechen, vier Spaten und fünf Tüten Mohrrübensamen, die er in sechs Reihen einsäte. "Das ist sehr nett von dir", meinte Puuh. Ab und zu mah ich eine Mohrrübe ganz gern. Aber ich dachte mehr an etwas Goldgelbes.
Godgelb?", fragte Tigger, als er in Puuhs Garten gebompst kam. "Hier! Rabbit hat mir erzählt, dass du einen Garten bestellst, drum habe ich Mais mitgebracht."
"Du meinst, Mais lock Bienen an?", fragte Puuh schwach. "Nein, aber Tomatenpflanzen tun es", sagte Ferkel und zeigte seine Tomaten. "Das glaube ich zumindesst."
Tomatenhonig?, überlegte Puuh. Doch er wollte Ferkel nicht kränken, deshalb bedankte er sich herzlich bei ihm.
"Kann ich mich auch nützlich machen?", fragte I-ahh und brachte ein paar Disteln. "Vielleicht brauchst du auch Unkraut. Ich würde es dann für dich wegfressen."
"Nein, nein, lass nur!", wehrte Puuh ab. "Ich helfe dir auch beim Einpflanzen. Es wären meine Lieblingsdisteln, wenn ich Disteln mögen würde. Aber Puuhbären mögen nur mal lieber Honig.
Aber keiner seiner Freunde kapierte, was Puuh sagen wollte. Keiner brachte einen Obstbaum mit Bienen dazu. Puuh versuchte ihnen auf die Sprünge zu helfen und sang bei der Arbeit sein selbst ausgedachtes Lied: " Woran tun Bären gern sich laben? An goldnem Honig aus den Waben!" Aber niemand reagierte darauf.
Am Abend war der Garten bestellt mit sechs Reihen Mohrrüben, sieben Reihen Mais, acht Tomatenstöcke, neun Distelnpflanzen, zehn Reihen Paprika und elf Reihen Blumenkohl. Aber Bäume fehlten immer noch und der Platz für eine Liegewiese war auch keiner mehr. Dafür hatte er ein riesiges Gemüsebeet bekommen.
"Na bitte", sagte Rabbit. "So ein Garten ist doch eine feine Sache."
Puuh blickte seinen riesigen Garten an, der eine Riesenarbeit machen würde, und fühlte sich sehr schwach. Aber weil seine Freunde sp großzügig gewesen waren, sagte er Höflich: "Vielen Dank. Wenn alles reif ist, müsst ihr alle zum Erntedankfest kommen. Es gibt dann Mohrrüben für Rabbit, Mais für Tigger, Tomaten für Ferkel, Disteln für I-ahh, Paprika für Klein-Ruh und Blumenkohl für Kanga. Und..." rief Rabbit und überreichte einen Topf, den er hinter dem Rücken versteckt hatte, Honig für Puuh!"


Ein Babysitter für Klein-Ruh



Kanga war eine fürsorgliche Mutter und tat alles für Klein-Ruh. Sie legte Klein Ruhs T-Shirts ordentlich zusammen und sie räumte für ihn ihr Zimmer auf. Wenn sie einmal fortging, sorgte sie für einen Babysitter, der auf ihn auspasste und mit ihm spielte.
Einmal fragte sie I-ahh: "Hast du Geduld?" "Sehr viel Geduld", antwortete I-ahh. "Kannst du dich um jemanden kümmern?"
Ich kümmere mich ständig um etwas. Darin habe ich Übung", sagte I-ahh. "Dann bist du der richtige für mich. I-ahh, wärst du so nett und passt heute Abend auf Klein-Ruh au?"
Was? Ich soll dein Haus hüten? Ich alleine? Ohne dich? Gleich heute ABend? Ich meine.... ich habe... Nicht, dass ich es nicht könnte, aber... na gut!"
Also kam I-ahh am Abend zu Kanga. Er dachte, er müsste nur Klein-Ruh zu Bett bringen und könnte dann ein paar Disteln essen und nichts tun.
"I-ahh! I-ahh!", rief Klein-Ruh, kaum das sie alleine waren. "Schau mal, was ich Schönes kann!"
Draußen im Garten schlug Klein-Ruh einen Purzelbaum nach dem anderen. "Mach mit, es wird dir gefallen!"
Doch es gefiel I-ahh nicht. Deshalb begann Klein-Ruh nach einer Weile mit I-aahs Schwanz fangen zu spieln. Dummerweise rannte er immer nur links herum, sodass es I-ahh bald schwindelig wurde.
"Und jetzt", reif Klein-Ruh begeistert, laufen wir zickzack durch den GArten und springen über die Hecke!"
Es war I-ahh immer noch schwindelig und er wollte nicht laufen und springen. "Das wirst du nicht tun, sagte er. "Ich denke, du solltest jetzt ins Bett gehen.
"Das mache ich", sagte Klein-Ruh, "sobald wir zehnmal die Treppen rauf- und runtergesprungen sind." Er sauste ins Haus und begann die Treppen rauf und runter zu springen. Notgedrungen musste I-ahh ihm folgen.
"Klein-Ruh!", schnaufte er. "Wird es für kleine Ruhs nicht langsam Zeit zur Ruh?"
"Nein, kleine Ruhs müssen viel springen!", sagte er mit zuckersüßer Stimme. "So wie ich jetzt!"
I-ahh fühlte sich gar nicht wohl in seiner Haut. Wenn er Klein-Ruh nicht ins Bett bekam, dann würde Kanga bestimmt denken, er wäre ein schlechter Babysitter. Da hatte er plötzlich eine der besten Ideen seinen Lebens. "Sag mal, wo schlafen kleine Ruhs eigentlich?", fragte er.
"Im Beutel ihrer Mutter", antwortete Klein-Ruh. "Dort ist es warm und weich und kuschelig."
"Dann weiß ich ein Spiel, das musst du mir beibringen!" "Was für ein Spiel denn?", frate Klein-Ruh.
"Ich möchte lernen eine Kanga zu sein. Dazu brauche ich aber zuerst einen Beutel."
I-ahh fand eine Decke und nach Klein-Ruhs Anweisungen faltete er sie zu einem warmen und flauschigen Beutel. Er legte ihn sich um den Hals und sagte: "Jetzt muss ihn gleich jemand ausprobieren. Das können nur kleine Ruhs." Also kletterte Klein-Ruh hinein und rollte sich zusammen.
Als Kanga nach Hause kam, fand sie I-ahh schlafend und laut schnarchend vor. Klein Ruh lag wie in einem Beutel in einer Decke, die um I-ahhs Hals hing.
I-ahh ist ein guter Babysitter, dachte Kanga. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.


Tiggers großer Bomps



an einem schönen Frühlingstag, die Luft war frisch und rein und ein lauer Wind wehte durch die Bäume, da hatte ein Bär mit nur recht wenig Verstand eine recht gute Idee.
"Ferkel! Wir machen ein Picknick!", sagte Puuh. Die beiden packten einen Picknickkorb zusammen- Honigkuchen, Honigwaben und einen Topf Honig für Puuh, Heucracker für Ferkel- und maschierten zum Fluss hinunter. Unterwegs begegneten sie Rabbit und luden ihn ein mitzukommen. Als sie aber an den Fluss kamen, wussten sie nicht weiter. Der Frühlingsregen hatte den Pfad zu ihrem Picknickplatz davongewaschen.
Da machte Puuh, der nicht zu leicht aus der Ruhe zu bringen war, den Vorschlag einen Baumstamm zu besteigen, der am Ufer lag, und den Fluss hinunter zu fahren.
"Das ist die Idee!", rief Rabbit begeistert. "Ich frage mich immer, wieso man von dir sagt, dass du recht wenig Verstand hättest!"
"Welche Idee denn?", fragte Puuh verblüfft.
"Wir nehmen nicht nur den Baumstamm, sondern die anderen auch", sagte Rabbit. Damit bauen wir ein Floß und fahren zu unserem Picknickplatz." Puuh musste zugeben, dass er für einen Bär mit recht wenig Verstand doch eigentlich recht klug war. Sie banden die Baumstämme mit diesem und jenem zusammen und stießen sich vom Ufer ab.
In diesem Moment kam Tigger angebompst. "Wo wollt ihr hin?", rief er.
Den Fluss hinunter. Picknick machen an unserem Picknickplatz", antwortete Puuh.
"Ich liebe Picknicks!", freute sich Tigger und bompste höher.
"Dann komm mit uns", lud Puuh ihn ein.
"Aber nur, wenn du nicht soviel bompst!", ermahnte in Rabbit. Doch Tigger hatte es nicht gehört. Er bombste mitten auf das Floß, dass es wankte und wackelte, ruckelte und zucklete, und alle wurden nass.
"Runter! Runter!", kreischte Rabbit.
Die Sache tat Tigger schrecklich leid, aber Tigger müssen nun einmal bompsen. Er fragte deshalb ganz schüchtern: "Darf ich trotzdem mitpicknicken, wenn ich euch folge?"
"Na klaaar!", rief Ferkel begeistert, als sie den Fluss hinabtrieben. Und so bompste Tigger am Ufer entlang, bis er plötzlich Hilferufe hörte.
Das Floß steckte fest, es war in der Mitte des Flusses zwischen Felsen eingeklemmt. Da half kein Schaukeln und kein Ruckeln, das Floß bewegte sich nicht.
"Ich komme!", rief Tigger. Rabbit ahnte Schlimmes und schloss die Augen. Ferkel und Puuh dagegen rissen die Augen weit auf, als Tigger näher kam. Er begann zu bompsen. Er bompste und bompste, höher und höher bis zu den Wipfeln der Bäume. Dann bompste er direkt auf eine Kante des Floßes und bompste es frei.
"Jauuu!2, jubelte Puuh. "Du wirst unser Kapitän!", rief Ferkel.
Rabbit machte die Augen wieder auf. Später dann an ihrem Picknickplatz, als alle satt und zufrieden waren, sagte Rabbit: "Danke, Tigger! Das Bompsen könnt ihr Tiggers doch immer noch am besten!"


Stürmische Freunde



Der Himmel war grau und bewölkt und ein heftiger Wind blies durch den Hundert-Morgen-Wald. Durch das Fenster seines gemütliches Hauses blickte Ferkel auf den strömenden Regen.
"Ohmeiomei!", seufzte er, als ihn ein Donnerschlag in die Höhe springen ließ. "Omeoomei!" Er fürchtete sich bei einem Gewitter und er war außerdem ganz allein.
Wenn ich rüber zu Puuh gehe, bin ich nicht mehr allein, dachte er und griff nach seinem Schirm. In diesem Moment zuckte draußen ein Blitz auf und es wurde taghell in seinem Haus. Ferkel sauste unter das Bett und kniff die Augen zu.
Anderseits, sagte er sich zähneklappernd, wäre es besser, wenn ich zu Hause bleibe. Ich habe Angst bei diesem Gewitter im Wald herumzulaufen.
Also blieb er eine ganze Zeitlang zu Hause und hielt sich die Augen zu, wenn es blitzte, und hielt sich die Ohren zu, wenn es donnerte. Hoffentlich hört das bald auf, dachte er, als Blitz und Donner so schnell aufeinander folgten, dass er nicht wusste, wohin er seine Hände zuerst tun sollte.
Er lauschte, ob nicht das Gewitter endlich weiterzig. Plöztlich hörte er ein neues Geräusch. TROMM! TROMM! TROMM! Es kam von draußen.
"W-w-wer ist da?", fragte er zaghaft und öffnete die Tür einen Spalt weit.
"Ich bin es", antwortete I-ahh mit einem Seufzen. "Nass erwischt. Wie meistens." Das Wasser tropfte von ihm herab auf Ferkels Teppich. Aber das machte Ferkel nichts aus.
"Ich bin so froh, dass du vorbeigekommen bist", freute er sich und holte ein Handtuch.
"Danke Ferkel", sagte I-ahh. " Aber ich muss jetzt weiter. Ich wollte nur fragen, ob du einen Schirm hast. Ich möchte nämlich nicht total durchnässte bei Puuh erscheinen."
Ferkel wischte die Pfützen zu I-ahhs Füßen auf und nickte. "Natürlich nicht. Das gehört sich nicht", pflichtete ihm Ferkel bei. "Du kannst gern meinen neuen Schirm nehmen." "Du könntest ja mitkommen", schlug I-ahh vor. "Aber mit nur einem Schirm wird jeder von uns halb nass."
"Das geht schon in Ordnung", meinte Ferkel und brachte I-ahh zur Tür. "Kleine Tiere gehen bei großen Gewittern nicht gern hinaus. Ach, wenn doch Puuh hier wäre!2, fügte er leise hinzu.
Als er wieder alleine war, fühlte sich Ferkel noch einsamer. Vielleicht gehe ich doch noch zu Puuh, überlegte er tapfer. Doch dann fiel ihm ein, dass ja I-ahh seinen Schirm hatte.
"Schreck lass nach!", rief er, als ganz in der Nähe wieder ein Donner krachte. Er sprang ins Bett und zog sich die Decke über die Ohren.
Es dauerte nicht lange, da hörte er wieder dieses TROMM! TROMM! TROMM! vor der Tür. Ferkel biss sich nervös auf die Lippen. "Wer ist es denn diesmal?", rief er leise. Doch als Antwort kam nur ein weiteres TROMM! In die Decke eingewickelt, ging Ferkel auf Zehenspitzen zur Tür und öffnete sie einen klitzekleinen Spalt.
DI-BOMPS DI-BOMPS! DI-BOMPS!
Hohohoooo!", lachte Tigger, schmiss Ferkel um, schüttelte sich und versprühte Regenwasser im ganzen Haus.
"Hallo, Ferkel", sagte Puuh.
Vor der Tür standen Puuh, Ia-hh und Rabbit, alle unter Ferkels Schirm gequetscht. "Das Schönste an einem Gewitterregen ist ein Schirm, unter den alle guten Freunde passen!", stellte Puuh fest.
Ferkel holte trockenen Handtücher und stimmte Puuh wieder einmal von Herzen zu.




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