Grundrechte für Trauernde



Du hast das Recht,
deine dunklen Stunden zu durchleben
und dich nicht durch billige Sprüche
aus ihnen herauslocken zu lassen.
Schon der Versuch ist eine Entwürdigung
deiner inneren Wirklichkeit.
Du bist auch deine Dunkelheit.

Die Abgründe und Widersprüche gehören auch zu dir.
Die Schatten geben deinem Leben Tiefe und Menschlichkeit.
Wer mit dir in Beziehung tritt, sollte wissen,
daß diese Seite zu dir gehört.


Wer sie in dir ablehnt,
hat nicht das Recht,
sich deinen Freund und deine Freundin zu nennen.
Manche geben dir nicht das Recht
auf diese Seite in dir.
Sie erwarten, daß du sie unterschlägst
und das Glück vorspielst.
Vielleicht haben sie weniger Angst für dich
als für sich selbst,
weil sie durch dich
an das Unoffene in sich selbst geraten.
Wenn sie darum dir helfen wollen,
geschieht es nicht, um Dir zu helfen,
sondern sich selbst.

Du hast ein Recht auf deine Trauer.
Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
mußt nicht verdrängen, was dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat
und was du nicht ändern kannst.
Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen, auf deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äußere Abwesenheit.
Du mußt nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.

Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer herausholen wollen,
weil deine Trauer sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.
Du hast ein Recht, mit denen nicht reden zu wollen,
die dir ein schlechtes Gewissen machen
für deine Dunkelheit und Trauer.
Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen
unter Druck zu setzen versuchen.
Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.



Die Bitten eines Kätzchens

Lieber Mensch, der du jetzt mein Besitzer bist,
nehme mich bitte nur dann bei dir auf,
wenn du mich wirklich liebst
und lange mit mir zusammen leben willst
Gib mir ein Plätzchen, wo ich ungestört ruhen kann,
gib mir zu fressen und zu trinken und sei immer gut zu mir,
und gib`mir Zeit, mich am dich zu gewöhnen und dich zu verstehen.

Laß nicht zu, dass mich jemand quält oder tötet
Sprich mit mir, denn ich liebe deine ruhige Stimme.
Zeige mir, dass su mich magst und in mir ein Lebewesen erkennst, welches vom selben Schöpfer geschaffen wurde wie du.
Schimpfe oder schlage mich nicht,
wenn ich einmal unsauber oder krank bin,
sondern zeige mir, was ich tun muß,
um in Frieden mit dir leben zu können.

Um am Ende meiner Tage,
wenn ich nicht mehr so lustig herumhüpfen kann,
wie du möchtest
und wenn ich dir keine Vorteile mehr bringen kann,
dann gib mich bitte nicht in andere, fremde Hände und verweise mich nicht aus deinem Hause,
dann laß mich nicht frieren oder hungern,
sondern gib mir das Gnadenbrot.


Zu spät

Zu spät
Ich hatte Tränen im Gesicht als der Arzt mir sagte du lebtest nicht!
Doch ich glaubte ihm nicht!

Ich ging in das Zimmer du lagtest da,
ganz regungslos mitgenommen war ich ja!

Ich hörte den Zug kommen ich lief zu dir hin,
alle guckten und wussten nicht wohin!

Ich hörte ein quitschen und dann ein miau,
Dein Fell war nun nicht mehr grau!

Ich rannte zu Dir und nahm dich in den Arm,
Dein Körper war nicht mehr warm!

Viel zu spät stand ich auf diesem Platz mit Tränen im Gesicht
Ich flüsterte leise ich liebe dich!



Von Katzen
Vergangnen Maitag brachte meine Katze
Zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber, Köchinnen sind grausam,
Und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche -
Die wollte von den sechsen fünf ertränken,
Fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
Ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! - Der Himmel segne
Mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
Sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
Erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
Ja, wie die Köchin auch ingrimmig drein sah,
Sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
Probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
ich preis mich selbst und meine Menschlichkeit.
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
Und Maitag ist's! - Wie soll ich es beschreiben,
Das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
Ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
In Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
Die Alte gar - nein, es ist unaussprechlich,
Liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, von den sieben Katzen
Hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzem Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
Nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
Ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon -
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfzig Katzen! -


Katzenweihnacht
Glitzerfäden fein zu fangen.
Auch zu fressen?
Weiß nicht recht.
Mir wird schlecht.
Bunter Ball an Silberschnur
hängt am Baum.
Bleibt er dort?
Glaub ich kaum.
Kann er hüpfen?
Kann er nicht!
Rollt ein Stück
und zerbricht.
Kletterbaum mit grünen Nadeln,
Stern im Wipfel
nickt noch sacht.
Bin ich müde:
Stille Nacht.



Katzenglück
Tränen rinnen über meine Wangen
Sanft streicheln Deine Pfötchen mein Gesicht.
Ich weiß, Du kommst, um mich zu trösten
und das vergesse ich Dir nicht.
Ob ich weine oder lache,
Du bist immer für mich da,
legst Dich schnurrend auf mich nieder,
mein Kätzchen, Du bist wunderbar.
Keiner hat mich je so verstanden,
wie Du, mein kleiner Freund.
Du gibst mir so viel Liebe
wie es sich wohl jeder im Leben erträumt.
Ich möcht´Dich nie mehr missen,
meine Katze, mein Sonnenschein,
hab so sehr um Dich gekämpft,
hab nun keinen Grund mehr zum traurig sein...

Katzenlust/Katzenfrust
Ich habe keine Lust
Aber ich muß
Es ist mal wieder soweit
Alle Katzen stehen bereit
Auch wenn du keine Lust
Sie stehen um mich herum
Nun - Frauchen - schau nicht so dumm
Du mußt
Wir warten doch schon
Auf das Reinigen nun
Du mußt es tun
Nun stell dich nicht so an
Es geht doch uns alle an
Auch wenn du keine Lust
Du mußt
Sonst - na - wartet ihr Fünf
Es geht ganz schnell
Den Müllbeutel und die Zeitung her
Das Kehrblech -halt- da fehlt doch noch wer
Oh je - ist doch klar
Die Streu muß noch her
Ach ja, auch wenn ich keine Lust
Ich muß
Die Streu steht an der Treppe
2 Säcke voll ich schleppe
Und ihr - ihr faulen Säcke
Steht jetzt auch unten an der Treppe
Spielen wollt ihr mit dem Ball um die Wette
Ich werfe und ihr lauft rauf und runter die Treppe
Die Katzenklo's stehn immer noch in der Ecke
Ich habe keine Lust
Aber ich muß
Puhh - ist das ein Mief
Wer war denn g'rade drauf
War es der Chief (Felix, der einzige Kater)
Na ja, wie dem auch sei
Es ist doch einerlei
Auch wenn ich keine Lust
Ich muß
Nimmt das denn kein Ende
Mir tun schon weh die Hände
2 Säcke für fünf Klo's
Mein Gott - was mach ich bloß
3 Säcke müssen's sein
Sonst kann ich sie nicht machen rein
Was ist das für ein Frust
Und ich hab immer noch keine Lust
Aber ich muß
Los doch, beeil' dich
Tini ist so reinlich
Sonst legt sie dich rein
Und es geht ins Körbchen dann hinein
1 Sack noch - er muß doch noch wo sein
Hilfe - jetzt legt Pitti mich herein
Sie ist mal wieder kleinlich
Denn sie ist sehr sehr reinlich
Was soll's - es ist ein Stuß
Aber ich muß
Jetzt kommt die Wende
Denn alles hat ein Ende
1 Sack steht noch im Keller
Kri-Kri ist schneller und faselt
Fast hättest du's verbaselt
Sie sitzt noch vorm Keller und miaut:
Geht's nicht schneller
Ich weiß - es ist der Frust
Trotzdem hab' ich keine Lust
Aber ich muß
Na gut - es muß ja sein
Auch Katzenklo's müssen sauber sein
Aber - fünf Klo's reinigen
Und fünf Katzen dabei
Das ist sicher nicht einerlei
Aber jede Woche ein Mal bin ich dabei
Und - Es geht wieder vorn vorn los
Was mache ich bloß
Ich hab keine Lust
Aber ich muß
Fazit:
Alle Klo's werden inspiziert
Damit's auch ja pressiert
2 Tropfen oder auch nur 1
Ist immer noch besser als keiner
Alle Fünf geh'n auf die fünf Toiletten
Jeder muß mal eins durch-checken
Jeder will der erste sein
Egal wie sie auch heißen
(Felix - Tini - Eule - Pitti - Kri-kri) Alle wollen - wenn möglich - als erste
Ins saubere Klo rein-scheißen
Ihnen ist's egal - bis zum nächsten Mal
Wo es dann wieder heißt:
Ich hab' keine Lust
Aber ich muß.
(Und dann kommt er wieder - der Frust)
Und die Moral von der Geschicht:
Halt' Dir keine Katze nicht
Denn dann mußt Du nicht.
Das ist das Los eines jeden Katzenbesitzers.
Egal ob männlich oder weiblich
Mann/Frau tut es
Wenn auch manchmal leidlich;


Für einen Freund, der trauert
Seit Tagen hattest Du Bauchweh,
es ging Dir wirklich nicht gut,
Du konntest nicht richtig essen
und langsam verließ Dich der Mut.
Der Tierarzt dachte an Verstopfung,
ja Mickey, dieses Krankheitsbild lag nah,
wer konnte auch erahnen
daß es wieder eine Vergiftung war!
An jenem Tag wurde es schlimmer,
Du wurdest schwächer in jeder Stund´
hattest Angst allein zu sein in einem Zimmer
und winseltest mit schwerem Mund.
Dann sah ich in Deinen Augen, daß der Moment gekommen war,
voll Panik fuhr ich mit Dir nachts noch zur Praxis,
wo der Tierarzt schon unterwegs hin war.
Doch kurz vor der Türe im Freien
machtest Du Deine Äuglein zu,
Du hattest wohl die Regenbogenbrücke gesehen
wolltest nur noch Deinen Frieden und Ruh´.
Ich hielt Dich in meinen Armen,
als Deine Seele den Körper verließ.
Ich versuchte Dich zu retten
und fühlte mich verlassen und mies.
Ich fiel auf die Knie und weinte,
flehte Dich an nicht zu geh´n,
doch Du hattest so viel ertragen,
hattest das Recht hinter die Brücke zu seh´n!
Ich hielt krampfhaft Deinen Körper
in meinen steifen, schon schmerzenden Armen,
sie nahmen Dich mir schließlich fort,
zeigten kein Erbarmen.
Sie sagten, ich solle nun stark sein,
irgendwann würde der Schmerz schon vergeh´n
das Ganze ist nun drei Jahre her
und es tut noch genau so sehr weh...
Ich vermisse das tappsen Deiner Pfoten,
Dein Gesicht, Deine Augen, Dein Fell,
ich vermisse Deinen Geruch in meiner Nase,
es ging alles so furchtbar schnell.
Ich wollt Dir noch so viel sagen,
vor allem wie sehr ich Dich lieb
ich kann es nicht ertragen,
es war für mein Herz wie ein Hieb.
Seit diesem Tag fehlt ein Teil von mir,
ein Teil, der wollte mit Dir geh´n,
dieser ist nun immer bei Dir,
bis wir uns am Ende des Regenbogens wiederseh´n...

Nach einer Katze stand der Sinn

Da stand ich so im Tierheim drin,
nach einer Katze stand mir der Sinn.
Irgendwann mußt ich mich entscheiden,
gar nicht einfach,
bei so vielen, die dort leiden.
Ein rießiger Kater
mit fast schwarzem Gesicht,
der schien zu rufen:
"Nimm einfach mich!"
Alles klar!
Du solltest es sein.
Doch der Pfleger sagte:
"Der ist gemein!
Er traut keinem Tier
und auch keinem Menschen.
Um seine Liebe mußt du kämpfen!"
Gesagt, getan -
du zogst bei mir ein
und schon ging es los
mit den Schehrerein.
Du hast gespuckt,
gekämpft, gebißen.
Vor allem die Männer
haben sich in die Hosen
geschißen!
Auch mich konntest du anfangs
gar nicht recht leiden.
Warst sehr drauf bedacht
mich tunlichst zu meiden.
Ich hab`s mit allen Tricks
versucht,
sehr lange Zeit hab ich nur
geflucht.
War verkratzt von oben
bis unten,
meine Hoffnung schon
in den Keller gesunken.
Doch eines Tages
war endlich vorbei
der Spuk.
Plötzlich bekamst du
vom Schmusen gar nicht genug.
Du hattest gelernt zu
vertrauen und zu lieben.
Bist über 10 Jahre bei mir geblieben.
Warst erst wilder Kämpfer,
dann sanfter Schmeichler.
Du machtest mein Leben
um vieles reicher.
Wurdest älter,
krank und schwach.
Bist gegangen
still in der Nacht.
Bist gestorben
ohne Schmerzen.
Lebst ewig weiter
in meinem Herzen.
Ich hab`s dir versprochen,
in deine Tatze.
Du bist und bleibst meine
MAGISCHE KATZE



Katzentier

Eines Sonntags, völlig arglos,
sitzt beim Kaffee du um vier
Plötzlich maunzt es, raschelt, kratzt es-
es erscheint ein Katzentier

Mit den Pfoten samtenzart
unnachahmlich in der Art,
schleicht es sich mit viel Allüre
heimlich durch die Hintertüre

Schlabbert zierlich und mit Wonne
Milch, die du ihm eingegossen
Und schon hast du ganz ungeplant
einen neuen Hausgenossen

Unnütz, Unmut zu bekunden
denn noch eh du dich versehn,
hat er seinen Platz gefunden
und das Wunder ist geschehn

Schnurrend drang er in Dein Leben
das er zärtlich nun regiert
Macht zum Katzennarr dich eben-
stahl dein Herz ganz ungeniert

SPATZ UND KATZE


"Wo wirst du denn den Winter bleiben?"
Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
"Hier und dorten, allerorten",
Sprach gleich wieder das Spätzchen.

"Wo wirst du denn zu Mittag essen?"
Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
"Auf den Tennen mit den Hennen",
Sprach gleich wieder das Spätzchen.

"Wo wirst du denn die Nachtruh' halten?"
Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
"Laß dein Fragen, will's nicht sagen",
Sprach gleich wieder das Spätzchen.

"Ei, sag mir's doch, du liebes Spätzchen!"
Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
"Willst mich holen - Gott befohlen!"
Fort flog eilig das Spätzchen.



NEIN, DU KLEINER STREUNER!

Kleine Katzen

Kleine Katzen sind so drollig
Und so wollig und so mollig,
Dass man sie am liebsten küsst.
Aber auch die kleinen Katzen
Haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Dass ihr's wisst!
Kleine Katzen wollen tollen
Und die Wollknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
Bei dem Tollen und dem Rollen
Fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
Und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
Hilft, dass aus dem süssen Kätzchen
Mal ein Raubtier werden kann.

NEIN, DU KLEINER STREUNER!

Nein, nie mehr wieder, kleiner Streuner!
Wo du jetzt hockst, sass vor dir einer,
durchnässt, durchfroren, spindeldürr
und ich nahm ihn hinein zu mir.

Aus Mitleid, wie mir scheinen wollte,
doch wie sich sehr bald zeigen sollte,
sprach er in meinem Hause Recht,
und ich war seines Charmes Knecht.

Mit Schnurren und mit Rosenpfoten
hat er mir manchen Dienst geboten,
die Möbel sind nach Katzensitte
verziert, und meines Bettes Mitte
war seines Schlummers Platz im Warmen.
Ich barg ihn scheu in meinen Armen.

Er barst vor Stolz und Dominanz,
und was er wollte, nahm er ganz.
Und was ich liebte, fand er köstlich.
Und als er starb, war ich untröstlich.

Und jetzt glaubst du, du kleiner Lurch,
ich mach das alles nochmals durch?
Nie mehr im Leben! Niemals! Nein!
.........


Na, wein doch nicht, und komm schon rein..



Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.

Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.

Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letzlich um ein weites größer.

Ich liebe die Katzen, weil ich mein Zuhause genieße und sie im Lauf der Zeit dessen sichtbare Seele werden.

Als der Prophet eines Tages zu seinem Haus ging sah er daß eine Katze mit ihren Jungen in dem Mantel schlief, den er gerade anziehen wollte. Da er die Katzen nicht stören wollte schnitt Mohammed denjenigen Teil des Mantels ab, in dem sie schlummerten und wickelte nur den Rest des Mantels um seine Schultern.

Die Katzen sind Katzen, kurz gesagt, und ihre Welt ist die der Katzen, von einem Ende zum andern.

Ein Hund springt zu dir aufs Bett, weil er gern in deiner Nähe ist. Eine Katze tut es nur, weil sie dein Bett liebt.

Eine schlafende Katze im Zimmer oder im Haus ist ein besserer Genosse als ein nervöser, ruheloser Mensch, der sich nur um der Bewegung willen unaufhörlich bewegen muß.




Einen Hund kann man sich halten, aber mit Katzen ist es anders. Die Katze hält sich ihre Leute, denn für sie sind die Menschen nützliche Haustiere. Ein Hund tut uns schön, aber der Katze müssen wir schöntun. Der Hund ist ein Angestellter, die Katze ein freier Mitarbeiter.

Einer alten Geschichte zufolge soll er seine Lieblingskatze Muessa stets im weiten Ärmel seines Gewandes bei sich getragen haben. Als er einmal zum Gebet gerufen wurde und Muessas Schlaf nicht stören wollte, schnitt er kurzerhand den Ärmel ab. Er ging dann einfach ärmellos zum Gebet.

Erst schmeicheln, dann kratzen,
das schickt sich für Katzen.

Katzen, diese Wesen, haben die unmenschliche Geduld der Erde; das ist ein Jahr, was für den Menschen nur eine Sekunde.

Katzen wurden in die Welt gesetzt, um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen, um den Menschen zu dienen.

Ob eine schwarze Katze Unglück bringt oder nicht, hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus.


10 Gebote

Das Weihnachtskätzchen
Ich hab an jene Winternacht
auch später oftmals noch gedacht
so viele Jahre liegt’s zurück
als ich am Wege fand mein Glück
Kein Mensch kennt bisher die Geschichte
von der ich euch sogleich berichte
sie brachte Kummer mir und Freud
ich spür’s im Herzen auch noch heut
Der Wind pfiff heulend um das Haus
ein leises Jammern rief mich raus
wo kam es her in dieser Nacht
welch Schmerz nur hatte es entfacht?
Die Eltern saßen in der Stube
so schlich ich mich als kleiner Bub zum Haus hinaus – nur kurz geguckt
schon hatte mich die Nacht verschluckt
Der Schnee, er weht ins Gesicht
ich sah die Hand vor Augen nicht
doch lief ich los, am Wald entlang
wo ich es schließlich frierend fand
Ein kleines Kätzchen saß im Schnee
und zitternd schaut es in die Höh’
das Fell, es war schon eingeschneit
und keine Mutter weit und breit
Es sah mich an, war ganz allein
wie konnte das nur möglich sein?
Wer hatte wohl in dieser Nacht
das Kätzchen nur hierher gebracht?
Ich hob es zu mir in die Höh’
befreite es von Eis und Schnee
trug’s schnell zu meiner Eltern Haus
- und flog in hohem Bogen raus
Ein Tier im Haus – kommt nicht in Frage
ich dulde keine Katzenplage
drum setz sie sofort vor die Tür
nur ich, mein Sohn, bestimme hier
Des Vaters Worte taten weh
ich ihn noch manchmal vor mir seh’
er nahm das Kätzchen einfach fort
ich weinte still und sagt’ kein Wort
So setzte er es vor die Tür
ich haßte ihn so sehr dafür
mau, mau, klang’s lang von draußen noch
der Schmerz mir tief ins Herz ´reinkroch
Dann Stille – kein Miauen mehr
ich fühlte mich verzweifelt, leer
es war erlöst, fand Frieden nun
und konnte ewig aus sich ruh’n
Dann schließlich kam die Heilignacht
Geschenke wurden viel gemacht
der Weihnachtsmann bracht Äpfel, Nüsse
die Tanten schenkten feuchte Küsse
Die Fröhlichkeit, sie fiel mir schwer
ich ging zu Bett, im Herzen leer
ich mocht nicht feiern, wollt nicht spielen
tat mich ganz schrecklich einsam fühlen
Der Schlaf kam bald in dieser Nacht
als ich noch einmal kurz erwacht
mein Vater hielt still meine Hand:
Sieh’, was ich eben fand!
Der Weihnachtsmann hat’s wohl vergessen
er kam zurück kurz nach dem Essen
und meinte, dieses sei für dich
ich dachte erst, da irrt er sich
Der Vater lachte, strahlt’ mich an
ich heut’ mich noch erinnern kann
in seinem Schoß, ganz klitzeklein
saß mein geliebtes Kätzlein

Mein edler Freund, ich bitte sehr:
komm doch her,
Sitz neben mir und schau mich dann
mit deinen lieben Augen an,
Mit Augen voller Glanz und Gold;
Dein Blick, er ist so treu und hold.
Dein wundervolles weiches Fell,
schwarz und hell,
So seidig, üppig, voller Pracht,
wie Wolkenhimmel in der Nacht
belohnt die Hand, die dich liebkost,
mit freundlicherem Glück und Trost.
Die Hunde freunden gern sich an
mit jedermann.
Doch du, von lauterer Natur,
liebst deine wahren Freunde nur,
Berührst mit deiner Pfote mich -
ja, Lieber, ich verstehe dich.
Was geht wohl vor in deinem Geist -
ach, wer weiß?
Wenig nur ist uns bekannt
trotz unsrem Freundschaftsband.
Vielleicht ist’s dem Menschen
nur vergönnt, Dass er das Leben besser kennt.



10 Gebote
Erstes Gebot
Vor meiner Ankunft sollst du mir vertraute Sachen bereitstellen
(am besten meine Mama und meine Geschwister).
Zweites Gebot
Sicherheitshalber sollst du die Dinge wegräumen, die mir gefährlich
werden können.
Drittes Gebot
Du sollst mich in aller Ruhe deinen Haushalt erkunden lassen
(behalte du die Ruhe, den Rest mache ich.)
Viertes Gebot
Du sollst mir ein Plätzchen einrichten, wo ich ungestört leben, schlafen
und mein Geschäft erledigen kann, oder solltest du dir das einrichten?
Fünftes Gebot
Du sollst immer dafür sorgen, dass ich genügend und vor allen Dingen das,
was ich mag, zum Fressen habe.
Sechstes Gebot
Natürlich darfst du mich auch einmal in der Woche bürsten, wenn es
dir gefällt auch öfter. Auch ich habe das gern, obwohl es nicht unbedingt nötig tut.
Siebtes Gebot
Achte bitte darauf, dass ich nicht von deinen anderen Katzen oder
Hunden oder womöglich von dir unnötig erschreckt werde.
Sonst gehe ich wieder zu meiner Mama!
Achtes Gebot
Bitte erlaube mir, ganz langsam Besitz von deinem? Reich
zu ergreifen. Ich verspreche dir auch, wenn du dich an die
Regeln hälst, kommen wir super miteinander aus.
Neuntes Gebot
Ich mag es nicht, wenn du andere Vierbeiner mehr magst als mich.
Deshalb überlege dir vorher, was du willst!
Zehntes Gebot
Wenn du dir all das zu Herzen nimmst, werden wir bestimmt Freunde.
Du machst was ich will und ab und zu mache ich auch das was du
willst. Wenn das nicht klappt, habe ich ja noch meine Mama!


Die Liebe

Liebe ist wie eine Katze
sie kann dich sanft anschnurren
um dann plötzlich loszufauchen

Manchmal schleicht sie sich
auf leisen Pfoten von hinten an,
ein anderes Mal überfällt sie dich direkt frontal

Einmal schmiegt sie sich zärtlich bei dir an,
dann wieder zeigt sie bös dir die Krallen.

Sie ist ständig auf der Jagd nach Beute
aber ebenso oft faul und sehr bequem

Viel Pflege brauchen beide zum Wohlfühlen,
vernachlässigst du es, sind beide rasch weg

Sie lassen sich ungern einsperren
denn einbeengt gehen beide rasch ein.

Die Katze wie die Liebe fordert auch Freiheit
bei Beiden ist die Basis das Vertrauen



Katzengedichte

Der Tod gehört zum Leben, sagen wir,
doch als er kam der Tod,
da war er fremd.

Der Tod war abzusehen, sagen wir,
doch als er kam der Tod,
da war er überraschend.

Der Tod kam als Erlöser, sagen wir,
doch als er kam,
da riss er neue Wunden.

Der Tod kam plötzlich, sagen wir,
er überfiel uns wie ein Räuber
und was er hinterließ der Tod,
sind Tränen, Wut, Entsetzen.

Der Tod gehört zum Leben, sagen wir,
doch jetzt, jetzt wo er da ist dieser Tod,
da haben ganz gewohnte Worte
plötzlich einen neuen Klang.

Der Tod gehört zum Leben, sagen wir.
Das stimmt!
Und dennoch Fragen.
Viele Fragen.



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