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Fürbitte 1:
Lasset uns beten zu unserem Gott, der die Liebe ist:

Für diese Brautleute, daß sie sich von dir führen lassen und unter deinem Schutz zu einer glücklichen Familie werden.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für ihre Eltern, Angehörigen und Freunde, daß sie den Lebensweg der Brautleute mit ihrer Zuneigung und Hilfsbereitschaft begleiten.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für alle Eheleute, daß sie in Freud und Leid zusammenstehen und einander helfen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für jene Eheleute, die es schwer miteinander haben, daß sie nicht aufhören, in Geduld einander zu suchen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für die jungen Menschen unserer Gemeinde, die sich auf die Ehe vorbereiten, daß sie mit deiner Hilfe die rechte Wahl treffen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für die verstorbenen Angehörigen, daß sie das ewige Leben erlangen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.



Ewiger Gott, in deinem Sohn Jesus Christus hast du gezeigt, wie groß deine Liebe zu uns Menschen ist. Gib den Brautleuten und uns allen die Kraft, aus dieser Liebe zu leben: Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn...Amen



Fürbitte 2:
Pfarrer: Gott weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:

Begleite Name und Name auf ihrem gemeinsamen Weg mit deiner Fürsorge und bewahre sie im Glauben und in der Treue.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Laß die beiden miteinander Freude und Glück erfahren, (das Leben an ihre Kinder weitergeben) und anderen Menschen Hoffnung und Hilfe schenken.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Vergilt den Eltern, Freunden und Verwandten alles Gute, daß sie den Brautleuten bis heute erwiesen haben, und erhalte Ehrfurcht und Liebe zwischen den Generationen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Schenke allen Menschen den Frieden des Herzens und gib ihnen Mut, für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Hilf denen, die allein oder vereinsamt sind, nicht zu verbittern, sondern aufs neue Gemeinschaft zu suchen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.



Pfarrer: Herr, unser Gott, du willst das Glück der Menschen. Dafür preisen wir dich in dieser Stunde und zu allen Zeiten in der Einheit des Heiligen Geistes durch Christus, unsern Herrn.

Alle: Amen.



Fürbitte 3:
Pfarrer: Gott liebt die Menschen und will, daß ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt. Darum bitten wir ihn:
Daß Name und Name ein Leben lang in Liebe und Treue zueinander stehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Daß sie in Stunden der Einsamkeit oder der Enttäuschung in der gegenseitigen Liebe feststehen oder wieder aufeinander zugehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Daß alle Ehepartner sich gegenseitig helfen, daß jeder seine eigenen Fähigkeiten entfalten kann und so das gemeinsame Leben bereichert.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Daß die verheirateten Christen auch außerhalb ihrer Familie im gesellschaftlichen und sozialen Bereich Verantwortung übernehmen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Daß alle Ehepaare auf den Anspruch und Zuspruch seiens Geistes in ihrem Alltagsleben eingehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.



Pfarrer: Allmächtiger Gott, dein Sohn hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, daß du uns erhörst durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Alle: Amen.



Fürbitte 4:
Pfarrer: Voll Vertrauen wollen wir zu Gott beten.
Wir bitten für Name und Name, die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, daß sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Wir bitten für alle Ehepaare, daß sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Wir bitten für die verschiedenen Generationen für Kinder, Eltern und Großeltern, daß sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, daß sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.



Pfarrer: Denn du Gott bist ein Gott der Treue und der Liebe. Wir danken dir heute und alle Tage bis in Ewigkeit.

Alle: Amen.



Fürbitte 5:
Lasset uns beten:
Für diese Eheleute, daß Gott ihre Liebe belebe und die beiden in unverbrüchlicher Treue erhalte, daß er ihnen Kraft schenke, einander mit Geduld beizustehen und ihre Ehe im Glauben und Vertrauen zu führen.
Für alle Ehepaare, daß Gott sie in guten und bösen Tagen geleite und in ihrer Arbeit segne, daß er sie vor Kleingläubigkeit und Engherzigkeit bewahre.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für die Kirchen, daß Gott die Einheit untereinander wachsen lasse; daß er allen Christen beistehe, ein Leben treu dem Evangelium zu führen und so der Einheit den Weg zu bereiten.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.
Für uns, die wir hier diese Trauung feiern, daß Gott uns lehre, die Freiheit und das Gewissen anderer zu achten; daß er den Eheleuten die Kraft gebe, geimeinsam ihre Kinder im christlichen Glauben zu erziehen.
Du guter Gott, wir bitten dich, erhöre uns.



Pfarrer: Darum bitten wir dich, gütiger Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.

Alle: Amen.



Fürbitte 6:
Pfarrer: Im Namen unseres Hern Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an unseren Fürsprecher beim Vater im Himmel:
Wir bitten für Name und Name, die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, daß sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind. Herr, erhöre uns.
Alle: Erhöre uns, O Herr.
Wir bitten für alle Ehepaare, daß sie die Liebe des anderen nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer neu als Geschenk verstehen.
Wir bitten für die verschiedenen Generationen - für Kinder, Eltern und Großeltern -, daß sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, daß sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.

Pfarrer: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen



Fürbitte 7:
Unser Herr Jesus Christus liebt die Menschen und will, dass ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt. Darum bitten wir ihn:
Gott, schenke Name und Name von deiner Liebe, dass sie einander und anderen Menschen zum Leben helfen und zu einem glücklichen Paar werden. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, ermutige sie, in allem den Weg Jesu zu gehen, deinen Willen zu tun und barmherzig zu sein, Geborgenheit zu geben und Frieden zu machen. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, bleibe bei ihnen mit deiner Treue, damit sie sich selbst und dem andern treu bleiben können und ihre Ehe erfüllend werde. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, segne ihre Familien, die Hochzeitsgemeinschaft, alle Verwandten und Bekannten, und sei du ihr Lohn für alles Gute, das sie unserem Paar erwiesen haben. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, führe ihnen gute Menschen zu, die ihnen als Freunde in Not und Freude beistehen und ein Stück des Weges mit ihnen gehen. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, gib auch friedliche Zeit und laß uns alle zur Gerechtigkeit und zum Verstehen der Völker beitragen, so viel wir in unserem Aufgabenbereich tun können. Wir bitten dich, erhöre uns.
Gott, sei nahe allen Altgewordenen und Einsamen, den Verzagten und Kranken, und nimm unsere Verstorbenen in dein ewiges, vollkommenes Leben. Wir bitten dich, erhöre uns.



Allmächtiger Gott, dein Sohn hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, daß du uns erhörst durch Christus unseren Herrn. Amen.



Fürbitte 8: für marion und hartmut
Gott unser Vater, du hast der ehelichen Verbindung von Mann und Frau deinen Segen zugesagt. Voll Vertrauen kommen wir deshalb mit unseren Bitten für die Brautleute Hartmut und Marion
Bewahre zeitlebens ihre gegenseitige Verantwortung und ihr Vertrauen.
Schenke ihnen füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort und die helfende Hand.
Lass sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung füreinander da sein und immer wieder neu zueinander finden.
Für ihre Eltern, Angehörigen und für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, lohne Du ihnen all ihre Liebe und laß sie den Lebensweg der Brautleute auch in Zukunft mit ihrer Zuneigung und Hilfsbereitschaft begleiten.
Für alle, die sich einmal das Jawort gegeben haben, laß sie in Treue zu ihrem Versprechen stehen und im Vertrauen auf dich auch schwierige Zeiten gemeinsam durchstehen.
Für alle, deren Ehe zerbrochen oder unglücklich ist, heile du ihre Verletzungen und stärke und ermutige sie auf ihrem Weg.
Für die verstorbenen Angehörigen, schenke ihnen Heimat bei dir, wo Trauer und Schmerz in ewige Freude verwandelt wird.



Gott, du bist unsere Hoffnung, unsere Kraft und Stärke. Gib, daß wir allezeit auf dich vertrauen und bei dir Hilfe finden, darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.



Fürbitte 9:
Lasset uns beten zu Gott, der die Liebe ist:

1. Person
für diese Eheleute, Name und Name,
daß sie glücklich werden in ihrer Ehe,
daß ihr Leben miteinander voll Freude sei,
daß ihre Liebe wachse durch all die Jahre ihres Lebens und
daß sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung für einander da sind und immer wieder neu zueinander finden.



2. Person
für alle, die diese beiden Menschen bis hierher geleitet haben,
für ihre Eltern, die ihnen das Leben gaben,
für ihre Familie, in der sie aufwuchsen,
für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind
und für alle, die den Glauben an Gottes Güte in sie hineingepflanzt haben:
daß er uns alle in diesem Glauben bewahre und in der Liebe Jesu Christi - ein Leben lang.



3. Person
In eurer Ehe soll es keinen Tag geben, da ihr sagen müßt: damals haben wir uns geliebt, heute ist die Liebe gestorben.
Kein Tag, an dem ihr sagt: Wir haben keine Freunde.
Kein Tag, an dem ihr sagt: Ich bin so allein, du bist mir fremd.
Ihr möget einander Gutes tun.
Ihr möget einander trösten und verzeihen.
Ihr sollt Pläne schmieden und Eure Sehnsüchte mögen sich erfüllen.
Die Tür eurer Wohnung möge offen sein für Menschen, die euch wichtig sind und denen ihr wichtig seid.
Eure Ehe bleibe spannend, und möge alle Spannungen aushalten.
Eure Ehe bleibe glücklich indem ihr eurer Treue traut, euch in der Treue Gottes aufgehoben wißt.
Gottes Liebe möge eurer Liebe greifbar und spürbar werden.



Fürbitte 10: Hartmut und Marion
Gott weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:
Begleite Name und Name auf ihrem gemeinsamen Weg. Laß ihre Liebe stark und dauerhaft sein. Wecke ihr Vertrauen und ihre Geduld. Schenke ihnen füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort und die helfende Hand. Laß sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung für einander da sein und immer wieder neu zueinander finden.
Für ihre Eltern, Angehörige und für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, lohne Du ihnen all ihre Liebe und laß sie den Lebensweg der Brautleute auch in Zukunft mit ihrer Zuneigung und Hilfsbereitschaft begleiten.
Für die verstorbenen Angehörigen, welche heute so gerne mit uns gefeiert hätten und nicht mehr bei uns sein können. Gebe ihnen Frieden und Ruhe und laß sie geborgen sein in Dir.
Für alle, die verheiratet sind. Laß ihre Liebe nicht erkalten, daß sie nicht aufhören, offen miteinander zu reden. Bewahre zeitlebens ihre gegenseitige Verantwortung und Vertrauen.

Gott, Du bist unsere Hoffnung, unsere Kraft und unsere Stärke. Gib, daß wir allezeit auf Dich vertrauen und bei Dir Hilfe finden, darum bitten wir Dich durch Christus, unseren Herrn.

Amen

- Fürbitten -

Vorgetragen von Birgit

Gott weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:

Begleite Hartmut und Marion auf ihrem gemeinsamen Weg.
Lass ihre Liebe stark und dauerhaft sein.
Wecke ihr Vertrauen und ihre Geduld.
Schenke ihnen füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort und die helfende Hand.
Lass sie auch in Stunden der Einsamkeit und Enttäuschung für einander da sein und immer wieder neu zueinander finden.
Für ihre Eltern, Angehörige und für alle, die ihnen in Freundschaft verbunden sind, lohne Du ihnen all ihre Liebe und lass sie den Lebensweg der Brautleute auch in Zukunft mit ihrer Zuneigung und Hilfsbereitschaft begleiten.
Für die verstorbenen Angehörigen, welche heute so gerne mit uns gefeiert hätten und nicht mehr bei uns sein können. Gebe ihnen Frieden und Ruhe und lass sie geborgen sein in Dir.
Für alle, die verheiratet sind. Lass ihre Liebe nicht erkalten, dass sie nicht aufhören, offen miteinander zu reden. Bewahre zeitlebens ihre gegenseitige Verantwortung und Vertrauen.

Gott, Du bist unsere Hoffnung, unsere Kraft und unsere Stärke. Gib, dass wir allezeit auf Dich vertrauen und bei Dir Hilfe finden, darum bitten wir Dich durch Christus, unseren Herrn.

Alle: Amen


Vater unser

Vater Unser im Himmel!
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.



Jeder von uns kennt dieses Gebet, das uns Jesus Christus in der Bergpredigt gelehrt hat. Ich möchte zu jedem Vers ein paar Gedanken äußern und erläutern, warum das Vater Unser auch in der heutigen Zeit noch aktuell ist.



Vater Unser im Himmel!

Das wir zu Gott "Vater" sagen dürfen, ist für uns fast selbstverständlich. Doch in früheren Zeiten und auch heute noch in vielen Religionen ist Gott oder die angebeteten Götter etwas unnahbares, unerreichbares. Wir dürfen dankbar sein, daß wir Gott einen Vater nennen dürfen, zu dem wir mit unseren Sorgen, Bitten, Klagen, Wünschen und unserem Dank im Gebet kommen können. Dieser Vater wohnt im Himmel, einem Ort überirdischer Herrlichkeit, wo wir nach unserem Tod in Ewigkeit hinkommen dürfen, wenn wir in unserem Leben seine Vergebung durch Jesus Christus in einem aufrichtigen Gebet annehmen und wenn Gott in unserem Leben sieht, daß wir seine Liebe auch an andere weitergeben.

Geheiligt werde Dein Name.

Gottes Name wurde und wird immer wieder mißbraucht. Sei es, wenn wir leichtfertig "Gott sei Dank" sagen und es gar nicht so meinen, sei es, wenn wir uns "christlich" nennen und z.B. für die Todesstrafe sind. Oder denken wir an die erste Atombombe, die in den USA zu Testzwecken 1945 in New Mexico gezündet wurde: Sie trug den Namen "Trinity" - Dreieinigkeit!

Dein Reich komme.

Unsere Welt wird nicht für immer bestehen - das sagt selbst die Wissenschaft. Nach dem kosmologischen Weltbild von heute wird spätestens in einigen Milliarden Jahren mit dem Verlöschen unserer Sonne alles Leben auf der Erde zu Ende sein - wenn dies nicht schon vorher geschieht, z.B. durch einen Meteoriteneinschlag oder einen Atomkrieg. Und auch das ganze Universum wird nach unvorstellbaren Zeiträumen in einem ewigen weiten kalten "Nichts" enden - dem "Wärmetod". Dieser Trostlosigkeit steht das Reich Gottes entgegen - die ewige Seligkeit.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.

Dieser Abschnitt ist oft nicht leicht zu beten: Dein Wille geschehe! Ich mußte monatelang mit mir kämpfen, bis ich das aufrichtig beten konnte, und oft weiß ich ganz genau, daß das, was ich gerade tue, sicher nicht Gottes Wille ist. Oft haben wir ganz konkrete Pläne für unser Leben und meinen genau zu wissen, was für uns gut ist. Doch Gott steht über dieser Welt und auch über der Zeit und hat einen konkreten Plan mit uns. Wenn wir in Not sind und dringend Rat suchen, können wir uns an Gott wenden und beten: "Vater, ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll, bitte laß Deinen Willen geschehen!" Die andere Situation ist da schon schwieriger - wenn wir ganz genau wissen, was wir wollen, und auch, daß Gott etwas ganz anderes will. Doch ich habe schon oft in meinem Leben erfahren, daß Gott es gut mit mir meint. Das, was ich um jeden Preis wollte, wäre damals nicht das Richtige gewesen (z.B. eine Beziehung während meiner Ausbildung) - aber es dauert manchmal längere Zeit, bis man das einsieht. Trotzdem gibt es auch Dinge, bei denen ich mir auch heute keinerlei "Sinn" vorstellen kann - z.B. wenn ein Mensch ohne Vergebung stirbt.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Das versteht jedes Kind: Ohne Brot (Kartoffeln, Gemüse, Obst, Saft, Milch, Fleisch, Kuchen, Schokolade) können wir nicht leben - auf die letzten drei Dinge kann man aber zur Not auch mal verzichten (Ich esse kein Fleisch, weil ich Mitleid mit den Tieren habe, aber um so lieber auch mal eine Tafel Schokolade). Doch mit Brot sind auch die anderen lebensnotwendigen Dinge gemeint: Kleidung (na ja, es muß doch nicht immer die neueste Mode sein, oder?), eine Wohnung, elektrischen Strom und was wir sonst noch zum Leben brauchen. Doch das ist, wie wir alle wissen, keine Selbstverständlichkeit: Ein großer Teil der Weltbevölkerung ist unterernährt, und einige -zigtausend Kinder verhungern Tag für Tag. Und Zukunftsforscher sagen uns voraus, daß in einigen Jahrzehnten Kriege nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt werden. Daher ist Ressourcenschonung, Umweltschutz, nachhaltiges Wirtschaften und ein fairer Handel mit der Dritten Welt überlebensnotwendig - wir sind weit davon entfernt!

Und vergib uns unsere Schuld

Im Konfirmandenunterricht wurden wir gefragt, was denn das Wichtigste am Vater Unser sei. Wir waren uns alle einig: Unser tägliches Brot gib uns heute! Als dann der Pfarrer uns Und vergib uns unsere Schuld nannte, wollten wir das nicht einsehen. Doch heute verstehe ich, was er meinte: Wir sehen in der Regel nur die Spitze des Eisberges unserer Schuld. Wir denken oft, wir sind eigentlich unschuldig (ich auch) und können durch ein Wort, eine unscheinbare Bemerkung oder einen gut gemeinten Rat einen Scherbenhaufen anrichten! Das gilt besonders in der Massenkommunikation: Kann man einen Irrtum in einer persönlichen Unterhaltung noch korrigieren, wenn man ihn bemerkt, so ist das in der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen wenn überhaupt nur begrenzt möglich - ein Gerücht bleibt oft zurück. Und wenn ich an meine Homepage denke, die Sie gerade lesen - wie viele Irrtümer werden wohl darin stecken, die ich vielleicht nie bemerke? Auch wenn wir uns noch so bemühen, wir alle kommen um Schuld nicht herum - es muß kein Mord und kein tödlicher Autounfall sein. Daher ist es die wichtigste Entscheidung eines Menschen, Vergebung von Gott anzunehmen - für dieses und erst recht für das ewige Leben!

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Das, was Gott uns anbietet, nämlich Vergebung, sollen wir an unsere Mitmenschen weitergeben. In der Bibel gibt es das Gleichnis vom Schalksknecht. Ich erzähle es in einer moderne Version: Ein Minister hat eine Milliardenschuld und wird zu seinem König gerufen. Als dieser den Betrag einfordert, beteuert der Minister, er werde alles bezahlen. Doch der König hat Mitleid und vergibt ihm die Schuld! Darauf geht der Minister zu einem Untergebenen und fordert 50 Euro, die dieser ihm schuldet. Als der Untergebene sagt, daß er in Finanzschwierigkeiten sei, das Geld aber demnächst aufbringen werde, zeigt der Minister ihn an. Als das der König erfährt, wir er zornig und sperrt den Minister wegen seiner Hartherzigkeit ins Gefängnis. Er soll erst dann herauskommen, wenn er alles bezahlt hat - doch wie soll er das anstellen?

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ist manchmal so schwer zu beten wie Dein Wille geschehe - auch für mich. Und für manche Menschen ist sicher Vergebung in diesem Leben fehl am Platze, insbesondere, wenn sie ihre Tat nicht einsehen und eine Gefahr für die Gesellschaft sind. Vergebung setzt nämlich Reue und den Willen zur Besserung voraus. Doch welche Welt würden wir vorziehen - eine Welt, wo wir immer mit hundertprozentiger Gerechtigkeit für jede Schuld erbarmungslos bestraft werden, oder eine Welt, in der wir und unsere Mitmenschen auch bereuen und Vergebung empfangen dürfen? Erst recht gilt das für das ewige Leben: Der wichtigste Wunsch für unseren Nächsten sollte es sein, daß er in Ewigkeit Vergebung empfängt!

Und führe uns nicht in Versuchung

Diesen Teil des Vater Unser verstehe ich am wenigsten: Ein liebender Vater, der uns in Versuchung führt? Manche Theologen sagen, daß Gott uns nur dann versucht, wenn er weiß, daß wir die Probe bestehen und daran reifen - alle anderen Versuchungen kämen vom Teufel, der uns zu Fall bringen will. Doch wenn Gott allmächtig ist - warum entscheiden sich dann Menschen nach einem Schicksalsschlag gegen Gott? Warum mutet Gott einem Menschen nicht nur soviel Leid zu, wie er sicher verkraftet? Eine Frage, die mir oft Kopfzerbrechen bereitet...

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Man könnte meinen, daß mit dem "Bösen" Krieg, Mord, Terror und alle übrige Gewalt dieser Welt gemeint ist. Zum Teil stimmt das, doch hiermit ist nicht nur das Böse, sondern auch der Böse gemeint - der Teufel. In anderen Sprachen wie z.B. Russisch kommt der Ausdruck "Teufel" auch unmißverständlich in dieser Bitte vor! Viele meinen heute, der Teufel sei eine Erfindung des menschlichen Geistes; die Kirche habe ihn sich nur ausgedacht, um die Menschen zu kontrollieren. Sicher hat die Kirche den Glauben zum Teil auf das Übelste mißbraucht. Doch heute sind wir in einer anderen Gefahr: Während okkulte Spielfilme, Videos, Computerspiele, Black Metal und esoterische Praktiken aller Art uns den Teufel tagtäglich ins Haus und sogar ins Kinderzimmer bringen und wir uns immer mehr daran gewöhnen, redet er selbst uns immer mehr ein, daß es ihn gar nicht gibt ("es ist ja alles nur Phantasie"). Im Chemieunterricht haben wir gelernt: "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt." Das stimmt zwar nicht immer, da man auch das passende Gegenmittel bereithalten muß - doch wie soll man sich gegen eine Gefahr schützen, die man gar nicht wahrnimmt? Wer Pilze sammelt und den Knollenblätterpilz in seinem Korb nicht erkennt, dessen Abrieb an den übrigen Pilzen schon absolut tödlich ist, wird sterben. Daher nützt es nichts, den Teufel in das Reich der Phantasie zu verbannen, sondern wir können unser Leben in die Hand Gottes legen und Vergebung von Jesus Christus annehmen.


Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

Meine kirchliche Hochzeit


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