Weihnachtskalender Teil 2
Weihnachtskalender Teil 3
Weihnachtskalender Teil 4
Weihnachtszeit 2005
Frohe Weihnachten 2006

Weihnachtsidylle

Ein zarter weißer Winterschleier
legt sich bald über Wald und Flur
So wie der Igel und der Weiher
legt sich auch schlafen die Natur

Die Kälte dirigiert die Wellen
bis dass der See in Ruhe liegt
und Demut grüßt an vielen Stellen
bis manche Seel in Achtung wiegt

Die Stimmung überfüllt den Raume
und Stille spannt die Arme breit
So mancher badet in dem Traume
das Frieden herrscht und Einigkeit

Nun öffnen Herzen weit die Pforten
und lassen auch das Mitleid rein
damit an allen Weihnachtsorten
das Christkind kann zufrieden sein


Das Wunder von Weihnachten

Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall.
Ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.


Ein kleines Dorf

Ein kleines Dorf am stillen See
lag eingetaucht in tiefem Schnee.
Nur wenig Licht schien aus den
Häuschen
und kaum ein Kater fing ein Mäuschen.

In diese Ruhe mischte sich
leise und verwunderlich
das Leuten kleiner Glocken,
die Weihnachten frohlocken.

Ein kleiner Junge hörte sie,
so hell und klar, man glaubt es nie.
Da stieg er aus, aus seinem Bett
und schlich sich leis´ ans Fensterbrett.

Schaute hoch zum Himmel rauf,
als Weihnachtsmann grad flog hinauf.
Er rief ganz laut: „Ho, ho, ihr Lieben,
was habt ihr dieses Jahr getrieben ?

Ward ihr artig ? Ward ihr gut ?
Zogt ihr vornehm stets den Hut ?
Dann will ich euch auch reich
beschenken,
muss nur den Schlitten zu euch lenken.“

Da freute sich der Junge sehr,
knuddelte sein` Kuschelbär,
denn lieb war er gewiss gewesen
beim Schreiben, Rechnen und auch Lesen.

Dann schlich er sich die Treppe runter,
war wachsam und auch völlig munter.
Blickte starr auf den Kamin,
das Weihnachtmann nie könnte fliehn.

Und 1 – 2 – 3 da stand er schon
in den Händen Schokobohn´,
im großen Sack ein Schaukelpferd
auf roten Sattel legt er wert.

Nun zog der gute Weihnachtsmann,
ins kleine Häuschen nebenan.
Der kleine Junge dankt ihm sehr
und geht ins Bett mit Kuschelbär.


Brief an den Weihnachtsmann

Die Beamten bei der Post öffnen einen Brief, der an den Weihnachtsmann adressiert ist. Ein Beamter beginnt zu lesen ... "Lieber Weihnachtsmann. Ich bin 10 Jahre alt und Vollwaise. Hier im Heim bekommen immer alle Kinder nette Geschenke, nur ich nicht. Ich wünsche mir so sehr einen Füller, eine Mappe und ein Lineal." Die Beamten sind sehr gerührt und sammeln untereinander. Leider reicht es nur für einen Füller und eine Mappe. Nach 3 Wochen kommt wieder ein Brief vom selben Absender. Sofort öffnet einer den Brief und beginnt laut zu lesen: "Lieber Weihnachtsmann! Vielen Dank für die schönen Geschenke! Ich habe mich sehr gefreut! Leider hat das Lineal gefehlt, aber das haben bestimmt die Idioten von der Post geklaut!"

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus, -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

Habt Ihr auch so welche zu Hause?! :?


Der Traum

Ich lag und schlief;
da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah und ganz verwundert
stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht' ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war's um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find' ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
"Du darfst nur artig sein;
dann steh' ich wiederum vor dir; jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil'ge Christ den schönsten Weihnachtsbaum


Der 50 Euro Schein

Ein hart arbeitender Politiker, ein ehrlicher Jurist und der Weihnachtsmann finden einen 50-Euro-Schein. Wer nimmt ihn heimlich an sich? -
Der Weihnachtsmann, die anderen beiden existieren nicht.


Das Gedicht an den Weihnachtsmann
Weihnachtsmann: "Wer mir ein kurzes Gedicht aufsagt, bekommt ein kleines Geschenk und wer mir ein langes Gedicht aufsagt, bekommt ein großes Geschenk". Kommt der erste: "HIGHHUBADIDAA" Weihnachtsmann:"... und wer mich verarscht, kriegt gar nichts
!"
Weihnachtsgeschenk & Verlobung

Klein Flo zu seinem Vater: "Was ist denn eigentlich eine Verlobung?"
Der Papa erklärt: "Eine Verlobung ist, wenn dir der Weihnachtsmann
ein Fahrrad schenkt, du aber erst zu Ostern damit fahren darfst."
Klein Flo: "Aber ein wenig klingeln wird man ja schon vorher dürfen"




Wunschzettel an den Weihnachtsmann

Klein Flo schreibt auch heuer wieder einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann:
Lieber Weihnachtsmann, schicke die Geschenke heuer bitte direkt an mich und nicht an meine Eltern. Die hatten doch glatt das Handy voriges Jahr für sich behalten.






Der alte Weihnachtsmann

Wer trampelt so spät noch durch Sträucher und Tann
Ich mag es nicht glauben, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und sein Bart ist verschneit,
und für einen Schwätz hat er wohl eh keine Zeit.

Die Hände sind voll mit Tüten von Aldi und Lidl,
und bestimmt hat der Alte auch andre Marken im petto.
Jetzt wird mir's auch klar und ich wundre mich nicht,
das ich jedes Jahr von Aldi ne'n Schlafanzug bekomme.

Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichten und Tann,
und es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.
Denn der kam mit einem Schlitten und Rentieren davor,
darauf ein Sack voll Spielzeug, Süßen und darüber sang ein Engelchor.

Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig und man sieht es ihm an.
Er schleppt keinen Sack mehr mit kleinen Geschenken,
nein, er hält Plastiktüten in seinen knochigen Händen.

He Alter, so sag ich ganz still vor mich hin,
was ist nur aus Dir geworden, was ist des
Weihnachtsfest Sinn?
Da plötzlich dreht er sich langsam zu mir herum,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.

Dann spricht er zu mir, der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.
Das Fest der Liebe ist es schon lange nicht mehr,
alle wollen nur Fressen und der Geschenke noch mehr.

Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber für andere kauf ich auch bei Aldi und Lidl ein.
Die Menschen wurden undankbar, Geldgier und gierig,
Und sagt überhaupt wer Danke-dann klingt das eh schmierig.

Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid,
doch daran zu denken hat heut wohl keiner mehr Zeit.
Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren,
damals wurde laut Bibel doch der Heiland geboren.

Doch besinnliche Weihnacht das kannst Du heute vergessen,
erst Geschenke aufreisen dann kräftig Saufen und Fressen.
Welch Kind kennt heut noch ein Lied oder spricht ein Gedicht,
nach der Weihnachtsgeschichte frag ich Euch lieber nicht.


Das heilige Fest wie wir einst es gedacht
Habt ihr längst schon zum Konsumrauschfest gemacht.
Ich schleppe mich ab mit den teuersten Geschenken,
aber an den Ursprung der Weihnacht tut heut keiner mehr denken.

Und als er leise seine Worte zum Ende bringt,
sehe ich wie ihm ein Tränenmeer über die Wangen rinnt.
Machs besser mein Freund so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im nu.

Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tann,
dann nehme ich meine Gedanken wieder zusammen;
ich gehe nach Hause und für mich steht eines ganz fest,
ich feiere dieses Jahr das alte besinnliche Weihnachtsfest.

Wir werden zusammen sitzen unterm Weihnachtsbaum
Und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden traurigen Mann,
den dennoch jeder der will auch erfüllen kann.

Wir werden der Geschichte der Weihnacht gedenken,
und uns nicht mit sinnlosen Werten beschenken,
dabei singen wir die alten Lieder im Kerzenschein
ja und wer weis, vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.

Ich wünsche es mir und Euch allen von Herzen
Eine frohe und gesunde Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen.
Ohne viel Stress und mit viel mehr besinnlicher Zeit,
die Ohren macht auf Euere Herzen macht weit.

Ich hoffe es wird ein Fest der Liebe und Freude
Denn dann, und das weis ich schon heute
Gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann
Einen alten aber glücklichen Weihnachtsmann.
Autor:
© www.alexdresden.de

Heilige Nacht

So ward der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd.
Sie haben kein Geld nicht besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen,
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch ins Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht’ für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.


Weihnachten mit Lametta

Weihnachten naht - das Fest der Feste -
das Fest der Kinder, Fest der Gäste -
Da geht es vorher hektisch zu....
von früh bis abends - keine Ruh.
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen -
hat man auch niemanden vergessen?

So ging's mir, keine Ahnung habend,
vor ein paar Jahren Heilig Abend,
der zudem noch ein Sonntag war.
Saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib: "Tu dich nicht drücken,
du hast heut noch den Baum zu schmücken!"

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne.
Zum Schluss - ja Himmeldonnerwetter -
nirgends fand ich das Lametta!

Es wurde meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: "Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war's arg verschlissen -
drum hab ich's damals weggeschmissen.
Und in dem Trubel dieser Tage,
bei meiner Arbeit, Müh' und Plage -
vergaß ich neues zu besorgen,
ich werd es von den Nachbarn borgen!"

Die Nachbarn - links, rechts, drunter, drüber -
die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen -
die Läden sind ja auch geschlossen!

So sprach ich dann zu meinen Knaben:
"Hört zu wir werden heuer haben
einen Baum - altdeutscher Stil,
weil.. mir Lametta nicht gefiel! "

Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen
und ich gab nach den Schmerzfonthainen:
"Hört endlich auf mit dem Gezeter -
Ihr kriegt nen' Baum mit viel Lametta!"

Zwar konnt' ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm' die Silberstreifen?
Doch grad als ich sucht mein Messer -
da les ich: HENGSTENBERG MILDESSA.
Es war die Sauerkrautkonserve.

Ich kombinier mit Messers Schärfe,
hier liegt die Lösung eingebettet,
Das Weihnachtsfest - es ist gerettet!
Schnell wurd' der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht -
zum Trocknen - einzeln aufgehängt -
und dann geföhnt, doch nicht versengt!

Die trocknen Streifen, sehr geblichen
mit Silberbronze angestrichen -
auf beiden Seiten - Silberkleid.
Oh freue dich, du Christenheit!!

Der Christbaum ward' einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehen.
Zwar roch's süßsauer zur Bescherung -
geruchlich gab's 'ne Überquerung -
weil mit Benzin ich wusch die Händ',
mit Nitro reinigte die Wänd'.

Dazu noch Räucherkerz' und Myrthe -
der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und jedermann sprach still - verwundert
"hier riecht' s nach technischem Jahrhundert!"

Ne Woche drauf - ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertage, Reste,
's war wieder Sonntag - und Sylvester.

Da sprach mein Weib: "Du weißt Bescheid!?
es kommen heut zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Maier -
zu unserer Sylvesterfeier ....
Wir werden leben wie die Fürsten -
's gibt Sauerkraut mit Würsten!"

Ein Schrei ertönt, entsetzt sie schaut -
am Christbaum hängt das Sauerkraut!
"Vergessen, neues zu besorgen -
ich werd' es von den Nachbarn borgen!"

Die Nachbarn - links, rechts, drunter, drüber -
die hatten leider keines über.
Da schauten wir uns an verdrossen -
die Läden sind ja auch geschlossen!

Und so ward' wieder ich der Retter -
nahm ab vom Baum das Lametta.
Mit Terpentin und mit Bedacht
hab' ich das Silber wieder abgemacht.

Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert,
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.

Dann, als das ganze sich erhitzte -
das Kraut, dass funkelte und blitzte -
da konnt' ich nur nach oben fleh' n:
"Lass diesen Kelch vorübergehen!"

Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Da eine Dame musste niesen,
sah man aus ihrem Näs' chen sprießen
tausend kleine Silbersterne .....
"mach's doch noch mal - ich seh' das gerne!"

So rief man ringsum, hocherfreut -
nur die Dame wusste nicht Bescheid.
Franziska Lehmann sprach zum Franz:
"Dein Goldzahn hat heut' Silberglanz!"
Und einer, der musste mal,
der rief: "Ich hab' heut nen' Silberstrahl!"

So gab's nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode:
Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier.
Doch wär' die Wohnung noch viel netter,
hätt'st du am Weihnachtsbaum Lametta!"

Ich konnte da gequält nur lächeln -
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach, und klopfte ihm auf ' s Jäckchen,
"Im nächsten Jahr, da kauf' ich hundert Päckchen!!!"



Ich hoffe es wird Euch nie so ergehen.

Wir wünschen Euch einen guten Rutsch.


Winters Einzug



Nun zieht mit ganzer Macht
Herr Winter wieder ein.
Vergangen ist der Fluren Pracht,
erbleicht der Sonne Schein.

Bringt eine lange, lange Nacht
und einen kurzen Tag,
des Schneegestöbers Flockenjagd
und noch so manche Plag.

Doch kennt er viele Freuden auch,
bringt neuer Märchen Traum
und hat, es ist ein alter Brauch,
bei sich den Weihnachtsbaum.


Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschönen Traum;
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.
Und bunte Lichte ohne Zahl,
die brannten ringsherum;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.
Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.
Da wcht`ich auf aus meinem Traum
und dunkel war`s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find ich dich?


Die Christrose

Vor langer Zeit, als noch der Norden im Bann des Heidentumes lag,
und schrittweise nur die neue Lehre durch fromme Priester Bahn sich brach,
da thront auf stolzem Edelsitze, umringt von seinem Hofgesind
ein mächt´ger Fürst, german´schen Stammes, mit Helga, seinem holden Kind.
Verhaßt war ihm der Christenglaube, schwertlosen Mann hielt er nicht wert.
Doch Helga, der die fromme Amme vom Christuskinde hat erzählt,
hat sich den stillen, sanften Jesus zum Herzenskönig auserwählt.
Mit Stürmen geht das Jahr zu Ende. Es türmet sich der Schnee zu Hauf
da sieht das Mädchen am Kamine zum finstern Vater fröhlich auf.
"Oh Vater, morgen ist Weihnachten," sie streicht das blonde Haar zurück
"Ja, morgen ist das Fest der Freude!" Ihr Stimmchen bebet schier vor Glück.
"Schweig´mir mit deinen Ammenmärchen, der weise Gott gefällt mir nicht,
der immer nur von Feindesliebe, von Frieden und Versöhnung spricht.
In meinem Gau gilt noch die Regel: Der starke Herr, der schwache Knecht.
Ein König ohne Schmuck und Waffen, von dem man nichts gewisses weiß,
der steht bei uns nicht hoch im Preis.
Wo ist sein Land? Wo seine Leute? Mit Dornen hat man ihn gekrönt.
Am Schandpfahl mußt´er schmählich enden." Klein Helgas Vater grimmig höhnt:
"Eh`ich dem Christengott mich beugte und unterm Kreuze sollte knie`n,
eh müßten hier vor meinem Auge die Rosen unterm Schnee erblüh`n."
Klein Helgas Augen stehn in Tränen, Ihr Herz zuckt bei dem schlimmen Wort.
Es zieht sie aus des Vaters Nähe zum dichtverschneiten Walde fort.
Dort, wo das Reh nur leise schreitet, kniet nieder sie in ihrer Not.
Sie faltet fromm die kleinen Hände und betet zu dem Christengott:
"Herr Jesus in der Herrlichkeit, dein Reich ist groß, dein Arm reicht weit.
Du hast mit deiner Wundermacht viel größeres dereinst vollbracht.
Erhöre eines Kindes Flehn, laß auch ein Wunder heut`geschehn,
daß Vater deine Allmacht schaut und an dich glaubt und dir vertraut.
Schaff Rosen, Herr, wie er begehrt, daß sich sein Fluch in Segen kehrt.
Ich weiß`, du kannst`s, ich glaube fest, daß du Herr, dein nicht spotten läßt."
Getröstet geht das Kind nach Hause. Bald bricht die Heilige Nacht herein.
In weißer Hülle liegt die Erde, vom Himmel flattert Sternenschein.
Da tritt ein Engel in die Kammer, in der das Mädchen friedlich schlief.
Er trug ein Pflänzchen in den Händen und grub es in die Erde tief.
"Du sollst ein Zeugnis sein des Höchsten, daß fromme Glaube Wunder schafft.
Blüh`denn zum Preis des Jesuskind um Weihnacht stets mit neuer Pracht."
Am Morgen, als der Graf erwachte, wollt`er den Augen nimmer traun,
denn unter Helgas Fenster waren die schönsten Rosen anzuschaun.
Da schmilzt sein Trotz wie Schnee im Frühling, Anbetend sinkt er in die Knie, und Helga schlingt um ihn die Arme: "Christrosen, Vater!" , jubelt sie!

Erfahrung einer Großmutter

CHRISTROSE Lied

Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
Draußen in Eis und Schnee.
Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
Das tut der Rose nicht weh.

Es grünt eine Hoffnung zur Weihnachtszeit,
Drinnen im Herzen still:
Daß immer und ewig so schön wie heut
Frieden werden will.

Christrose,
Blume der Heiligen Nacht!
Christrose,
Hast mir die Hoffnung gebracht!

Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
Mir tut das Herz nicht mehr weh,
Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
Draußen in Eis und Schnee.




Kontakt