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Meine Freunde (Vögel)
Herkunft
Tagebuch
Hundeschule das einmaleins für Hunde
Appell an die Hundebesitzer
Hundesprache
Hunde A-B-C
Richtig starten ins Fitness Leben
Dankbare Gedanken
GEBET EINES STREUNERS
Glaube, noch Zeitgemäß?
Weihnachten 2005
Frohe Weihnachten 2006
So wünscht man....



Das Menschentier

Sehr zu empfehlen: Die Hundeschule: http://www.vtz-greven.de

Philosophien eines Hundes

Der Mensch ist schon ein komisch' Tier,
läuft auf zwei Pfoten, nicht auf vier.
Er kann sich hinhocken zum Strullern,
doch hebt er nie sein Bein zum Pullern.
Was er befiehlt, müssen wir machen,
das sind oft eigenartige Sachen.
Wie Sitz, Platz, Fuss und bring' den Ball,
das Menschentier hat schon 'nen Knall.
Er hält uns stundenlang auf Trab
und füllt die Futternäpfe knapp.
Wir haben uns lange schon ergeben,
denn wir woll'n in Ruhe leben.
Wir sind ihm treu, passen brav auf
und nehmen einiges in Kauf.
Mach' Männchen, gib Pfötchen,
ja, wie spricht der Hund,
das üben wir täglich so manche Stund´!
Was denkt das Menschentier sich nur,
das ist doch gegen die Natur.
Ein Menschentier wird das nie schnallen,
wir tun ihm deshalb den Gefallen.
Machen wir ihm alles recht,
ist die Behlohnung ja nicht schlecht.
Vom Leckerli bis hin zum Kraulen,
da kann man eigentlich nicht maulen.
Das Menschentier, es bringt schon Schoten,
es fummelt mit den Vorderpfoten
verliebt an seinem Weibchen 'rum.
Das ist uns wirklich gar zu dumm.
Die Auserwählte wird bestiegen,
damit wir viele Welpen kriegen.
Das dauert meist 'ne halbe Stunde,
dann auf zur nächsten Gassi - Runde.
Die Menschenwelpen lauthals krähen
und sind nicht mit Fell versehen.
Und sie werden nicht beleckt,
wahrscheinlich, weil was scheußlich schmeckt.
Man könnte noch so vieles schreiben,
was Menschentiere alles treiben,
doch ich bin nicht Günther Grass
und pinkle jetzt ein Bäumchen nass !!


Unsere Rechte

Hunde brauchen Erziehung



Auch Hunde müssen lernen

Ein Hund zu besitzen ist kein Hobby sondern eine Lebenseinstellung.

Durch Emmi, da sie überhaupt noch keine Erziehung hinter sich hatte, suchte ich über das Internet eine Hundeschule, die mir bei meinen Problem helfen sollte. Denn ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie man einen ehemaligen Kettenhund, später Tierheimhund, Erziehung beibringen konnte, denn Emmi reagierte auf gar nichts. Sie war nur damit beschäftigt ihren Willen uns aufzuzwingen. Damit aber Emmi kein gefährlicher Hund für die Umwelt und uns werden sollte, entschloss ich mich, Emmi durch die Hundeschule Erziehung beibringen zu lassen.
Zuerst suchte ich eine Hundeschule in meiner Umgebung, aber das war leichter gesagt als gefunden. Der Tierarzt in Greven meinte, es gäbe keine in dieser Umgebung, was ich nicht glauben konnte. Ich suchte im Internet dementsprechend danach und wurde unter der Rubrik "Adressen der Hundenschulen" fündig.


Die erste Stunde war auch dementsprechend:
Emmie lernte Sitz, Platz, neben mir hergehen und keine Essen zu sich nehmen was da auf dem Platz rumlag.
Natürlich war da nicht von auszugehen, dass Emmi alles behielt, denn dafür war man nur eine Stunde da, man sollte dieses erlernte natürlich auch zuhause fortsetzen und vertiefen.
Sofort wurde ich auf meine ausziehbaren Leine aufmerksam gemacht, Emmi sollte zwar, später ohne Leine voran gehen dürfen, aber jetzt, was ich ihr bei bringen wollte da war nun mal eine kurze Leine angebracht. Denn wenn Emmi nicht reagierte, auf das was man sagte, mußte ich sie in Flanken packen, so das ihre Konzentration wieder auf mich gezielt war, denn das war das A und O der Erziehung, die Aufmerksamkeit auf den Begleiter zu lenken, weg von alles was für sie Bestrebenswert, war.

Eine Hundeschule ist immer empfehlenswert, wenn man nicht will,dass der Hund das macht, was ihn am liebsten ist.

Gruppengefühl: Auf dem Hundeplatz lernen Hunde, sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

Welpen haben oft Narrenfreiheit: Knurren verteidigen sie ihr Spielzeug, beißen in Schuhe zwicken in Beine und Hände. Niemand bringt die Rabauken zu Räson. Im Gegenteil: Alle sind stolz auf die selbstbewußten kleine Kerlen. So fangen Probleme an, die beim erwachsenen Hund nicht mehr lustig sind. Welpen testen ihren Rang in der Familie. Wer nachgibt, hat in ihren Augen keinen Führungsanspruch. Die Grunderziehungmuss so früh wie möglich beginnen. Motto: spielerisch anleiten. Im Spiel motiviert man Welpen am leichtesten zum Mitmachen. Wichtig: einfache Lektionen. täglich wiederholen, kurze Spieldauer (maximal drei Trainingseinheiten pro Tag, jeweils 5-10 Minuten). Nutzen Sie Tagesrhytmus und Spiellaune des Hundes. Ideales Trainingsumfeld: der eigene Garten.

Wichtig!
Verständnis für den Welpen hat nichts mit Nachgiebigkeit zu tun. Stabile Grunderziehung setzt Geduld und Konsequenz voraus. Dabei dürfen Spielelemente nicht zu kurz kommen.

Spielerisch verknüpfen
Spielerisch trainieren der Grundbefehle folgt dem Verknüpfungsprinzip. Belohnung, wie Leckerbissen, braucht der Hund nicht, also auch nicht in Welpenalter, der Hund kennt nur Befehle oder Beute (Leckerli). Ein Griff in den Flanken, bei einen Befehl, den er nicht befolgt, wie Sitz, Platz etc. wird er immer mit unwohlsein verknüpfen (was ihn aber nicht weh tut, auch wenn er aufjault). Beobachten Sie mal Welpen oder auch ausgewachsende Hunde, wie sie miteinander umgehen, dann ist der Flankengriff eine Liebkosung.

Leichter zum Lernerfolg!
Gestalten Sie Lernsituationen so, dass Ihr Hund fast schon von selbst das tut, was Sie von ihm erwarten.
* gleich bleibende Kommandos und Gesten
* möglichst wenige Anreize (fremde Situationen und Geräusche, andere Hunde), die den Hund ablenken
* einen leisen, aber eindringlichen Tonfall, der den Schüler zur Aufmerksamkeit zwingt
* die Konzentrationsfähigkeit des Welpen und beenden Sie die Übung, wenn er nicht mehr bei der Sache ist
* Klare Spiel-Hierarchie: Sie sind der Boss!
* Lob und Schmuseinheiten

Mit MAß und Ziel: Keine Zerrspiel mit dominanten Rüden und Junghunden.

Balgen und Knuddeln: Auch im wilden Raufspiel muss der Mensch immer der Boss bleiben.

Straffreie Rückkehr
Läuft Ihr Hund beim leinenfreien Spiel weg, rennen Sie ihm bitte nicht schreiend hinterher. Erfolgsversprechender: Verstecken Sie sich möglichst schnell (hinter Baum, hecke, Gebäude) oder gehen Sie in die Hocke, wenn es keinen Sichtschutz gibt. Registriert Ihr Hund nach dem erten Sturmlauf, dass Sie nicht mehr am gewohnten Platz sind, verlässt ihn meist den Mut auf weitere Abenteuer und er kehrt zurück.
Wichtig: Loben Sie ihn, wenner wieder vor ihn steht. Einen Tadel würde er mit seiner Rückkehr verbinden und beim nächsten Ausflug aus Angst vor Bestrafung länger wegbleiben. Tipp: Der Hund sucht immer den Anschluß zum Rudel.

Hundeschule in Greven

Wer hat mehr gelernt

Hundeschule
E
s ist der Weisheit letzter Schluss
dass auch der Hund was lernen muss
denn wedeln nur mit seinem Schwanz
das reicht fürs Leben doch nicht ganz.

O
b Boxer, Sheltie, Schäferhund
zur Schule heißt da der Befund
damit man lernt sich zu benehmen
und nicht zuviel herauszunehmen.

U
nd ist's am Anfang noch so schwer
es lernt der Hund und auch sein Herr
wie geh ich links, wie mach ich Platz
ist gut für beider Bauchansatz.

D
a wird gestreichelt und gelobt
und zwischendurch auch mal getobt
wie spiel ich richtig mit der Meute
und fang am besten meine Beute.

U
nd hat man alles wohlverstanden
das Tier, der Mensch sich endlich fanden
dann frage ich doch mal im Rund
wer mehr gelernt, Herr oder Hund.

Die 10 Gebote

Die 10 Gebote für 4 Hundepfoten
Der Mensch ist dein Chef – du sollst keine anderen Menschen haben neben ihm. -> Du bist sein Leibeigener!

Du sollst den Namen den Frauchen dir gab ehren, auch wenn er noch so doof ist.-> Du sollst sogar auf ihn hören!

Du sollst die Nacht heiligen. Das heißt: nachts nicht bellen, betteln, Pipi müssen. -> Du sollst „toter Hund“ spielen!

Du sollst nicht töten, ja nicht einmal irgendetwas kaputtmachen.

Du sollst nichts stehlen, weder etwas zum Fressen, noch etwas zum Zerfetzen oder Spielen.

Du sollst nicht ehebrechen oder eheähnliche Formen brechen. Das heißt: Wenn dir eine Hündin mit deinen Lieblingsherr erscheint -> zieh lieber Leine!

Du sollst nicht falsch bellen wider deinen Nächsten. -> nicht kläffen, wenn andere Ruhe wünschen und wenn, dann nur in der richtigen Tonlage!

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut. -> Lass dem Nächsten seinen Ball, sein Stöckchen, vor allem aber seinen Knochen!

Du sollst nur selten abhauen. -> Du sollst folgen, nicht immer, aber immer öfter!

Du sollst dich nur selten wälzen. Befolgst du dieses nicht -> wirst du mit einem Vollbad bestraft!

10 Tipps einer Hundemutter an ihren Welpen

10 Tipps einer Hundemutter an ihren Welpen

1. Perfektioniere diesen Unschuldsblick. Dann können sie dir nichts abschlagen.

2. Umkreise dein Fressen langsam. Kräusle die Schnauze. Dann bekommst du vielleicht was besseres.

3. Winsle so lange, bis sie dich ins Bett lassen. Mache dich dort anfangs klein und später breit.

4. Stelle dich bei Befehlen doof und reagiere nur, wenn es Leckerli gibt.

5. Setze dich am Esstisch zu demjenigen, der nie auf isst. Du wirst sehen, da fällt was ab.

6. Jage nie die Katzen oder Hühner der Nachbarn, sondern immer die Fremden.

7. Stelle dich gut mit dem Metzger. Bleibe artig vor dem Laden und wedele mit dem Schwanz.

8. Grabe keine Löcher im eigenen Garten oder lasse dich niemals dabei erwischen.

9. Jage keine Hasen, Jogger, Radler oder Autos, sonst blüht dir die Leine lebenslang.

10. Im Sommer lenke sie unauffällig zur Eisdiele und mache ihnen klar, das Vanille deine Lieblingssorte ist.






Etwas Schönes in dieser traurigen Zeit


Gott schuf auf dem Feld ein Tier und sagte zu ihm:
"Schütze den Menschen, geschaffen nach meinem Ebenbilde. Ihn sollst du verehren!

Du sollst ihn in der Wildnis schützen, seine Herden hüten, seine Kinder bewachen, ihn begleiten, wo immer er geht, selbst in die Zivilisation. Du sollst seine Bundesgenosse, sein Sklave und sein Lebensgefährte sein."

Und Gott sprach weiter:

"Damit du dies alles vermagst, statte ich dich aus mit Instinkten, die allen anderen Tieren fehlen: Treue, Ergebenheit und Verständnis, das sogar das des Menschen selbst übertrifft.

An Loyalität übertriffst du den Menschen bei weitem, bist blind für seine Fehler.

An Verständnis übertriffst du den Menschen, denn es fehlt dir die Macht des Wortes. Kein Fehler der Zunge kann dadurch das Verhältnis zwischen dir und dem Menschen trüben, anders als bei Verständnis des Menschen mit anderen Tieren oder gar untereinander.

Du sollst nur über deine Seele und durch deine treuen Augen zu deinem Herrn sprechen.

Gehe an seiner Seite, schlafe vor seiner Tür, behüte ihn, schütze ihn gegen seine Feinde, trage seinen Lasten, teile seine trüben Gedanken, liebe ihn und tröste ihn.

Und für all das wird der Mensch immer für dich sorgen, dir all das geben, was du brauchst und wünscht, nämlich Nahrung, Unterkunft und Liebe.

Sei deshalb still und sei der Freund des Menschen.

Führe ihn durch die Gefahren seinen Weg bis zum Land, das ich ihm verheissen habe.

Dies sei dein Geschick und führe zu deiner Unsterblichkeit."

So sprach der Herr.

Und der Hund hörte es und war zufrieden.


Wir müssen auf Mami hören

Hundeschule Greven

Hunde beim erlernen des Vertrauens



Welpenschule

Gemeinsames lernen in einer Welpenschule
Nicht vergessen, den Welpen in einer Welpenschule anzumelden! Denn für die weitere
Sozialentwicklung ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der Welpe Kontakt mit allen
Spiel(rauf)arten zu seinen Artgenossen erhält. Damit er gleich Rangordnungen und Sozialverhalten spielerisch kennenlernt. Sonst wird es später ernst.

Leider ist nicht jede Welpenschule auch biologisch geschult. Hier geht spielerisch zu, ganz ohne Foltergerätschaften und Leckli.

Überforderungen, Leistungsdruck und Unterordnungsdressur sind für alle Hunde unverständlich. Also von den Haltern abzulehnen.
Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Denn der Welpe braucht vor allem Hundekontakt und Rangordnungsspiele. Dabei kann er auch an fremde Gegenstände; Geräusche und Menschen gewöhnt werden. Basis für seine spätere Entwicklung.





Hundeschule Greven

Ohne Vertrauen läuft nichts

Wir müssen unseren Hund beibringen, dass er uns in jeder Situation vertrauen kann. Das wir nur entscheiden, was Sache ist.
Hund darf Hund sein ohne das der Hund etwas entscheiden muss.
Man sollte auf jeden Fall das Fachwissen einer Hundeschule sich vermitteln lassen, denn wenn Hund einmal Probleme macht, ist es sehr schlecht wieder raus zu bekommen und das wird teuer.
Außerdem hat Hund das Recht, dass man sich um ihn kümmert und nicht verwildern läßt.

Ich habe so eine Hündin, die als Kettenhund gehalten wurde und sich selbst überlassen wurde. Sie wußte nie wann sie was zu essen und trinken bekam, geschweige sozialen Kontakt ru Mensch oder Artgenosse.

Erst das Gericht hat dafür gesorgt, dass meine Emmi, aus dieser Quälerei raus kam und in einen Tierheim kam.
Als ich Emmi zu mir holte,ich versprach meinen Engel Tina, dass ich einen Hund holle, der weirklich meine Hilfe braucht, war Emmi wie ein Welpe noch, nicht einmal Stubenrein war sie, woher sollte sie das auch gelernt haben.
Ich sah gleich, dass ich Hilfe brauchte um Emmi nach meinen Sinne zu erziehen, alleine war das unmöglich. Ich war es Emmi schuldig, ihr eine Chance zu geben, damit sie sich gut einlebte und ein guter Hund wird. Emmi hat in den 3 Monaten Unterricht, mit den Verhaltensforscher Jörg Meyer, viel gelernt und ich kann Emmi schon öfter alleine laufen lassen, damit sie sich auf den Feldern austoben kann und sie hat schon dabei gelernt, dass sie mir vertrauen kann. Hin und wieder kommt das alte Verhalten durch, aber wir sind ja auch noch nicht fertig mit dem Unterricht. Der Lehrer ist auf jeden Fall zufrieden mit meiner Emmi.

Durch Zufall, ich suchte im Internet unter Adressen für Hundeschule, wurde ich fündig und das in nächster Nähe.
Wenn man meinte Tierärzte würden solchen Adressen rausgeben, da war ich Fehlinformiert, trotz wo diese Hundeschule nicht weit entfernt von diesen Tierarzt war. Sie wollen natürlich verdienen, wenn Hund nicht hört und sich mit andere Hunde beisst.

Darum ist es auch wichtig, so ist es meine Meinung, das man nicht nur schlechte Adressen weiter gibt, sondern auch gute Adressen und diese Hundeschule ist bestens ausgestattet mit fachlichen Rat und Kompetenz. Ganz ohne Folter, Leckerli oder sonst was, was andere Hundeschulen gerne machen. Mein Hund wäre aber ein schlechter Hund, wenn er nur auf Leckerli oder sonst was zu Belohnung hört. Der Hund sollte nur auf Kommando hören. Man will doch nicht, dass noch andere Rassen von Politiker und Medien ausgerottet werden.
Ferner bin ich dafür, dass "Tierschutz im Untericht"
eingeführt werden soll. Kinder gehen gerne mit Tiere um, man muss den Kindern nur beibringen, dass Tiere kein Spielzeug sind.

Tierschutzlehrer/in- Eine sinnvolle Investition in die Zukunft
Es hat sich noch in jeder Kultur als richtig erwiesen, dass die Investitionen in die Bildung eine wichtig Investition in die Zukunft war. Ergänzend zur traditionellen Erziehungsarbeit in der Schule,
scheint es dringend notwendig, dass von Seiten des Tierschutzes (Bundeskulturministerium) weitere Impulse in die Schulen getragen werden. Wenn junge Menschen die Chancen erhalten sollen, sich ein eigenständiges Urteil über die Situation der Tiere in unserer Zeit zu bilden, ist ein neues Unterrichtfach "Tierschutz im Untericht"
eine sichere Investition für die berechtigten Interessen der Tiere (und der Menschen) in der Zukunft.
Die speziell aus- und weitergebildeten Lehrer sollen neue Sicht-weisen in das traditionelle Arbeitsfeld der schulischen Bildung bringen.
Sie brechen geschlossene Denk- und
Handlungssysteme auf. Sie arbeiten kindorientiert und berücksichtigen das Vorwissen, das die Jugendlichen mitbringen. Dies ist auch der Grund, warum der Aspekt der Verantwortung der Christen gegenüber den Tieren in die Schulung der Tierschutzlehrer/Innen mit eingebaut werden soll. Tierschützer und Vegetarier täten gut daran, sich zusammenzuschliessen und solche Projekte zu fördern.

Hund und Frauchen/Herrchen müssen viel lernen

Wir müssen den Hund verstehen

Wie sie oft im Leben: Wer von klein auf aktiv ist, tut sich auch später leichter. Keine Angst: "Was Hänschen nicht lernt,....", gilt nicht, wenn es beim Hum um Bewegung geht. Laufen und Spielen sind ererbte Verhaltensmuster. Selbst müde Sofa-Paschas finden Gefallen am Fitness-Programm. Wichtig: Ihr Hund soll Spaß am Sport haben. Dann bleibt er bei der Stange- und Sie selbst auch.

Was will der Hund vom Menschen?

Ein allein gelassener Hund ist ein armer Hund. Mehr als alles sonst auf der Welt zählt für den Hund die Gemeinschaft. Unsere Familienhunde leben längst nicht mehr mit Artgenossen im Rudel, im Verlaufe der Haustierwendung, ist für sie der Mensch zum wichtigsten Sozialpartner geworden. Ein Hund hat ganz bestimmte Ansprüche an den Mensch-Hund-Rudel. Allen voran: Er will als vollwertiges Rudelmitglied akzeptiert werden.
Manche Hundehalter glauben ihrem Hund vor allem durch schmusen, streicheln, und "Mitspracherechte" zeigen zu können, dass er dazu gehört. (Im übrigen habe ich das davor auch gemacht und hin und wieder kommt dieses Schmusebedürftig bei mir immer noch durch). Aus der Sicht des des Hundes liegen wir damit völlig falsch: Um sich bereitwillig und problemlos in die Lebensgemeinschaft mit dem Menschen zu integrieren, braucht er unbedingt eine klare Hierarchie, eine Rangordnung, in der ihm sein Platz zugewiesen wird.

Der Mensch als Leithund
Will man nicht, dass der Hund den Boss spielt, muss er sich unterordnen und den Menschen als Rudelführer und "Leithund" anerkennen. Das setzt beim Hund die Erziehung zum Grundgehorsam voraus und verlangt von Rudeloberhaupt Konsequenz in der Partnerschaft mit seinem Vierbeiner, unmissverständliche Anweisungen und sinnvolle Ge- und Verbote. Als Rudeö-Chef übernimmt er aber auch Verantwortung, muss für das Rudelmitglied Hund sorgen, ihn am Gemeinschaftsleben teilhaben lassen und ihm Aufgaben und Beschäftigung bieten. Richtige Erziehung ein liebevoller, aber konsquenter Umgangston und viele gemeinsame Unternehmungen (nicht mit Zum einkaufen) sind die Basis für ein glückliches Hundeleben.



Was will der Hund vom Menschen?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Freizeit eine zunehmend größere Rolle spielt. Dabei ist auch der Wunsch nach einem Hund als Partner für gemeinsame Freizeitaktivitäten in den letzten Jahren mmer stärker in den Vordergrund getreten. Unser veränderter Lebensrythmus hat zwangsläufig zu veränderten Absprüchen an den Hund geführt. Generell ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund enger und intensiver geworden. Das fördert Vertrauen und Harmonie, birgt aber nicht selten auch die Gefahr den Vierbeiner zu übefordern.

Das alles soll ein Familienhund sein:

* anpassungsfähiger Partner auf Reisen und im Urlaub
* sanfter und großmütiger Freund der Kinder
* aufmerksamer Seelentröster und Kumpel für Groß und Klein
* aktiver und fröhlciher Sport- und Spielkamerad
* aufmerksamer Wächter von Haus und GArten
* zuverlässiger Beschützer
* ausgeglichener Friedensstifter und ruhender Pol in der Familie
* verständnisvoller Betreuer und Co-Therapeut für Alleinstehende und Ältere.

Es gibt Hunderassen, die dem Ideal des Allround-Partners für Familie und Singles nahe kommen, z.B. Border Collie oder Deutscher Schäferhund. Diese besonders anpassungsfähigen, selbstbewussten und gewitzten Hunde brauchen ständig neue Aufgaben und Herausforderungen. Sonst langweilen sie sich, quengeln, werden aufsässig und können die Beziehung erheblich belasten. Aber auch sie können natürlich nicht die Ansprüche erfüllen, die man an einen menschlichen Partner stellt.


Hier lernen die Hunde Sozialverhalten

Glaube kann Berge versetzen

Glaube kann Hunde versetzen



Ein Hund kommt ins Haus

Kleine Hunde
sind neugierig, und besonders darauf aus, Neues unter die Lupe zu nehmen.
Denken Sie keinesfalls darüber nach, wie teuer Ihrer Wohnungseinrichtung war, er schafft es in kurzer Zeit die Einrichtung sowie Ihr Leben auseinander zu nehmen.
Die normale Sehentfernung vom Hund zum Tier beträgt etwa 80 m. Vergessen Sie es. Ihr Hund sieht Dinge, die mehrere hundert Meter entfernt sind, und Sie werden es dann merken, wenn Sie ohne Leine im Feld unterwegs sind, und Ihr kleiner Liebling einen Hasen ausmacht und sich blitzschnell dreht und wie ein Pfeil darauf zustürzt. Hier werden Sie auch merken, wie laut Ihre Stimme werden kann und wie schnell Sie eigentlich laufen können.
Machen Sie Ihren Hund frühzeitig mit den Geräuschen der Zivilisation vertraut. Ihre Nerven werden es Ihnen danken. Ein Hund, der versucht, es mit einem Traktor aufzunehmen und diesen lauthals bebellt, ist auch nicht Jedermanns Sache, zumal die Lenker der besagten fahrbahren Untersätze zu einer Spezies gehören, die man Bauern nennt, muffig und konserviert durch ihre eigene Bosheit.
Machen Sie ihn vor allem "schußfest". Ein Hund hört alles und Sie werden dies spätestens bei der unsinnigen Silvesterknallerei merken, was für eine mächtige Stimme ihr Hund hat. Die Ignoranz auf diese Geräusche ist relativ einfach zu erreichen. Nehmen Sie einen Luftballon, blasen den etwas auf und lassen Sie ihn dann zerplatzen. Ihr Hund wird damit vertraut gemacht und an den besagten Tagen die Sache mit einer gewissen Souveränität übergehen.
Lassen Sie ihren Hund bei Spaziergängen an der Leine. Nichts ist so interessant, wie ein Jogger, der im lila T-Shirt und grüner Hose wie ein aufgescheuchtes Huhn den Weg entlang hüpft.
Vergessen Sie die Hundeschule, wo schön artig, Vertreter aller Rassen, angefangen von der charmanten Mopsdame bis hin zum mächtigen Hovawart ihre Runden drehen und Sitz und Platz üben. Ihr Hund gehört nicht hierher und die beste Hundeschule sind Sie selbst, denn Sie sind der Boss. daß er der Oberhund ist. Schreien Sie ihren Hund nicht an. Es bringt nichts ,Sie werden dabei nur heiser. Er haßt es, sein Gesicht zu verlieren und stellt seine Ohren auf Durchzug. Sie erreichen mehr, wenn Sie mit ruhiger Stimme ihm sagen, er soll damit aufhören, was immer er auch tut.
Nehmen Sie sich in Bezug auf die Ernährung etwas Zeit. Ihr Hund wird es Ihnen danken. Die in der Werbung so gepriesenen Fertigprodukte, damit es ein Prachtkerl wird, verursachen durch das Überangebot an Eiweiß Hautausschläge und Allergien. Sinnvoller ist es, einen ausgewogenen Speisezettel, der allerdings etwas zeitaufwendig ist, zu erstellen. Gekochtes Rind- oder Lammfleisch, gemischt mit Trockenfutter und Haferflocken schmeckt auch ihrem Hund besser, als die breiige, schwammige Masse aus der Blechdose.
Sind Sie gerne alleine? Ihr Hund auch nicht. Er ist ein soziales Wesen und braucht die Zuneigung und Wärme seiner Menschen. Er wird es Ihnen mit abgöttischer Liebe danken. Und denken Sie daran, ihr Hund mag Sie immer, egal wie Sie aussehen, es ist auch manchmal nicht besonders attraktiv, wie eine naße Katze mit einen ebenso nassen, dampfenden Hund mit schlierigen Turnschuhen aus dem Feld aus der Versenkung aufzutauchen. Er mag Sie auch dann und hat es nicht verdient, sich selbst überlassen zu werden wie ein Spielzeug, das man je nach Bedarf aus der Ecke zieht. Es ist ein Wesen, das genau so wie Sie den Schmerz des Alleinseins und des Verlorenseins empfindet.


Schutzdienst, einfach gemacht!


10 einfache Gebote dazu !
1. Solltest Du auf den ersten sechs Metern der Fährte kein Futter gefunden haben, vergiß es, es gibt keines !
2. Schone Deine Nase ! Benutze sie nur an den Winkeln !
3. Ignoriere Gegenstände, die kleiner sind als ein Ziegelstein !
4. Führe nie eine korrekte Grundstellung aus, sie erfreut nur Deinen Führer !
5. Vergiß nie ! Die Gruppe ist zum Anpöbeln da !
6. Apportiere nur, wenn man Dich zwingt! Und Denke daran ! Das Holz gehört Dir !
7. Spare Kraft ! Setze auf der Hürde auf! (Freisprung ist Breitensport)
8. Gehe direkt zum Helfer ! Ignoriere die anderen Verstecke, sie sind sowieso leer !
9. Setze im Versteck einen vollen Griff ein !
10. Merke ! Laß nie den Ärmel los, irgendwann muß er ihn Dir doch geben !


Spiele für Hunde mit ihren Menschen


1. Nachdem dein Mensch dich gebadet hat, lass dich KEINESFALLS abtrocknen! Viel besser, du rennst zum Bett, wirfst dich hinein und trocknest dich in den Bettlaken. Tipp: noch mehr Spaß dabei kurz vor der Schlafenszeit der Menschen!
2. Benimm dich wie ein überführter Täter. Wenn deine Menschen nach Hause kommen, leg die Ohren zurück, schwänzle mit dem Schwanz zwischen den Beinen, leg dich auf den Bauch und tu, als ob du etwas wirklich Schlimmes getan hättest. Dann schau zu, wie deine Menschen sofort beginnen, hektisch die Wohnung nach Schäden abzusuchen! (Hinweis: dies funktioniert nur, wenn du wirklich absolut nichts angestellt hast.)
3. Lass deine Menschen dich ein neues Kunststückchen beibringen. Lerne es perfekt. Dann, wenn deine Menschen versuchen, dies jemandem vorzuführen, starre deinen Menschen völlig dumpf und ratlos an. Tu so, als ob du nicht den leisesten Schimmer hast, um was es hier geht.
4. Bringe deinen Menschen Geduld bei. Schnüffle beim Gassigehen den ganzen Park ab, während deine Menschen warten. Tu so, als ob die taktisch korrekte Auswahl des Punkts, an dem du dein Geschäft verrichten wirst, von entscheidender Bedeutung für das Schicksal der Welt ist.
5. Lenke die Aufmerksamkeit der Menschen auf dich. Wähle beim Spazierengehen mit Bedacht nur Orte für dein Geschäft aus, welche am stärksten von Menschen frequentiert sind und wo du am besten von allen gesehen wirst. Lass' dir Zeit dabei und vergewissere dich, dass jeder zuschaut. Besonders groß ist die Wirkung, wenn deine Menschen keine Plastiktüten dabei haben.
6. Wechsle regelmäßig zwischen Würgekrämpfen und Keuchhusten ab, wenn du mit deinem Menschen beim Spazierengehen andere Menschen triffst.
7. Mache deine eigenen Regeln. Bring keinesfalls immer das Stöckchen oder den Ball beim Apportieren zurück. Lass' die Menschen auch ab und zu etwas danach suchen.
8. Verberge dich vor deinen Menschen. Wenn deine Menschen nach Hause kommen, begrüße sie nicht an der Tür. Verstecke dich besser und lass' sie denken, etwas ganz Schreckliches sei Dir passiert! (Komm
nicht zum Vorschein bis mindestens einer der Menschen völlig panisch wirkt und den Tränen nahe ist.)
9. Wenn deine Menschen dich rufen, lass dir immer Zeit. Lauf so langsam wie möglich zurück und wirke dabei völlig unbeteiligt.
10. Erwache etwa eine halbe Stunde bevor der Wecker deines Menschen läutet. Lass ihn dich nach draußen bringen um dein Morgengeschäft zu verrichten. Sobald ihr zurück seid, falle sofort gut sichtbar in Tiefschlaf. (Menschen können meistens unmittelbar, nach dem sie draußen waren, nicht gleich wieder einschlafen - und sowas kann sie echt wahnsinnig machen!)

Zweck der Hundehaltung

Hunde begleiten Menschen nun schon seit über 10.000 Jahren. Ob sie als Wölfe vom Menschen domestiziert wurden oder von selbst zum Menschen kamen, weil er sie mit seinen Abfällen anlockte, ist nachträglich schwer festzustellen. Je nach Bedarf und Kulturkreis dienen sie heute dem Schutz von Haus, Hof und Besitzer, übernehmen spezielle Arbeiten bei der Jagd, dem Hüten und Treiben des Viehs, der Verletztensuche nach Katastrophen, Trag- und Zugarbeiten, Trüffelsuche usw. Hunde können blinden Menschen und Rollstuhlfahrern eine sehr weitreichende Hilfe sein. Leider dienen Hunde - wie andere Haustiere auch - in bestimmten Teilen der Welt, besonders in Fernost, immer noch der Ernährung von Menschen. Aber auch die scheinbar nutzlosen Hunde, die alte Menschen an der Leine herumführen oder die mit Kindern spielen, haben ihre Aufgabe als Gesellschafter und Freund gefunden. Gerade solche Hunde tragen sehr zur Gesundheit ihrer Menschen bei. Dies gilt körperlich, da sich Menschen ohne Hund grundsätzlich weniger bewegen als solche mit Hund, aber auch psychisch, da Hunde Leben und Fröhlichkeit ins Haus bringen und traurige Menschen trösten und ablenken.

Hund und Frauchen/Herrchen müssen viel lernen

Ziele einer Hundeschule

Die Hundeschule soll Hundefreunde motivieren, mit Ihren Tieren sinnvolle Spiele zu spielen, sie abwechselungsreich zu fordern, ihre erstaunlichen Fähigkeiten kennenzulernen und zu fördern, damit Sie Spaß am Hund haben und der Hund ein erfülltes Hundeleben hat. Sie bekommen hier eine Menge Beispiele gezeigt, wie kräftige Hunde in verschiedenartigen Spielen und Arbeiten abreagiert werden können, so dass sie einerseits körperlich fit bleiben, anderseits aber auch glücklich und zufrieden schlafen können. Für kleinere Hunde gilt im Prinzip dasselbe, nur kommen bestimmte Trainingsmethoden, wie z. B. die Zugarbeit, für sie natürlich nicht infrage. Überzogene Triebhaftigkeit und viele Unarten gehen auf Unterforderung der Hunde zurück. Alle Übungen und Spiele, die wir unseren Hunden beibringen, machen beiden Seiten Spaß, Mensch und Hund. Das heißt nicht, dass Ihr Hund von vornherein Spaß an jedem Spiel haben muss. Mitunter müssen Sie es ihm erst buchstäblich schmackhaft machen oder sich erst einmal durchsetzen. Wenn dem Hund das Ziel klar ist und wenn er merkt, welche Belohnung auf ihn wartet, wird er mit wachsender Begeisterung dabei sein und Sie selbst bald dazu auffordern.
Wir möchten Sie bereits an dieser Stelle um Mithilfe bitten, das Image der Hundehalter in unserer dicht besiedelten Landschaft zu verbessern. Vermeiden Sie es, mit Ihrem Hund anderen Menschen auf die Nerven zu gehen. Damit Sie dazu in der Lage sind, müssen Sie Ihren Hund erziehen. Sonst folgen Gesetze wie der völlig unsinnige Leinenzwang und Hundeverbote in immer mehr Städten! Auf Island z.B. ist die Hundehaltung in Städten generell verboten. Kassel gehörte zu den ersten Städten, die in Deutschland Leinenzwang einführten. Einen Hund, der immer an der Leine geführt wird, kann man nicht ordentlich erziehen. Je nach Größe kann man aber einen unerzogenen Hund in gewissen Situationen, z. B. auf Glatteis, nicht festhalten. Unfälle sind vorprogrammiert. Ein generelles Hundehaltungsverbot in bestimmten Vierteln der Innenstadt wäre dagegen logisch, denn so könnte die Sauberkeit der Wege und Anlagen sichergestellt werden, wo objektiv betrachtet tatsächlich keine Freiräume als Hundetoilette zur Verfügung stehen. Es sollte auch nicht zum Alltag gehören, zwei- bis dreimal täglich das Auto zu benutzen, um mit dem Hund Gassi gehen zu können. Wer hält das längerfristig durch? Stellen Sie sich vor, das Auto ist in Reparatur oder Sie sind mal krank, was dann?


Probleme durch die Hundehaltung

Hunde gehen Nicht-Hunde-Besitzern auf die Nerven. Das gilt zwar nicht für alle Nicht-Hunde-Besitzer, da sich unter ihnen noch so mancher zukünftige Hunde-Besitzer befindet, der nur umständehalber z. Z. keinen Hund hält, aber doch für schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung. In Großstädten ist die Hundefeindschaft sicher noch ausgeprägter als auf dem Lande. Viele Hunde, die ich kenne, sind schlecht erzogen und geben immer wieder Anlass für Streit. Zurecht Anstoß genommen wird an Kläffern, an verschmutzten Gehwegen, Rasen und Straßen, am Anspringen, Anbellen oder gar Beißen von Mitmenschen oder Hunden sowie an Verkehrs-gefährdenden Streunern. Auch hygienische Gründe werden oft angeführt. Natürlich ist die Bakterien- und Vierenkonzentration in Gebüschstreifen von Parkanlagen, die regelmäßig und häufig als Hundeklo verwendet werden, höher als normal. Immer noch ist es der Entscheidung des Hundebesitzers überlassen, ob er seinen Hund regelmäßig impfen lässt oder nicht. Immer noch fürchten manche Menschen Tollwut und Würmer, wenn sie einem Hund begegnen. Andererseits wird von manchen Hunden - vor allem natürlich von Collies - erwartet, dass sie sich wie "Lassie" verhalten und von jedem fremden Kind mit Begeisterung streicheln lassen. Ein Collie, der das nicht akzeptiert, gilt dann sofort als falsch, böse oder hinterhältig. Letztendlich sind Sie als Halter des Hundes immer schuldig, wenn es zu einem Unfall kommt.

Familienmitglieder und Rangordnung

Menschliche Familienmitglieder stehen in der Rangordnung immer über dem Hund. Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass der Hund jemals auf alle gleich gut hört. Mein Enkelkind ließ ich von klein auf gerne mit den Hunden spielen, aber alleine ausführen durfte Jemie-Lee sie nicht, bevor sie 14 Jahre alt wird. Sie respektierten sie nicht genug, um wirklich sicher auf ihn zu hören. Es erschien mir zu riskant, sie mit den starken Tieren in unserer gefährlichen Umwelt alleine zu lassen. Anders verhält es sich bei meinem Mann, der zwar selten mit ihnen alleine das Haus verlässt, aber dann ihre volle Aufmerksamkeit hat. Das hängt damit zusammen, dass er in der Wohnung z. T. sogar strenger durchgreift als ich. Außerdem strahlt seine dunkle Stimme eine gewisse natürliche Autorität aus. Alle Kommandos, die er ihnen gibt, haben die Tiere von mir gelernt.

Missverständnisse zwischen Hund und Katze sind vorprogrammiert. Die Zeichensprache beider Tierarten sind geradezu gegensätzlich:
* Schwanzwedeln bedeutet bei der Katze "ich greife gleich an", beim Hund dagegen "freut mich, dich zu sehen!"
* Ohren Anlegen bedeutet bei der Katze "ich habe jetzt aber ganz schlechte Laune, dies ist meine letzte Warnung!", beim Hund dagegen "ich bin dir untergeordnet und ganz lieb!"
* Schnurren ist leicht zu verwechseln mit Knurren.
Wenn Hunde und Katzen einander verstehen lernen, ist der Mensch als Vermittler aktiv gewesen.
Ich finde es überaus egozentrisch, wenn Menschen damit prahlen, wie ihr toller Hund eine Katze gefangen und zerbissen hat. Wahre Tierfreunde können solche Menschen nicht sein. Der Mut des Hundes in allen Ehren - es gibt sicher genug andere Möglichkeiten, ihn unter Beweis zu stellen. Feinde haben wir Hundebesitzer doch schon genug - oder?
Das Zurückrufen eines Hundes, der eine Katze oder Wild aufgescheucht hat, ist nur möglich, wenn der Hund streng genug erzogen ist. Ich verwende in solchen Situationen grundsätzlich den Befehl "Platz!", mit dem ich den Jäger augenblicklich außer Kraft setze. Ist die erhoffte Beute erst einmal außer Sicht, macht auch das Heranrufen keine Probleme mehr. Es ist viel einfacher, mit der Unterbrechungsfunktion, die von "Platz!" ausgeht, einen Hund zu stoppen, als ihn durch "Komm!" oder "Hier!" zum Ändern seiner Richtung zu bewegen.



Emmi und Snoopy

Nervenstärke

Das Wesen der Hunde ist, wie beim Menschen, z.t. ererbt. Ein Hund mit schwachen Nerven ist sehr viel schwerer zu erziehen und in schwierigen Situationen zu beherrschen als einer mit starken Nerven. Er wird nie wirklich zuverlässig sein. Nervenstarke, gut sozialisierte Hunde vertragen sich miteinander selbst in einer Stress-Situation, wie sie z.B. die Hundeausstellung für Hunde bedeutet. Der Stress resultiert aus der unnatürlichen Enge, nicht vorhandenem Auslauf, der unbekannten Umgebung, der schlechten Luft sowie den vielen fremden Hunden und Menschen. Starke Nerven sind in erster Linie genetisch veranlagt, und nur in zweiter Linie erziehungsbedingt. Bei einem nervenschwach wirkenden, ängstlichen oder aus Angst aggressivem Hund können jedoch schwere Erziehungsfehler die Ursache sein. Verantwortungsbewusste Züchter züchten nicht mit nervenschwachen Tieren. Wenn Sie die Anschaffung eines jungen Hundes planen, sollten Sie zumindest die Mutter der Welpen kennenlernen. Wirken die Welpen oder ihre Mutter ängstlich oder aggressiv, sollten Sie von diesem Züchter keine Welpen kaufen. Das gilt auch für Mischlinge.






Pflege

Die Pflege ist bei vielen Hunderassen aufwendig. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf eines Hundes, was da auf Sie zukommt! Viele Rassen sind inzwischen überzüchtet und häufig krank. Über die Pflege kranker Tiere kann ich nicht viel schreiben, weil mir hier die Erfahrungen fehlen. In solchen Fällen ist der Rat des Tierarztes zu befolgen, auch wenn die Genesung langwierig und aufwendig ist!

Kämmen als Gesundheitsvorsorge und Liebesbeweis

Das Kämmen ist nicht nur bei langhaarigen Hunden zur Pflege des übermäßigen Fells notwendig. Natürlich kommt ein kurzhaariger Hund mit seinem Fell grundsätzlich alleine klar. Bei solchen Hunden ist das Kämmen mit einer weichen Bürste dennoch zu empfehlen, damit Zecken oder Flöhe und Ekzeme rechtzeitig gefunden werden. Ekzeme gehen häufig auf zu eiweißreiches, vitaminarmes oder Allergien erzeugendes Futter zurück oder hängen mit zu häufigem, in wenigen Fällen auch zu seltenem Baden zusammen. Aber auch Luftabschluss unter verfilztem Haar kann Exzeme auslösen. Er beknabbert den Ärmel Darüberhinaus ist der Körperkontakt gut für die Beziehung zum Hund. "Stopp!" ist der Begriff, den der Hund sich beim Kämmen einprägen darf. Dieser Begriff wird natürlich auch draußen geübt, besonders an der Straße.
Das Kämmen erfolgt grundsätzlich mit dem Strich. Mit der anderen Hand wird das Haar zurückgehalten, damit bis auf die Haut herunter gekämmt werden kann. Trübe Linse beim alten Hund


Die Augen der Hunde

Die Augenwinkel müssen täglich darauf kontrolliert werden, ob sich in ihnen irgendwelche Rückstände gesammelt haben. Diese werden mit einem sauberen Taschentuch entfernt, sonst können sich Entzündungen einstellen. Die Augen dürfen nicht dauerhaft gerötet sein. Eine sehr leichte Bindehautentzündung kann auf Zugluft z. B. beim Autofahren zurückgehen und tags drauf von alleine wieder verschwunden sein. Ist sie noch vorhanden, muss der Tierarzt um Hilfe gebeten werden. Bindehautentzündungen können auch durch den mitunter als gewaltfreie Negativ-Einwirkung propagierten Einsatz der Wasserpistole oder Sprühflasche ausgelöst werden.

Getrübte Linsen sind bei alten Hunden keine Seltenheit.
Im übrigen ist die Linsentrübung wie viele andere Krankheiten Veranlagung. Tritt die Linsentrübung bereits beim jungen Hund auf, kann er in der Tierklinik Kunststofflinsen eingesetzt bekommen.

Krallen dürfen nicht zu lang sein

Die Krallen eines Hundes dürfen nicht zu lang werden. Sonst ist der Hund unfähig, seine Pfoten beim Stehen und Laufen vernünftig zu halten. Weitere Probleme stellen sich ein, wenn die lebendige Füllung (Blutgefäße) der Kralle zu weit nach vorne wächst. Dann besteht die Gefahr, dass sie verletzt wird und sich entzündet. Man ist dann auch kaum noch in der Lage, mit einer Krallenschere die Kralle sinnvoll zu kürzen, ohne den Hund zu verletzen. Man sollte dann in kurzen Abständen sehr behutsam nur ganz wenig kürzen oder - noch besser - gleich den Tierarzt mit einbeziehen. Bei meinen Hunden habe ich lange keine Krallenschere eingesetzt, da meine Tiere genug über Asphalt und Beton bewegt wurden.
Eine Sonderstellung unter den Krallen nimmt die fünfte, die "Wolfskralle" ("Daumen-"Kralle) ein, weil sie bei der normalen Bewegung nicht abgenutzt wird. Sofern sich der Hund diese Krallen nicht beim Putzen der Pfoten selber kürzt, muss man hier gelegentlich nachhelfen. Dasselbe gilt für die bei manchen, meist französischen, Hunderassen zum Rassestandard gehörende 5. (oder gar 5. und 6.) Kralle der Hinterpfoten, die (doppelten) "Afterkrallen". Briard und Beauceron sind Beispiele. Treten solche Degenerationserscheinungen bei anderen Rassen oder Mischlingen auf, entfernt der Tierarzt sie häufig unter Narkose, da mit ihnen oft Verlezungsgefahr verbunden ist.

Gesundes, sauberes Ohr


Ohren-Kontrolle

Einmal pro Woche sollte man in die Ohren des Hundes schauen. Schorfige Ablagerungen, rote Stellen oder auffälliger Geruch deuten auf Krankheiten hin. Auch wenn sich der Hund oft an den Ohren kratzt und Sie keine Flöhe oder Zecken an oder hinter dem Ohr finden, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Allen Untersuchungen zum Trotz kann sich eines Tages eine unheilbare Alterstaubheit einstellen. Dann ist das Sehvermögen wichtig, um mit dem Hund kommunizieren zu können

Zähne und Zahnstellung

Vor dem Kauf eines Hundes sollte man ihm auf jeden Fall ins Maul schauen. Die Zähne müssen beim Collie wie bei Wölfen in einem Scherengebiss stehen. Dazu gehört, dass die oberen Schneidezähne minimal vor den unteren schließen. Die Fangzähne greifen aneinander vorbei und zeigen leicht auswärts, so dass sie das gegenüberliegende Zahnfleisch nicht verletzen. Nicht alle Hunde haben diese Zahnstellung. Erkundigen Sie sich nach dem Standard Ihrer Rasse. Die Fangzähne müssen weit genug nach außen gerichtet sein. Wird aufgrund einer Fehlstellung das Zahnfleisch ständig verletzt, quält es den Hund. Schlimme Entzündungen können folgen. Fehlstellungen im Gebiss sind oft genetisch bedingt und deuten auf Fehler in der Zucht hin (Inzucht?). Obwohl sie inzwischen von manchen Tierärzten korrigiert werden können, ist ein Welpe mit Fehlstellungen im Gebiss auf keinen Fall den vollen Preis wert. Mit ihm darf niemals gezüchtet werden und je nach Ausprägung der Fehlstellung der bleibenden Zähne müssen Sie mit erheblichen Tierarztkosten rechnen. Zahnstein und Beläge entfernen Die Zähne eines Hundes sollten alle paar Wochen von Zahnstein befreit werden. Kratzt man den Belag so regelmäßig ab, "versteinert" er gar nicht erst soweit, dass der Tierazt ihn abschleifen muss. Obwohl der Hund es nicht gerade liebt, wenn in seinem Maul herumgeputzt wird, lässt sich ein ordentlich untergeordneter Hund von seinem Chef die Prozedur gefallen. Meinen Hunden kann ich auch mit Zahncreme und Zahnbürste die Zähne putzen. Das tue ich ihnen jedoch nur einmal im Jahr an, weil ich es für ungesund halte, dass sie die Zahncreme fressen. Den Zahnbelag werden die Hunde so am gründlichsten los. Sonst genügt es, den Belag mit den Fingernägeln und der Nagelfeile oder mit dem Zahnsteinentferner abzuschaben. Letztere sind im Fachhandel erhältlich. Das Fangöffnen sollte schon beim Welpen gelegentlich geübt werden, damit es der erwachsene Hund selbstverständlich findet.

Parasiten

Von April bis Oktober sind Zecken unterwegs. Zecken sind mit ihren acht Beinen Verwandte der Spinnen. Zeckenweibchen lassen sich aus dem Gebüsch auf eine Wärmequelle fallen, die sehr präzise geortet wird. Manche krabbeln auch vom Boden aus am Warmblüter hoch. Es kommt vor, dass die Zecke an ihrer Unterseite eine viel kleinere Zecke trägt. Auf dem Warmblüter angekommen, bohrt sich das Weibchen in die Haut des Wirts und saugt dort tagelang Blut. Dabei bläht sich der Parasit auf wie ein Luftballon und die im blutleeren Zustand wenige mm lange Zecke wächst bis zu einem cm Länge und gut sechs bis acht mm Durchmesser an. Die vollgesaugte Zecke lässt sich fallen um auf natürlichem Boden die Eiablage zu beginnen. Auf den richtigen Dreh kommt es an Obwohl meine Hunde noch keine Probleme durch die Parasiten bekommen haben, sammele ich sie doch ab, sowie ich sie entdecke. Dabei reicht eine Drehbewegung, während die Zecke zwischen den Fingernägeln, mit einer Pinzette oder in einer Zeckenzange festgehalten wird. Reißt man die Zecke nur ab, bleibt ihr Rüssel in der Haut zurück und es kann zu Entzündungen kommen.
Lässt man die Zecken am Hund, können Ekzeme und schwerwiegende Krankheiten die Folge sein. Außerdem sehen die Blutflecken immer hässlich auf hellem Teppich aus, wenn man versehentlich eine abgefallene Zecke breittritt oder wenn der Hund sie aufbeißt! Letzteres birgt zudem die Gefahr, dass die Zecke gefährliche Wurmfinnen an den Hund überträgt. Darüberhinaus wollen wir der Vermehrung von dem Viehzeug nicht unbedingt Vorschub leisten. waren.

Flöhe beißen sich am Hund zwar nicht fest, versuchen aber, durch davonrennen und hüpfen uns zu entkommen. Geben Sie die Jagd auf einen Floh nicht auf, bevor Sie ihn eingefangen haben! Ich zerquetsche einen gefangenen Floh immer sofort zwischen zwei Fingernägeln, um sicher zu sein, dass er mir nicht doch noch weghüpft. Hat Ihr Hund erst mehrere Flöhe, müssen Sie sich beim Tierarzt oder im Fachhandel hundeverträgliche Mittel zu deren Vergiftung besorgen. Am wirksamsten sind m. E. sogenannte Spot-On-Präparate, die enzymatisch über das Blut der Hunde Flöhe und z.T. auch Zecken töten. Sie sollen für die Hunde selbst völlig ungefährlich sein. Allerdings erhält man sie i.d.R. nur beim Tierarzt. Man tropft die Substanz direkt auf die Haut in den Nackenbereich und auf die Kruppe, wo der Hund sie nicht ableckt. Die Wirkung ist bereits am nächsten Tag deutlich.
Gefährliche Parasiten sind Würmer, die, je nach Art, auch Menschen gefährlich werden. Deshalb entwurmen viele Hundebesitzer ihre Tiere ein- bis zweimal pro Jahr, unabhängig davon, ob ein Verdacht auf Würmer bei ihnen vorliegt oder nicht. Mir sagte ein Tierarzt, die Wurmkur sei eine ziemliche Belastung für das Tier und es wäre besser, nur dann zu entwurmen, wenn ein Verdacht auf Wurmbefall vorliegt.


Badetag

Manchmal machen sich Hunde so schmutzig, dass man sie baden muss. Nachdem sich ein Hund in altem Mist oder Aas gewälzt hat, ist z. B. ein Vollbad angesagt. Bei Langhaarhunden kann auch Durchfall der Anlass dafür sein, dass der Hund stinkt und man ihn badet.
Bei uns kommt ein Badetag nur wenige Male im Jahr vor, wenn überhaupt. Ich ziehe es dann auch vor, die Tiere zu duschen, statt ihnen ein Vollbad in die Wanne zu lassen. Ich bin froh, wenn das Dreckwasser gleich abläuft. Mit Shampoo sollte man äußerst sparsam umgehen. Bei empfindlichen Hunden oder wenn man sie öfter badet, sollte man unbedingt Hunde-Shampoo aus dem Fachhandel einsetzen, da es auf die Hunde-Verträglichkeit hin entwickelt und getestet ist. Shampoo-Rückstände sollten auf keinen Fall am Hund bleiben. Er würde sie beim eigenen Putzen nach dem Bad auflecken und das kann nicht gut für ihn sein.
Die Gewöhnung an das Bad, zudem wenn für den Hundegeschmack "stinkende" Mittel eingesetzt werden, ist selbst bei Hunden, die draußen echte "Wasserhunde" sind, oft nicht einfach. Wenn es einem möglich ist, den Hund zu tragen, sollte man ihm den Sprung in die Wanne ersparen, denn bei diesem besteht die Gefahr, dass er auf dem glatten Material ausrutscht und sich weh tut. Ein Hund, der eine solche Erfahrung gemacht hat, ist das nächste Mal noch unwilliger. Ich hebe also meine Hunde in die Wanne.
Dann sage ich "Stopp!" und lasse das Wasser durch die Dusche laufen, deren Kopf ich zunächst auf den Ablauf der Wanne richte. Erst, wenn das Wasser ein angenehmes Lauwarm spüren lässt, mache ich den Hund nass. Will Ihr Hund aus der Wanne hüpfen, hört er also noch nicht sicher auf "Stopp", binden Sie Ihn mit sehr kuzer Leine an den Armaturen fest. Diese sollten stabil genug in der Wand verankert sein, um einen zerrenden Hund festzuhalten.
Beim Einseifen genügt es meist, das Deckhaar mit dem Shampoo zu konfrontieren. Die Unterwolle ist weniger schmutzig und soll das Hautfett des Hundes so gut es geht behalten, denn das Entfetten der Haut birgt die Gefahr, dass der Hund Ekzeme bekommt. Ich spüle das Shampoo möglichst schnell wieder aus. Dabei lasse ich mir viel Zeit, bis ich sicher bin, dass der Hund keine Rückstände mehr im Fell hat. Ich drehe das Wasser ab und lasse den Hund eine Minute abtropfen. Erst dann lohnt es sich, ihn mit mehreren Handtüchern abzutrocknen.
Die Badezimmertür sollte dabei geschlossen sein, denn der Hund wird sich nun auf seine Weise weiter helfen. Im Wohnzimmer trocknen die Hunde, weil sie sich auf dem Teppich mit Sicherheit nicht die Blase erkälten. Eine Blasenerkältung erkennen Sie spätestens, wenn der Hund unbeabsichtigt in der Wohnung undicht wird. Schöne Sauerei!


"Aus!" ist wichtig

Emmi spielte nur mit mir gerne im Garten. Alles, was sich anknabbern ließ, wurde angeknabbert. In der Wohnung musste sie lernen, dass sie nicht alles anknabbern darf. Knabberte sie etwas an, was ihr nicht gehört, ertönte ein "Aus!". Erfolgte darauf nicht sofort das Unterlassen der Knabberei, musste man etwas deutlicher werden und sie unsanft am Kragen packen und schütteln oder auf den Rücken werfen oder ihr durch nicht zu hartes Abtreffen mit einem ungefährlichen Gegenstand, etwa einem weichen Pantoffel mit Gummisohle, das Spiel vermiesen. Die Schreckwirkung genügte. Eine solche Erfahrung trainierte bereits jetzt den Befehl "Aus!", den ich später vor dem gefüllten Futternapf und dann mit Trockenfutter-Apportieren perfektioniert habe.

Snoopy und Emmi, ein Herz und eine Seele

Bellen verbieten

Wo sich mehrere Hunde treffen, wird meist erst einmal gebellt. Reines Gebell zeigt Aufregung und Spieleifer oder Angst und ist im Gegensatz zum Gebell mit Knurren und Zähnezeigen nicht böse gemeint. Je nach Uhrzeit und Nachbarschaft sollten die beteiligten Hundebesitzer diese Geräuschentwicklung trotzdem unterbinden. Die beste Voraussetzung dafür ist gegeben, wenn "Ruh!" bereits verstanden wird. Wenn nicht, sollten Sie es langsam über Befehle (Aus) beibringen, aber nie in Verbindung mit Leckerli.
Das Bellen von Hunden ist ihr Versuch, wie wir zu reden. Domestizierte Füchse und Wölfe beginnen in der dritten Generation zu bellen. Leider ist das Gebell unserer Lieblinge oft Grund, die Wohnung zu wechseln oder gar den Hund abzugeben, weil die Nachbarn Anstoß daran nehmen. Erlauben Sie das Bellen niemals in der Wohnung! Spielen Sie Spiele, bei denen Ihr Hund bellt, deshalb nur draußen und an Orten oder zu Uhrzeiten, zu denen sich niemand gestört fühlt. Beginnt Ihr Hund trotzdem in der Wohnung zu bellen, weil z. B. ein fremder Hund unter dem Fenster vorbeigeführt wird, befehlen Sie mit tiefer Stimme "Ruh!".

Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie durch das Einschränken des Bellens einen guten Wachhund verlieren. In dem Moment, in dem jemand in Ihre Wohnung einbricht, werden auch für den Hund die Reviergrenzen überschritten. Wenn er ein instinktnormaler Hund ist, wird er sein Revier verteidigen wollen. Dafür vergisst er seine Erziehung notfalls.
Beherrscht der Hund das Nicht-Bellen in der Wohnung, kann draußen, möglichst weit weg von zu Hause, zu unkritischen Uhrzeiten das Bellen auf Kommando begonnen werden.


Häufig ist das Bellen ein Zeichen für Angst und die mit ihr verbundene Aufregung. Grundsätzlich sollte man einen Hund, der etwas ihm unbekanntes anbellt, zu diesem Unbekannten hinführen, damit er es als friedlich kennenlernt und seine Angst abbaut. Dieser Grundsatz ist bei großen Müllsäcken praktikabel, nicht aber bei Tieffliegern! Hier kann nur strenge Unterlassungserziehung helfen ("Ruh!"). Das Tier muss vor Ihrer Reaktion auf sein Gebell mehr Angst entwickeln, als vor dem angebellten Flugzeug. Hat der Hund erst einmal die Erfahrung gemacht, dass der Flieger sich gar nicht anders verhält, wenn er nicht angebellt wird, haben Sie schon fast gewonnen. Der Rest ist Gewöhnung. Wie oft Sie noch eingreifen müssen hängt sehr davon ab, wie lange der Hund seiner Unart schon nachgehen durfte. Sofortiges "Platz!" gegen Stellen und Verbellen von Fremden


Anbellen

Streng zu unterbinden ist das Anbellen von Personen und das Verfolgen von laufenden Personen und Fahrrädern oder etwa Autos. Aus dem niedlichen Jagdspiel des Welpen kann sich schnell das Beißen entwickeln, wenn der "frech" kläffende Hund von einem entnervten Passanten einen Tritt oder Schlag mit dem Spazierstock bekommt. Nötigen Sie niemanden, indem Sie in solchen Situationen "er will ja nur spielen!" oder "bleiben Sie stehen, damit er Ihnen nichts tut!" schreien. Sie machen uns Hundebesitzern nur noch mehr Feinde. Warum sollte jemand, der Hunde nicht mag, sich von unserem Hobby belästigen lassen? Manche Leute schlagen auch aus Angst nach dem Tier. Diese schlechte Erfahrung motiviert den Hund dann, Fremde tatsächlich bösartig zu begrüßen. Aus dem Bellen kann sich eine ernstgemeinte Jagdszene entwickeln, wenn die angebellte Person Angst bekommt und losrennt. Sie wird natürlich vom Hund eingefangen - mit Sicherheit nicht ohne böse Folgen. Autos nachzulaufen ist für den Hund immer lebensgefährlich.
Häufig wollten Kinder zunächst mit Hunde spielen, wurden dann aber ängstlich und provozierten so sein Bellen. Man muss eingreifen. Eine erste Mahnung "Ruh!" hat den Hund wenig beeindruckt. Ich bewegte mich zwischen ihn und die Kinder und verjagte ihn. Wird nur geschimpft, kann diese Situation auf folgendes Missverständnis führen: Der Hund meint, "sein" schimpfender Mensch schimpft nicht ihn aus, sondern - wie er - die fremden Menschen an. Er erfährt ein gemeinsames Bellen. Das liebt er. Auch das Wegjagen kann als nettes Spiel missverstanden werden. Deshalb ging ich in solchen Situationen dazu über, den Befehl "Platz!" einzusetzen. Es ist oft ein Problem, in einer neuen Situation als Hundebesitzer spontan logisch richtig zu handeln! Ist man auf eine Situation vorbereitet oder hat man sie vielleicht sogar provoziert (Testsituation), ist es viel einfacher, geplant und vernünftig zu reagieren. Nach "Platz!" ist bei uns immer sofort Ruhe. Dieses Kommando unterbricht einfach alles. Außerdem wirkt der Platz haltende Hund kleiner und durch die Bewegungslosigkeit ungefährlich - das entschärft die Situation ungemein.
Ängstliche Menschen stoßen das Hormon Adrenalin in besonders hoher Konzentration aus und riechen damit für den Hund nach jagdbarem Wild oder einem angreifenden Feind, was Angriffsverhalten auslöst.


"Komm!" oder "Hier!" üben

"Komm!" oder "Hier!" trainiert man am besten vom ersten Tag an. "Komm...!" in Verbindung mit dem Namen des Hundes rufe ich anfangs aus der Hocke mit ausgebreiteten Armen. Mit "Komm...!" muss sich jedesmal etwas möglichst angenehmes für den Welpen verbinden. Wenn er von selbst kommt, weil er mit mir spielen will, und vor jedem Füttern rufe ich ihn in der gleichen Weise.
Der älter werdende Junghund hat manchmal vielleicht aber wichtigeres zu tun, als sich in einem spannenden Moment zu Ihnen zu bewegen, um Streicheleinheiten und Futter zu kassieren. Warten Sie nie auf Ihren Hund! Wiederholen Sie das Kommando und laufen Sie ihm weg! Vermutlich wird er jetzt aufspringen und entsprechend seines Meutetriebes zu Ihnen laufen. "Hier!" erwies sich bei uns im Vergleich zu "Komm!" als brauchbarer, sowie die Distanz größer wurde. Ich denke, es ist weiter hörbar. So habe ich mir angewöhnt, draußen "Hier!" einzusetzen. "Hier!" gilt dann auch für alle unsere Hunde gleichzeitig, während ich mit "Komm...!" meist einen einzelnen anspreche. Kommt der Hund trotzdem nicht, wird er abgetroffen. Ist nichts anderes in Ihrer Nähe, nehmen Sie das Schlüsselbund (aber verlieren Sie es nicht im hohen Gras!) Üben Sie das Kommando "Komm...!" oder "Hier!" in Testsituationen, in denen der Hund gerade in Ihrer Wurfweite herumschnuppert, buddelt oder weiterläuft. Machen Sie nicht den Fehler, "Komm...!" oder "Hier!" erst dann hinter ihm herzubrüllen, wenn er bereits bis zum Horizont gejagt ist. Möglicherweise hört er Sie neben einem vorbeifahrenden Güterzug dann ohnehin nicht. Hört er das Kommando, braucht aber nichts zu befürchten, wird ihm seine heiße Spur sicher wichtiger sein, als Ihretwegen umzukehren. Machen Sie dann noch den Fehler, den Hund, der sich einige Zeit später abreagiert hat und aus eigenem Antrieb freudig zu Ihnen zurückkehrt, für sein Weglaufen zu bestrafen, haben Sie ihn schon halb verdorben. Er wird die Strafe mit seinem Herankommen verbinden und sich das nächste Mal überlegen, ob er überhaupt wieder zu Ihnen kommt.


Wohnumfeld-Hygiene trotz Hundehaltung

Ganz wichtig für das friedliche Zusammenleben mit der Nachbarschaft und eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist die Erziehung des Hundes zur Straßen- und Rasenreinheit. Der Welpe bekommt die Plätze gezeigt, an denen er etwas fallen lassen darf. Bei uns sind das Gebüsche und Bäume mit tief herunterreichenden Zweigen, unter die selbst ein Kind nicht kriechen würde. Anfangs liegt dort - unsichtbar für alle Menschen - ein kleines Stück Toilettenpapier mit einer Duftmarke seines Afters oder letzten Geschäfts.
Mein Hund Snoopy suchte entweder instinktiv ohnehin Deckung für seine Notdurft. Man durfte ihn nicht beoachten. Der Gehweg iist für jeden Hund tabu, bei einen Verstoss erfolgte sofort ein "Pfui!" und ein Wegtragen am Kragen. Läßt der Hund dann überhaupt etwas fallen, landete es in der Gosse. Der Hund lernt schnell, dass das Geschäft unter Büschen angenehmer zu erledigen ist.
Schmutz auf dem Gehweg ist natürlich zu entfernen. Gehen Sie deshalb anfangs immer mit einer Packung Papiertaschentücher und mindestens 1 dichten Plastiktütchen Gassi, sofern Sie sich mit dem Hund auf Gehwegen aufhalten möchten! Als Plastiktütchen genügen solche, die man beim Gemüsekauf im Supermarkt verwendet. Snoopy musste während meiner Putzaktion Platz halten. Das Putzen ist eine besonders entzückende Tätigkeit, wenn das Tier gerade dünne Verdauung hat. Putzen Sie trotzdem! Sie belasten sonst unser Hundehalter-Image erheblich. Außerdem können Sie angezeigt werden. In vielen Städten gelten beachtliche Bußgelder für ein derartiges Verunreinigen der Gehwege oder öffentlicher Anlagen.
In diesem Sinne sollte der Hund auch nicht erlaubt bekommen, sein Geschäft zu Hause auf dem Rasen zu verrichten, selbst, wenn es Sie persönlich nicht stört. Er wird sich sonst auch auf Spielwiesen erleichtern. Dann putzen Sie wieder, aber hygienisch bekommen Sie den Rasen trotzdem nicht. Einen Hund, der nicht absolut rasenrein ist, sollten Sie daher gar nicht erst auf eine Spielwiese lassen.
Auch das kleine Geschäft kann zu Ärger führen und sollte auf erlaubte Stellen reduziert werden. Rüden neigen dazu, nach der eigenen Hausecke Nachbars Zäunchen, den nächsten Autoreifen und die größte Blume im übernächsten Vorgartenbeet zu markieren. Das ist zwar sein natürliches Verhalten, aber auch hier kann und muss erzieherisch eingegriffen werden. Konsequenz ist auch hier wieder das wichtigste. Kommt er in das Alter, in dem er zu markieren beginnt, ziehen Sie ihn am besten sofort weg von den verbotenen Ecken, wenn er das Beinchen zu heben beginnt. Sagen Sie "Pfui!" und führen Sie ihn dahin, wo er es darf.


"Platz!" - Die Notbremse am Hund

Die Stopp-Wirkung durch "Platz!" gerade auf den herumtobenden oder jagenden Hund ist in unserer straßenreichen Gesellschaft lebenswichtig. Mit "Platz!" vor Eingängen von Läden, Arztpraxen usw. lege ich meine Hunde auch mal längerfristig ab. Zu Anfang mußte ich mit dem Kommando "Bleib" arbeiten. Üben Sie dieses Kommando gewissenhaft!
Beim kleinen Welpen genügt zunächst das Benennen, Loben und Belohnen des sich Legens mit "Platz! Ja, fein!" und Spiel. Sie fangen also bei einem Welpen an, dem Sie "Platz!" zunächst nur sagen, wenn er sich ohnehin gerade legt. Man kann den Hunden so von der ersten Stunde an jede Aktion erklären, die man beobachten muss und zu der es später ein gleichlautendes Kommando gibt. Bereits in der zweiten Woche des Trainings lernen die kleinen Welpen dann mit geringfügiger, sanfte Nachhilfe durch Hände, dass es sich lohnt, sich auf "Platz!" hin zu legen.
Hat sich der Welpe eingelebt, sagen Sie ihm am besten mehrmals täglich "Platz!", drücken ihn bei Bedarf, d.h., wenn er vergessen hat, was Sie meinen, vorsichtig zu Boden und ziehen die Vorderpfoten nach vorne, so dass er die Position einnimmt, die Sie meinen. So loben und belohnen Sie ihn, während Sie ihn sanft unten halten. Sagen Sie dann "Auf, auf! oder komm". Entlassen Sie ihn damit zu einer Spielrunde. Schnell lernt er, dass diese Aktion mit Lob, Spiel und Streicheleinheiten verbunden ist. Üben Sie mit dem hungrigen Welpen. Er wird sich mit Begeisterung hinlegen und wirkt richtig stolz auf seinen Erfolg.
Später besteht man auf immer schnellerem Hinlegen und längeren Liegezeiten. Wichtig ist dabei der richtige Moment. Der Moment für den Schreck (einen Klapps, besser der Hund zwischen der Schnauze anfassen und den Hund nach unten ziehen oder mit den Fuss auf der Hundeleine stehen und so den Hund in der Platzposition zu bringen) durch dieses Einwirkung ist dann (und nur dann!) richtig, wenn sich der Hund auf das Kommando nicht sofort legt oder wenn er gerade unerlaubt aufsteht.
Üben Sie nach und nach strenger. Der Hund kennt das Kommando ja bereits, weiß also was Sie wollen. Üben Sie jetzt, wenn der Hund in Ihrer Nähe ist und sich nicht drücken kann. Üben Sie z. B. in der Küche und mit dem angeleinten Welpen auf Spaziergängen. Legt er sich nicht unverzüglich hin, wenn Ihr leise gesprochenes "Platz!" ertönt, bekommt er einen Schubs oder einen Klapps zur Erinnerung. Seien Sie nicht zu vorsichtig. Setzen Sie sich durch! Legen Sie ihn hin! Diese Übung kann, wie gesagt, lebenswichtig sein. Denken Sie an die Situation, den jagenden Hund stoppen zu müssen, der auf eine Straße zurennt. Legt er sich hin, sagen Sie kurz "Ja!", "Fein!" oder "Brav!" oder ein anderes Lob (aber immer dasselbe, gleich betont ausgesprochen. Dann sagen Sie nochmal leise, aber mit tiefer Stimme "Platz!" und lassen ihn für einen Moment, später für einige Minuten, dann auch länger, liegen. Am besten beobachten Sie ihn solange streng und ruhig ohne etwas zu sagen.
Eine charakteristische Handhaltung sollte sich zusätzlich einprägen. Ich halte eine Hand flach ca. 30 cm über dem Boden. Diese Haltung mag den Hund an das Niedergedrücktwerden erinnern und stellt zudem eine Haltung dar, die wir normalerweise nicht einnehmen, die also unverwechselbar ist.
Beim Loben darf er noch nicht aufstehen, halten Sie ihn unten bis Sie "Auf, auf! oder komm" gesagt haben und spielen Sie dann mit ihm. Üben Sie zunächst zu Hause, dann draußen mit Leine, später ohne, während der Spielphasen und wenn er zur Jagd ansetzt. Seien Sie aufmerksam! Die Zeichen der Erregung zu Jagdbeginn lassen sich nur kurz an der Haltung des Hundes ablesen. Jagt er erst einmal los, kommt Ihr Kommando wahrscheinlich schon zu spät. Das Gefühl zu jagen, kann den Hund sehr stark belohnen. Hat er diese tolle Erfahrung erst einmal gemacht, wird es das nächste Mal noch schwieriger, ihn davon abzuhalten.
Gehen Sie während der Übungen ruhig öfter mal weg vom Platz-haltenden Hund. Er wird Ihnen folgen wollen. Er muss auch dann liegen bleiben, wenn Sie außer Sicht sind. Vergessen Sie dabei nicht, dass Sie ihn beobachten können müssen. Bleiben Sie streng. Niemals darf auf "Platz!" eine andere Handlung des Hundes durchgehen, als sich hinzulegen und liegenzubleiben. Konsequenz ist hier äußerst wichtig!
So kann es Ihnen auch nicht passieren, dass sich Ihr Hund irgendwo nicht anleinen lässt. Selbst das Kommando "Komm!" bzw. "Hier!" kann so besser geübt werden: Läuft Ihr Hund, statt zu Ihnen zu kommen, in die falsche Richtung, nageln Sie Ihn mit "Platz!" erst einmal fest. Holen Sie ihn ab und gehen Sie mit ihm zu dem Ort zurück, zu dem er kommen sollte. Dieses Ritual kostet einen Moment seiner Freizeit und der Hund wird es bald abkürzen, indem er gleich kommt, um schnell wieder frei zu sein. Ebenso hilft das Kommando den auf und davon galoppierenden Junghund bei sich zu halten. Gerät er an die Grenze Ihres Einwirkungsbereichs rufen Sie "Platz!". Er war zu schnell und muss auf Sie warten. Bald wird er wissen, wo seine Vorlauf- und Zurückbleib-Grenze ist und die lästige Pause vermeiden.

"Platz !" mit Welpen üben

Mit den fröhlich und aufmerksam nach vorne gerichteten Öhrchen zeigt den Welpen dass man vor dem Kommando "Platz!" überhaupt keine Angst zu haben braucht. Heranwachsende Junghunde, denen man ihre Grenzen gelegentlich zeigen muss, dürfen beim Befehl "Platz!" durchaus ein wenig erschrecken. Ihr Schreck ist aber schon nach dem Plums auf den Boden vorbei, denn sie wissen ja, dass sie sich korrekt verhalten haben. Die spontan angelegten Öhrchen werden wieder aufgerichtet. "Platz!" - wenigstens ein paar Sekunden

"Platz!" üben - immer wieder und überall


"Platz !" gilt während des Fährte-Legens

Der kleine Welpe hat sich auf das Kommando "Platz!" hingelegt und bleibt bis zu einigen Minuten, die man zum Fährte-Legen nutzt, brav liegen. Welpen haben noch nicht viel Geduld Die Vorbildwirkung erzogene Hunde kan die Erziehung jüngeren Hunde sehr vereinfachen, doch wäre keiner von sich aus liegen geblieben, wenn er den Befehl "Platz!" nicht selbst auch gelernt hätte.


"Platz!" auf dem Spielplatz

Sofern Hunde auf Spielplätzen überhaupt gestattet sind, dürfen sie dort normalerweise gar nichts. Die ohnehin zu wenigen Spielplätze sind eben für Kinder eingerichtet und viele Menschen unterstellen unseren Hunden immer gleich das Undichtwerden und Übertragen der schlimmsten Krankheiten. Ablenkungsmanöver: Auf den Rücken legen ist nicht "Platz!"

Halbstarke können widerspenstig werden

"Platz!"-Übung bei Freunden im Garten. Obwohl der Welpe sich unterwegs schon lange mit "Platz!" stoppen ließ, meint der Welpe in diesem Garten - so wie immer - alles zu dürfen. Mit dem Wegrollen und sich Wälzen, das er oft auch vor befreundeten Hunden an den Tag legt, sagte er: "Ich hab' keine Angst!" Auch Pfoteln ist nicht angesagt Das Pfotegeben mit angelegten Ohren stellte eine Art Betteln dar. Er fordert mit diesem "bitte, bitte" zu anderen Spielen auf. Die angelegten Ohren bedeuteten so etwas wie "ich bin doch lieb!". Nachhilfe den Welpen Nachdem die hier gezeigten Maßnahmen zur Erinnerung an das wiederholt gesprochenes Kommando "Platz!" nicht zum Erfolg führten, muss man den Welpen zum Verdruss meiner Freunde mal kurz mit dem Lendengriff zu Ordnung gerufen werden, damit er danach ordentlich liegenblieb.... Lob, wenn alles stimmt Gegen Ausrufe wie "Das arme Tier!" muss man als guter Hundebesitzer immun sein. Nähme man immer darauf Rücksicht, könnte aus der Hunde-Erziehung nicht viel werden!


Jetzt wird's ernst

Wild darf nicht verfolgt werden

Was für das Stoppen des Hundes gilt, der Katzen jagen will, gilt beim Verfolgen-Wollen von Wild, Reitern, Vieh, Autos oder Menschen genauso. "Platz!" muss unbedingt funktionieren, damit Sie Herr der Lage bleiben und sich nichts zu Schulden kommen lassen. Besondere Vorsicht ist bei Radfahrern und Joggern, aber auch in der Nähe rennender Kinder geboten, da sich solche Menschen ja bereits wie flüchtendes Wild verhalten und so automatisch die Jagdinstinkte des Hundes wecken.
Reduzieren Sie das Lob beim Abholen des Hundes aus der Platz-Haltung nach dem Start zu einer unerwünschten Jagd auf ein Minimum. Er hat immerhin gehört. Hat er nicht gleich gehört, kann unter Wiederholen von "Platz!" die Strafe erfolgen, die er von seinen "Platz!"-Übungen her kennt. Er darf nicht auf die Idee kommen, dass Sie gerade im Ernstfall weniger streng mit ihm sind. Haben Sie in solchen Situationen einige Male konsequent "Platz!" verlangt, wird der Hund an seinen Jagdversuchen keinen Spaß mehr haben und sie fortan von selbst lassen. Hat er Ihr "Platz!" schlicht ignoriert, sind Sie selber Schuld. Entweder haben Sie es zu spät gerufen und der Hund hat es tatsächlich nicht gehört, oder aber Sie haben es nicht genügend trainiert. Bleiben Sie stehen, rufen Sie ihn und warten Sie. Kommt er endlich, loben Sie ihn. Auch wenn Sie jetzt sehr wütend sind. Sie haben gerufen - er ist gekommen. Verunsichern Sie ihn nicht mit einer Strafe, die Ihnen womöglich das Heranrufen verdirbt! Beginnen Sie aber am besten gleich im nächsten Moment mit energischen "Platz!"-Übungen! Werden Sie hierbei deutlich strenger als bisher.

Ablenkung durch Hunde

"Platz!" trotz Ablenkung

Hunde müssen trotz Ablenkung durch fremden Hunde solange liegen bleiben, bis sie mit "Auf, auf! oder Komm" erlöst werden.


"Auf, auf! oder Komm"

Nach dem Ablegen mit "Platz!" ist "Auf, auf! oder Komm" das sehnlichst erwartete Zauberwort, das die Hunde zu neuen Aktivitäten weckt. Hier dürfen die Hunde auf dem Bürgersteig einer Wohn-Sackgasse bis zur nächsten Straßenecke laufen. Dort bleiben sie stehen, auch wenn auf der gegenüberliegenden Seite ein Hund geführt wird, und warten, bis sie von Hundebesitzer (mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn) an eine Bordsteinkante gerufen und mit "über die Straße voran!" oder - sicherer - bei Fuß über die Fahrbahn begleitet werden.


Hundeschule Greven

Kleine Spielpause und "Sitz"

Kurze Pause im Spiel. Während der nächste spielerische Angriff bei der Haltung mit abgelegten Vorderläufen und stehenden Hinterläufen unmittelbar bevorsteht, scheint sich der Welpe, der sich gesetzt hat, zu überlegen, was er als nächstes tun könnte. "Fein!" oder "Ja!" bestätigt sofort korrektes "Sitz!" So soll es immer sein, wenn wir "Sitz!" sagen - in diesem Moment kam mein "Sitz!" nachträglich und wurde sofort mit "Ja, fein!" bestätigt. Wir helfen dann beim Finden der nächsten Aufgabe durch das nächste spielerisch gemeinte Kommando auch gerne ein wenig nach. Lob nach "Sitz!" und "Aus!"

"Sitz!" lernen

Im Gegensatz zum Befehl "Platz!", der dem Hund eine Menge Geduld und Ausdauer abverlangen kann, wenn die Ablege-Übung auf über eine Stunde ausgedehnt wird, sitzen die Hunde nach "Sitz!" regelrecht in den Startlöchern und erwarten das nächste Kommando. Während ich Platz-haltende Hunde nach Möglichkeit abhole, indem ich bis zu ihnen hin gehe und erst nach dem Loben die Zauberformel "Komm!" spreche, dient "Sitz!" immer dem kurzfristigen Warten auf die nächste Aktion. Das ist schon deshalb zweckmäßig, weil Hunde wie Wölfe von Natur aus nicht lange sitzen. Entweder bewegen sie sich bald weiter, oder sie legen sich nieder.
Der Welpe lernt am schnellsten sich zu setzen, wenn Sie "Sitz!" schon einige Male gesagt haben, während er sich ohnehin gerade setzte. Erregen Sie mit dem Wort "Sitz!" seine Aufmerksamkeit und führen Sie etwas Interessantes über seinen Kopf nach hinten. Er wird ihm mit seinen Blicken folgen und sich setzen, sobald die Kopfbewegung nach oben und hinten für sein Genick unangenehm werden würde. Loben Sie ihn. "Komm!" kann diese Übung abschließen. Haben Sie diese Übung mehrmals wiederholt, sagen Sie dem Hund "Sitz!", wenn er gerade neben Ihnen in der Küche steht. Sobald er sich setzt, loben Sie ihn. Versteht er Sie nicht, helfen Sie wieder nach, indem Sie ihn sanft in die gewünschte Position drücken. Loben Sie ihn dann wieder, bevor Sie ihn aufstehen lassen. Verbinden Sie mit "Sitz!" eine charakteristische Handbewegung. Ich habe immer den erhobenen Zeigefinger gezeigt, den ich dann nach unten gewendet habe. Wenn der größere Hund später Kombinationsübengen lernt, in denen "Sitz!" ein Bestandteil ist, wie beim Apportieren vor "Aus!", genügt bald diese Handbewegung zur Erinnerung, denn Sie wollen ja nicht ständig alle Kommandos sagen müssen. Wenn meine erwachsenen Hunde von mir ein Stöckchen geworfen bekommen, ist ihnen die Aufgabe einschließlich sich Setzen und in die Hand Ausgeben längst ohne Fingerzeig oder Befehl klar.
"Sitz!" sage ich auf Spaziergängen noch heute oft, nachdem ich meine Hunde zu mir gerufen habe, sei es, um mit ihnen ein wildes Spiel zu beginnen, sie von etwas interessantem abzulenken oder um sie nach entsprechendem Lob unauffällig anzuleinen. "Sitz!" sage ich, wenn ich mit ihnen "Laut!" üben möchte oder wenn ich sie nach einer Galoppstrecke mit Fahrradbegleitung oder nach Zugarbeiten belohnen möchte. "Sitz!" ist gut nach "Hier!", wenn sich meine Hunde vor mir versammeln und dafür ohne sich zu streiten belohnt werden sollen.




Hundeschule Greven

An der Leine nicht zerren

Die Unart, an der Leine zu zerren, sollten Hunde bereits im Welpenalter abgelegt haben, bevor es zur Gewohnheit wird oder ihre Kraft genügt, jemanden umzureißen. Ich habe meine Hundebabys, sobald sie munter nach vorne zogen mit einem leisen "Hier!" kurz angesprochen. Wendeten sie sich nicht augenblicklich zu mir um, wurden sie mit einem kurzen kräftigen Ruck zurückgeholt. Ältere Hunde damit zu beeindrucken kostet viel Kraft. Leint man den Hund erst an, wenn er ohnehin schon sehr müde ist, wird er nicht ziehen. So wird er gelobt und nach einem erfolgreichen "Hier!" oder "Komm!" belohnt. Ein positiver Seiteneffekt ist, dass die Hunde dabei auch das "Hier!" oder "Komm!" üben.

"Fuß!" trainieren

Ein Befehl, den ich sehr ernst übe, ist "Fuß!". Ich habe meine Welpen erst nach dem Zahnwechsel, also mit etwa einem halben Jahr, mit diesem Befehl systematisch konfrontiert. Der Hund soll auf das Kommando "Fuß!" mit seiner Schulter unmittelbar neben dem linken Bein "seines" Menschen bleiben. Ganz zu Anfang lockt man den Welpen zu Hause, im Garten oder unterwegs in Ablenkungsfreier Umgebung mit Spielzeug an seine Seite, nennt das dann "Fuß!" Ich schlage zur Verstärkung des Befehls mit der linken Hand auf meinen linken Oberschenkel. Das ist für den Anfang auf dem eingezäunten Übungsplatz sicher praktikabel, in der Öffentlichkeit dagegen nicht. Junge Hunde wollen sich stärker bewegen und beginnen nach vorne zu ziehen oder seitlich zu entwischen. Sie tun dies auch dann, wenn sie sich an der langen Leine das Ziehen bereits abgewöhnen ließen. Je nach Ablenkung ist auch das gezeigte Spielzeug nicht Grund genug, in der bei-Fuß-Position zu bleiben. Ich lasse den Hund erst einige cm vor, ziehe ihn dann aber ruckartig in die bei-Fuß-Position zurück, sofern er ein normales, feststehendes, breites Halsband trägt. "Fuß!" ertönt das Kommando dann ruhig aber mit tief gestellter Stimme. Ist der Hund in der gewünschten Position, darf er belohnt werden. Das kann so eine ganze Weile gehen, ohne dass der Hund den Ruck so unangenehm findet, dass er deswegen das Ziehen ließe.
Ich halte nichts von Stachelhalsbändern. Muss man dem Hund gegenüber deutlicher werden, kann man das auch mit einem Griff in die Lende, niemals treten, der Hund sieht sonst Gefahr vom Menschen ausgehen. Das Abstoppen des nach vorne preschenden Hundes ist das Ziel. Es wird ihn zudem stärker überraschen als ein noch stärkeres Rucken am Halsband, dass noch den Eindruck des Hundes verschärft, wir wollten den Hund erhängen. Meine Hunde lernten sehr schnell dieses Abstoppen als Hinweis auf ihre Vorpreschgrenze einzuordnen. Die Stärke der Maßnahme richtet sich auch hier nach der Wirkungsschwelle des Hundes. "Nein!" auf den Rücken werfen und mit der Kehle am Boden fixiert, bevor die Hunde sich auch an andere Hunde, die ihn anknurren, bei Fuß vorbeiführen ließ.
Es mag mit der Männlichkeit der Rüden und einem Mehr an Mut
zusammenhängen, dass Rüden, vor allem an der Leine oder bei Fuß, auf solche Provokationen mit Angriffslust reagiert. Freundliche Hunde provoziert oder attackiert er niemals. Er erwartet jedoch einen gewissen Respekt. Viel seltener muss man einen Junghund korrigieren, der versucht, sich durch Zurückbleiben aus der bei-Fuß-Position zu stehlen. Das Ausbrechen zur Seite ist anfangs einfach dadaurch zu unterbinden, dass der Hund dicht an einer Mauer entlang geführt wird. Später muss auch hier das ruckartige Heranziehen genügen. Erst wenn der Hund an der Leine ordentlich bei Fuß geht, beginnt das freie bei-Fuß-Training.
"Fuß!" ist ein Kommando, das ich heute noch täglich im Straßenverkehr oder bei Begegnungen mit unfreundlichen Hunden einsetze und dadurch weiter festige.

Man muss sich viel merken

"Stopp!" üben

Stopp!" wird an Bordsteinkanten hart trainiert und funktioniert dann auch schnell in anderem Gelände. "Stopp!" wird an Bordsteinkanten nur anfangs gesagt. Später muss der Hund selbst wissen, dass er nicht ohne ausdrücklichen Befehl auf die Fahrbahn laufen darf. "Sitz!" finde ich aus drei Gründen unpraktisch im Straßenverkehr:
1. Das Aufstehen macht vor allem den älteren Hund träger als nötig. Bei kurzen Grünphasen für Fußgänger stehen Sie so leicht zweimal vor der roten Ampel oder Sie behindern den Verkehr.
2. Bei nassem Wetter setzen sich meine zimperlichen Hunde gar nicht gerne hin. Sie würden sich ja auch schmutziger machen als nötig.
3. Gewöhnt sich der Hund an, sich jedesmal zu setzen, wenn Sie stehen bleiben, ist er für Ausstellungen kaum noch geeignet. Im Ring muss er mit Ihnen zusammen stehen bleiben.
Kann der Hund mich sehen, hebe ich zu "Stopp!" den rechten Arm senkrecht in die Höhe, um auch mit diesem wichtigen Befehl ein Sichtzeichen zu verbinden. "Stopp!" sage ich, wenn ich mit den Hunden an der Wohnungstür ankomme, die ich noch aufschließen muss, wenn ich sie ableinen oder anleinen will und jedesmal, wenn ich sie aus anderen Gründen anhalte. "Stopp!" ist immer gut auf Ausstellungen oder einfach für ein nettes Foto. Hierfür ist wichtig, dass der Hund mit diesem Kommando keine Angst verbindet, denn sonst wären seine Ohren unschön angelegt. Diesen Befehl verwende ich bei nassem, schmierigem Untergrund statt "Platz!", weil meine Hunde sich, wie gesagt, nicht gerne nass machen. Voraussetzung dafür ist, dass die Situation nicht tatsächlich brenzlich ist, denn sonst ist "Platz!" das im Gelände schärfer geübte Kommando. "Stopp!" ist gut, um den Hund bequem zu kämmen, zu baden und wenn das Tier vor dem Tierarzt steht.
Ein Hund, der durch Fingerzeig zu positiven Momenten verholfen bekam, wird sich die Richtung gerne zeigen lassen. So helfe ich schon dem Welpen, durch dieses Richtungweisen und "dahin!" oder "dorthin" sagen etwas zu finden, was ihm Freude macht. Bei hütenden Hunden wird dieses Richtungweisen bis zur Perfektion geübt. "Stopp!" am Bahndamm "Kehrt!" ist ein Befehl, der eine 180°-Wendung bedeutet. "Kehrt!" übe ich am Umkehrpunkt, wenn ich mit den Hunden bewusst einen Weg gewählt habe, den ich genauso wieder zurückgehen will, wie ich gekommen bin. Die Hunde sind in dem Moment vor mir, hören mein "Kehrt!" und sehen mich auf dem Absatz kehrt machen und in Gegenrichtung loslaufen. "Kehrt!" übe ich, wenn ich den Hunden Stöckchen oder Bällchen werfe in einem Moment, in dem ich nur so getan habe, als hätte ich geworfen. Die gestarteten Hunde machen kehrt und sehen mich in die andere Richtung werfen. "Kehrt!" ist das Kommando, das meine Hunde nachgerufen bekommen, wenn sie an einem heißen Sommertag zu weit auf den See hinaus oder an ihrem Stöckchen vorbei schwimmen. "Kehrt!" habe ich nur selten mit Leine geübt. "Platz!" ist im Ernstfall jedoch sicherer. "Stopp!" nach "Bring!"



Spielen



Wer aufmerksam mit seinem Hund zusammenlebt, kommt auf eine ganze Menge Spiele, die er mit seinem Hund spielen kann. Hier finden Sie Beispiele von Spielen, wie wir sie spielen.

Dressur

Der Hund ist das wahrscheinlich am leichtesten und am vielseitigsten zu dressierende Tier überhaupt. Dressur bedeutet nicht, dass der Hund brutal gezwungen wird, irgendetwas zu tun. Dressur bedeutet vielmehr, dass aus den natürlichen Trieben des Hundes für ihn neue Handlungen und Handlungsabläufe abgeleitet werden. Dies sollte möglichst spielerisch geschehen. Wie sicher diese andressierten Handlungen dann wiederholbar sind, hängt von den Belohnungen bei Erfüllen. Im Prinzip überflüssige Dressurleistungen wie das Pfotegeben sollten allein auf Freiwilligkeit basieren. Die an anderer Stelle beschriebene Dressur zum straßensicheren Hund muss dagegen mit sehr viel mehr Ernst und Strenge trainiert werden, denn sie ist lebenswichtig.

Pfote geben

Pfötchen geben, Männchen machen, Bälle fangen, Bindfäden an einer gezeigten Stelle durchbeißen und durch Reifen hüpfen gehören zu dem, was ich als "Dressurspiele" bezeichnen möchte, die auch für trübe Winterabende zu Hause geeignet sind. Wenn Sie sich genug Zeit nehmen und das Verhalten Ihres Hundes genau beobachten, fallen Ihnen sicher noch jede Menge Tricks ein, die Sie ihm beibringen können.
Auf einige kommt er sicher von selbst. Pfotegeben z. B. lernt ein Hund, der als Welpe durch Pfotegeben bettelt, wie von selbst, wenn Sie "Pfote?" nur immer wieder sagen, wenn er Sie mit der Pfote anstubst. Fangen Sie seine Pfote immer mit der Hand ein. Loben und belohnen Sie ihn dafür.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Männchenmachen. Das Anspringen von Menschen zur Begrüßung ist bekanntermaßen eine typische Hundeunart, die Reinigungskosten fremder Mäntel nach sich ziehen kann. Dazu genügt es, dem hochspringenden Hund das Knie durch Hochziehen leicht unter die Rippen zu schlagen. Der Hund findet das unangenehm und lässt das Anspringen in Zukunft. Irgendwann kommt man ich auf die Idee, eine Dressurnummer aus dem Hochspringen zu entwickeln. "Mach Männchen!", sagte ich, wenn er mich anspringen wollte, und hielt ihm horizontal den linken Unterarm hin, mit dem ich seine Vorderpfoten auffing. Er wurde gelobt und hatte den Befehl begriffen - er funktionierte sofort auch auf Kommando.

Snoopy und Emmi, ein Herz und eine Seele

Jagdspiele



Jagdspiele

Stöckchen abjagen In Jagdspielen zeigen Hunde, was sie drauf haben. Frisbee-fangende und Bälle verfolgende Hunde sind für viele Menschen ein schöner Anblick. Aber es gibt noch mehr... Welpenspielchen

Mit Familienmitgliedern spielen

Mindestens so wichtig wie das Spielen mit anderen Hunden ist das Spielen mit den "eigenen" Menschen. Welpen lernen so, zu wem sie gehören. Sie lernen, dass es Spaß macht, zu "ihren" Menschen zu gehören und dass diese noch etwas verletzlicher sind, als Hunde. Bejammern Sie ruhig zimperlich einen kleinen Kratzer, falls Ihr Welpe Sie mal nicht vorsichtig genug angefasst hat und brechen Sie das Spiel an dieser Stelle ab. Jagdspiele sind besonders wichtig für temperamentvolle, schnelle Hunde, deren Jagdtrieb durch solche Jagdersatz-Spiele auf gesellschaftlich akzeptierte Bahnen gelenkt werden muss.

Ballspiele

Hunde, die Bällen hinterherjagen, haben Spaß und Bewegung. Je nach Hund muss man jedoch häufig neue oder sehr stabile Bälle kaufen. Die Zähne unserer Hunde haben im Spiel schon manch einen Ball platt bekommen.


Hochspringen

Solche Sprünge auf weichem Grund sind für einen jungen Hund mit gesunden Gelenken und viel anderweitiger Bewegung völlig ungefährlich und gehören zum Spiel. Hunde mit Übergewicht und solche, die Gelenkprobleme geerbt oder aus anderen Gründen kranke Läufe, Schultern oder Hüften haben, sollten solche Spiele nicht spielen. Auch sollte der Hund nicht dieses Spiel als einziges tagelang spielen ohne sich darüberhinaus kräftig zu bewegen.

Sich vom eigenen Hund etwas abjagen lassen

Von klein auf ist es unsere Hunden ihr Lieblingsspiel, mit einem erbeuteten Gegenstand zu flüchten mich zum Nachjagen zu motivieren. Es ist einfach, ein solches Spiel mit ein wenig Dressur zu verbinden:
1. Meine Hunde bekommen zunächst "Sitz!" zu hören. "Pack!" mit gebührend Vorsprung
2. Ich renne mit dem Stöckchen von den Hunden weg.
3. Mit "Pack!" rufe ich meine Hunde dann zum Angriff auf das Stöckchen auf, mit dem ich immernoch wegrenne und so Beute simmuliere. Start im Galopp Ich habe einige 100 m Vorsprung. In wenigen Momenten haben die Hunde mich eingeholt. Er hat das Stöckchen... 4. Das Stöckchen wird dem zubeißenden Hund nicht unbedingt kampflos überlassen. Er kann bei der Gelegenheit auch mal einige kleine Schläge einstecken oder kräftig Tauziehen müssen, bevor er die Beute überlassen bekommt. Immerhin wehrt sich ein gefangenes Reh ja auch so gut es kann. Die Natur hat Wölfe und Hunde mit Hormonen ausgestattet, die bewirken, dass der Jagdtrieb dadurch nur noch stärker wird. Meine Hunde spielen dieses Spiel gerne und reagieren sich dabei richtig ab. ...und haut ab mit der Beute

5. Hat der Hund die Beute, beginnt sein Lieblings-Teil, das Nachjagenlassen. Der andere Jund jagt ihn, bis einer von uns den Stock zu fassen bekommt. Dieser Teil entfällt, wenn der andere Hund "Beute macht". Der Hund will mit den anderem Tauziehen spielen, während unser Omega-Tier (= das rangniedrigste Tier im Rudel) ignoriert wird.
6. Auch wenn der Hund "eingefangen" wird, spielen wir noch einmal Tauziehen, jetzt zu dritt. Aber bitte keine Zerrspiele, wenn ich Platz sage, weiß mein Hund es ist aus bis ich das Spiel wieder neu eröffne. Platz ist auch besser als hinterherlaufen. Der Hund entspannt sich.
7. Das geht so weiter bis ich "Aus" sage, dann "Sitz" und das Spiel von vorne beginnt. Ich kann das anordnen, weil ich "Alpha"(= das ranghöchste Mitglied) in unserem Rudel bin.
Auch während des Nachjagens darf der Hund das Hören auf Kommandos nicht abstellen und so legt sich der Hund der sich eigentlich weiter jagen lassen möchte brav hin, als mein "Platz!" ertönt. Sowie ich bei ihm bin, lobe ich ihn, sage "Komm!" und spiele mit ihm weiter, als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. So lernt der Hund, dass er durch kurzfristiges Platz-Halten nichts versäumt. Die Stopp-Wirkung gerade auf den herumtobenden oder jagenden Hund kann aber in unserer straßenreichen Gesellschaft lebenswichtig sein. Üben Sie dieses Kommando sorgfältig und immer wieder! Auch der ausgewachsene Hund gehört mehrmals im Jahr auf sein Platz-Halten "geprüft" und im Zweifelsfall nachgearbeitet.

Tauziehen aufgrund von Urinstinkten

Kräftig "Tauziehen" ist unter Wölfen eine wichtige Fähigkeit, um seinen Teil abzubekommen, wenn es um die Aufteilung der Beute geht. Zerrspiel nach der "Jagd" Aber bitte nicht vergessen, wenn ich als "Alpha"-Tier sage, "AUS", muss der Hund seine Beute sofort abgeben. Zerrspiele mit der Beute ist die Vorstufe zur Kampfbereitschaft diese Beute vom Alphatier zu erbeuten und damit klarstellt wer das Alphatier ist, hat der Hund dieses Spiel geworden, gelten Sie nicht mehr als Aphatier und stehen unter ihn. Darum nur dosiert Jagd- bzw. Zerrspiele spielen, dass verdirbt den Charakter des Hundes.

Tauziehen

Spielphasen sind das Wichtigste auf jedem Spaziergang. Die eigene Leine, sofern sie den Hundezähnen standhält (kann lästig werden!), herumliegende Äste (besser) oder mitgebrachte Bälle oder Beißwürste (am besten) sind hervorragender Beute-Ersatz in hundgerechten Jagdspielen. Das Lenken des sonst unbefriedigten Jagdtriebes auf Ersatzbahnen gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der Hunde-Erziehung. Dabei sind die Beute-Ersatz-Spielzeuge vom Hund nicht automatisch akzeptiert. Bei manchen Welpen braucht man eine ganze Menge Geduld, bis sie solche Spielchen freudig mitspielen. Fordern Sie immer wieder den Jagdtrieb ihres Welpen heraus, indem Sie einen möglichen Spielzeug-Gegenstand vor dem Welpen herziehen, so dass er ihn fangen kann. Hat er ihn gefangen, lassen Sie sich auf ein kurzes Tauziehen ein. Lassen Sie den Welpen nicht zu schnell gewinnen. Interessiert sich der Hund für sein Spielzeug und möchte es haben, können Sie es werfen. Rufen Sie ihn zu sich. Wahrscheinlich behält er seine Beute im Fang. Aus diesem Spiel heraus kann das Apportieren entwickelt werden. Durch das Hinterherjagen hinter einem geworfenen Gegenstand kann man seinem Hund die für seine Gesundheit erforderliche Bewegung beschaffen. Ein Hund, der an seinem Beutestück kräftig zieht und auch dann nicht loslässt, wenn er mal einen (zunächst nur sehr leichten) Schlag auf den Kopf bekommt, erfüllt bereits eine wichtige Voraussetzung für späteren Schutzhundesport, den man jedoch nur im Verein üben kann.

Tauziehen zwischen zwei Hunden

Mein Hündin will mich zu einer Runde Stöckchen-Werfen oder Tauziehen auffordern, was mir in diesem Moment schlecht möglich ist, da ich die Videokamera halte. Der andere Hund versucht, ihr das Stöckchen wegzunehmen. So kommt es zu den ersten Tauzieh-Spielen zwischen meinen Hunden. Das Stöckchen wird als Beute-Ersatz-Spielzeug für den Welpen schnell selbstverständlich.


Gemischte Hundespiele gegen Langeweile

Spielen, Apportieren und Schwimmen kommen bei uns häufig gemischt vor. Auf das Befolgen von Befehlen folgt immer wieder ausgelassenes Spiel, so wie der Hund es liebt. Für den erwachsenen Hund ist ein Lob und das Spiel in der Regel Belohnung genug.

Kauen

Emmi kaut Stöckchen Kaputte Schuhe, abgerissene Tapete, zerfetzte Zeitschriften, zerpflückte Zimmerpflanzen...
Junge Hunde brauchen etwas zum Zernagen und wir ihre Erziehung, um unsere Sachen zu schützen!

Sachen zerkauen

Welpen kauen auf allem herum, was sich ins Maul nehmen oder anknabbern lässt. Dies hat noch nichts mit dem Zerreißen von Beute zu tun, sondern hängt damit zusammen, dass Welpen wie kleine Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken und kennen lernen möchten. Während des Zahnwechsels hängt ein verstärkter Beiß- und Kautrieb mit dem guten Gefühl zusammen, das das Kauen auf dem Zahnfleisch während des Durchbruchs der neuen Zähne bewirkt. Das Kauen hilft in dieser Phase auch, die Milchzähne rechtzeitig loszuwerden, bevor sie den bleibenden Zähnen im Wege stehen. In dieser Zeit beginnt der Hund aber bereits, an der Zerstörung erbeuteter Gegenstände besonderen Spaß zu haben. Als Fortsetzung und Abschluss der Tauzieh-Spiele sollten Sie Ihrem Hund dafür geeignete Gegenstände ruhig überlassen. Er hat sich seine Beute erkämpft und darf sie nun zerlegen. Das ist eine Selbstverständlichkeit für heranwachsende Wölfe bei jeder Mahlzeit und bedeutet auch für unsere Hunde ein Erfolgserlebnis.
Natürlich müssen Sie genügend solcher Ein-Weg-Spielzeuge bereithalten, damit Ihr Hund sich nicht irgendwann an Ihrem Sofa austobt. Der Fachhandel hält dementsprechendes Spielzeug für Hunde bereit. Hunde die Teile ihrer "Beute" unbedingt fressen wollen, dürfen natürlich keine bedruckten Kartons bekommen. Dass ein junger Hund in der Wohnung ein Mehr an Aufräum- und Putzarbeiten bedeutet, sollte einem Hundebesitzer vor der Anschaffung des Hundes bereits klar sein. Das Spielen mit alten Textilien ist übrigens erst dann zu empfehlen, wenn der Hund begriffen hat, dass er an Textilien, die er in der Wohnung findet, grundsätzlich nicht herumkauen darf.


Kontakt zu Kindern

Der Kontakt zu Kindern ist wichtig, damit die Hunde von vornherein freundlich bleiben und kleine Menschen nicht irgendwann mit Kaninchen verwechseln bzw. als Beute einstufen oder etwa Angst vor ihrem im Vergleich zu Erwachsenen etwas anderen Geruch und Verhalten entwickeln. Gewöhnen sie sich erst einmal an, ihnen Angst einzubellen bis sie weglaufen, um sie anschließend zu jagen, kann das zu schweren Unfällen führen, zumindest aber zu zerrissenen Kleiderstücken und mächtig Ärger.
In Familien mit kleinen Kindern stellt sich dieses Problem normalerweise nicht. Das alltägliche Zusammensein mit Kindern macht aus Hunden meist automatisch sehr kinderliebe Wesen, vorausgesetzt, sie werden von diesen nie gequält. Kleine Kinder müssen lernen, dass ein Hund kein Plüschtier ist, dass er schmerzempfindlich ist, gewisse Verhaltensweisen liebt und manche nicht, dass er andererseits gewisse Verhaltensweisen an den Tag legt, die das Kind liebt oder eben nicht. Kinder probieren viel aus. Hunde auch. So kann es schnell gefährliche Missverständnisse geben. Lassen Sie deshalb niemals Ihren Hund mit einem Kleinkind alleine. Beobachten Sie deren Spiele immer aufmerksam, damit Sie im richtigen Moment eingreifen können. Als unsere Emmi mit 4 Jahren zu uns kam, war meine Enkelin 18 Monate alt. Wenn ich eingriff, dann in der Regel, um das Hündchen vor den Launen des Kindes zu retten.
Die Liebe zu den "eigenen" Kindern des Hundes bedeutet aber noch nicht unbedingt, dass der Hund alle Kinder liebt. Möglicherweise hat er einen starken Schutzinstinkt und mischt sich in Spiele Ihrer Kinder mit Nachbarkindern ein, wenn es dabei zum Streit kommt und der Hund "seine" Kinder in Gefahr sieht. Also Vorsicht! Niemals ohne Aufsicht

Gewöhnung an Kinder

Als unsere Emmi ins Haus kam, hatten ich nur ausgewachsene Kinder aber eine Eneklin mit 18 Monate. Da Emmi ein Kettenhund mußte beide aneinander gewöhnt werden. Die meisten Kinder lieben Hunde. Die Hunde sind zu solchen Kindern meistens auch lieb, weil diese Kinder "normal" riechen. Einige Menschen haben jedoch Angst vor Hunden. Ihnen gegenüber kann sich der Hund von seiner wölfischen Seite zeigen, was auf den durch die Angst erhöhten Adrenalinausstoß zurückgeht. Sie riechen nach Beute oder böse! Ein Teufelskreis für die armen Menschen, da sie Hunde tatsächlich nur als angreifende Bestien sehen und ihre Angst sich zu bestätigen scheint.
"Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine!", rief mir eines Tages ein älterer Herr auf einem Spaziergang mit meiner lieben Tina zu. "Das Tier tut nichts!", rief ich zurück, rief aber meine Tina bei Fuß. "Das behaupten alle Hundebesitzer. Irgendwann beißt jeder Hund zum ersten Mal!", kam es mir entgegen. Und dann erfuhr ich, dass er eigentlich von jedem Hund gebissen wird. Derweil sträubte meine liebe Tina schon mal die Rückenhaare, knurrte leise und ging in Startposition... "Fuß!", unterbrach ich ihre Vorbereitungen und sah zu, dass ich mit ihr weiterkam. So böse hatte ich sie tatsächlich noch nie gesehen! Ich wartete den Rest ihres Lebens vergeblich darauf, dass sie zum ersten Mal biss. Schade, dass ich's diesem Passanten nicht erzählen kann. Wahrscheinlich ein Jäger, meine Tina hatte etwas gegen Jäger oder ein Mensch der grundsätzlich was gegen Tiere hat.
Manche Mütter haben die irrige Vorstellung, alle "Lassie"-Hunde seien von Natur aus kinderlieb. So kommt es, dass ein Colliebesitzer mehr noch als Besitzer anderer Hunde in der Gegenwart von Kindern aufpassen muss, was der Hund gerade tut oder was mit ihm gemacht wird. Emmi hatte eine Zeit lang die Unart, manche fremde Menschen, die sich ihr näherten, anzubellen. Nachdem ich Emmi zunächst "Platz!" befohlen hatte, damit die Kinder den Hund problemlos streicheln konnten, was Emmi sich so immer brav gefallen ließ. Emmi hat sehr schnell gelernt, dass meine Enkelin viele Leckerli hat und auch gerne verteilt, also beschränkte sie sich auf das Abnehmen der Leckerlis, wobei ich ihr am Hals leicht festhielt, damit er nicht zu stürmisch wurde und ich ihn im Zweifelsfall sofort von den Kindern hätte wegziehen können. Die meisten Kinder lieben es, Tiere zu füttern und für Emmi bedeutet es seither ein gutes Gefühl, Kindern zu begegnen. Vielleicht haben sie ja etwas für ihr? Das Füttern von Schokolade und Keksen verbiete ich Kindern selbstverständlich, weil Süßigkeiten nur Schäden am Hund verursachen können. Die meisten Kinder verstehen das auch.

Kinder mit Hunden spielen lassen

Kinder spielen oft viel ungezwungener und ausgelassener als Erwachsene mit Hunden. Sie sind selbst flink wie junge Hunde, frei von Hexenschüssen, Artritis usw. und haben wenig Ängste und Hemmungen (andernfalls spielen sie meist überhaupt nicht mit Hunden). Kinder und Hunde sind oft ideale Spielgefährten für einander.

Angst vor Hunden

Manche Kinder haben zunächst noch Angst, wenn sich unsere Emmi aufrichtete, lieben sie aber, wenn sie sich legt. Wir helfen mit "Platz!" etwas nach und schnell ist die letzte Ängstlichkeit verflogen. Es ist immer falsches Verhalten seitens der Mütter oder Hundebesitzer, wenn Kinder Angst vor Hunden behalten. Eine angeborene Angst vor dem "Wolf" kann von Kindern überwunden werden, wenn sie nicht negative Erfahrungen mit Hunden machen. Oft übertragen leider Mütter und Väter ihre Angst auf ihre Kinder. Ich kenne aus unserer Nachbarschaft mehrere solcher Mutter-und-Kind Problemfälle.

Hunde Pflegen üben

Meine Enkelin möchte unseren Snoopy kämmen. - "Nicht so wild, Jamie-Lee!" Er muss lernen, dass sie keinen Teddybären vor sich hat. "So, und jetzt umdrehen!" Der Versuch, den Hund zu wenden, weil auch die andere Seite gekämmt werden soll, misslingt dem Kind. "Snoopy soll sich wieder hinlegen!" Wenn sie zu ruppig mit Snoopy umgeht, gibt's von mir einen Rüffel! - "Wenn Du ihn weh tust, darfst Du sie nicht mehr kämmen!" Die Freundschaft leidet nicht unter solchen kleinen Pannen.

Unsere Emmi ist ein Appenzeller-Sennehund Mix und wurde als Kettenhund gehalten, was für diese Hunde das schlimmste ist.
Der Hund soll auf keinen Fall als Ketten- oder Zwingerhund gehalten werden, vielmehr braucht er den ständigen Kontakt zu seinen Menschen, zu denen er eine enge Beziehung aufbaut. Er genießt den Umgang mit Kindern und eignet sich als Begleithund für ältere Menschen.

Der Appenzeller Sennenhund zeichnet sich aus durch seine Vielseitigkeit und sein robustes Wesen.


Bewegen







Neben zu viel Futter ist der Mangel an Bewegung das größte Problem unserer Wohlstandshunde. Wie ich meine Hunde bewege, schildere ich in den folgenden Kapiteln.

Hunde niemals alleine hinausschicken !

Niemals, wirklich niemals sollten Sie Ihren auch noch so lieben Hund alleine zum Gassigehen auf die Straße schicken. Die Gefährdung im Straßenverkehr und durch boshafte Menschen ist einfach zu groß. Vorsicht ist beim Alleinlassen von Hunden hinter Gartenzäunen geboten. Viele Menschen meinen nur, sie hätten ihren Hund im Garten eingesperrt. Durch Springen oder Graben ist er aber vielleicht in der Lage, sich eine interessantere Tätigkeit zu besorgen, als in Ihrem Garten auf Sie zu warten!

Zugarbeiten

Eine bequeme und sichere Alternative zum Fahrradfahren mit mittleren und großen Hunden ist die Zugarbeit. Als untere Grenze für "Zugtiere" gilt i.a. 50 cm Rückenhöhe bei kräftigem Körperbau, d.h. über 15 kg. Solchen "Fliegengewichten" sollten natürlich auch nur besonders leichte Schlitten oder Wagen zugemutet werden. Die Zugarbeit sollte so leicht sein, dass der Hund ohne deutliche Anstrengung längere Zeit Trab und Galopp gehen kann.

Kinderschlitten ziehen lassen

Leichte Zugarbeit ist für einen gesunden, kräftigen Hund eine Aufgabe, bei der er sich so richtig müde laufen kann. Für das Geschirr-Anlegen sollte "Stopp!", für die Fortbewegung "Fuß!" gelten, damit es keine unangenehmen Zwischenfälle gibt. Frei herumtoben hätte ihr natürlich mehr Spaß gemacht, aber das war hier gar nicht erlaubt, weil wir uns gerade in einem Naturschutzgebiet befanden.


Ziehen lernen

Etwas anders sah es aus, als ich mich auf den Schlitten setzte. Sobald sie ihren neuen Job begriffen hatte, zog sie ganz hervorragend. Die Geschwindigkeit - Trab oder Galopp - sollten die Hunde dabei selbst bestimmen dürfen, soweit dies gefahrlos möglich ist.




Trainingswagen

In den schneefreien, aber kühlen Jahreszeiten kann die Zugarbeit vor dem Trainingswagen geübt werden. Bei einem Eigengewicht von fast 30 kg benötigt man jedoch trotz der Leichlaufaufhängung der Räder einen sehr kräftigen oder zwei recht kräftige Zugtiere. Wenn man einen jungen und einem alten Hund mit dem Fahrrad begleitet, steht man häufig vor dem Problem, dass der junge Hund sehr schnell galoppieren und der alte spätestens nach 3 km eher ruhig traben möchte. Im Handumdrehen sieht man den Junghund 100 m vor und den alten 100 m hinter sich. Dass dies beim Förster nicht so gut ankommt, verstehe ich, aber kein Grund den Hund zu erschießen.


Hunde zu Fuß ausführen
Wer seinen Hund zu Fuß ausführt, muss Ballspiele einbauen, um ihn müde zu bekommen. Auch nach einer für uns langen und beschwerlich erscheinenden Wanderung blickt ein gesunder Hund mit genügend langen Beinen seine Menschen an als wolle er fragen: "Und was spielen wir jetzt?"

Frei auf dem Gehweg

Sehr gut erzogene Hunde kann man unangeleint auf dem Bürgersteig laufen lassen. Seien Sie trotzdem äußerst wachsam. Gefahren lauern selbst auf dem Gehweg. Zum Beispiel da, wo eine Tiefgaragen-Aus- oder Einfahrt den Gehweg kreuzt.


"Platz !" für die Verkehrssicherheit

Der Hund muss sich durch "Platz!" an jeder Stelle aus jeder Situation heraus stoppen lassen, damit es nicht zu Unfällen kommt. Er muss selbst dann parieren, wenn er durch einen lauten Knall, beispielsweise ein kaputtes Ventil in einer nahegelegenen Fabrik oder plötzlichen Lärm von einer Baustelle erschreckt wird. Vielleicht geht eine überempfindliche Auto-Alarmanlage neben Ihnen an. Auch dann darf der Hund nicht in Panik geraten. Auf Provokationen durch andere Hunde auf der gleichen und auf der gegenüberliegenden Straßenseite darf er nicht eingehen. Zurück zum Anfang: Bevor Sie Ihren Hund auf dem Gehweg freilassen, stellen Sie sich bitte die Frage: Ist er sehr gut erzogen? Und Beantworten Sie sie sich selbst ganz ehrlich. Jahr für Jahr passieren die meisten Unfälle mit Hunden im Straßenverkehr. Der Ausgang ist für den Hund fast immer tödlich, mitunter kommen sogar Menschen zu Schaden und Sie tragen (immer!) die Schuld, selbst wenn Sie eine gute Hunde-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, die die Kosten übernimmt. Schützen Sie Ihren Hund und andere Verkehrsteilnehmer vor Unwägbarkeiten und bösen Zufällen, indem Sie ihn im Zweifelsfall doch lieber angeleint lassen!


Emmi hat auch noch nicht diese Erziehung, aber ist auf den besten Weg. In der Stadt lasse ich sie angeleint, in den meisten Städten ist Leinenzwang. Emmi hat auch noch große Angst, wo viel los ist, aber ich hoffe ich bekomme auch dies hin.

An der Leine laufen lassen

Wer meint, große Hunde zu Fuß abreagieren zu können, muss ein guter Jogger sein. Muss man beim Laufen noch eine Hundeleine in der Hand halten, kann das ganze sehr anstrengend werden. Umso wichtiger ist es dann, dass die Hunde an der Leine nicht im falschen Moment ziehen und zerren.





Natürliche Verhaltensweisen

Zwischen unseren natürlichen Verhaltensweisen und denen eines Hundes gibt es verblüffende Ähnlichkeiten. Sie sollten sich jedoch darauf gefasst machen, dass ein Hund auch Verhaltensweisen zeigt, die uns unangenehm sind. So sieht es z. B. immer süß aus, wenn ein Hund sich wälzt. Aber wissen Sie, worin er sich wälzt? Es muss nicht das Gras der grünen Wiese alleine sein - Sie werden es riechen! Auch die Bellfreudigkeit muss gelegentlich gebremst werden. Wer schnell genug reagiert und seinen Hund streng genug erzieht, braucht sich jedoch nicht vor solchen Situationen zu fürchten. Weitere Beispiele für hundetypische Vorlieben und Verhaltensweisen können Sie sich in den folgenden Kapiteln ansehen.

Natürliche Vorlieben und Abneigungen

Schneeflocken und Waldboden unterscheidet (leider!) die meisten Hunde bereits von ihren Besitzern. Hunde sind von Natur aus naturverbundene Jäger. Sie interessiert alles, was so kreucht und fleucht, von der Schnake bis zum Hirsch. Den Jagdtrieb unter Kontrolle zu behalten und auf sinnvolle Ersatzwege zu lenken, ist eine der großen Aufgaben, mit der man in der Hundeerziehung konfrontiert ist. Ein weiterer starker Trieb ist der Sexualtrieb, der bei einigen, meist unterbeschäftigten Hunden auffällt.

Zu den natürlichen Verhaltensweisen gehört auch, dass sich ein erwachsener Hund mit einigen gleichgeschlechtlichen Artgenossen der Nachbarschaft möglicherweise nicht mehr verträgt. Hier hilft in der Regel nur eines: Festhalten beim Vorbeiführen. Eine Rauferei würde möglicherweise Tierarztkosten oder gar bleibende Schäden nach sich ziehen, ist also unerwünscht. Dabei wäre eine Rauferei durchaus geeignet, die Streitigkeiten beizulegen. Ist erst einmal klar, wer stärker ist, ordnet sich das unterlegene Tier unter und die Streitereien entfallen demnächst. Da wir jedoch nicht unbedingt von instinktsicheren Hunden ausgehen können, die dem sich ergebenden Hund gegenüber eine Beißhemmung haben, und weil mir traurige Beispiele von Hunden in Erinnerung sind, die seit einem solchen Kampf z.B. ein Auge weniger haben, rate ich von solchen Kämpfen ab. Oft existieren die Feindseligkeiten auch nur, weil mindestens einer der Hunde an der Leine gehalten wird. Begegnen die Hunde sich unangeleint, passiert bei gut sozialisierten Hunden meistens nichts. Ob die angeleinten Hunde sich mit ihrem Frauchen oder Herrchen an der Leine besonders stark fühlen und sich deshalb mehr trauen oder ob sie sich durch die Leine in ihrer Freiheit so stark eingeengt sehen, dass sie meinen umso schärfer andere Hunde wegbellen oder -beißen zu müssen, will ich hier nicht ergründen. Tatsache ist, dass es einer sehr harten Bei-Fuß-Dressur bedarf, um einen Hund an einem verfeindeten Hund vorbeizulenken, ohne dass er an der Leine zieht.

Hunde zwischen Feldern und Wäldern

Rast auf einer längeren Wanderung. "Platz!" bis sie zum Spielen oder Graben in unserer unmittelbaren Nähe aufgefordert wird. Freies Herumstreunen kommt bei Jägern und Förstern nicht gut an. Viele Hunde wurden deshalb schon unweit ihrer Besitzer abgeschossen! Lassen Sie erst gar nicht darauf ankommen und meist bekommen diese Jäger oder Förster vor Gericht recht, denn wen hat man vor sich?
Auch bei den Politiker kann man da nicht hoffen, wen hat man vor sich?

Ich finde, dass solche Leute eine quälende Ader haben und wir Steuerzahler finanzieren das, die können von der Flinte bis zum Jägerhaus, alles absetzen. Toll nicht war?





Friedfertigkeit



Friedfertigkeit ist zum Teil angeboren und z. T. anerzogen. Einige für den Pit gezüchtete Kampfhunde haben durch ihre Zucht eine so geringe Reizschwelle, dass sie zumindest in Gegenwart gleichgeschlechtlicher Hunde nie frei laufen dürfen. Es soll Zuchten geben (oder gegeben haben), in denen regelmäßig die Mütter in den ersten Tagen nach einer Geburt vom Wurf entfernt werden müssen, weil sie sonst ihre Welpen zerbeißen würden. Mit solchen Hunden sollte gar nicht erst gezüchtet werden! Meinen Hunden habe ich von Anfang an jede Aggression verboten. Trotzdem gab es ausnahmsweise Kämpfe mit fremden Hunden sowie interne Rangordnungs-Streitereien, die ich allerdings auch immer gleich unterbunden habe. So hatten ich noch keine tierärztliche Hilfe wegen Beißereien nötig. Die Streitlust der Heranwachsenden ist verflogen. Das Wichtigste, um einen grundsätzlich friedlichen Umgang mit fremden Hunden und Menschen zu erreichen, ist die häufige Konfrontation mit fremden Hunden und Menschen in ungezwungener, freundlicher Umgebung. Dem Spielen mit fremden Hunden kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Hunde bringen sich dabei gegenseitig hundliches Sozialverhalten bei.

Rassetypische Wesensunterschiede

Das Spielen mit anderen Hunden ist besonders für Welpen und junge Hunde wichtig. Sie lernen im Spiel mit anderen Hunden hundetypische Verhaltensweisen kennen und bewegen sich hundgemäß. Spielphasen mit anderen Hunden dürfen unsere Spiele mit ihnen nicht ersetzen, schließlich möchten wir unsere Welpen auf uns prägen. Sie ergänzen sie aber sinnvoll. Bei ihren Jagdspielen könnten wir ohnehin nicht mithalten.
Raufspiele unter jungen Hunden zeigen, wer der Stärkste ist und legen so die Rangordnung fest. Solche Spiele verdeutlichen uns immer wieder Rasseunterschiede im Wesen der Tiere. Schäferhunde sind stärker und oft sehr dominant. Dies führte nun wiederum dazu, dass meine Hunde an Spielen mit diesen Hunden, aber auch an Spielen mit Vertretern anderer "harter" Rassen im Allgemeinen schnell den Spaß verloren.
Wenn Sie noch vor der Anschaffung eines Hundes stehen, rate ich Ihnen, sich umfassend über die Wesensmerkmale zu informieren, die für die einzelnen Rassen charakteristisch sind. Es gibt über 400 unterschiedliche Rassen, die Sie natürlich nicht alle kennen müssen. Vergleichen Sie aber zumindest die Eigenschaften, die der Rasse zugesprochen werden, die Sie sich ausgesucht haben, mit dem, was Sie von Ihrem Hund erwarten. Jede Rasse ist von ihren Freunden beschrieben worden und so muss man ein wenig raten, was an unangenehmen Nebenwirkungen dazukommen kann. Sehr "sensible" Hunde, wie Collies, können bei zu harter Erziehung leicht scheu oder ängstlich werden, "sehr mutige" Hunde brauchen dagegen eine stärkere Hand und strengere Erziehung. Darüberhinaus gibt es natürlich individuelle Unterschiede. So ist meine sanftmütige Tina in ihrem Wesen sehr viel Collie-Border-typischer, als die draufgängerische Emmi.
Darüberhinaus bitte ich Sie, ihre eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen. Sie müssen in schwierigen Situationen in der Lage sein, Ihren provozierten oder in Panik geratenen Hund an der Leine oder am Halsband festzuhalten. Schmächtige Kerlchen mit umso mächtigeren, aggressiven Rottweilern an der Hand wirken oft so, als sei die nächste Katastrophe nicht weit. Wenn die Tiere dann wenigstens gut erzogen wären!

Aggressivität

Manche Menschen setzen Hunde als Wachhunde ein. Bei manchen "Wachhunden" scheint es sich um die Öko-/Bio-Version einer Selbstschussanlage zu handeln. Die Besitzer erfreuen sich an ihrer Aggressivität, mit der sie ihr Grundstück verteidigen. Ein nach heutigen Maßstäben guter Wachhund sollte aber in erster Linie ein Meldehund sein. Mit aggressiven Hunden passieren zu leicht gefährliche Unfälle. Meistens trifft es die Falschen und so sind harmlose Passanten und spielende Kinder viel öfter Opfer gefährlicher Hunde als Einbrecher. Doch selbst Einbrechern darf ein Bürger unseres Staates nichts ernsthaftes antun - er gehört in die Hände der Justiz. So kann man sich mit einem sehr scharfen Hund zwar vor weniger skrupellosen Einbrechern schützen, aber auch eine Menge Ärger einhandeln. Gefährliche Einbrecher mit Schusswaffe machen vor einem Hund ohnehin nicht halt.
Leider ist der Hund immer noch eine Sache. Ich frage mich aber, warum wird man bestraft, wenn der Hund mein Eigentum schützt. Ich habe den Einbrecher nicht eingeladen.

So innig waren beide zueinander

Triebhaftigkeit

Eine Hündin wird ein- bis zweimal pro Jahr läufig. Nur in dieser Zeit kann sie gedeckt werden. Läufige Hündinnen erkennt man spätestens in der Woche der Steh-Läufigkeit am deutlich einladenden Verhalten Rüden gegenüber. Die Läufigkeit der Hündin dauert insgesamt etwa drei Wochen. In der ersten Woche beißt sie aufdringlich werdende Rüden noch weg, hat aber mehr oder weniger starken blutigen Ausfluss, dessen Geruch Rüden stark erregt. In der zweiten Woche ist sie dann weniger stark abgeneigt. Die während der Paarung unzertrennlichen Tiere muss man in Ruhe lassen, bis sie sich von selbst auseinanderbewegen, sonst besteht Verletzungsgefahr für die Hunde. Sind Welpen nicht willkommen, muss der Tierarzt sie möglichst bald nach dem unerwünschten Deckakt abspritzen. Eine gut behütete Hündin kann nicht weglaufen und keinen Besuch empfangen während sie heiß ist. Es ist sogar verboten, eine heiße Hündin von der Leine zu lassen.
Wer mit seiner Hündin nie Welpen aufziehen will, kann sie beim Tierarzt kastrieren lassen, d. h. die Eierstöcke entfernen lassen, damit sie nicht mehr heiß wird. Dann wird sie mit Sicherheit auch nicht scheinschwanger, was ebenfalls lästig ist und gesundheitliche Risiken birgt. Die Kastration von aus Gründen ihres Hormonhaushalts übermäßig triebhaften Rüden, die kein anderes Interesse haben, als auf andere Hunde oder was sich sonst anbietet hinaufzuspringen, wird auch immer öfter durchgeführt. Die Operation stellt zwar einen Eingriff in den Hormonhaushalt dar, ist aber bei solchen Tieren sinnvoll, denn die Hunde leiden unter ihren nicht erfüllten Wünschen. Allerdings muss man sich oft fragen, ob der Grund wirklich der Hormonhaushalt des Tieres war oder nicht vielmehr Unterbeschäftigung und Langeweile. Ob sie danach fett und faul werden, hängt dann von ihren Besitzern ab. Sparsam genug füttern ist noch wichtiger als bisher. Bei einem richtig ernährten Hund ist es immer möglich, mit einem Griff ins Fell über der Rippenpartie ohne aufzudrücken die einzelnen Rippen zu fühlen. Wird er dicker, reduzieren Sie seine Mahlzeiten. Soll ein Hund seine Hormone und sein Triebleben behalten, aber zeugungsunfähig werden, kann er sterilisiert werden. Bei diesem Eingriff behält das Tier die Keimdrüsen, also die Eierstöcke bzw. Hoden, deren Verbindung nach außen lediglich gekappt wird.
Es gibt Hundebesitzer, die ihren Hunden das Rammeln am Hosenbein erlauben. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, den Hund zu befriedigen. Er hat jedenfalls seinen Spaß. Die Hunde werden dieses Verhalten jedoch auch bei Besuch ausprobieren, was meist weniger gut ankommt. Außerdem verbindet sich mit diesem Verhalten oft ein Dominanzproblem, denn im Wolfsrudel ist Sex Chefsache und nur dem Alpharüden und der Alphawölfin gestattet. Werden Untergeordnete von ihren Alphas beim Rammeln erwischt, kostet sie das möglicherweise ihr Leben. Zumindest aber müssen sie ihr Rudel verlassen.
Meiner Beobachtung nach sind die übermäßig triebhaften Hunde einfach nur unterbeschäftigte, zu wenig belastete Hunde, die keinerlei Anregung zu sinnvoller Beschäftigung erfahren und sich deshalb mit ihrem Körper alleingelassen fühlen und auch so benehmen. Es sind dann nicht im Übermaß vorhandene Hormone, die das triebhafte Verhalten auslösen, sondern psychische Probleme des Hundes, die durch die Kastration nicht behoben werden!





Wasser

Das Verhalten von Hunden gegenüber Wasser ist sehr unterschiedlich. Schnee wird grundsätzlich begrüßt, Regen eher nicht und ein Duschbad oder gar ein Vollbad erst recht nicht. Sehr unterschiedlich ist das Verhalten gegenüber Pfützen und Gewässern.


Hunde im Regen

Während die meisten jungen Hunde von den ersten Schneeflocken spontan begeistert sind, stört es manche, von oben durch Regen nass zu werden.

Waten und Trinken

Im Sommer lieben es auch Hunde, die sonst eher wasserscheu sind, in Bächen und seichten Gewässern herumzuwaten und aus ihnen zu trinken. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund dafür nur saubere, höchstens geringfügig belastete Gewässer benutzt! Eine Magendarminfektion mit schlimmem Durchfall könnte sonst die Folge sein.


Apportieren aus dem Meer

Das Apportieren von Gegenständen aus dem Wasser oder sogar aus salzigem, bewegten Wasser, dem Meer, ist für manche Hunde ein Problem. Collies sind meist keine "Wasserhunde" wie Retriever, Neufundländer und die meisten Jagdhunde, die von selbst ins Wasser stürmen und automatisch schwimmen lernen. Vielmehr muss man sie behutsam aber bestimmt an das Wasser und das Schwimmen gewöhnen. Jeder Hund kann Schwimmen, er braucht im Wasser ja nur zu laufen, doch nicht jeder Hund weiß das. Erst wenn der Hund die Erfahrung gemacht hat, dass das Verlieren des Bodens unter den Pfoten für ihn kein Problem ist, kann er auf der Oberfläche schwimmende Gegenstände aus dem Wasser apportieren.


Leistung

Was ein erwachsener Hund leisten kann, hängt davon ab, wie gut er trainiert ist und wieviel Spaß ihm die Aufgabe macht. Zu Höchstleistungen wird man einen Hund nur dann motivieren können, wenn er liebt, was verlangt wird. Er muss seine "Arbeit" als Spiel auffassen und sich auf eine Belohnung freuen. Das Einhalten der Spielregeln gehört dazu. Sie müssen dem Hund Schritt für Schritt vorsichtig erklärt worden sein und dürfen dem Hund das Spiel nicht verleiden. Der gemeinsame Spaß muss im Vordergrund stehen. Aus Angst ("Pflichtbewusstsein") resultieren nie Höchstleistungen. Sind die Abläufe mit zu harten Strafen erzwungen worde, zeigt der Hund nie unbefangen, was in ihm steckt.


Apportieren

Die beste Voraussetzung zum Apportierenlernen ist gegeben, wenn der zu apportierende Gegenstand bereits ein Lieblingsspielzeug des Hundes ist. Das Kommando "Komm!" muss er bereits verstehen. Auch "Stopp!", "Sitz!" oder "Platz!" und "Aus!" müssen spätestens jetzt trainiert werden. Sonst wird der Hund mit seiner Beute im Fang ein Jagdspiel mit Ihnen beginnen, bei dem Sie keine Chance haben. Das beste ist es, wenn man das Apportieren aus dem Jagdtrieb des Hundes heraus entwickeln kann. Der Hund fängt das Bringsel und lässt es nicht mehr los, wenn er zu Ihnen gerufen wird.

Bringsel

"Apportieren" heißt nichts anderes als "herbeibringen". Gemeint ist das Bringen weggeworfener oder versteckter Gegenstände (Bringsel) auf das Kommando "Bring!" Apportiert werden kann alles, was der Hund tragen kann, ohne ihn zu überfordern oder zu verletzen. Es gibt Apportier-Hölzer im Fachhandel zu kaufen. Wir kamen immer mit selbstgemachten oder gefundenen Spielsachen aus. So ist ein Stück Holz, das nicht splittert ebenso geeignet wie ein Stück Leder oder ein ausrangierter Schuh. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht Steine apportiert, da er sich an solchem Spielzeug die Zähne ruiniert. Auch lehmige und sandige Tennisbälle schleifen die Zähne nach und nach ab.
Vorübergehend kann man bei fortgeschrittenen Apportier-Hunden einen auf Pappe gebundenen ausgedienten Schlüssel, später nur den Schlüssel mit Wollfaden, schließlich den Schlüssel auch ohne Wollfaden, um das Apportieren zu perfektionieren.

Einerseits lernt der Hund so, einen immer kleineren Gegenstand wiederzufinden und zu bringen, anderseits kostet ihn das fremde Material einige Überwindung. Gerade bummelig apportierende Hunde rennen viel schneller zum vermuteten Landeplatz des weggeworfenen Schlüssels, wenn sie einmal lange nach dem kleinen Ding zu suchen hatten, für das es die Belohnung gibt. Hunde, die bisher mit den Augen suchten, werden so gezwungen, beim Suchen den Geruchssinn einzusetzen.

Bellen auf Befehl

Wird in der Wohnung schon lange nicht mehr gebellt, dürfen Sie draußen mit dem Kommando "Gib Laut!", begleitet von Streicheleinheiten, das Bellen (nicht etwa das Anbellen von Menschen oder Hunden!) fördern und, wenn der Hund den Zusammenhang verstanden hat, später befehlen. Um das Bellen auf Befehl anzutrainieren, reicht es i.d.R., das Lieblingsspielzeug zu zeigen und den Hund damit ein wenig aufzuziehen und dabei "Gib Laut!" oder "Laut!" wiederholt zu sagen. Er wird es haben wollen und irgendwann ungeduldig zu bellen beginnen. Sofort kommt ein "Ja!" und eine Toberunde mit dem Spielzeug . Die Bestätigung kann immer weiter hinausgezögert werden, so dass der Hund schließlich nach "Gib Laut!" anhaltend bellt. Das Spielzeug wird dabei bald überflüssig. "Ruh!" sollte das Lautgeben sofort beenden können. Bellt der Hund zunächst trotzdem weiter, hält man ihm zu "Ruh!" die Schnauze zu. Bei manchen Hunden genügt es bereits, ein Mitbellen zu provozieren, indem man "Gib Laut!" bellend und laut ausspricht. Bellt der Hund mit, wird er belohnt.
Das Bellen auf Kommando kann nützlich sein, wenn Sie Ihrem Hund z. B. das Verbellen von irgendetwas beibringen möchten oder wenn Sie sich auf einem einsamen Waldweg einen Knöchel gebrochen oder einen anderen Schaden zugezogen haben, so dass Sie Hilfe brauchen. Einen Förster oder Jäger, der im Wald nach dem Rechten sieht, wird das Gebell auf jeden Fall anlocken. Man hört es weiter als eine menschliche Stimme. Das Bellen auf Befehl ist eine wichtige Voraussetzung für die Rettungshundeausbildung. Um den Hund wieder zu stoppen, verwenden Sie "Ruh!", wie Sie es sonst auch verwenden, um den Hund leise zu bekommen.

Löcher nach Bedarf buddeln

Das Graben ist meist ebenso unerwünscht wie das Bellen. Sie müssen Ihrem Hund das Graben in Blumentöpfen, Vorgärten und Blumenbeeten, auf Äckern, auf unbefestigten Wegen und auf öffentlichen Rasenflächen verbieten ("Nein!", "Aus!" oder "Schluss!"). Hunde graben aber gerne und kräftig. Wo sich die Gelegenheit bietet, wo es niemanden stört, z. B. hinten im eigenen Garten oder im Straßengraben, sollten Sie es gestatten oder sogar eine Aufgabe daraus machen.
Treiben Sie dazu den Welpen oder Junghund durch den Befehl "Grabe!" an, wenn er ohnehin gerade gräbt. Helfen Sie ihm beim graben. Haben Sie dies einige Male an verschiedenen Tagen getan, zeigen Sie dem Hund eine Stelle, an der Sie ein Loch im Boden wünschen, und befehlen "grabe!". Versteht der Hund Sie noch nicht, beginnen Sie zu graben. Er wird sich schnell für Ihre Tätigkeit interessieren und Sie ablösen. Gräbt er kräftig und konzentriert, loben und belohnen Sie ihn. Wenn er möchte, darf er danach weiter buddeln. Das Graben ist ein gutes Training für die Muskulatur der Vorderläufe und kürzt deren Krallen. Sie können ihn so an Ort und Stelle abreagieren. Das Graben kann in Verbindung mit dem Suchen oder beim Kriechen durch Lücken unter Zäunen sinnvoll sein.


Das Kommando "Grabe!" kann in Verbindung mit "Kriech!" den geübten, ausdauernd grabenden Hund aus einer misslichen Lage befreien helfen.

Kriech-Gymnastik

Kriechen ist eine Übung, die voraussetzt, dass der Hund "Platz!" sicher versteht. Ich verwende den Befehl "Kriech!" bei meinen Hunden als Gymnastik-Übung. So richtig benötigt wird sie nur bei jagdlich geführten Hunden. Da ich nicht jage, bin ich auch nicht streng mit diesem Befehl. Der Platz-haltende Hund wird mit "Komm!" voran gelockt, ohne "Auf, auf!" gesagt zu bekommen. Will der Hund aufstehen, sagt man leise "Platz" und er liegt wieder still. So kommt man auch unter Zäunen durch. Für meine Hunde ist das Kriechen ein lustiges Spiel geworden. Nützlich ist es, wenn man einen Hund unter einem sehr hohen Zaun durchfädeln möchte. Hilfreich oder sogar notwendig ist dann zusätzlich das Kommando "Grabe!", damit der Hund durch die Lücke unter dem Zaun passt bzw. die Lücke auf eine für den Hund passende Größe erweitert werden kann. Üben Sie dies aber nur am eigenen Zaun oder Tor, Sie riskieren sonst Ärger wegen der Sachbeschädigung! Haben Sie keinen anderen Zaun zur Verfügung, als den, der den Hund im Garten halten soll, verzichten Sie besser auf die Übung. Überlegen Sie statt dessen besser, welche Stelle im Zaun für eine solche Übung in Frage käme, um den Zaun sicherer zu machen! Früher oder später kann der Hund nämlich von selbst auf diese Idee kommen und sich so befreien. Hin und zurück! Nach dieser Übung sollten Sie auch "Platz!" noch einmal üben. Stellen Sie unmissverständlich klar, dass hierbei, so wie immer, jede Vorwärtsbewegung verboten ist. Sonst kann es passieren, dass Ihr Hund statt Platz zu halten immer meint, durch die Gegend robben zu dürfen.

Springen

Hunde mit gesunden Gelenken dürfen Hindernisse überspringen. Um ihnen den Befehl "Hopp!" klar zu machen, springt man zum Kommando gemeinsam mit dem Welpen über kleine Hindernisse wie niedrige Zäune oder kleine Gräben. Einen Hund, der bereits apportiert, kann man dann über ein solches unumgängliches Hindernis apportieren lassen, wobei man immer mit "Hopp!" den Sprung ankündigt und kommentiert. Natürlich wird jeder Sprung gelobt und belohnt. Später leitet man eine Spielphase ein, indem man den Hund wenige Meter vor ein (nicht zu hohes) Hindernis führt und "Hopp!" befiehlt. Springt er, wird er gelobt und danach gespielt. Andernfalls laufen Sie gemeinsam mit ihm auf das Hindernis zu und wiederholen den Befehl. Springt er immernoch nicht, müssen Sie noch einmal mitspringen.

"Hopp!" nach Maß

Meine Emmi habe ich einmal in einem Vorgarten mit einem immerhin 90 cm hohen geschlossenen Törchen abgestellt. Dann habe ich "Hopp!" gesagt, aber sie blieb stehen. Sie war wohl der Meinung, sie könne nicht über den Zaun springen. Also rief ich "Hopp!" und "Komm!" und ging. Mit Emmi versuche ich dies immer noch um über den Zaun mir zufolgen, sie wird es irgendwann gelernt haben. Statt zu springen versucht sie natürlich darum zu gehen. Die Hunde sollten über ein Jahr alt sein, bevor man mit ihnen systematisch an hohen Hindernissen übt.
Andererseits darf ein langbeiniger Hund nie alleine in einem Garten gelassen werden, dessen Zaun weniger als 2 Meter hoch, unabgeschlossen oder leicht zu untergraben ist. Auch ein Hund, mit dem man nicht das Springen und Graben übt, kann springen und graben. Selbst wenn er es bisher noch nicht getan hat - irgendwann ist vielleicht das erste Mal! Ein Hund, der sich langweilt, kommt auf neue Ideen. Gärten sind für Hunde immer schnell langweilig. Ausgebüchste Hunde haben schon oft tödliche Unfälle verursacht! Um den Hund dazu zu bringen, das eigene Grundstück mit Sicherheit nicht zu verlassen, obwohl er körperlich dazu in der Lage ist, muss man sehr hart vorgehen. Es geht eigentlich nicht, ohne dem Hund eine Falle zu stellen. Er meint, er ist unbeobachtet und möchte das Grundstück verlassen. Doch in dem Moment, in dem er das Grundstück verlässt, zieht ihm ein versteckter Helfer kräftig eins über. Dies erfordert viel Geduld und einen nervenstarken Hund. 100 % sicher sind Sie hinterher immer noch nicht. Da sich Ihr Hund zudem im Garten alleine nie genug bewegt, würde ich raten, auf diese harte Erziehung zu verzichten ihn statt dessen für die unbeobachtete Zeit ruhig in der Wohnung zu lassen. Dort wird er auch nicht gestohlen. Sie denken vielleicht, Ihr Hund ist groß und stark und kann gar nicht gestohlen werden, aber das kann ein Irrtum sein! In unserer Nachbarschaft sind solche Fälle schon vorgekommen. Deshalb lasse ich meine Hunde, obwohl sie freiwillig nicht mit Fremden mitgehen, auch nur noch sehr selten vor Supermärkten alleine. Man sieht dort auch kaum noch Hunde.



Herunterspringen

Neben dem Überspringen von Gräben und Zäunen kann auch das Herunterspringen aus 1,5 bis 2 Meter Höhe eine Mutprobe sein.
Da die Belastung der Gelenke beim Landen jedoch sehr hoch ist, sollte der Hund über ein Jahr alt und mit gesunden Gelenken ausgestattet sein.
Der Untergrund muss unbedingt weich sein.
Meine Hunde hatten noch nie Probleme nach solchen Sprüngen.
Das mag jedoch daran liegen, dass sie insgesamt sportlich gehalten werden. Nicht jeder Hund ist für solche Sprünge geeignet. Übergewichtige darf man auf keinen Fall solchen Belastungen aussetzen.


Such-Aufgaben

Das Suchen auf Fährten allein nach dem Geruchsinn gehört zu den fastzinierendsten Fähigkeiten eines Hundes. Genau hier kann er entschieden mehr als wir! Schon deshalb habe ich meine Hunde von klein auf Suchspiele machen lassen. Ein ordentlicher Geruchsinn kann ausgebildet werden oder verkümmern. An einem fähigen Hund habe ich mehr Freude, als an einem unfähigen. Mit einem fähigen Hund kann ich mich jederzeit einem Verein anschließen ohne mich zu blamieren.
Geübt wird mit dem kleinen Welpen, sobald er in seinem zweiten zu Hause heimisch ist, zunächst im Wohnzimmer mit einer kurzen Trockenfutterabrieb-Spur, die unter einen Schrank oder unter ein Bett führt. Der hungige Welpe, der das erste Mal sogar Platz-haltend oder angebunden zusehen darf, wie die Fährte gelegt wird, wird mit einem "Such!" befreit und holt sich das Futter. Er wird gelobt und darf ein Weilchen spielen.
Das nächste Mal wird er in der Küche eingesperrt bis die Fährte im Schlafzimmer fertig ist. Am Start niedergesetzt, folgt der Welpe nun, begleitet von "Such!"-Rufen, der duftenden Spur. Angekommen belohnt er sich selbst, indem er seinen Fund frisst. Er wird wieder gelobt und darf spielen. Haben Sie ihn so einige Tage an den Begriff "Such!" gewöhnt, können Sie das Spiel draußen fortsetzen. Dort ziehen Sie die Spur, indem Sie eine Futter-Leine hinter sich herziehen. Am Ende bleibt ein Futterbröckchen zurück. Die Wege werden immer länger, das Futter auch mal mit Laub oder Grashalmen bedeckt, in für den Welpen noch greifbarer Höhe in einem Busch aufgehängt und später regelrecht versteckt.
Der nächste Schritt besteht darin, dass Sie die Futterleine aus dem Programm nehmen. Der Welpe findet Ihre Spur auf möglichst naturbelassenem Boden auch ohne den Futtergeruch. Er weiß ja bereits, dass da, wo Sie waren, Futter für ihn bereitliegt. Beginnen Sie wieder mit einer kurzen Spur, die nur einige Meter lang ist. Gehen Sie immer Rundwege, so dass der Hund der Fährte in der richtigen Richtung folgt. Das ist wichtig, damit er Sie nicht eines Tages in die entgegengesetzte Richtung, vom Suchziel weg führt!
Die nächste Änderung im Suchprogramm erfolgt, sobald er das Apportieren geworfener Spielsachen gelernt hat. Spielen Sie das Apportierspiel jetzt mit verstecktem Spielzeug. Er muss es auf Ihrer Fährte finden, der er nach "Such!" begeistert folgen wird. Beobachten Sie, wann er sein Spielzeug entdeckt und rufen Sie "bring!". Dieses Spiel wird jetzt eine ganze Weile perfektioniert. Sie vergraben das Spielzeug immer tiefer und hängen es immer höher in Büschen und Bäumen auf, so dass er hinaufspringen muss, um es zu bekommen (die Spur muss den Baumstamm hinaufführen).
Wenn aus dem Welpen ein Junghund geworden ist, wechseln Sie die Gegenstände immer häufiger aus. Dabei darf das neue Ding auch mal aus Plastik oder dem Hund noch unangenehmeren Metall sein, mal sehr groß (z. B. ein hölzerner Zaunpfahl), so dass er es kaum tragen kann, und mal sehr klein, wie ein Schlüssel oder eine Münze. Während Sie mit dem Hund anfangs noch Apportieren durch Wegwerfen spielen, bevor Sie es verstecken, können Sie bald ein unbekanntes Spielzeug an einem dem Hund aus einer vergangenen Übung bekannten Versteck deponieren, ohne dass er es vorher gesehen hat. Der Geruch Ihrer Hände muss Kriterium genug sein. Halten Sie es dafür eine Weile in der Hand fest, bevor Sie es im Versteck zurücklassen. Verstecken Sie dann auch neue Spielsachen in neuen Verstecken. Eine besondere Freude für den Hund ist auch das Versteckspiel mit Freunden und Familienmitgliedern, die zur Belohnung ausgelassen mit ihm spielen.


Hundeerziehung und Verhaltenstherapie



In Einzelstunden

Für viele Menschen ist das Zusammenleben mit ihrem Hund nicht immer so harmonisch, wie sie sich das ursprünglich einmal erträumt haben. Wir alle wünschen uns einen Hund, der unser Freund ist und der freudig immer das tut, was wir von ihm erwarten – zumindest meistens. Nein, keinen Kommissar Rex, so was gibt es nicht, aber einen gut erzogenen, zuverlässigen Hund hätten wir schon gerne. Es hat so viele Vorteile, einen gut erzogenen Hund zu haben: an einem gut erzogenen Hund hat man Freude, man muss sich nur selten über ihn ärgern. einem gut erzogenen Hund kann man viel mehr Bewegungsfreiheit geben. Er darf ohne Leine laufen, kann sich besser austoben und man hat dadurch das beruhigende Gefühl einer artgerechten Hundehaltung. einen gut erzogenen Hund kann man fast überall hin mitnehmen. Er hat deshalb viel mehr vom Leben als ein Hund, der ständig zu Hause bleiben muss, weil er sich nicht zu benehmen weiß (und der deswegen Herrchen und Frauchen nervt). einen gut erzogenen Hund mögen auch die Nachbarn und die Freunde. man muss die Hundehaftpflichtversicherung nur selten oder gar nicht in Anspruch nehmen. ein gut erzogener Hund ist glücklicher als ein schlecht erzogener, weil er seinen Rangplatz in der Familie kennt und seine Position nicht ständig neu ausfechten muss. Die Wirklichkeit sieht leider oft anders aus, denn es ist nicht immer einfach, aus einem Hund einen guten Hund zu machen. Kleine Fehler seitens der Menschen können Abweichungen vom gewünschten Verhalten zur Folge haben, die schwer korrigierbar erscheinen. Kein Wunder! Die wenigsten Menschen haben Hunde-Erziehung studiert. Ein Bäcker kann normalerweise auch keine Starkstromleitung bauen. Genieren Sie sich nicht, sich helfen zu lassen! Was muß ein Hund unbedingt lernen? Viel mehr, als ich hier aufführen kann, aber insbesondere: Menschen dürfen nicht angebellt, angesprungen, abgeschleckt oder gar gebissen werden. Das gilt auch und gerade gegenüber Kindern, Behinderten und älteren Menschen. Spielende Kinder, Jogger, Radfahrer, Autos, Wild, Vieh, Pferde, Katzen oder fremde Hunde dürfen nicht gejagt werden. Ihr Hund darf sie zur Kenntnis nehmen, hat sie aber ansonsten zu ignorieren – nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn ein Hund z.B. einen Reiter hetzt, der dadurch sein Pferd nicht mehr halten kann. Ihr Hund sollte, solange er nicht angegriffen wird, nicht mit Artgenossen raufen. Ihr Hund soll auf Zuruf unverzüglich zu Ihnen kommen, egal wie interessant die Umgebung gerade ist. Er muß, wenn Sie ihn abgelegt haben, dort liegenbleiben, bis sie ihm erlauben, wieder aufzustehen. Ihr Hund soll ohne Ihre Erlaubnis im Freien kein Futter aufnehmen. Ihr Hund soll nicht an der Leine zerren.

Das Wedeln - Freude oder Provokation ?

Kinder lernen: Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, freut sich. Folglich seien Hunde mit langer, gerader oder wenig gebogener Rute leichter zu verstehen, als solche mit kupierter oder durch die Zucht reduzierter Rute. Leider werden die Wedelnden oft falsch verstanden. Denn das Wedeln drückt wahrhaftig nicht immer Freude aus.
Im Gegensatz dazu drückt ein Hund, der mit der Spitze der eingezogenen Rute wedelt, Angst aus. Da es immernoch Hunde gibt, die aus Angst beißen, ist auch hier Vorsicht geboten. Es kommt immer darauf an, wie der Hund wedelt und möglicherweise er bellt. Ein Hund muß auch nicht ausgiebig knurren, bevor er beißt. Manche Hunde knurren nur einen winzigen Moment, bevor sie zupacken, andere überhaupt nicht. Grundsätzlich ist es am sichersten, erst mit dem Besitzer über einen Hund zu reden und den Hund dabei genau zu beobachten, bevor man ihn anfaßt. Rät ein Besitzer ab, sollte man sich dem Hund nicht weiter nähern. Coole Hunde, die sich von jedem streicheln lassen, bellen nicht und wedeln höchstens mit leicht gesenkter Rute.
Eine erhöht getragene, hin und her geschwenkte Rute kann dagegen eine Provokation bedeuten. Unter Rüden kommt es danach mitunter zur Rauferei. Auch ein Hund, der sein Revier verteidigen will und einen Eindringling anvisiert, kann wedeln, bevor er aggressiv wird. Geht ein fremder Mensch auf einen Hund zu, der ihn wedelnd anbellt, um ihn zu streicheln, kann sich auch der Lehrsatz "bellende Hunde beißen nicht" als falsch erweisen. Ist der herankommende ein Rüde und wagt es dieser Rüde, den Hund anzuknurren, kommt es mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Angriff durch den Hund.



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