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Weihnachten 2005
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Weihnachten 2005



Traurige Weihnachten

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit, emsiges Treiben in der Stadt. Ein Geschiebe und Gedränge, als gäbe es jedes Geschenk nur einmal zu kaufen. Kaum ein Blick für den Musiker, der mit steif gefrorenen Fingern versucht, seiner Geige das Lied vom immer grünen Tannenbaum zu entlocken. Nur die Nase atmet in der eisigen Luft den Duft von Lebkuchen und Bratwürsten.
Oma Schulz braucht noch ein Geschenk für ihren Enkel. Sie bindet ihrem schon recht alten Hund die Leine um, denn allein mag er nicht bleiben und fährt mit ihm im überfüllten Bus in die Innenstadt.
"Wäre ich doch nur zu hause geblieben" stöhnt sie, als sie die Menschenmassen sieht. Der Hund hat natürlich die Bratwurst auch gerochen, aber typisch, dafür hat sein Frauchen keine Nase. Sie boxt sich regelrecht durch die Massen, der kleine Kerl weiß gar nicht, wie er die vielen Beine umlaufen soll. Sein Herz rast schon heftig, man ist nicht mehr der jüngste. Endlich haben beide ihr Ziel erreicht und wie ein Wunder hat sogar ein Verkäufer im überfüllten Laden Zeit für sie. "Da haben sie Glück," meint der junge Mann, "dies war der letzte Kopfhörer", er streichelt lächelnd den Hund, "bitte bezahlen sie an der Kasse, frohe Feiertage". "So ein netter Mensch", denkt Oma Schulz, "komm mein Kleiner, wir haben es bald geschafft". An der langen Schlange vor der Kasse geht es nur langsam voran, aber endlich kann man das muffig warme Klima des Ladens verlassen und draußen tüchtig durchatmen. Schnell, jetzt versuchen wir noch einen Platz im Bus zu ergattern.
"Komm, nicht so langsam", ruft Oma Schulz ihrem Hund zu, da merkt sie entsetzt, dass es für ihn wohl zuviel Stress war. Er liegt friedlich auf der Seite, sein schwaches Herz hat aufgehört zu schlagen. Völlig verzweifelt ruft sie unter Tränen um Hilfe, doch die Menschen hasten achtlos an ihr vorbei. So nimmt sie langsam ihren kleinen Hund auf den Arm, während der Bus gerade an der Haltestelle eintrifft. "So kann ich sie nicht mitnehmen, das Befördern von toten Tieren ist mir nicht gestattet", brummelt unfreundlich der Busfahrer. Selbst der Protest der anderen Fahrgäste kann ihn nicht umstimmen. Die Bustür schließt sich mit einem Zischen und in der Spiegelung der vorbeirauschenden Fenster sieht man die Umrisse der entsetzten Frau. "Was mache ich nur?"
Da fällt Oma Schulz der nette Verkäufer ein und eilt zurück in den Laden. Tatsächlich entdeckt sie ihn gleich im Gewühl. "Nanu, haben sie etwas vergessen?" meint er gleich freundlich und erschrickt doch sehr, als er von ihrem Missgeschick hört. "Passen sie auf gute Frau, ich hole ihnen einen leeren Radiokarton, darin legen wir ihren Hund und sie haben mit dem Busfahrer keine Probleme mehr". Oma Schulz nickt nur, sie erlebt alles nur wie in Trance. Gesagt getan, den Hund gut verpackt im Radiokarton verlässt sie erneut das Geschäft und stellt sich an die Bushaltestelle. Die Welt ist auch in der Großstadt klein und so trifft sie ihre Nachbarin. "Stellen sie sich vor was mir passiert ist". Man ist zu Recht empört und vergisst für einen Moment das turbulente Treiben um sich herum.
"Da kommt unser Bus" Oma Schulz will den Radiokarton hochnehmen, greift ins Leere und bekommt den nächsten Schreck. Sie sieht gerade noch, wie ein junger Mann mit ihm eilig im Gewühl verschwindet. "Das darf doch nicht wahr sein". Wer würde nicht gerne das entsetzte Gesicht des Gauners sehen, wenn er den Karton öffnet. Vielleicht war es ja ein heilsamer Schock für ihn. Das ist natürlich kein Trost für Oma Schulz, die ohne ihren kleinen Hund einsame und traurige Weihnachtstage erleben wird.
Ach, ich vermisse euch immer noch so sehr.


Ihr seid immer bei mir.

Hundespaziergang zu Weihnachten

Ein kleiner Hund aus gutem Haus,
der riss an Weihnachten einst aus.
Einen Spaziergang fand er labend,
besonders grad am Heil'gen Abend,
wenn alle Menschen sind in Eile
und Hunde haben Langeweile.
Zunächst lief er durch seinen Garten
und wollte auf das Frauchen warten.
Das kam nicht heim - so lief er fort.
Trollt sich gemächlich durch den Ort,
verbellt ein bißchen Prinz und Rexi,
besucht dann freundlich Nachbars Hexi.
Kurz: Er genießt nach Hundeweise
'ne munt're kleine Weihnachtsreise.
Vergnügt strolcht er auch übern Markt,
wo sonst sein Frauchen öfters parkt.
Doch als er nun nach Hause wollte,
wusst' er nicht mehr, wohin er sollte.
Dem kleinen Hund wird bang zumute.
Er senkt die Ohren, klemmt die Rute
tief zwischen seine Beine ein.
Wie gern würd' er zu Hause sein
in seinem warmen Hundebett.
Die Menschen hier sind gar nicht nett!
Schon naht von fern ein Polizist.
"Der wird mich fangen, so ein Mist!"
Das kleine Hundchen rennt und rennt,
bis es nicht Weg und Steg mehr kennt.
Längst ist es aus der Stadt hinaus -
vorbei am allerletzten Haus.
Da plötzlich hört der kleine Schlingel
den Klang von Hufen und Geklingel.
Und sieht im Lichtglanz einen Schlitten,
der kommt wie aus des Himmels mitten
und wie aus einem großen Tor
klingt Lachen und Musik hervor.
"Freut euch, ihr Menschen auf der Erden,
euch soll das Fest der Weihnacht werden
mit Glück und Freude und Geschenken
will euch das Christkind jetzt bedenken!"
"Wer denkt in dieser frohen Stunde
an arme, heimatlose Hunde?"
So bellt und jault das Hündchen kläglich.
"Ein kleiner Hund? Ja, ist das möglich?"
Schon naht sich ihm mit schnellen Schritten
das Christkind selbst vom gold'nen Schlitten
und nimmt ihn freundlich auf den Arm.
"Nun hast du's hier erst einmal warm.
Ich bring dich in den Hundehimmel,
du glaubst gar nicht, welch ein Gewimmel
von netten Hunden wird dort warten
im wunderschönen Himmelsgarten."
Das Hündchen läßt sich gerne tragen,
doch fragt's: "Was wird mein Frauchen sagen?"
Es jault auf einmal ganz erschreckt:
"Wenn es jetzt, daß ich weg, entdeckt?
es denkt doch gleich, ich bin gestorben.
Und dann ist ihm das Fest verdorben.
Im Himmel wär' es sicher schön,
doch Christkind, das mußt du verstehn,
mein Frauchen, das mich zärtlich liebt,
wär' sicher allzusehr betrübt."
Das Christkind lächelt und es nickt.
"Du weiß, was sich für Hunde schickt.
Des Hundes Liebe ist die Treue.
Drum bringe ich dich jetzt aufs Neue
zu deinen Menschen schnell nach Haus.
Und dann reisst du nie wieder aus."
Der Schlitten fliegt mit Schellenklang
den Waldweg und die Straß' entlang.
Dem Hündchen ist es wie ein Traum.
Schon sitzt es unterm Weihnachtsbaum.
"Da ist ja unser Strolchi wieder",
ruft Frauchen, und die Weihnachtslieder,
die klingen fröhlich jetzt und heiter,
das Christkind, das fährt leise weiter....


Weihnachtsengel



Weihnachts-Gedanken




Abend vor dem 4. Advent
Die letzte Kerze ist schon abgebrannt.
Stumm steht der Rauschgoldengel auf dem Schrank.
Erbebten nicht des Engels Flügel
dort im Kerzenschein ? Irr’ ich mich – oder
schaut er zu mir rüber unverwandt ?
Gerade ist verebbt der Orgelklang
es war von Händel ein Konzert.
Bebt nicht der Raum noch nach
vom letzten Orgelpfeifenton ?
Was ist’s, was in der Stille
da noch tönt so bang ?
Ich nehm’ den Stift und
schreib dies alles nieder.
Warum ? Ich weiß es nicht,
es hat mich verzaubert.
Vergangen ist die Stunde
des Entrückseins –
Gegenwart du hast mich wieder.

*****************************



Weihnachten verpackt


Da stehst du nun, mein Baum, so nackt und bloß.
Warst gestern noch geschmückt mit Kerzen,
mit Strohstern, Engeln, bunten Kugeln auch
erleuchtetest mit deinem Glanz die Herzen.

Ein einz'ger Stern thront einsam an der Spitze
ein letztes Stückchen Weihnacht nur für kurze Zeit.
Auch dieser Glitzerschmuck ruht bald in einer Schachtel,
Das nächste Weihnchtsfest ist ja noch weit.

Ein letztes Mal laß' ich die Spieluhr spielen
sie klimpert leis' ihr "Stille Nacht"
und auf dem Tisch, schon halb verpackt in Watte
Maria über's Christkind wacht.

Wo sind sie hin, die heiligen Gedanken,
der fromme Wunsch für Friede auf der Erden.
Werden auch sie so säuberlich verpackt,
um im Dezember wieder vorgeholt zu werden ?

Lass es nicht zu !


Weihnachtszeit


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