Mama, ich liebe Dich



Mama, ich wollte Dir sagen:

Ich bin so glücklich Dich zu haben.

Auch wenn Du nicht hier bist bei mir,

so weiß ich doch, ich gehöre zu Dir.

Mama, ich weine genauso so oft wie du

und finde oft nächtelang keine Ruh.

Jeden Tag schau ich runter zu Dir

und merke, dass du es gleich tust mir.

Mama und wenn unsere Blicke sich treffen, dann

Bin ich der glücklichste Engel, den man sich vorstellen kann.

Ich wäre bei Dir so gern, doch ich kann

Dir nachts nur winken von meinem Stern.

Mama, ich sehne mich auch oft nach Dir,

doch ich weiß auch, dass wir uns irgendwann wiedersehen hier.

Und solange möchte ich, dass du glücklich bist

und Dir die Tränen aus dem Gesicht weg wischt.

Irgendwann kannst du mich dann

Schließen in Deine Arme,

ich lege dann meine Flügel um Dich

und flüstere Dir leise:

„Mama, ich liebe Dich!“




Mama,

du kannst mich nur nicht mehr sehen, nicht mehr berühren.

Aber ich werde immer da sein, egal wo du bist.

Mama,

ich werde der Wind sein, der zärtlich durch dein Haar streicht,

der Regen, der sanft deine Haut berührt,

der Regenbogen am Horizont,

der dir die schönste Farben schenkt,

die Sonne, die dich wärmt und mit dir lacht,

der Duft von Sommer, den du einatmest.

Die Erde auf der du gehst,

Die Nacht, in der ich für dich, die Sterne erstrahlen lasse.

Der Tag, der dir tausend Überraschungen bringt,

Die Hoffnung, die dich trägt, wenn du traurig bist,

Dies Gefühl was in dir ist, wenn du glücklich bist.

Mama,

du kannst mit mir reden ich werde dir immer zuhören,

oder einfach weinen,

dann nehme ich dich in meinen Armen und du wirst mich fühlen.

Ich werde über deinen Schlaf wachen und dir wundervolle Träume schenken.

Mama,

du brauchst keine Angst zu haben, wenn du daran glaubst,

bist du niemals alleine,

weil ich immer da sein werde, wenn du an mich denkst,

so wie ich an dich denke.

„Mama, ich liebe dich.“




Sternenpapa

Einmal da wurde ich gefragt,
von einem Freund, fast schon verzagt:
„Wie ist`s ein Sternenpapa zu sein?
Wie linderst du nur Deine Pein?“
Meine Antwort hat auf sich warten lassen,
die Gefühle sind so schwer zu fassen.
Es ist nicht leicht, Sternenpapa zu sein,
Dir fehlt ein Kindchen, winzig klein,
hast dich gefreut, mit ganzem Herz,
was dir jetzt bleibt ist nur der Schmerz.
Doch den will niemand richtig sehen,
ein jeder sagt: „Es wird schon gehen!“
Du findest nicht sehr viel Verständnis,
kaum einer hat ja die Erkenntnis,
dass dieses Kindchen hat gelebt.
Egal was auf einem Zettel steht,
du musst jetzt stehen deinen Mann,
das ist`s, was man erwarten kann.
Möchtest schreien, möchtest weinen,
hältst den Mund, sagst kein Ton.
Tust täglich weiter deine Pflicht,
Deine Umwelt kümmert es meist nicht,
Deine Mine geschnitten wie aus Holz,
jeder Roboter wäre darauf stolz.
Dein Herz ist erfüllt von tiefer Trauer.
Für die anderen war es nur ein kurzer Schauer.
Musst halt einfach weiter machen,
dabei willst du gar nicht lachen.
Verbirgst tief in dir deinen Schmerz,
verschließt ihn dicht in deinem Herz.
Dabei ist das gar nicht zwingend,
lass ihn heraus, das ist dringend:
Denn auch du darfst trauern,
und mag es auch ewig dauern!




Die Sternenkinder waren heute ein wenig traurig.
Da hatten sie so lange darum gebeten einmal einen kurzen Blick auf die Erde werfen zu dürfen und als es Ihnen gewährt wurde konnten sie die von ihnen so sehr geliebten Gesichter ihrer Erdeneltern in solcher Trauer sehen, dass es ihnen ganz schwer um die kleinen Herzen wurde. Was sollen wir nur machen? fragte ein kleiner bezaubernder Junge in die Runde!
Alle hatten sich unter einen großen, bunt blühenden Schmetterlingsbaum gesetzt und überlegten.
Wir müssen Ihnen irgendwie sagen wie lieb wir sie haben und dass wir sie fest in unseren Herzen tragen flüsterte ein Mädchen mit einer Stimme wie helles Glockenläuten und das wir wissen das sie uns immer lieben!. Aber wie? fragten sie sich alle Sie denken so fest an uns und sind mit Ihren Gedanken immer bei uns, aber diese Gedanken und die Trauer nehmen Sie völlig ein so dass kein Platz bleibt unsere Gedanken- und Traumworte zu verstehen.
Ein Mädchen, schön wie eine kleine Elfe weinte ein bisschen.
Ich habe meine Mami und meinen Papi doch so lieb und ich möchte so gerne,
dass sie wissen das es mir gut geht hier bei euch - meinen Sternengeschwistern -
in unserem Sternentraumland. Sie blickte sich um und sagte
Wenn Sie nur sehen könnten wie schön es hier ist! Wenn Sie nur wissen könnten, dass jede Träne die sie um uns weinen eine der wunderschönen,
roten Rosen hier wachsen lässt. Die Kleine streichelte liebevoll eine der satten, vollen Rosenblüten Wenn wir ihnen nur sagen könnten,
dass jeder Traum den sie von uns Träumen einen neuen, glitzernden,
warmen See entstehen lässt der aussieht wie der reinste Edelstein!
Das jeder Gedanke den Sie an uns richten die Sonne ein klein bisschen heller
und wärmer scheinen lässt und einen Sonnenstrahl gebärt! Sie seufzte das würde ich mir wünschen!
Doch wie sollen wir es Ihnen sagen rief ein Junge. Doch dann lächelte er Ich weiß wie! und alle rutschten ein klein wenig näher zusammen und er erzählte ihnen von seinem Plan:
Wir müssen jemanden finden der ein offenes Herz für uns hat und der an uns glaubt. Jemanden der uns lieben könnte, obwohl er uns nicht kennt!
Dieser Jemand darf aber die schlimme Erfahrung die unsere geliebten Erdeneltern machen mussten, nicht erlebt haben denn sonst überwiegt wieder die Trauer und wir werden nicht gehört!
Das ist mein Plan! Er blickte beifallsuchend in die Runde der Sternenkinder,
aber der gewünschte Applaus blieb leider aus. Das wird aber soooo schwierig!
Wo sollen wir einen solchen Menschen finden?
Viele auf der Erde denken doch sogar wir wären noch nicht mal richtige Kinder!
Die meisten verschließen sich vor den Gedanken an uns und würden am liebsten leugnen dass so etwas sein kann! So jemanden finden wir nie!
Alle riefen durcheinander und es war ihnen anzusehen,
dass sie nicht ganz an das Gelingen des Plans glaubten!
Ein Junge der schon etwas größer war als die anderen und mit seinen himmelblauen Augen, den Sommersprossen auf der Nase und den kreuz und quer verwuschelten Haaren aussah wie der liebste Spitzbub den man sich vorstellen kann rief: "Lasst es uns doch wenigstens versuchen!
Wir sind doch nicht so wie die vielen Erdenmenschen die an nichts mehr glauben!
Wir glauben doch an unsere lieben Eltern! Ich bin sicher wir werden jemanden finden!
Ganz bestimmt! Auch das elfengleiche Mädchen wischte sich die
Sternschnuppentränchen aus den Augen und rief Ja... lasst es uns versuchen!

Die Sternenkinder flogen mit den großen, bunten Schmetterlingen zu Ihren Sternen und schickten sich an die Menschen zu beobachten um jemanden zu finden der auf sie hören würde und Ihren Eltern eine Botschaft von Ihnen überbringen könnte!
Sehr lange saßen sie auf ihren Aussichtsplätzen und beobachteten die Welt!
Was sie sahen machte sie mehr als einmal mutlos!
Es scheint als wäre die Erde von ignoranten, gefühllosen Menschen ohne jegliches Gespür bevölkert dachte sich der süße Spitzbub
der die Idee verteidigt hatte vielleicht hatten die anderen doch recht? seufzte er.
Aber es muss doch noch einen Menschen geben der außer unseren Eltern,
Omis und Opis und Geschwistern an uns denkt
Sein Blick folgte einem Sonnenstrahl bis er auf der Erde auftraf und sein Herz hüpfte vor Freude!
Der Sonnenstrahl fiel direkt durch ein Bürofenster und an einem
Schreibtisch sah er eine junge Frau an ihrem Computer sitzen.
Der Junge fühlte sich sofort zu ihr hingezogen, wollte sie aber noch eine Weile beobachten, bevor er es den anderen sagen wollte um sicher zu gehen,
dass sein Gefühl richtig war. Die Frau schaute mit tränenblindem Blick
auf den Monitor und der Junge rutschte auf dem fünften Zacken seines Sterns ganz nach vorne um sehen zu können was die Frau so traurig machte.
Was er sah ließ ihn erschauern, die Frau schaute sich ein Bild eines Babys an!
Und - das war unglaublich - das Baby war er!
Die Frau schaute sich gerade seine Homepage an, die die Erdeneltern des Jungen liebevoll für ihn angefertigt hatten.
Er sah wie sie immer noch weinte und mit dem Zeigefinger vorsichtig über sein Bild am Monitor strich, er konnte Ihre Berührung spüren wie sie ihm leicht an der Nase stupste und sein Gesicht streichelte.
Er merkte, dass die fremde Frau ihm ganz nahe war. Das ist sie! jubelte er Ich habe Sie gefunden!
Sie ist genau die Richtige!
Aufgeregt schickte er seinen Sternenschmetterling
zu allen den kleinen leuchtenden Sternchen um die anderen
Kinder zu benachrichtigen und so trafen sie sich kurz darauf wieder unter dem großen Schmetterlingsbaum, der niemals seine Blüten verlor und der Junge erzählte den Sternenkindern von der Frau und dass er ganz deutlich
spüren konnte dass sie liebevoll an ihn und alle Sternenkinder dachte,
obwohl sie sie nicht kannte!
Das ist ja wundervoll! Sie muss es sein rief ein Mädchen und
lachte ein glockenhelles Lachen, so glücklich war sie!
Plötzlich war alles ganz einfach und jeder wusste was er zu tun hatte!
Sie setzten sich alle im Kreis und fassten sich an den Händen!
Da lagen kleine in großen Händen, weiße Hände in schwarzen und Mädchenhände in denen der Jungen!
Ein Gefühl der Ruhe und der großen Freude durchdrang sie als sie die Augen schlossen und alle Ihre Gedanken, Ihre Träume und Ihre Worte an die geliebten Eltern an die fremde Frau schickten!

Ich saß gestern nach einem Tag voller Gedanken an die Sternenkinder
zu Hause und beobachtete meine Sternenkinderkerze die ich gerade
in liebevollem Gedenken an Kinder die ich nicht kannte angezündet hatte.
Plötzlich überkam mich ein Gefühl der Leichtigkeit und des Glücks.
Ich schloss die Augen und überließ mich diesem Gefühl völlig und wünschte das es nie aufhören möge!
Ich hörte Kinderstimmen rein und klar wie ein Bergsee,
ich hörte Kinderlachen das glockenhell in meine Seele drang und ich hörte zu!
Lange hörte ich zu und heute schreibe ich die Geschichte auf!
Liebe Sternenkindereltern, Eure Kinder sind immer in und um Euch und sie lieben Euch von ganzem Herzen! Sie spielen auf blühenden, bunten Wiesen fangen! Die schwimmen in silbernen Seen und essen die süßesten Früchte! Sie haben den Regenbogen für Ihre Rutschpartien und sie jagen den Sonnenstrahlen nach! Jede Eurer Tränen lässt eine rote Rose erblühen die Eure Kinder mit ihrer Schönheit und ihrem Duft erfreut! Jeder Traum den Ihr von Euren Kindern träumt erschafft einen klaren, im Sonnenlicht funkelnde
See in dem Eure Kinder die Füße baumeln lassen und Papierschiffe segeln lassen!
Jeder Eurer Gedanken an sie lässt die Sonne für Eure Kinder noch ein wenig wärmer und goldener scheinen und neue Sonnenstrahlen entstehen die sie an den Näschen kitzeln!
Die Luft die eure Kinder atmen ist erfüllt von Ihrem glücklichen Lachen! Große, bunte Schmetterlinge sind Ihre Gefährten und tragen sie jubelnd durch die Lüfte!
Sie schlafen auf Ihren Sternchen und lassen sich von dem
warmen Licht einhüllen und eure Träume sind ihr Schlaflied!

Eure Sternenkinder sind im Sternenkindertraumland und lieben Euch von ganzem Herzen!


Sternenkindertraumland II

Die Geschichte ist wieder vergessen!
rief der kleine Junge mit den süssen Sommersprossen den anderen zu!
Ich habe es heute gespürt, viele unserer Mamis sind so tief traurig heute
und denken nicht mehr daran das wir alle zusammen hier im Sternenkindertraumland spielen, auf dem Regenbogen rutschen, unsere Füsse in klaren Seen baden und auf leuchtenden Sternchen schlafen!
Alle Sternenkinder sassen wieder unter dem blühenden und
duftenden Schmetterlingsbaum zusammen und machten sich Sorgen um Ihre Erdeneltern.
Meine Mami hat heute Geburtstag und da soll sie doch lachen,
singen und tanzen und glücklich sein! Aber sie ist traurig weil ich nicht bei ihr sein kann!
Das Kind schaute aus seinen leuchtenden Sonnenaugen die anderen fragend an. Ja seufzten zwei weitere Mädchen Heute vor zwei Jahren wusste ich plötzlich, daß ich nicht bei meiner Mami bleiben kann,
sondern das ihr im Sternenkindertraumland auf mich wartet flüsterte das jüngere der wunderschönen Mädchen, denen man genau ansehen konnte das sie Geschwister waren.
Ich wollte sie damit aber doch nicht traurig machen, ich durfte ihr so viel Freude schenken, ich war bei ihr und sie hat mich gefühlt und geliebt!
Damit wollte ich sie doch glücklich machen und trotzdem ist sie so unsagbar traurig!
Das grössere der Mächen hielt das Kleine ganz fest im Arm und
streichelte ihr über das seiden glänzende Haar!
Komm, komm liebe kleine Schwester nicht weinen, wir werden schon einen Ausweg finden!
Unserer Mami geht es auch nicht gut! Das konnten wir von unserem Sternchen aus sehen!
Wir möchten sie so gerne einmal glücklich lachen sehen!
Zwei herzallerliebste Mädchen die sich glichen wie eine
Rosenblüte im Sternenkindertraumland der anderen, s
chauten traurig aus den glänzenden Kulleraugen Sie versucht ja ganz feste damit klar zu kommen, daß wir schon so früh ins Sternenkindertraumland gegangen sind! flüsterte die Kleine Manchmal muss ich sogar ein bischen über sie lachen!
Sie macht ab und an so komische Verrenkungen! Yoga nennt sie das,
aber ich glaube das tut ihr sehr gut und deshalb bin ich stolz auf sie,
daß sie sich so doll verbiegen kann!
Die Kinder waren still und jedes von Ihnen dachte an seine Eltern und daran,
daß alle der Geliebten darüber so tief traurig waren daß sie, als Ihre Kinder, im Sternentraumland waren!

Aber sie ist so stark und sie gibt sich viel Mühe ihr Leben zu meistern!

Was ist mit der Frau am Computer fragte ein kleiner Junge Kann sie uns nicht helfen?
Doch das kann Sie, aber Sie kann unseren liebsten Eltern nur mitteilen auf was
Sie achten sollen und sie daran erinnern trotz Ihrer Trauer um uns die Augen
und Ihre Herzen für unsere Botschaften offen zu halten!
erklärte der Junge der einst die Frau am Computer entdeckte,
als die Sternenkinder jemanden finden mussten der liebevoll an sie denkt,
aber nicht durch den Schmerz um den Verlust fast verrückt wurde!
Ein elfengleiches Mädchen, kaum grösser als 50 cm aber durch und durch
wunderschön und perfekt spielte gedankenverloren mit einem Sonnenstrahl
der sich im Glanz ihres Haares brach und dadurch plötzlich auf die Erde
geleitet wurde und dort durch die Wolken sichtbar war!
Das ist es doch rief sie aufgeregt Wir Sternenkinder schicken unseren lieben Eltern Zeichen von hier!
Jeder von uns ein Zeichen und die Frau am Computer muss es ihnen sagen,
dass sie darauf achten sollen! sie war ganz aufgeregt Was sagt ihr dazu? fragend sah sie in die Runde.
Die beiden engelsgleichen Zwillingsmädchen strahlten, das kleine Schwesterchen drückte ihre grosse Schwester ganz aufgeregt, die Augen des Kindes mit den Sonnenaugen strahlten noch ein bischen heller
und alle Sternenjungen und Sternenmädchen fanden diesen Vorschlag wunderbar!

Sie setzten sich im Kreis um ihren Schmetterlingsbaum und fassten sich an den Händen!
Und wieder einmal lagen da kleine in grossen Händen,
weiße Hände in schwarzen und Mädchenhände in denen der Jungen!
Ein Gefühl der Ruhe und der großen Freude durchdrang
sie als sie die Augen schlossen und jedes Kind schickte etwas an seine geliebten Eltern!
Eines schickte eine kleine, weisse Wolke die wie Wattepausch über den Himmel schaukelt!
Ein anderes schickte reine, klare, kühlende Regentropfen die wie Edelsteine waren! Wieder ein anderes Sternenkind schickte einen
wunderschönen Schmetterling der wie ein Tänzer elegant durch die Lüfte schwebt!
Ein weiteres schickte einen Baum der seine Zweige ausstreckt um die Trauernden schützend zu umarmen!
Eines schickte grünes, saftiges Gras, das an den Füssen kitzelt wenn man barfuß darüber tanzt!
Ein Kind schickte Wind, der einmal sanft durchs Haar streicht um zu trösten und ein anderes mal erfrischend und jubelnd über die Berge und Ebenen pfeift!
Ein anderes Kind schickte einen Vogel, der singend und pfeifend jeden erfreut!
Jedes Kind dachte mit Liebe an seine Eltern und schickte etwas auf die Erde,
das sie erfeuen sollte und das sie daran erinnern sollte
das ihre Kinder sie liebten und sie immer in Ihrem Herzen trugen!


Sternenkinder


Kontakt