Unsere kleinen Sternenkinder



Wir haben uns so auf euch gefreut,doch leider sollte es nicht sein. Mann fragt sich wieso? Weshalb? Warum? Doch mann findet keine Antwort darauf. Der Schmerz ist tief, da wir euch vermissen. Wir werden immer an euch denken, und wir wissen da wo ihr jetzt seit, geht es euch gut und ihr werdet auf uns achtgeben. Und irgendwann werden wir euch wiedersehen. Wir lieben euch. Mama Papa und eure zwei Brüder



Wenn du jemals ein Kind verlierst...

Wenn du jemals ein Kind verlierst, wie es mir geschehen ist, dann wirst du die andere Seite der Wahrheit kennen. Du wirst verstehen, was es bedeutet, vernichtet zu sein und doch jeden Tag aufzustehen und den Kessel mit Wasser zu füllen. Du wirst den Dampf aus dem Kessel steigen sehen und weinen. Du wirst behaupten, es sei alles in Ordnung. Du hast ein Staubkorn ins Auge bekommen. Das ist alles. Auf der Straße werden Tränen auf den Gehsteig tropfen und deine Schuhe füllen. Sag, die Sonne schiene dir in die Augen. Wenn du deine Trauer zeigst, vergeht sie nicht. Wenn du sie verbirgst, vergeht sie nicht. Sie ist für immer und ewig bei dir, aber es gibt vielleicht eine Stunde, in der du dich nicht erinnerst. Einen Abend, an dem der Himmel blau wie Tinte ist. Einen Nachmittag, an dem deine Tochter hinter einer Grille herläuft, die sie niemals fangen wird. Flüstere den Namen deines Babys. Dann sei still!



Du zeigtest mir das Leben ...

Ich wollte dich ein Stück im Leben begleiten, dir die schönen, aber auch die traurigen Seiten dieser Erde zeigen. Ich wollte mit dir die kleinen und die großen Sorgen teilen wollte mit dir lachen, wollte mit dir weinen, wollte viele Jahre mit dir gemeinsam auf dieser Welt verweilen. Das Schicksal aber wollte anders, du solltest mir all diese Dinge zeigen. Du sollstest mir zeigen, was kleine und was große Sorgen, du meine Kleine solltest mich als Engelchen durchs Leben begleiten. Du hast mir die Augen geöffnet, du zeigtest mir was wirklich wichtig. Du gibst mir die Kraft die ich brauche, um auf dieser Welt zu existieren. Du mein Engelchen zeigtest mir das Leben ...



Ich will dir sagen, was dir hilft:

Weinen, weil du verlassen bist, denn du bist es. Weil dir kalt ist. Es ist wirklich kalt. Weil dir das Weh das Herz zusammenzieht, mehr, als irgendeiner von uns ermißt. Du brauchst nicht unter der Eisdecke zu leben. Schreien. Auch wenn es jemand hört. Ich verstehe es, wenn du zornig bist über das Unrecht, das dich getroffen hat. Wenn du wütend bist auch auf Gott, der das zugelassen oder gar gewollt hat. Auch Hiob klagte Gott mit harten Worten an. Verstummen, wenn du das Gefühl hast, der andere könne dich nicht verstehen. Wenn du zu müde bist, zu reden, oder wenn du dich, auf eine seltsame und grausame Weise, schuldig fühlst. Eines Tages wird es nicht mehr so wichtig sein, zu weinen oder zu schreien. Aber jetzt tut es gut. Und jetzt soll es dir niemand verwehren.



"... Es wird dir Schmerz bereiten

Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein..." " Du verstehst. Es ist zu weit. Ich kann diesen Leib da nicht mitnehmen. Er ist zu schwer." " Aber er wird daliegen, wie eine alte verlassene Hülle. Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen..."



Nur weinen kann ich noch

Nur weinen kann ich noch Weinen um Dich Mein liebes Kind Ich wünschte Ich könnte mich zerweinen Mich einfach in Luft aufweinen Ganz weit wegweinen Hin zu Dir Um dann Niemals wieder Eine Träne zu vergießen



Meine größte Liebe

Mein Kind ist wahrhaftig meine größte Liebe, ich musste sie gehen lassen, mich lösen, sie ziehen lassen zu den Sternenkindern. Und doch, meine größte Liebe wird auf immer und ewig tief in meinem Herzen mit mir verbunden sein, in ewiger Liebe!



Traurigkeit

Die mir noch gestern glühten, Sind heut dem Tod geweiht, Blüten fallen um Blüten Vom Baum der Traurigkeit. Ich seh sie fallen, fallen Wie Schnee auf meinen Pfad, Die Schritte nicht mehr hallen, Das lange Schweigen naht. Der Himmel hat nicht Sterne, Das Herz nicht Liebe mehr, Es schweigt die graue Ferne, Die Welt ward alt und leer. Wer kann sein Herz behüten In dieser bösen Zeit? Es fallen Blüten um Blüten Vom Baum der Traurigkeit



Auf den Tod

Jetzt bist du schon gegangen, Kind, und hast vom Leben nichts erfahren, indes in unseren welken Jahren wir Alten noch gefangen sind Ein Atemzug, ein Augenspiel, der Erde Luft und Licht zuschmecken, war dir genug und schon zuviel; du schliefst ein, nicht mehr zu wecken. Vielleicht in diesem Hauch und Blick sind alle Spiele, alle Mienen des ganzen Lebens dir erschienen, erschrocken zogst du dich zurück. Vielleicht wenn unsre Augen, Kind, Einmal erlöschen, wird uns scheinen, Sie hätten von der Erde, Kind, Nicht mehr gesehen als die deinen."



Klage

Uns ist kein Sein vergönnt. Wir sind nur Strom, Wir fließen willig allen Formen ein: Dem Tag, der Nacht, der Höhle und dem Dom, Wir gehn hindurch, uns treibt der Durst nach Sein. So füllen Form um Form wir ohne Rast, Und keine wird zur Heimat uns, zum Glück, zur Not, Stets sind wir unterwegs, stets sind wir Gast, Uns ruft nicht Feld noch Pflug, uns wächst kein Brot. Wir wissen nicht, wie Gott es mit uns meint, Er spielt mit uns, dem Ton in seiner Hand, Der stumm und bildsam ist, nicht lacht noch weint, Der wohl geknetet wird, doch nie gebrannt. Einmal zu Stein erstarren! Einmal dauern! Danach ist unsre Sehnsucht ewig rege, Und bleibt doch ewig nur ein banges Schauern, Und wird doch nie zur Rast auf unsrem Wege.



Zeit für Tränen

Wenn Trauer den Körper befällt, und die Zeit die Linderung versagt. Wenn Fäuste gegen Wände schlagen und man vom Dunkel betört. Wenn aus Liebe Angst wird und Schmerz in Wut umschlägt Wenn man mit Gewalt versucht zu halten, was schon längst zerstört. Wenn Kummer von Hass verdrängt wird, die Seele dunkel von der Last die es trägt. Wenn niemand da der die Zeichen der Trauer versteht und hört. Dann ist es Zeit Zeit für Tränen!



Beschwerde

Liebt man Dich so wie wir Dich liebten auf Erden und gibt es im Himmel auch Beschwerden? Dann gehe hin und klage Deine Mutter sei nicht in der Lage, es zu verstehen und Du müsstest noch mal zu den Menschen gehen. Außerdem wärst Du noch zu klein um hinter der Mauer der Nacht zu sein. Die Welt hätte Dir doch so viel zu geben sag einfach Du wolltest noch mal mit uns leben. dann könnte ich alles leichter ertragen, könntest Du bitte nicht einmal fragen? Du wolltest doch Lastwagenfahrer und Vater werden dies ist doch Grund genug für Beschwerden. Es vermissen Dich alle sehr und allen fällt es schwer hier ohne Dich zu leben man muss uns doch eine Chance geben Argumentiere dort gut, sag ihnen Deine Mutter ist voller Wut sie will Dich in ihre Arme schließen und ein Leben nur mit Dir genießen. Das muss man dort doch einfach verstehen, vielleicht lässt man Dich doch noch gehen. Es sei denn du willst es nicht und es ist dort sehr schön dann will und muss ich es verstehen.



Du warst ein Kind der Hoffnung...

Du warst ein Kind der Hoffnung, unsere Liebe um hüllte dich, unsere Fantasie schmückte dein Leben aus. Du warst ein Kind der Freude. Wie eine Blüte ging unser Herz auf, denn wir erwarteten dich voller Sehnsucht. Du warst ein Kind des Lebens. Wir wollten Leben weitergeben und uns selbst beschenken lassen. Du bleibst unser Kind. du bist ein Kind der Sehnsucht, das zu einem Kind der Trauer wurde. Du hast sie nicht gesehen, den Sonnenglanz und die Mondsichel. Du hast nicht in unsere leuchtenden Augen geschaut. Nun aber siehst du das Licht, das strahlende, wärmende Licht der Liebe Gottes. Auch du wohnst im Hause Gottes, wo viele Wohnungen sind. Du bist gesegnet du Kind der Hoffnung, der Freude und des Lebens. Und mit dir ist gesegnet unsere Trauer um dich, du Kind bei Gott.



Verdammt!

Das Leben hat mich überrascht. nachdenklich gemacht, enttäuscht und entzückt, abgehärtet und mich manches mal von mir selbst entrückt. Und nun sitze ich da, mit all meinen Gefühlen in mir, mit Tränen im Gesicht, weil ich das Leben wohl nie richtig gebacken krieg. Noch nicht mal dreißig Jahre jung, hänge ich wie eine alte gebrechliche Frau herum, manchmal verlässt mich einfach der Mut, nichts ist mehr gut, nichts tut mir mehr gut, innerlich die Wut in mir tobt, scheiße, mein Kind ist tot!!!!! Es gibt Tage da überkommt mich meine Trauer, von eben auf jetzt, ich kann dem nicht ausweichen, die Trauer ein Bestandteil meines Lebens geworden ist, die nicht mehr zu vernichten ist. Wenn das Selbstmitleid an mir zerrt, ich denke das Leben läuft irgendwie verkehrt, meine Wut in mir tobt, Tränen mich blind werden lassen, weiß ich doch ganz still, das ich nicht untergehen will. Ich werde weiter kämpfen und mein Schicksal hat mich geprägt, ich will leben, aber meiner Trauer auch Raum geben. Verdammt ich begreife das nicht! Warum verdammt noch mal ich?



Unaufhörliche Liebe

Mir scheint als würde meine Liebe unaufhörlich weiter leben wollen. Trotz allem Schmerz, allen Verletzungen meiner Seele, trotz aller psychischen Gewalt, trotz jedem Schlag in mein Gesicht, kommt nach jeder gelebten Wut, nach jeder geweinten Träne, nach jedem Schrei, die Liebe neu in mir hervor. Liebe für mich, Liebe für Dich, Liebe zum Leben, Liebe für mein totes Kind. Mir scheint als würde meine Liebe unaufhörlich weiter leben wollen.



Still

Still wurdest du geboren, still wurde all meine Freude, still wurde mein Lachen, still wurde mein Denken, still wurden meine Gefühle, schmerzvoll auserkoren. Still wurdest du mein Kind aus mir geboren. Still mit verschleiertem Blick, sehe ich oft in die Zeit mit dir zurück. Still nach deiner Zeit ich wieder leben mag, Tag für Tag. Still neue Schritte wagen, still dich fortwährend in mir tragen. Still ich voll Reichtum bin, still ich finde neuen Sinn. Ganz still und leise, liebe ich dich auf meine Weise.



Täglicher Abschied

Täglich kommt meine Liebe neu für Dich in mir hoch, durchschleicht mich, berührt mein Herz, meine Seele, mein ganzes Denken, mein ganzes Tun. Täglich wächst du mit mir, bist bei mir, bei Allem was ich tue, sage oder auch nicht sage, bei Allem was ich sehe und fühle. Täglich wird mir neu bewußt, dass dein kleiner Körper nicht mehr bei mir sein kann, niemals mehr sein wird, auch wenn ich mich noch so sehr danach sehne. Mir bleibt nur meine Mutterliebe, die so voll, rund und prächtig ist, das ich dich nur in Gedanken schützend umarmen kann. Meine Sehnsucht kann still nach dir rufen und täglich weiß ich, das du nicht zu mir zurück kehren wirst Täglich muss ich neu begreifen lernen, dass du für immer gegangen bist




Ungewissheit

Durch meine Hoffnungslosigkeit, meinen Unmut, und meine Verzweiflung, habe ich gelernt, aus der Tiefe, neue Kraft zu schöpfen, um weiter zu kämpfen für irgendetwas Ungewisses.



Ausgelaugt

All meine Kräfte schwinden dahin, die schillernden Farben meines Ich´s platzen wie eine Seifenblase, vergehen spurlos. Was bleibt ist der Geschmack von Seife.



Ohne Titel

Der Verstand regelt alles Erlebte, das Gefühl empfindet anders. Beides in Einklang bringen, auf eine schwingende Ebene, stabil werden läßt. Selbstvertrauen langsam neu erwacht, kraftvoll mit aller Wehmut des Lebens und des Todes. Schreiten, gehen, -ohne zu stolpern- Kraft tanken mit jedem Atemzug, mit jedem Tun. Der Verstand regelt alles Erlebtes, das Gefühl empfindet anders.



Ungeplant und unverhofft

Du bist von uns gegangen, wie du gekommen bist: ungeplant und unverhofft. Und mein Leben änderte sich: ungeplant und unverhofft. Mein Liebe für dich tief in mir ruht, manchmal unsagbarer Schmerz nach dir ruft, jede Träne die ich um dich weine, tut trotz allem gut. Ein anderes Bewußtsein sich in mir regt, neue Maßstäbe im Leben legt, du mein Kind, hast alles in mir bewegt. Eine echte Kraft in mir blüht, ein kleines Feuer in mir glüht, doch dich bekomme ich nicht zurück. Du bist von uns gegangen, wie du gekommen bist: ungeplant und unverhofft. Dabei wollte ich dich doch!



Einfach gehen

Gehen- ohne gefragt zu werden. Gehen- ohne das es an der Zeit wäre. Gehen- still und leise. Gehen- ohne einen Kuss. Gehen- ohne eine Umarmung in Liebe. Gehen- ohne einen einzigsten Laut. Gegangen- einfach fort- irgendwo hin. Zurück gelassen hast du mich - von Liebe erfüllt - von Trauer ganz weich - mit meiner Sinnfrage - und mit ein wenig Hoffnung, das alles gut werden wir, wenn die Zeit vergeht. Du bist einfach gegangen, ohne zu fragen, ganz still und leise.



Auf meines Kindes Tod

Von fern die Uhren schlagen, es ist schon tiefe Nacht, die Lampe brennt so düster, dein Bettlein ist gemacht. Die Winde nur noch gehen wehklagend um das Haus, wir sitzen einsam drinnen und lauschen oft hinaus Es ist, als müßtest leise du klopfen an die Tür, du hätt'st dich nur verirret und kämst nun müd zurück. Wir armen, armen Toren Wir irren ja im Graus des Dunkels noch verloren - du fandst dich längst nach Haus



Der kleine Franz

Zarter Knabe, der du bang sonst im Finstern zagtest, sprich, wie du den großen Gang durch das Dunkel wagtest, wagtest, in den Schlund, davor alle zitternd stehen, durch das schwarzverhängte Tor so allein zu gehen?



Erinnerung

Der Abend kam. Die Schatten fielen. Rings an den Fenstern ward es hell. Die Kleine, müd vom Lauf und Spielen, lag mir am Fuß im Bärenfell. Die nackten Beinchen hochgezogen, hielt sie in kleiner Hand den Stift und füllte meinen schönsten Bogen mit Häkchen einer Runenschrift. Rings war's so still, wie zum Gebete; der ems'ge Stift nur raschelt leis... Es schrieb kein Dichter und Prophete sein Weisheitsbuch mit größrem Fleiß! Da plötzlich schmeichelnd mit den lieben Äuglein mein Kindchen zu mir schlich: "Weißt du, Papa, was ich geschrieben?" "Ein Briefchen?" - "Ja." - "An wen?" - "An dich!" "Goldkind, an mich? Was steht darinnen? Der Abend macht die Augen trüb..." Und sie, nach lächelndem Besinnen:... "Daß ich dich lieb hab', furchtbar lieb!" Es floß ein letzter Sonnenschimmer ums Köpfchen ihr mit goldnem Hauch - "Das schreibst du mir im selben Zimmer? Sag's mir doch laut, dann weiß ich's auch." Da sah mich an das kleine Wesen und reicht' das Blatt mir lächelnd hin: "Behalt's, Papa, dann kannst du's lesen, wenn ich mal nicht im Zimmer bin..." .....O bittres Wort aus lieben Zeiten das du der Sehnsucht Flügel leihst! Es schlug die Stunde längst zum Scheiden, und dieses Zimmer ist verwaist. Von deinem Jauchzen, deinem Lieben, von all dem, was sie nie vergißt, ist nur ein Blatt zurückgeblieben, das wirr und kraus bekritzelt ist.....



An meinem Grab

An meinem Grab wein´ nicht um mich, der hier schläft, das bin nicht ich. Ich bin der Wind, der Dich umbrist. Ich bin die See, die Dich umfließt. Ich bin der warme Sonnensegen. Ich bin der sanfte Morgenregen, wenn Du erwachst zu früher Stunde. Ich bin der Vogel in kreisender Runde, auf Schwingen gleitend in würdiger Macht. Ich bin der Sternenglanz der Nacht. Drum steh´ nicht weinend hier, denn sieh´: Ich bin nicht hier, ich sterbe nie.



Sternenkind

Du bist mein Kind, mein kleiner Sohn. Du lebst in meinem Herzen, doch du bist nicht hier. Du bist ein Kind der Sterne, so fern von mir. Du bist zu mir gekommen, doch du wurdest mir genommen. Du fehlst mir so sehr. Du bist nicht hier. Du bist ein Kind der Sterne, so fern von mir. Du berührtest mein Herz. Du hast mir gezeigt was Liebe ist. Diese Liebe ist hier. Du bist ein Kind der Sterne, so fern von mir. Ich vermisse dich! Ich liebe dich!



Weine nicht, wenn du mich liebst

Weine nicht, wenn du mich liebst Der Tod bedeutet nichts. Ich bin nur auf die andere Seite gegangen. Ich bin ich. Du bist du. Das, was wir füreinander waren, wir sind es immer noch. Gib mir den Namen, den du mir immer gegeben hast. Sprich zu mir, wie du es immer getan hast. Verwende keinen anderen Ton. Nimm keinen salbungsvollen oder traurigen Ton an. Fahre fort über das zu lachen, was uns zusammen lachen gemacht hat... Bete, lache, denke an mich, bete mit mir. Dass mein Name zu Hause ausgesprochen wird, wie er es immer wurde, ohne irgendeinen schwülstigen Ton, ohne eine Spur von Schatten. Das Leben bedeutet das, was es immer bedeutet hat. Es ist, was es immer gewesen ist; der Faden ist nicht durchtrennt. Warum sollte ich außerhalb deines Blickes sein! Ich bin nicht fern, nur auf der anderen Seite des Weges... Du siehst, alles ist gut. Du wirst mein Herz wiederfinden, du wirst geläuterte Zärtlichkeiten wiederfinden. Trockne deine Tränen, und weine nicht, wenn du mich liebst.



Mein Kind

Ich kenne dein Gesicht - ohne je die Farbe deiner Augen gesehen zu haben. Ich spüre noch immer Deine Berührungen - ohne daß mich deine kleinen Hände je gestreichelt haben. Ich sehe deinen kleinen Mund vor mir - ohne daß ich ihn je Mama sagen hörte. Ich hielt dich in meinem Arm - ohne dich je in den Schlaf gewiegt zu haben. Ich habe dich geboren - ohne dir Leben geschenkt zu haben



Für immer bei mir

Für immer bei mir eingeschlichen in mein leben ganz still und leise war sie zu schwer für dich die reise? was war ich nervös als ich dein herzchen sah auf einmal war mir so warm und klar noch einmal sollte ichs erleben dieses glück ich verstehe es nicht - warum gingst du zurück? tausend schmetterlinge im bauch das gefühl auf wolken zu schweben ich glaube es nicht, warum willst du nicht leben? wir gerne wollte ich mit dir lachen zusammen mit dir soviel tolle dinge machen ich wollte dich halten, dich spüren dir so vieles geben brauchst du es nicht? willst du`s nicht nehmen? nur ganz kurz warst du nur bei mir, aber meine Gedanken sind immer bei dir so kurz geschlagen deine kleines herz alles was bleibt ist dieser große schmerz eines tages sind wir wieder vereint du und ich auch wenns noch ewig scheint



Ein Lächeln

Ein Fremder hat mir ein Lächeln geschenkt, an einem Regenmorgen, es streifte mein Herz, das angstvoll bedrängt, und linderte meine Sorgen. Ich wollt es behalten, ich Egoist, doch begriff ich, mit einem Mal heiter, dass man in der Fülle großzügig ist- und ich gab es an den nächsten weiter. So trat es seine Wanderung an, durch Strassen, Plätze und Gassen, durch Omnibus, Tram und Untergrundbahn, so greifbar- und doch nicht zu fassen. Am Abend, als ich nach Hause ging, da bückt ich mich plötzlich nieder und sah wie ein kleines strahlendes Licht, mein Lächeln auf einem Kindergesicht- und ich nahm mir es und hatte es wieder.



Der Segen der Trauernden

Der Segen der Trauernden Gesegnet seien alle, die mir jetzt nicht ausweichen. dankbar bin ich für jeden, der mir einmal zulächelt und mir seine Hand reicht, wenn ich mich verlassen fühle. Gesegnet seien die, die mich immer noch besuchen, obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Gesegnet seien alle, die mir erlauben von dem Verstorbenen zu sprechen. Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen . Ich suche Menschen, denen ich mitteilen kann, was mich bewegt. Gesegnet seien alle, die mir zuhören, auch wenn das, was ich zu sagen habe, sehr schwer zu ertragen ist. Gesegnet seien alle, die mich nicht ändern wollen, sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin. Gesegnet seien alle, die mich trösten und mir zusichern, dass Gott mich nicht verlassen hat.

Kleve im Dezember 1986 von Marie - Luise Wölfing



Sie sagen:

Sie sagen: das wird schon wieder... und Du bist ja noch so jung! Sie sagen: Du schaffst das schon... Und auch das Leben geht doch weiter! Du kannst doch neue Kinder haben sagen sie... doch ich sage Euch warum versteht Ihr nicht ? ich will kein neues. will nur dieses eine. Dieses eine Kind will ich zurück!!



FÜR DICH

Aus Liebe will ich weiterleben. Mit meinen Ohren will ich für Dich hören, mit meinen Augen will ich für Dich sehen, mit meinen Händen will ich für Dich tasten, und meine Zunge, die soll schmecken all die Süsse, all das Herbe, erleben möcht’ ich die ganze Vielfalt dieser Schöpfung. Aus Liebe will ich auch den Schmerz ertragen



Der geheime Garten

Irgendwo, da gibt es ihn, den geheimen Garten, alle Seelen zieh'n dahin, besonders die ganz Zarten. Sanft in Mondlicht eingetaucht, wie Nebel, die sich teilen, mit zarten Farben angehaucht, man möcht gern dort verweilen. Bedeutungslos sind Zeit und Raum, die Körper ohne Formen, wie in einem stummen Traum, hier gibt es keine Normen. Der Ort, er könnt' ein Tränchen sein, laß die Gedanken fliegen, dieser Platz ist dein allein, so wirst du Schmerz besiegen. In der Elfendämmerung, wo noch silberne Einhörner leben, ich wünsche und glaube und vor allem darum, muß es diesen Ort einfach geben!



Der Wind weht

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserem Leben. Drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen. Mit hartem Dröhnen ist das schwere Tor der Erde hinter dir ins Schloss gefallen. Ich lege lauschend an den Spalt mein Ohr und höre drüben deine Schritte hallen. Der Klang stählt mir das Herz so hart es litt und schlägt den Lärm des Tages nieder. Du drüben und ich hier, wir halten Schritt und treffen uns am gleichen Ziele wieder.






Ein Engel auf Erden

Es war einmal ein Engel, der wollte gerne ein Mensch werden. Aber er wollte auch wieder nicht. Er wollte so gerne zu den guten Menschen auf der Erde.
Aber er wollte nicht den Krieg und das Kaputte. Das gefiel ihm nicht so. darum wollte er nicht. Dann wollte er wieder ... - dann wieder nicht- er konnte sich einfach nicht entscheiden.
Der Engel fragte andre Engel, was er machen solle. „ Geh mal zu Besuch, dann wirst Du schon sehen!", sagten sie. Als der nächste Regenbogen kam, ging
der Engel drauf zur Erde. Er ging zu Mama, weil die so nett ist. Es dauerte eine Weile. Es ist nämlich nicht leicht, ein Mensch zu werden. Als er dann endlich
ein Mensch war, gefiel es ihm nicht... Er merkte, dass er wohl kein richtiger Mensch werden konnte.
Und Mama? Mama gefiel er. Sie wollte ihn behalten, denn er sah so niedlich aus. Wie ein Engelchen eben. Sie hat ganz vergessen, dass Besuch nie bleibt.
Jeder weiss doch, dass Besuch kommt - mal länger, mal kürzer bleibt und dann wieder geht.
Der Engel blieb eine kleine Weile und dann ging er wieder. Da haben Mama und Papa geweint. Der kleine Engel sagte: „ Weint doch nicht. Wenn ihr so viel weint, dann kann ich nicht mehr fliegen, dann sind meine Flügel zu schwer!" Aber Mama und Papa mussten trotzdem weinen.
Doch inzwischen haben sie verstanden, dass sie für kurze Zeit einen Engel zu Besuch hatten. Engel, die kommen und gehen. Sie kommen oft, aber sie können nicht auf der Erde wohnen ...
„ Und wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich als Engel auf einem von ihnen wohne —
ich bleib für immer Euer Sternenkind ...!"


Sternenkinder

Mein Kind

Unvergessen der Tag
Als ich deinen ersten Schrei
erlöst wahrgenommen.
Geborgen lagst du bei mir.
Die winzigen Fäuste hab ich
Behutsam geöffnet,
zählte die rosigen Finger
und hab dich bestaunt
wie ein Wunder.
Gewachsen bin ich mit dir,
lernte Verantwortung tragen.
Du wurdest ein Teil
meines Lebens.
Ich wachte an deinem Bett,
wenn der Husten dich quälte,
tröstete dich, kamst du vom Spiel
mit zerschlagenen Knien.
Vergangen die Kindheit.
Längst bist du erwachsen.
Erfahren hast du,
dass Freude aus Sorge um andere
erwächst, aus Arbeit und
Liebe für sie.
Würden sich meine Wünsche erfüllen,
bleibst du gesund und glücklich
dein Leben lang.



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